{"id":2068,"date":"2021-07-22T22:33:37","date_gmt":"2021-07-22T22:33:37","guid":{"rendered":"https:\/\/selectednews.info\/de\/laschet-seehofer-katastrophen-alarm-aufs-handy-kommt\/"},"modified":"2021-07-22T22:33:40","modified_gmt":"2021-07-22T22:33:40","slug":"laschet-seehofer-katastrophen-alarm-aufs-handy-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/selectednews.info\/de\/laschet-seehofer-katastrophen-alarm-aufs-handy-kommt\/","title":{"rendered":"Laschet, Seehofer: Katastrophen-Alarm aufs Handy kommt"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Flutungl\u00fcck wird viel \u00fcber den Katastrophenschutz diskutiert. Nun k\u00f6nnte eine effektivere Warntechnik zum Einsatz kommen. Beim DRK hat man derweil Sorge vor dem Wochenende.\u00a0Alle Infos im Newsblog.<\/p>\n<p>      Foto-Serie mit 59 Bildern  <\/p>\n<p>Tief &#8222;Bernd&#8220; hat in Deutschland eine beispiellose Katastrophe ausgel\u00f6st: Durch enormen Starkregen sind Regionen \u00fcberschwemmt und v\u00f6llig verw\u00fcstet worden. Mehr als 150 Menschen starben. Besonders betroffen sind\u00a0Nordrhein-Westfalen\u00a0und Rheinland-Pfalz. Aber auch in Bayern und Sachsen haben die Wassermassen erhebliche Sch\u00e4den verursacht.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0Laschet, Seehofer: Katastrophen-Alarm aufs Handy kommt <\/p>\n<p>NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet will nach &#8222;Bild&#8220;-Informationen als Konsequenz aus der Flut-Katastrophe die Warn-SMS zum Schutz der B\u00fcrger schnellstm\u00f6glich einf\u00fchren. Wie das Blatt berichtet, will Laschet die daf\u00fcr ben\u00f6tigte Technologie &#8222;Cell Broadcasting&#8220; rasch etablieren, notfalls sogar im Alleingang in NRW. Die Warn-App der Bundesregierung &#8222;NINA&#8220; stand nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz zuletzt in der Kritik.<\/p>\n<p>Auch Innenminister Horst Seehofer scheint bei dem Thema Druck zu machen. Der CSU-Politiker habe im Prinzip schon entschieden, dass die Warnung per Cell Broadcasting komme, sagte der\u00a0Pr\u00e4sident des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster,\u00a0im ARD-&#8222;Morgenmagazin&#8220;.<\/p>\n<p>Beim Cell Broadcasting wird \u00e4hnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt \u2013 allerdings nicht an eine oder mehrere bestimmte Nummern,\u00a0sondern an alle Ger\u00e4te, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten.<\/p>\n<p>DRK: Vorhergesagter Regen wird &#8222;neue Herausforderung&#8220;<\/p>\n<p>In dem von der Hochwasserkatastrophe stark betroffenen Ahrtal blicken die Menschen mit Sorge auf die Wetterprognosen f\u00fcrs Wochenende. &#8222;Viele sind unter dem Eindruck des Ereignisses nat\u00fcrlich jetzt auf hab acht&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident des rheinland-pf\u00e4lzischen Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rainer Kaul, am Donnerstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Laut Deutschem Wetterdienst werden schauerartiger Regen und Gewitter in Rheinland-Pfalz erwartet. Es k\u00f6nne erneut Starkregen geben, hie\u00df es.<\/p>\n<p>&#8222;Zun\u00e4chst hoffen wir mal, dass der Regen nicht so heftig wird&#8220;, sagte Kaul. &#8222;Aber das ist eine neue Herausforderung, die wir dann meistern m\u00fcssen.&#8220; Derzeit seien die Menschen damit besch\u00e4ftigt, den Unrat nach der Flut in der vergangenen Woche wegzuschaffen. &#8222;Es w\u00e4re jetzt falsch, wenn ich sage, es gibt einen Masterplan f\u00fcrs Wochenende&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Gipfel wegen Flutkatastrophe geplant <\/p>\n<p>CDU-Chef Armin Laschet m\u00f6chte in einer Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz (MPK) kl\u00e4ren, welchen Anteil jedes Bundesland an den Folgekosten der Flutkatastrophe \u00fcbernehmen wird. Auch nicht direkt von dem Unwetter betroffene L\u00e4nder m\u00fcssten dort die Gr\u00f6\u00dfenordnung ihres Beitrags benennen, sagte der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident am Donnerstag in D\u00fcsseldorf nach einer Sondersitzung seines Kabinetts zur Flutkatastrophe. Dazu werde die MPK in den n\u00e4chsten Wochen zusammenkommen.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn eine Notsituation da ist, darf man die, die das alles ertragen m\u00fcssen, nicht alleine lassen&#8220;, betonte der Kanzlerkandidat der Union. &#8222;Da muss das ganze Land und die gesamte Bundesrepublik Deutschland denen helfen, die in Not geraten sind.&#8220;<\/p>\n<p>Einige Bundesl\u00e4nder h\u00e4tten bereits einen Hilfsbeitrag benannt. Das m\u00fcsse nun aber in einer MPK mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammengetragen werden, &#8222;dass wir wirklich zu dieser gro\u00dfen nationalen Solidarit\u00e4tsaktion kommen&#8220;. Parallel zu den Aufr\u00e4umarbeiten sei nun der Finanzbedarf f\u00fcr den gro\u00dfen Aufbaufonds zu ermitteln.<\/p>\n<p>NRW bringt Handy-Warnungen auf den Weg<\/p>\n<p>Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) die Warnung der Bev\u00f6lkerung per Textnachricht direkt auf Handys gefordert. Die Information &#8222;hinein in eine Funkzelle direkt im Katastrophengebiet&#8220; m\u00fcsse jetzt erm\u00f6glicht werden, sagte Laschet am Donnerstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Das so genannte Cell Broadcasting sollte am besten deutschlandweit eingef\u00fchrt werden. &#8222;Wenn es bundesweit nicht geht, wird Nordrhein-Westfalen den Weg daf\u00fcr ebnen&#8220;, k\u00fcndigte Laschet an. Daneben seien aber auch weiterhin Sirenen n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Bisher setzt Deutschland Cell Broadcasting im Gegensatz zu vielen anderen L\u00e4ndern nicht ein und steht daf\u00fcr nun scharf in der Kritik. Per Cell Broadcasting k\u00f6nnen Textnachrichten, sogar begleitet von einem Warnton, direkt auf Handys im ganzen Land oder in spezielle Regionen geschickt werden \u2013 ohne Zutun der Empf\u00e4nger. Mehr zur Technik und der aktuellen Kritik erfahren Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Stadt Wuppertal: &#8222;M\u00fcssen Fehler eingestehen&#8220; <\/p>\n<p>Die Stadt Wuppertal hat Fehler einger\u00e4umt bei der Warnung der Menschen vor dem Hochwasser. &#8222;Wir haben neben vielem Positiven auch Fehler, die wir eingestehen m\u00fcssen&#8220;, sagte Stadtdirektor Johannes Slawig am Donnerstag.<\/p>\n<p> Weiterlesen<\/p>\n<p>Wuppertal sei zwar eine der wenigen St\u00e4dte, die zur Alarmierung auch Sirenen und Lautsprecherdurchsagen eingesetzt h\u00e4tten, aber die Warnungen seien nicht in allen Stadtgebieten gut gelaufen. &#8222;In der Kohlfurt und in Beyenburg hat es diese Alarmierung nicht gegeben, beziehungsweise nicht rechtzeitig gegeben&#8220;, sagte Slawig. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>NRW beschie\u00dft 200 Millionen Euro Soforthilfe <\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe f\u00fcr die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Das teilte die Landesregierung am Donnerstag in D\u00fcsseldorf mit. &#8222;Viele Menschen stehen vor dem Nichts&#8220;, sagte Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU).<\/p>\n<p>Weitere Tote in Rheinland-Pfalz nach Flut <\/p>\n<p>Die Zahl der Menschen, die bei der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, hat sich am Mittwoch weiter erh\u00f6ht: von 122 auf 128. Das berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Abend auf dem N\u00fcrburgring.\u00a0Bei der Hochwasser-Katastrophe kamen nach bisherigen Erkenntnissen bundesweit mindestens 172 Menschen ums Leben.\u00a0<\/p>\n<p>764 Verletzte seien bisher behandelt worden und 155 Menschen w\u00fcrden noch immer vermisst, hatte Polizei-Einsatzleiter Heinz Wolschendorf zuvor in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesagt. Fast 42.000 Menschen seien von der Katastrophe betroffen. Pro Tag seien rund 2.000 professionelle Helfer im Einsatz und etwa 300 Seelsorger und Psychologen aus der ganzen Bundesrepublik, sagte der Leiter des Krisenstabs, Thomas Linnertz.<\/p>\n<p>Zerst\u00f6rte Autos in Bad Neuenahr-Ahrweiler: In der Region werden noch immer mehr als 150 Menschen nach der Flutkatastrophe vermisst. (Quelle: Christian Mang\/Reuters)<\/p>\n<p>Mittlerweile hat die Feuerwehr aus Leipzig die Leitung in der Region \u00fcbernommen. Zus\u00e4tzlich werde der Hilfseinsatz der\u00a0Feuerwehr\u00a0verl\u00e4ngert, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Schon seit Montag sind\u00a0Leipziger Kr\u00e4fte der Freiwilligen\u00a0Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr\u00a0und des Deutschen Roten Kreuzes im Katastrophengebiet im Einsatz. Geplant ist, dass die operativen Kr\u00e4fte bis mindestens Sonntag dort bleiben. Wie lange die Einsatzleitung vor Ort bleibt, soll im Laufe der Woche entschieden werden.<\/p>\n<p>330 Menschen an der Ahr mit Hubschrauber gerettet <\/p>\n<p>Nach der Sturzflut an der Ahr in Rheinland-Pfalz haben Einsatzkr\u00e4fte etwa 330 Menschen mit Hubschraubern von D\u00e4chern und B\u00e4umen gerettet. Insgesamt seien bis zu 36 Hubschrauber im Einsatz gewesen, sagte der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung von drei Fachaussch\u00fcssen des Landtags in Mainz. Zurzeit seien im Kreis Ahrweiler 3.500 Kr\u00e4fte des Katastrophenschutzes, 1.050 Polizisten und 853 Soldaten im Einsatz. Die Rettungs- und Evakuierungsma\u00dfnahmen dauerten noch an.<\/p>\n<p>In dem Landkreis seien 62 Br\u00fccken zerst\u00f6rt und 13 weitere besch\u00e4digt, sagte Lewentz. Auch wurden nach Angaben des Ministers 19 Kindertagesst\u00e4tten sowie 14 von 60 Schulen stark besch\u00e4digt oder zerst\u00f6rt. Lewentz zeigte sich besorgt, dass der f\u00fcr das Wochenende angek\u00fcndigte Regen die Situation zus\u00e4tzlich erschweren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Luftwaffe erkundet Flutsch\u00e4den mit \u00dcberwachungsflugzeug<\/p>\n<p>Die Bundeswehr will die Sch\u00e4den nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland genauer aus der Luft erkunden. Nachdem am Vortag eine Tornado-Aufkl\u00e4rungsmaschine \u00fcber der Eifel unterwegs war, sollte am Donnerstag das f\u00fcr R\u00fcstungskontrollfl\u00fcge vorgesehene \u00dcberwachungsflugzeug A319OH (&#8222;offener Himmel&#8220;) \u00fcber dem Katastrophengebiet fliegen, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Mit hochsensiblen Kameras an Bord sei eine weitere Lageverdichtung m\u00f6glich. Die Aufnahmen sollen vom Zentrum f\u00fcr Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen ausgewertet werden.<\/p>\n<p>Erftstadt-Blessem: Anwohner d\u00fcrfen bald zur\u00fcck in H\u00e4user <\/p>\n<p>Viele Anwohner des von einem Erdrutsch betroffenen Ortsteils\u00a0Erftstadt-Blessem d\u00fcrfen am Donnerstag zeitweise in ihre Wohnungen und H\u00e4user zur\u00fcckkehren. Das teilte die Stadt\u00a0Erftstadt\u00a0am Mittwoch in einem Facebook-Post mit. Mit Bauz\u00e4unen richteten Einsatzkr\u00e4fte bereits eine Sicherheitszone von 100 Metern rund um die Abbruchkante der Kiesgrube ein. F\u00fcr die Stra\u00dfenz\u00fcge au\u00dferhalb dieses Radius hatte die Stadt geplant, Bewohner einzeln und kurz in ihre Wohnungen zu lassen, um pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde zu sichern.<\/p>\n<p>Die Abbruchkante in Erfstadt-Blessem: Ab Donnerstag sollen viele B\u00fcrger zumindest zeitweise wieder in ihre H\u00e4user zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. (Quelle: AP\/dpa)<\/p>\n<p>Aus Sicherheitsgr\u00fcnden sollten Einsatzkr\u00e4fte die jeweiligen Anwohner aber begleiten. Vor allem an der Abbruchkante bestand weiter &#8222;akute Lebensgefahr&#8220;, wie der Rhein-Erft-Kreis mitgeteilt hatte. Wann die Begehung am Donnerstag starte, war noch unklar.<\/p>\n<p>Telekom f\u00fcr Einf\u00fchrung von SMS-Warnsystem <\/p>\n<p>Die Deutsche Telekom stellt sich hinter die Einf\u00fchrung eines SMS-Warnsystems. &#8222;Cell Broadcast, also die Warnung per SMS, muss ein Teil des Warnsystems sein. Wir k\u00f6nnen das System aufbauen&#8220;, schreibt Firmenchef Tim H\u00f6ttges auf LinkedIn. An einer m\u00f6glichen Ausschreibung des Bundes werde sich die Telekom beteiligen. Cell Broadcast ist ein Mobilfunkdienst zum Versenden von SMS-\u00e4hnlichen Nachrichten an alle Mobiltelefone innerhalb einer Funkzelle oder einer Gruppe von Funkzellen im jeweiligen Mobilfunknetz.\u00a0<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellte am Mittwoch in Aussicht, dass die Bev\u00f6lkerung bei Hochwasser und anderen Gefahren k\u00fcnftig auch per SMS gewarnt werden soll. Mehr dazu lesen Sie hier. Der Pr\u00e4sident des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, habe dazu schon im Fr\u00fchjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, sagte Seehofer. Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl erwartete Ergebnis positiv sein werde.<\/p>\n<p>Verschiedene Warn-Apps auf einem Smartphone: Innenminister Seehofer (CSU) will die Bev\u00f6lkerung k\u00fcnftig auch per SMS vor Katastrophen warnen. (Quelle: Jens Kalaene\/imago images)<\/p>\n<p>Datensch\u00fctzer halten die Technologie, die in vielen anderen Staaten schon genutzt wird, f\u00fcr relativ unbedenklich. F\u00fcr die Warnung vor akuten Gefahren sei ein Mix aus analogen und digitalen Methoden notwendig, betonte Seehofer. Sirenen alleine seien kein Allheilmittel, denn &#8222;es reicht ja nicht aus, nur akustisch zu warnen, die Bev\u00f6lkerung muss ja auch wissen, was sie tun soll&#8220;.<\/p>\n<p>THW-Vize: Kaum noch Chancen, \u00dcberlebende zu finden <\/p>\n<p>Die Vizepr\u00e4sidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, sieht kaum noch Chancen, knapp eine Woche nach den \u00dcberschwemmungen im Westen Deutschlands noch \u00dcberlebende zu finden. &#8222;Wir suchen aktuell noch nach Vermissten, etwa beim R\u00e4umen der Wege oder Auspumpen der Keller&#8220;, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &#8222;Zu diesem Zeitpunkt ist es aber leider sehr wahrscheinlich, dass man Opfer nur noch bergen kann, nicht mehr retten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Zahl der Hochwasser-Todesopfer war innerhalb knapp einer Woche bis zum Dienstag auf mindestens 170 gestiegen. Aus Rheinland-Pfalz wurden 122 und aus Nordrhein-Westfalen 48 Unwetter-Tote best\u00e4tigt. Auch am Dienstag wurden noch Menschen vermisst \u2013 allein 155 im besonders betroffenen Kreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Rund 40.000 Menschen galten dort als betroffen von den Folgen des verheerenden Hochwassers und der Flut.<\/p>\n<p>THW-Vize Lackner warnte vor schnellen Schuldzuweisungen, wonach ein besseres Warnsystem Tote h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen. &#8222;Nat\u00fcrlich werden wir die Abl\u00e4ufe aufarbeiten m\u00fcssen. Aber ich finde diese Debatte drei bis vier Tage nach der Katastrophe ungl\u00fccklich.&#8220; Sie riet davon ab, &#8222;jetzt von Versagen zu sprechen und Schuldige zu suchen&#8220;. Nach wie vor st\u00fcnden viele Menschen vor den Tr\u00fcmmern ihrer Existenz, viele Ma\u00dfnahmen der Unterst\u00fctzung liefen noch. &#8222;Es braucht f\u00fcr diese Debatte Ruhe \u2013 und auch die Expertinnen und Experten. Die sind aber aktuell noch gr\u00f6\u00dftenteils in den \u00dcberschwemmungsgebieten eingesetzt.&#8220;<\/p>\n<p>Sch\u00e4den in Ahrweiler: Viele Menschen werden noch vermisst. (Quelle: Thomas Frey\/dpa)<\/p>\n<p>K\u00fcnftig brauche es wieder mehr bew\u00e4hrte Alarmsysteme, so Lackner. &#8222;Wieso nicht mit Lautsprechern vor Ort auf den Stra\u00dfen warnen, wie zum Beispiel auch bei einem Bombenfund? Auch viele Sirenen sind in den letzten Jahren abgeschafft worden, die braucht es. Und die Bev\u00f6lkerung sollte auch wieder die Warnt\u00f6ne unterscheiden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Laschet k\u00fcndigt 200 Millionen Euro Hochwasser-Hilfe f\u00fcr sein Land an <\/p>\n<p>Die nordrhein-westf\u00e4lische Landesregierung wird 200 Millionen Euro f\u00fcr die Opfer der Unwetterkatastrophe bereitstellen. Das k\u00fcndigte Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) am Dienstag im &#8222;heute journal&#8220; des ZDF an. &#8222;Das Land Nordrhein-Westfalen wird 200 Millionen Euro bereitstellen, die dann der Bund verdoppeln will&#8220;, sagte er. Laut D\u00fcsseldorfer Regierungskreisen gibt es eine Zusage des Bundes, Soforthilfen der L\u00e4nder zu verdoppeln<\/p>\n<p>Katastrophenschutz-Pr\u00e4sident fordert nach Hochwasser &#8222;Politikwechsel&#8220; <\/p>\n<p>Nach den heftigen Unwettern in Deutschland hat der Pr\u00e4sident des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungs- und Katastrophenschutz (BBK), Armin Schuster, ein &#8222;v\u00f6llig neues Verst\u00e4ndnis&#8220; beim Risiko- und Krisenmanagement gefordert. &#8222;Mit einer besseren Vorbereitung h\u00e4tte man das Ausma\u00df des Schadens vielleicht reduzieren k\u00f6nnen&#8220;, sagte Schuster der &#8222;Welt&#8220;. Die BBK-eigenen Warnsysteme h\u00e4tten in der vergangenen Woche &#8222;reibungslos funktioniert&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr uns ist nicht ersichtlich, welche Ma\u00dfnahmen am Ende der Meldekette im Einzelnen dann vor Ort getroffen werden&#8220;, betonte Schuster. Das Bundesamt habe keine Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr den Katastrophenschutz vor Ort. Er forderte deshalb eine st\u00e4rkere Einbindung durch den Bund: &#8222;Bev\u00f6lkerungsschutz muss zur Gemeinschaftsaufgabe werden.&#8220; Denkbar sei etwa die Einrichtung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums beim BBK, in dem Bund, L\u00e4nder, Kommunen und Hilfsorganisationen sitzen.<\/p>\n<p>Schuster forderte nach der Hochwasserkatastrophe zudem einen grundlegenden Politikwechsel: &#8222;Die verabschiedeten Klimaanpassungsgesetze sind der Einstieg in diesen Politikwechsel&#8220;. Seine Beh\u00f6rde werbe bereits seit Monaten daf\u00fcr, den physischen Bev\u00f6lkerungsschutz &#8222;gr\u00f6\u00dfer zu denken&#8220;.<\/p>\n<p>Lauterbach warnt vor Sammelunterk\u00fcnften f\u00fcr Flutopfer <\/p>\n<p>Nach den Unwettern im Westen hat sich SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wegen der Corona-Ansteckungsgefahr gegen Sammelunterk\u00fcnfte f\u00fcr die Flutopfer ausgesprochen. &#8222;Massenunterk\u00fcnfte sind eine Gefahr f\u00fcr die Menschen, denn dort herrscht ein hohes Corona-Ansteckungsrisiko&#8220;, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<\/p>\n<p>Die Flutopfer in den Katastrophengebieten m\u00fcssten stattdessen in Hotels und Einzelunterk\u00fcnften untergebracht werden, forderte er. &#8222;Es w\u00e4re fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zus\u00e4tzlich erschwert w\u00fcrde&#8220;, warnte der SPD-Politiker. Dar\u00fcber hinaus forderte er, die Helfer bei den Aufr\u00e4umarbeiten mit hochwertigen FFP2-Masken auszustatten.<\/p>\n<p>SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: Helfer bei den Aufr\u00e4umarbeiten mit hochwertigen FFP2-Masken ausstatten. (Quelle: imago images)<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben die Fluten schwere Sch\u00e4den angerichtet. Viele Anwohner k\u00f6nnen sich nicht mehr in ihren H\u00e4usern aufhalten.<\/p>\n<p>Zahl der Toten nach Hochwasser weiter gestiegen<\/p>\n<p>F\u00fcnf Tage nach den heftigen Unwettern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind weitere Leichen gefunden worden. Wie das K\u00f6lner Polizeipr\u00e4sidium am Dienstag mitteilte, hat ein Leichensp\u00fcrhund einen weiteren, noch nicht identifizierten Toten im Katastrophengebiet in Bad M\u00fcnstereifel gefunden. Damit stieg die Zahl der Toten in dem Bundesland auf 48.<\/p>\n<p>Insgesamt war die Zahl der Todesopfer bis Dienstag auf mindestens 170 gestiegen: Neben den 48 Toten in NRW wurden aus Rheinland-Pfalz 122 Verstorbene gemeldet. Auch am Dienstag wurden noch Menschen vermisst, allein 155 im Kreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Rund 40.000 Menschen galten dort als betroffen von den Folgen des verheerenden Hochwassers. Es sei eine &#8222;ungeheure gro\u00dfe Zahl von Menschen&#8220; auf einer &#8222;ungeheuren Fl\u00e4che&#8220;, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes Rheinland-Pfalz, Thomas Linnertz.<\/p>\n<p>Ein Notfallseelsorger im rheinland-pf\u00e4lzischen Mayscho\u00df: In dem Bundesland werden noch immer 876 Menschen vermisst. (Quelle: Boris Roessler\/dpa)<\/p>\n<p>Auf Bitte des\u00a0Landkreises Ahrweiler\u00a0\u00fcbernahm das Land Rheinland-Pfalz am Wochenende die Leitung f\u00fcr den Katastropheneinsatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Helfer des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr, der Bundeswehr und des Sanit\u00e4tsdienstes r\u00fccken seit Dienstag in die besonders vom Hochwasser betroffenen Gebiete vor. Hilfskr\u00e4fte br\u00e4chen in Hundertschaften auf, &#8222;um schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten&#8220;, hie\u00df es vom Katastrophenschutz.<\/p>\n<p>Bahn rechnet mit Monaten f\u00fcr Wiederaufbau von zerst\u00f6rten Strecken <\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn rechnet mit einem monatelangen Wiederaufbau der durch die Flut zerst\u00f6rten Trassen. &#8222;Allein sieben Regionalverkehrsstrecken sind so stark von den Wassermassen zerst\u00f6rt, dass die DB sie neu bauen oder umfangreich sanieren muss&#8220;, teilte der Staatskonzern am Dienstag mit. &#8222;Die Reparatur- und Wiederaufbauma\u00dfnahmen werden Wochen und Monate dauern.&#8220; Insgesamt seien 600 Kilometer Gleise betroffen, haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Nahverkehr. F\u00fcr den Fern- und G\u00fcterverkehr ist die Lage besser. In Regierungskreisen hie\u00df es, die Sch\u00e4den beliefen sich auf mindestens 1,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die Fernverkehrsstrecken seien \u00fcberwiegend befahrbar, teilte die Bahn mit. Dies gelte auch f\u00fcr die Hochgeschwindigkeitstrasse Frankfurt-K\u00f6ln und die weitere Verbindung nach Amsterdam und Br\u00fcssel. Es k\u00f6nne aber Versp\u00e4tungen geben und auch Z\u00fcge ausfallen.<\/p>\n<p>Bus bietet Corona-Impfungen im Ahrtal an<\/p>\n<p>Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet. Ohne Anmeldung f\u00fcr einen Termin k\u00f6nnen sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Mainz mitteilte. In dem Bus gibt es auch die M\u00f6glichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. &#8222;Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer besch\u00e4digt ist, ist die Gefahr da.&#8220;<\/p>\n<p>Der Bus des Impfzentrums Koblenz sollte am Dienstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit den dezentralen Impfungen starten. Dabei kommen die Impfstoffe von Biontech sowie von Johnson und Johnson zum Einsatz.<\/p>\n<p>In der Katastrophenhilfe werde &#8222;notwendigerweise Hand in Hand&#8220; gearbeitet, &#8222;oftmals ohne Corona-Schutzma\u00dfnahmen umf\u00e4nglich einhalten zu k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Staatssekret\u00e4r Denis Alt (SPD). &#8222;Mit Impfungen und Schnelltests wollen wir den Betroffenen und den zahlreichen Helferinnen und Helfern ein unb\u00fcrokratisches Schutzangebot machen, um so die Pandemie im Katastrophengebiet im Griff zu behalten.&#8220; Der Staatssekret\u00e4r rief dringend alle bisher noch ungeimpften Erwachsenen im betroffenen Gebiet auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. In ganz Rheinland-Pfalz waren bis Montag 46,4 Prozent der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig geimpft.<\/p>\n<p>Ein Impfbus im Unterallg\u00e4u: Auch im Ahrtal soll ein Impfbus ein niederschwelliges Impfangebot f\u00fcr die Menschen im Katastrophengebiet sichern (Symbolbild). (Quelle: MiS\/imago images)<\/p>\n<p>Satellitensch\u00fcsseln f\u00fcr Bev\u00f6lkerung in Ahrweiler aufgebaut <\/p>\n<p>Der Katastrophenstab des Landes Rheinland-Pfalz hat im Kreis Ahrweiler zw\u00f6lf Satellitensch\u00fcsseln f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung aufgebaut. Grund ist, dass es in der besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Region massive Ausf\u00e4lle im Mobilfunknetz gibt. Die Zahl der Satellitensch\u00fcsseln solle auf 35 gesteigert werden, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) am Dienstag mit. Betroffene k\u00f6nnten sich dort einw\u00e4hlen und so einen Zugang zum Internet bekommen.<\/p>\n<p>Die Satellitensch\u00fcsseln sind laut ADD in der Nacht bereits unter anderem in Dernau, Rech und Marienthal eingerichtet worden: Das sind Orte, die nach der Flut an der Ahr nach wie vor kaum zu erreichen sind, weil Stra\u00dfen zerst\u00f6rt sind. Das Land hat die Leitung f\u00fcr den Katastropheneinsatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler am Wochenende \u00fcbernommen, weil der Kreis angesichts der gro\u00dfen Zerst\u00f6rung darum gebeten habe, sagte eine Sprecherin der ADD. Die ADD ist die f\u00fcr den Katastrophenschutz zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Bayern investiert Milliarden in Hochwasserschutz <\/p>\n<p>Bayern wird laut Umweltminister Thorsten Glauber massiv in den Hochwasserschutz investieren, weil man h\u00e4ufiger mit extremen Wettersituationen rechnen m\u00fcsse. &#8222;Wir werden 40 Milliarden Euro f\u00fcr Hochwasserschutz in den n\u00e4chsten 20 Jahren ausgeben&#8220;, sagt der Politiker der Freien W\u00e4hler nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Zudem wolle man genauer analysieren, wo k\u00fcnftig Extremwetterlagen auftreten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Bundesland will Hochwasserschutz \u00fcberpr\u00fcfen <\/p>\n<p>Nach der Flutkatastrophe in Westdeutschland mit mehr als 160 Toten soll der Hochwasserschutz in Mecklenburg-Vorpommern \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls angepasst werden. &#8222;Ich habe das Umweltministerium und Innenministerium gebeten zu pr\u00fcfen, welche Lehren wir aus der aktuellen Flutkatastrophe ziehen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag. &#8222;Es m\u00fcssen jetzt weitere Ma\u00dfnahmen vorbereitet werden, damit unser Land im Ernstfall so gut wie m\u00f6glich vor einem Hochwasser gesch\u00fctzt ist.&#8220; Noch in dieser Woche werde der Interministerielle F\u00fchrungsstab zusammentreten, um alle notwendigen Schritte rasch zu ergreifen.<\/p>\n<p>Der Hochwasserschutz nach der Katastrophe im Westen Deutschlands besch\u00e4ftigt das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag. Im Anschluss daran will Schwesig vor die Medien treten. In den vergangenen Jahren sind bereits viele Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert worden, vor allem an den K\u00fcsten und an der Elbe.<\/p>\n<p>Bund rechnet mit Milliarden-Sch\u00e4den <\/p>\n<p>Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Sch\u00e4den alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Stra\u00dfen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Zerst\u00f6rte Br\u00fccken, Gleise, Stra\u00dfen und Mobilfunkmasten in den Hochwasser-Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollen schnellstm\u00f6glich wieder instandgesetzt werden, hatte es zuvor aus dem Bundesverkehrsministerium gehei\u00dfen. Dazu tagte am Montag eine Taskforce, wie ein Sprecher von Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) gesagt hatte. Daran h\u00e4tten auch Vertreter der Deutschen Bahn und der Autobahngesellschaft des Bundes teilgenommen.<\/p>\n<p>Das Verkehrsministerium hatte angek\u00fcndigt, zur Schadensermittlung werde in einzelnen Arbeitsgruppen f\u00fcr Stra\u00dfe, Schiene, Wasserstra\u00dfe und digitale Infrastrukturen der weitere Handlungsbedarf ermittelt und priorisiert. Das Bundeskabinett will am Mittwoch \u00fcber Bundeshilfen f\u00fcr die Hochwasser-Katastrophengebiete entscheiden. Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, sagte der dpa die EVG habe mit mehreren Partnern einen Hilfsfonds gegr\u00fcndet. &#8222;Gerade nach der gro\u00dfen wirtschaftlichen Belastung durch die Pandemie m\u00fcssen die Sch\u00e4den an Gleisen, Br\u00fccken, Geb\u00e4uden und Fahrzeugen der Eisenbahnunternehmen schnell beseitigt werden&#8220;, so Hommel.<\/p>\n<p>Anwohner in Erftstadt d\u00fcrfen zur\u00fcck in ihre H\u00e4user <\/p>\n<p>In dem von einem Erdrutsch betroffenen Ortsteil Blessem im nordrhein-westf\u00e4lischen Erftstadt sollen viele Anwohner in den kommenden Tagen zeitweise in ihre H\u00e4user zur\u00fcckkehren d\u00fcrfen. Es gebe aber eine Sicherheitszone von 100 Metern rund um die Kiesgrube und die entsprechende Abbruchkante nach der Hochwasser-Katastrophe, sagte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Dienstag. Diese d\u00fcrfe nicht betreten werden, vor allem an der Abbruchkante bestehe weiter &#8222;akute Lebensgefahr&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stra\u00dfenz\u00fcge au\u00dferhalb dieses Radius plane die Stadt derzeit, Bewohner kurz in ihre H\u00e4user und Wohnungen zu lassen, um ihr Hab und Gut zu sichern. Die Betroffenen sollten dabei begleitet werden und nicht alle zeitgleich nach Blessem gelassen werden. &#8222;Wir haben dies in enger Abstimmung mit den Fachleuten heute entschieden und k\u00f6nnen damit immerhin einem Teil der Bev\u00f6lkerung eine erste, wichtige Perspektive bieten&#8220;, hatte Landrat Frank Rock am Montag gesagt.<\/p>\n<p>In Erftstadt in Nordrhein-Westfalen: Hier verursachten die Fluten einen gro\u00dfen Erdrutsch.  (Quelle: AP\/dpa)<\/p>\n<p>Die Zahl der gesuchten Menschen in Erftstadt habe sich derweil weiter auf etwa ein Dutzend F\u00e4lle reduziert, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. &#8222;Viele, viele Leute haben sich bei ihren Verwandten gemeldet und sind wohlauf&#8220;. Das Telefonnetz stabilisiere sich allm\u00e4hlich.<\/p>\n<p>Einsatzkr\u00e4fte pumpten zudem eine Regenr\u00fcckhaltebecken an der \u00fcbersp\u00fclten Bundesstra\u00dfe 265 aus, in dem zun\u00e4chst noch Autos und Lastwagen bef\u00fcrchtet wurden. Dort wurden nach Abschluss der Arbeiten laut Angaben des Kreises von Dienstag aber weder Fahrzeuge noch Menschen entdeckt. In Blessem hatte ein gewaltiger Erdrutsch durch das Hochwasser in der vergangenen Woche Stra\u00dfen und H\u00e4user mitgerissen.<\/p>\n<p>Bayern will 50 Millionen bereit stellen <\/p>\n<p>50 Millionen Euro Soforthilfe sollen die bayerischen Hochwasseropfer nach Angaben von Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) vom Land erhalten. &#8222;Der Bund hat ja schon angek\u00fcndigt, 300 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung zu stellen, wir werden heute erstmal 50 Millionen Euro bereitstellen f\u00fcr die Soforthilfen&#8220;, sagte S\u00f6der dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag. Das Kabinett wollte sich am Morgen mit der j\u00fcngsten Hochwasserkatastrophe in Oberbayern und der Unterst\u00fctzung der Betroffenen befassen.<\/p>\n<p>Im s\u00fcd\u00f6stlichen Landkreis Berchtesgadener Land hatten am Wochenende heftige Unwetter in einigen Orten rund um Watzmann und K\u00f6nigssee f\u00fcr Erdrutsche und \u00dcberflutungen gesorgt. Der Schaden geht in die Millionenh\u00f6he.<\/p>\n<p>Hochwasser in Passau flie\u00dft weiter ab <\/p>\n<p>Das Hochwasser in Passau geht weiter zur\u00fcck. &#8222;Es flie\u00dft langsam ab&#8220;, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle am Dienstag. Am Wochenende waren nach den heftigen Unwettern die Pegelst\u00e4nde der Donau angestiegen. Die Uferpromanade und tiefer liegende Parkpl\u00e4tze waren \u00fcberflutet worden, einzelne Keller liefen voll Wasser.<\/p>\n<p>Es sei aber bei weitem nicht so schlimm gekommen wie angek\u00fcndigt, sagte der Sprecher. Auch beim Notruf sei es inzwischen ruhiger geworden. Der Pegelstand der Donau lag am Morgen nach Angaben des Hochwasserdienstes bei rund 7,20 Meter. Laut der Prognose sollte sich die Lage im Laufe des Tages weiter entspannen.<\/p>\n<p>Berchtesgadener Land hebt Katastrophenfall auf <\/p>\n<p>Der Katastrophenfall ist nach dem verheerenden Hochwasser im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land wieder aufgehoben. Auch die Schulen und Kitas sollten am Dienstag nach Angaben des Landratsamtes wieder regul\u00e4r \u00f6ffnen. Wasserfluten und Erdrutsche hatten manche Orte in der beliebten Urlaubsregion rund um Watzmann und K\u00f6nigssee am Wochenende regelrecht verw\u00fcstet.<\/p>\n<p>Satellitenbilder zeigen das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung <\/p>\n<p>Innenminister Horst Seehofer besuchte das Katastrophengebiet an der Ahr in Rheinland-Pfalz. Auch an dem Fluss hatte das Hochwasser in einigen Ortschaften f\u00fcr schwere Verw\u00fcstungen gesorgt. H\u00e4user brachen zusammen, Br\u00fccken und Autos wurden mitgerissen.<\/p>\n<p>Satellitenbilder, die von der Weltraumorganisation European Space Agency bereitgestellt wurden, zeigen nun die schweren Folgen der Katastrophe in Liers an der Ahr.\u00a0<\/p>\n<p>Satellitenbild &#8211; Vor dem Unwetter in Rheinland-Pfalz (Quelle: dpa)<\/p>\n<p>Nach der Flutkatastrophe:<\/p>\n<p>Satellitenbild &#8211; Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz (Quelle: dpa)<\/p>\n<p>Nach der Hochwasserkatastrophe an der\u00a0Ahr\u00a0wird die Bev\u00f6lkerung davor gewarnt, das Wasser des Flusses zu trinken oder es zur Reinigung von Gegenst\u00e4nden zu nutzen. Das\u00a0Ahr-Wasser sei durch Heiz\u00f6l, Abwasser sowie Schlamm und Unrat stark verunreinigt, teilte das Pressezentrum Hochwasser-Ahrweiler am Montagabend mit. &#8222;Bitte sprechen Sie die Einsatzkr\u00e4fte vor Ort auf verf\u00fcgbares Trink- und Brauchwasser an.&#8220;<\/p>\n<p>Merkel und Laschet besuchen Katastrophengebiet in NRW <\/p>\n<p>Angela Merkel macht sich am Dienstag (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet kommt die Bundeskanzlerin (beide CDU) nach Bad M\u00fcnstereifel. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen B\u00fcrgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm.\u00a0<\/p>\n<p>Sorge vor Corona-Ausbreitung in Katastrophengebieten w\u00e4chst <\/p>\n<p>Folgt auf die Katastrophe nun eine Viruswelle? Beh\u00f6rden warnen vor einer Ausbreitung von Covid-19 in den betroffenen Regionen. Vor allem Notunterk\u00fcnfte k\u00f6nnten zum Problem werden.\u00a0Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Corona-Fehler bei Hilfen f\u00fcr Hochwasser-Opfer vermeiden <\/p>\n<p>Die mittelst\u00e4ndische Wirtschaft fordert eine &#8222;schnelle und unb\u00fcrokratische&#8220; Auszahlung der von der Bundesregierung angek\u00fcndigten Soforthilfen f\u00fcr die Opfer der Hochwasserkatastrophe. &#8222;Um Fehler wie bei den Corona-Hilfen zu vermeiden, sollten die Hilfsgelder diesmal \u00fcber die Finanz\u00e4mter ausgezahlt werden&#8220;, sagt Markus Jerger, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands mittelst\u00e4ndische Wirtschaft (BVMW), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Mittelstand begr\u00fc\u00dfe die angek\u00fcndigten Hilfen ausdr\u00fccklich, zumal auch Hunderte kleine Gewerbetreibende und mittelst\u00e4ndische Betriebe betroffen seien. Pauschalzahlungen in gleicher H\u00f6he seien jedoch der falsche Weg. Gefragt seien ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Millionenschwere Soforthilfe und Aufbaufonds geplant <\/p>\n<p>Nach dem verheerenden Hochwasser wollen Bund und L\u00e4nder die Flutopfer nicht nur mit\u00a0millionenschweren\u00a0Soforthilfen unterst\u00fctzen, sondern ihnen sp\u00e4ter auch beim Wiederaufbau helfen. Wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) bereits angek\u00fcndigt hat, sollen als schnelle Hilfen rund\u00a0400\u00a0Millionen\u00a0Euro bereitstehen. Zus\u00e4tzlich ist ein Aufbaufonds geplant, \u00fcber den Bund und L\u00e4nder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verhandeln wollen, sobald die entstandenen Sch\u00e4den eingesch\u00e4tzt werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hatte am Montag zun\u00e4chst die &#8222;Rheinische Post&#8220; berichtet.<\/p>\n<p>Die\u00a0Soforthilfe\u00a0von\u00a0400\u00a0Millionen\u00a0Euro soll demnach zur H\u00e4lfte vom Bund und zur H\u00e4lfte von den betroffenen L\u00e4ndern getragen werden. Au\u00dferdem will der Bund den L\u00e4ndern die Kosten f\u00fcr Rettungseins\u00e4tze von Bundespolizei, Technischem Hilfswerk (THW) und Bev\u00f6lkerungsschutz erlassen. Auch die Bundeswehreins\u00e4tze im \u00dcberschwemmungsgebiet sollen den L\u00e4ndern nicht in Rechnung gestellt werden. Das Hilfspaket soll am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Auch vorher k\u00f6nnen die L\u00e4nder allerdings schon\u00a0Soforthilfen aus eigenen T\u00f6pfen auszahlen.<\/p>\n<p>Ein von den Fluten zerst\u00f6rtes Haus im rheinland-pf\u00e4lzischen Dernau: Bund und L\u00e4nder wollen 400 Millionen Euro Soforthilfe zur Verf\u00fcgung stellen. (Quelle: Boris Roessler\/dpa)<\/p>\n<p>Seehofer verteidigt Katastrophenschutz gegen Kritik <\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen den Katastrophenschutz verteidigt. Manches an der derzeit ge\u00e4u\u00dferten Kritik sei einer &#8222;ganz billigen Wahlkampfrhetorik&#8220; zuzuordnen, sagte Seehofer bei einem Besuch an der Steinbachtalbr\u00fccke in Euskirchen. Dies sei fast sch\u00e4big. Seehofer k\u00fcndigte zugleich an, dass nach der Bew\u00e4ltigung der akuten Krisenlage die Abl\u00e4ufe im Katastrophenschutz aufgearbeitet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der Katastrophenschutz in Deutschland sei gut aufgestellt, sagte Seehofer. Bund, L\u00e4nder und Kommunen m\u00fcssten sich aber auch gemeinsam Gedanken machen, welche Lehren aus dem Krisenmanagement zu ziehen seien. Es w\u00e4re falsch &#8222;in der Arroganz (zu) verharren&#8220;, dass man nichts mehr verbessern k\u00f6nne. Seehofer machte sich einen Eindruck von Hilfseins\u00e4tzen wie dem Aufbau mobiler Trinkwasseranlagen durch das Technische Hilfswerk (THW). Die Kosten f\u00fcr den Wiederaufbau sch\u00e4tzte Seehofer auf mehrere Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor der Steinbachtalsperre in Euskirchen: Kritik am Katastrophenschutz &#8222;fast sch\u00e4big&#8220;. (Quelle: Roberto Pfeil\/dpa)<\/p>\n<p>Die Hydrologin Hannah Cloke vom\u00a0Europ\u00e4ische Hochwasserwarnsystem (EFAS) hatte schwere Vorw\u00fcrfe gegen den Katastrophenschutz erhoben.\u00a0Die hohen Todeszahlen durch die\u00a0Flutkatastrophe\u00a0seien ein &#8222;erhebliches Versagen des Systems&#8220;, so die britische Forscherin. Das Innenministerium hat einger\u00e4umt, dass die Bev\u00f6lkerung in den Flutgebieten nicht \u00fcberall gewarnt wurde.\u00a0Das liegt laut Seehofer daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsf\u00e4hige Sirenen gibt. Auch der SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert deutlich mehr Anstrengungen im Katastrophenschutz. &#8222;Da sind wir genauso schlecht vorbereitet wie beim Pandemie-Schutz&#8220;, sagte der Gesundheitsexperte der &#8222;Rheinischen Post&#8220;.<\/p>\n<p>Beh\u00f6rden warnen vor verschmutztem Wasser <\/p>\n<p>Aufgeschwemmte Heiz\u00f6ltanks, aufgerissene Rohre, Benzin und Diesel aus Autos: Das Landesumweltamt in Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass durch die Fluten viele Schadstoffe in die Gew\u00e4sser eintreten. Schon am Donnerstag seien die ersten \u00d6lschlieren auf dem Rhein bei Bad Honnef gesehen worden. &#8222;Die Leute haben das auch schon gemeldet, dass es riecht und Schlieren auf dem Wasser sind&#8220;, sagte eine Sprecherin des Umweltamtes.\u00a0<\/p>\n<p>Auch in Erftstadt-Blessem, wo die Lage nach einem Erdrutsch besonders angespannt war, sind die ersten Umweltfolgen sp\u00fcrbar. Das Wasser auf den Stra\u00dfen von Blessem roch bei\u00dfend nach Benzin und hatte einen \u00f6ligen Schleier. Wo sich das Wasser zur\u00fcckgezogen hatte, blieb Unrat zur\u00fcck, der aus H\u00e4usern und Garagen geschwemmt worden war. Am Samstag berichtete schon der Wupperverband von einer massiven Verschmutzung der Wuppertalsperre. Durch die \u00dcberflutung von Firmengel\u00e4nden, Betriebsfl\u00e4chen und H\u00e4usern seien verschiedene Substanzen ins Wasser gelangt. Die Talsperre ist deshalb f\u00fcr Boote, Angler, Schwimmer und Taucher gesperrt.<\/p>\n<p>Erftstadt-Blessem nach der Flutkatastrophe: Die \u00d6lschlieren auf dem Wasser sind gut zu erkennen. (Quelle: Michael Probst\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Oberste Priorit\u00e4t habe jetzt die Trinkwasserversorgung, sagte die Sprecherin des Umweltamtes. Wasserversorger w\u00fcrden mit einem Warn- und Alarmplan \u00fcber m\u00f6gliche Befunde informiert und k\u00f6nnten dann Ma\u00dfnahmen ergreifen. &#8222;\u00dcber andere Umweltfolgen haben wir noch gar keinen \u00dcberblick&#8220;, sagte die Sprecherin. Daf\u00fcr m\u00fcssten die Pegelst\u00e4nde zun\u00e4chst weiter sinken.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin von Erftstadt: Nachrutschen der Erdmassen ist m\u00f6glich <\/p>\n<p>In dem vom Hochwasser besonders stark gesch\u00e4digten Erftstadt bildet die Abbruchkante auch weiterhin ein Risiko. Zwar sei die Kiesgrube hinter dem Ortsteil Blessem weitr\u00e4umig abgesperrt, sagte die B\u00fcrgermeisterin der nordrhein-westf\u00e4lischen Gemeinde, Carolin Weitzel, am Montag im &#8222;Morgenmagazin&#8220; von WDR 2. &#8222;Ein weiteres Nachrutschen von Erdmassen ist jedoch jederzeit m\u00f6glich.&#8220; Die betroffenen Stadtteile w\u00fcrden permanent mit Drohnen \u00fcberwacht.<\/p>\n<p>In Erftstadt in Nordrhein-Westfalen: Hier verursachten die Fluten einen gro\u00dfen Erdrutsch.  (Quelle: AP\/dpa)<\/p>\n<p>Gleichzeitig liefen geologische Untersuchungen. &#8222;Sobald der Ort als begehbar eingestuft wird, beginnen Pr\u00fcfungen der Statik&#8220;, sagte Weitzel. Im Ortsteil Blessem besteht in der N\u00e4he der Abbruchkante akute Lebensgefahr.<\/p>\n<p>Entwarnung an Steinbachtalsperre <\/p>\n<p>Wasser wird aus der Steinbachtalsperre abgepumpt: Der Staudamm hat der Hochwasserkatastrophe getrotzt. (Quelle: Marius Becker\/dpa)<\/p>\n<p>Der Pegel der seit Tagen vom Hochwasser bedrohten Steinbachtalsperre hat nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises einen &#8222;unkritischen Wasserstand erreicht&#8220;. Damit bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen k\u00f6nnte, teilte der Kreis am Montag mit. &#8222;Somit k\u00f6nnen die Evakuierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Swisttal und Rheinbach aufgehoben werden.&#8220;<\/p>\n<p>Lage in Bayern entspannt sich <\/p>\n<p>Die Hochwasserlage in Bayern hat sich am Montag deutlich entspannt. Da es keine relevanten Niederschl\u00e4ge mehr gegeben habe und nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch die kommenden Tage keine relevanten Fl\u00e4chenniederschl\u00e4ge geben werde, sei von einer weitergehenden Entspannung auszugehen, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern mit. &#8222;Die Wellen laufen ab&#8220;, hie\u00df es im Lagebericht des Warndienstes.<\/p>\n<p>An der Donau verl\u00e4uft der Scheitel der aktuellen Hochwasserwelle derzeit demnach bei Neuburg. Dort gilt derzeit die Meldestufe drei, die im Tagesverlauf auch f\u00fcr Ingolstadt und Kelheim erwartet wird. Die zweith\u00f6chste Meldestufe drei bedeutet, dass einzelne bebaute Grundst\u00fccke oder Keller \u00fcberflutet werden k\u00f6nnen und auch einzelne \u00fcber\u00f6rtliche Stra\u00dfen. An allen anderen bayerischen Fl\u00fcssen sind die Meldestufen bereits niedriger.<\/p>\n<p>Auch im Landkreis Berchtesgadener Land entspannte sich die Lage. Die Nationalparkverwaltung warnte in der bei Touristen beliebten Region allerdings vor Unternehmungen. Zahlreiche Forststra\u00dfen, Wege und Steige seien unpassierbar. Im gesamten Gebiet sei mit Wegesch\u00e4den, Erosionen, Untersp\u00fclungen, Muren, Steinschlag oder akuten Gefahren durch umst\u00fcrzende B\u00e4ume zu rechnen. Die Schifffahrt auf dem K\u00f6nigssee blieb am Montag eingestellt.<\/p>\n<p>Zahl der Todesopfer im Kreis Ahrweiler auf 117 gestiegen <\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) ist auf 117 gestiegen. Zudem seien mindestens 749 Menschen verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin in Koblenz am Montag mit. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist weiterhin unklar. Am Sonntag war die Zahl der Flut-Toten in Rheinland-Pfalz mit 110 angegeben worden.<\/p>\n<p>S\u00f6der: &#8222;Wir brauchen einen Klima-Ruck&#8220; <\/p>\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert. &#8222;Wir brauchen schon einen Klima-Ruck in Deutschland&#8220;, sagte er im ARD-&#8222;Morgenmagazin&#8220;. Das Unwetter mit verheerenden Folgen vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch im S\u00fcdosten Bayerns nannte er einen Weckruf.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mittwoch k\u00fcndigte S\u00f6der eine Regierungserkl\u00e4rung an. Dabei werde es nicht nur darum gehen, Ziele zu definieren, sondern das auch finanziell mit einem Klimaprogramm zu hinterlegen. Klimaschutz sei keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Vernunft und der Ethik. Es gehe darum, die Heimat st\u00e4rker zu sch\u00fctzen und zu \u00fcberlegen, welche Welt man Kindern und Kindeskindern \u00fcbergeben wolle.<\/p>\n<p>Baerbock zu \u00dcberschwemmungen: &#8222;Da zieht sich einem das Herz zusammen&#8220; <\/p>\n<p>Die Kanzlerkandidatin der Gr\u00fcnen, Annalena Baerbock, hat nach einem Besuch im Hochwasser-Katastrophengebiet eine bessere Vorbereitung f\u00fcr kommende Extremwetterereignisse gefordert. &#8222;Die Lage ist nach wie vor hochdramatisch. Menschen haben alles verloren, noch immer werden einige vermisst&#8220;, sagte Baerbock in einem am Montagmorgen ver\u00f6ffentlichten &#8222;Spiegel&#8220;-Interview. &#8222;Mir haben Helfer in Rheinland-Pfalz von Familien erz\u00e4hlt, die tagelang auf dem Dach ausharrten, bis endlich die Retter kamen. Da zieht sich einem das Herz zusammen. Wir m\u00fcssen uns besser gegen solche Extremwettereignisse wappnen, um Menschen zu sch\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p>Baerbock forderte zudem eine Neuformation des Katastrophenschutzes mit mehr Verantwortung f\u00fcr den Bund. Diese Notwendigkeit zeichne sich seit l\u00e4ngerem ab. &#8222;Notsituationen wie diese Flut oder auch Waldbr\u00e4nde h\u00e4ufen sich und brechen oft an vielen Orten zur selben Zeit aus. Hilfe funktioniert nur, wenn alles ineinander greift. Daf\u00fcr braucht es eine Instanz, die alle Kr\u00e4fte b\u00fcndelt, die schnellstm\u00f6glich aus ganz Deutschland oder EU-Nachbarstaaten Hubschrauber oder Spezialger\u00e4te zusammenzieht.&#8220;<\/p>\n<p>Die Kanzlerkandidatin sprach von einer schnelleren Koordinierung der verschiedenen Ebenen und Akteure. Das gelte insbesondere f\u00fcr Ereignisse, die mehrere Bundesl\u00e4nder betreffen oder nicht mehr durch die regionalen Einsatzkr\u00e4fte bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnten. &#8222;Dazu muss das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit einer Zentralstellenfunktion ausgestattet werden, wie wir sie in der Polizeiarbeit vom Bundeskriminalamt kennen.&#8220; Baerbock sprach sich zudem f\u00fcr ein striktes Bauverbot in Hochwasserrisikogebieten aus. &#8222;Die CDU m\u00fcsste nur ihren Widerstand dagegen aufgeben.&#8220;<\/p>\n<p>NRW-Innenministerium: Hochwasser war absehbar <\/p>\n<p>Die \u00dcberflutungen kamen nach Angaben des nordrhein-westf\u00e4lischen Innenministeriums nicht \u00fcberraschend. Amtliche Warnungen vor extremem Unwetter h\u00e4tten sich am vergangenen Montag um 10.28 Uhr konkretisiert, zitiert die &#8222;Bild&#8220; das Ministerium. Alle amtlichen Warnungen seien an die Leitstellen der Kreise und der kreisfreien St\u00e4dte zugestellt worden.<\/p>\n<p>Die konkreten Vorbereitungen, die ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt auf Grundlage der amtlichen Wetterwarnungen treffe, l\u00e4gen aber in deren eigenem Ermessen. Da ein solches Ereignis abzusehen gewesen sei, sei am Dienstag eine &#8222;Landeslage&#8220; eingerichtet worden, um fr\u00fchzeitig zu erkennen, ob in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt \u00fcber\u00f6rtliche Hilfe ben\u00f6tigt werde. Mehr zur Diskussion um den Katastrophenschutz lesen Sie hier.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin von Altenahr: Brauchen Notwasserversorgung \u00fcber Monate <\/p>\n<p>Die B\u00fcrgermeisterin der von der Flutkatastrophe besonders hart getroffenen Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, sieht die Existenz ihrer Gemeinde in Teilen gef\u00e4hrdet. &#8222;Es sieht so aus, als ob die Infrastruktur so stark zerst\u00f6rt ist, dass es in einigen Orten vielleicht \u00fcber Wochen oder sogar Monate kein Trinkwasser geben wird&#8220;, sagt Weigand im Politik-Talk der Zeitung &#8222;Bild&#8220;. Es sei daher sehr wichtig, &#8222;eine Notwasserversorgung gegebenenfalls auch \u00fcber Monate gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen&#8220;. Gleiches gelte f\u00fcr eine Notstromversorgung.<\/p>\n<p>Wann es in Altenahr wieder Normalit\u00e4t gebe, sei f\u00fcr sie nicht absehbar. &#8222;Es ist klar, dass unsere Gemeinden anschlie\u00dfend anders aussehen werden, weil viele der Geb\u00e4ude, die pr\u00e4gend waren, die dort \u00fcber 50, 100 oder 150 Jahre gestanden haben, abgerissen werden m\u00fcssen.&#8220; Sie hoffe, dass es eine Zukunft f\u00fcr ihre Gemeinde gebe. &#8222;Wer zieht da wieder hin, wo ein Jahrhunderthochwasser um den Faktor 3 \u00fcberstiegen wird. Das ist nicht berechenbar, das ist nicht planbar.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Nach Flutkatastrophe: Schuster verteidigt Katastrophenschutz\u00a0 <\/p>\n<p>Nach den verheerenden \u00dcberschwemmungen im Westen Deutschlands hat der Leiter des Bundesamtes f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, den Katastrophenschutz gegen Kritik verteidigt. &#8222;Unsere Warninfrastruktur hat geklappt im Bund&#8220;, betonte Schuster am Sonntagabend im &#8222;heute journal&#8220; des ZDF. &#8222;Der Deutsche Wetterdienst hat relativ gut gewarnt.&#8220; Das Problem sei, dass man oft eine halbe Stunde vorher noch nicht sagen k\u00f6nne, welchen Ort es mit welcher Regenmenge treffen werde.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben 150 Warnmeldungen \u00fcber unsere Apps, \u00fcber die Medien ausgesendet&#8220;, sagte Schuster. Er verwies darauf, dass die Warn-App Nina des BBK neun Millionen Nutzer habe. Wo die Menschen in den Hochwassergebieten durch Sirenen gewarnt worden seien und wo nicht, k\u00f6nne er im Moment nicht sagen. Noch sei man &#8222;in der Phase des Rettens&#8220;. Aber: &#8222;Das werden wir noch ermitteln m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Armin Schuster: &#8222;Wir haben 150 Warnmeldungen \u00fcber unsere Apps, \u00fcber die Medien ausgesendet.&#8220; (Quelle: imago images)<\/p>\n<p>Angesichts der massiven Folgen der Flutkatastrophe ist der Vorwurf laut geworden, dass die Menschen wom\u00f6glich nicht rechtzeitig gewarnt worden seien. Klar ist bereits, dass nur ein Teil der Bev\u00f6lkerung mit Sirenengeheul alarmiert wurde. Schuster wies darauf hin, dass der Bund den L\u00e4ndern mit einem 90-Millionen-Euro-Programm beim Aufbau und der Ert\u00fcchtigung von Sirenen helfen will. Bislang gibt es allerdings noch nicht einmal einen bundesweiten \u00dcberblick, wo wie viele Sirenen stehen.<\/p>\n<p>Erdrutsch in Erftstadt: Laut Experten akute Lebensgefahr <\/p>\n<p>In Erftstadt-Blessem besteht nach Einsch\u00e4tzung von Experten in der N\u00e4he einer Abbruchkante weiterhin akute Lebensgefahr. Das teilte Landrat Frank Rock nach einem Gespr\u00e4ch mit den Fachleuten vor Ort am Sonntag mit. Die Stabilit\u00e4t des Untergrunds nach der Unwetterkatastrophe in dem besonders betroffenen Stadtteil m\u00fcsse weiterhin \u00fcberpr\u00fcft werden. Eine abschlie\u00dfende Einsch\u00e4tzung sei noch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>In Erftstadt in Nordrhein-Westfalen: Hier verursachten die Fluten einen gro\u00dfen Erdrutsch.  (Quelle: AP\/dpa)<\/p>\n<p>In Blessem war durch die Fluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnh\u00e4user und ein Teil der historischen Burg st\u00fcrzten ein. Der Ortsteil war evakuiert worden. Die Beh\u00f6rden sprachen ein Betretungsverbot aus.<\/p>\n<p>&#8222;Angesichts der Zerst\u00f6rung in Teilen des Ortes, grenzt es an ein Wunder, dass wir bisher keine Todesopfer zu beklagen haben. Das ist ein St\u00fcck weit erleichternd. Gleichwohl m\u00fcssen wir mit Hochdruck an einer Perspektive f\u00fcr die Bewohner arbeiten, die verst\u00e4ndlicherweise schnellstm\u00f6glich wieder in ihre H\u00e4user und Wohnungen zur\u00fcckkehren m\u00f6chten&#8220;, so Rock.<\/p>\n<p>Linke fordern R\u00fccktritt von Innenminister Seehofer <\/p>\n<p>Die Linkspartei fordert den R\u00fccktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Es gebe Berichte der Zeitung &#8222;The Times&#8220; und der &#8222;Bild&#8220;, wonach die Bundesregierung trotz fr\u00fchzeitig vorliegender Informationen die Menschen nicht ausreichend vor der drohenden Unwetter-Katastrophe gewarnt habe, erkl\u00e4rt Linkspartei-Chefin Susanne Hennig-Wellsow.<\/p>\n<p>Entweder habe die Regierung die Warnung nicht ernst genommen, oder sie sei nicht mit dem n\u00f6tigen Nachdruck an die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden weitergeleitet worden. &#8222;Beides w\u00e4re unverzeihlich und ein gravierender politischer Fehler. Und der wiegt angesichts der Ausma\u00dfe der Katastrophe so schwer, dass ein R\u00fccktritt des zust\u00e4ndigen Ministers mehr als angemessen ist.&#8220;<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Laschet erinnert an Feuerwehrmann aus Altena <\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) hat in einer Fernsehansprache zur Hochwasserkatastrophe an den in Altena get\u00f6teten Feuerwehrmann erinnert. Dabei berichtete Laschet im WDR vom Telefonat mit der Witwe des 46-J\u00e4hrigen. &#8222;Sie hat mir erz\u00e4hlt, dass ihr Mann jungen Menschen Werte vermitteln wollte. Er wollte ein Vorbild sein. Er ist noch mehr. Er ist ein Held&#8220;, sagte Laschet. Er stehe stellvertretend f\u00fcr die Tausenden, die jeden Tag ihren Dienst tun und Leib und Leben riskieren.<\/p>\n<p>Der Beitrag, der im WDR Fernsehen kurz vor der 20-Uhr-&#8222;Tagesschau&#8220; gesendet werden sollte, wurde vorab aufgezeichnet. Der Feuerwehrmann war in der dramatischen Hochwasserlage am Mittwochnachmittag in der Stadt im M\u00e4rkischen Kreis nach der Rettung eines Mannes ins Wasser gest\u00fcrzt und ertrunken. Seine Kollegen hatten ihn nur noch tot bergen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gesperrte Stra\u00dfe in K\u00f6nigssee: In den \u00f6stlichen Alpen k\u00f6nnen am Sonntag lokal mehr als 130 Liter Regen in 24 Stunden fallen, warnt der Wetterdienst. (Quelle: Felix H\u00f6rhager\/dpa)<\/p>\n<p>Dauerregen in den Alpen h\u00e4lt an \u2013 Wetterdienst warnt<\/p>\n<p>Keine Entspannung im Berchtesgadener Land: In den \u00f6stlichen Alpen wird am Sonntag durchgehend Regen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor lokal ergiebigem Dauerregen mit mehr als 130 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden.\u00a0Bis auf das Allg\u00e4u sollen im gesamten Alpenraum fast ohne Unterbrechung im Tagesverlauf 25 bis 70 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Erst im Laufe der Nacht klingt der Regen nach Prognosen des DWD ab.\u00a0In den betroffenen Regionen sei aber lokal noch mit weiterem Starkregen zu rechnen. Extreme Sturzfluten seien nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Besonders im niederbayerischen Passau sollten die Wasserst\u00e4nde weiter steigen. Die maximalen Werte w\u00fcrden f\u00fcr die Nacht erwartet, hei\u00dft es vom Wetterdienst. Es k\u00f6nne knapp die h\u00f6chste Meldestufe vier erreicht werden, derzeit bestehe Stufe drei. Diesen Wert erreichten auch Fl\u00fcsse in anderen Regionen wie in Oberbayern die Salzach im Raum Burghausen (Landkreis Alt\u00f6tting) und die Loisach bei Eschenlohe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.<\/p>\n<p>Gesperrte Stra\u00dfe in K\u00f6nigssee: In den \u00f6stlichen Alpen k\u00f6nnen am Sonntag lokal mehr als 130 Liter Regen in 24 Stunden fallen, warnt der Wetterdienst. (Quelle: Felix H\u00f6rhager\/dpa)<\/p>\n<p>Der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land hatte in der Nacht den Katastrophenfall ausgerufen. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) machte sich am Nachmittag ein Bild von der Lage und sprach von einem &#8222;unglaublichen Weckruf der Natur&#8220;. Sintflutartige Regenf\u00e4lle hatten auch weite Teile \u00d6sterreichs erfasst.<\/p>\n<p>St\u00e4dte appellieren: Bitte kein Sensationstourismus<\/p>\n<p>Mehrere St\u00e4dte im Hochwassergebiet von Nordrhein-Westfalen haben an die Menschen appelliert, die betroffenen Einsatzorte zu umfahren und die Helfer nicht zu behindern. &#8222;Bitte keinen Sensationstourismus!&#8220;, hie\u00df es am Sonntag auf der Homepage von Erftstadt. Das Stadtgebiet solle nicht zum Ausflugziel gemacht werden \u2013 ob mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fu\u00df \u2013 um die Aufr\u00e4umarbeiten nicht zu behindern oder sich selbst zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>&#8222;Gaffer und Katastrophentouristen&#8220; behindern massiv die Aufr\u00e4umarbeiten, hie\u00df es aus der St\u00e4dteregion Aachen. Es gebe eine \u00fcberw\u00e4ltigende Hilfsbereitschaft in der Bev\u00f6lkerung, ein gro\u00dfes Problem seien aber diejenigen, die aus anderen Orten, Regionen und L\u00e4ndern k\u00e4men, um sich die Lage anzuschauen, m\u00f6glichst spektakul\u00e4re Fotos aufzunehmen und Videos zu drehen. &#8222;Wir bekommen etliche R\u00fcckmeldungen aus der Bev\u00f6lkerung und von professionellen Hilfskr\u00e4ften, dass die sogenannten Gaffer massiv die Aufr\u00e4um- und Rettungsarbeiten st\u00f6ren&#8220;, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Sie blockierten Stra\u00dfendurchfahren f\u00fcr schwere Fahrzeuge von Feuerwehren, DRK, THW und M\u00fcllentsorgern, die dabei sind, die Keller abzupumpen und Sperrgut abzuholen. Schaulustige missachteten zudem Absperrungen und Anweisungen von Ordnungskr\u00e4ften, um Katastrophenopfer beim Ausr\u00e4umen der H\u00e4user zu filmen. &#8222;Das macht mich fassungslos&#8220;, sagt St\u00e4dteregionsrat Tim Gr\u00fcttemeier. Polizei und Ordnungskr\u00e4fte w\u00fcrden noch einmal deutlich verst\u00e4rkt. Auch die Stadt Leverkusen fordert Schaulustige auf, sich von den Einsatzorten fernzuhalten.<\/p>\n<p>Bewohner in Erftstadt k\u00f6nnen wieder Wasser benutzen <\/p>\n<p>Bewohner in der vom Hochwasser besonders betroffenen Stadt\u00a0Erftstadt\u00a0k\u00f6nnen wieder Wasser in Ma\u00dfen benutzen. &#8222;Eine Dusche oder eine notwendige Maschine W\u00e4sche sind kein Problem&#8220;, teilte die Stadt am Sonntag mit.<\/p>\n<p>Sollte es zu einem R\u00fcckstau des Wassers im Haus oder der Wohnung kommen, m\u00fcsse der Verbrauch aber wieder reduziert werden. &#8222;Bitte lassen Sie insbesondere Ger\u00e4te nicht unbeaufsichtigt&#8220;, schrieb die Stadt.<\/p>\n<p>Nach Ger\u00fcchten: Erftstadt warnt vor R\u00fcckkehr nach Blessem<\/p>\n<p>Trotz der Evakuierung des Ortsteils Erftstadt-Blessem haben am Sonntag viele Menschen versucht, aufgrund von Falschmeldungen in ihre H\u00e4user zur\u00fcckzukehren. &#8222;Das ist auf keinen Fall m\u00f6glich&#8220;, warnte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntagmittag. Es bestehe Lebensgefahr.<\/p>\n<p>Den Angaben zufolge kursierten Meldungen unter den Anwohnern, dass sie den von einem Erdrutsch betroffenen Ort wieder betreten k\u00f6nnten. Daraufhin wollten sehr viele Menschen ihre Wohnungen und H\u00e4user aufsuchen \u2013 Einsatzkr\u00e4fte der Polizei schickten sie wieder zur\u00fcck. &#8222;Die Bev\u00f6lkerung wird dringend aufgefordert, den Bereich Blessem nicht zu betreten&#8220;, schrieb die Stadt Erftstadt auf Facebook.<\/p>\n<p>Hochwasser in Erftstadt-Blessem: Die Bewohner wollen in ihre H\u00e4user zur\u00fcck. (Quelle: Michael Probst\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Am Sonntagmorgen begannen Fachleute damit, die Stabilit\u00e4t des Untergrunds nach der Unwetterkatastrophe zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die Experten sollten nach Angaben der Stadt die Abbruchkanten eines Erdrutsches untersuchen. In Blessem war durch die Wasserfluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnh\u00e4user und ein Teil der historischen Burg st\u00fcrzten ein. Der Ortsteil wurde evakuiert.<\/p>\n<p>Schleuse bleibt zu \u2013 Niederlande weisen Bitte aus NRW ab <\/p>\n<p>Die niederl\u00e4ndischen Beh\u00f6rden haben die Bitte des B\u00fcrgermeisters von Wassenberg in Nordrhein-Westfalen zum \u00d6ffnen der Schleusen der Rur in Roermond abgewiesen. Der niederl\u00e4ndische Deichverband sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Dammbruch an der Rur, wegen dem 700 Menschen in Wassenberg ihre Wohnungen verlassen mussten, und dem Schlie\u00dfen der Schleusen auf niederl\u00e4ndischer Seite.\u00a0<\/p>\n<p>Stra\u00dfen in Ophoven, einem Stadtteil von Wassenberg im Kreis Heinsberg, sind \u00fcberflutet: Der B\u00fcrgermeister des Ortes gab den Beh\u00f6rden in den benachbarten Niederlanden die Schuld an der Flut. (Quelle: Thomas Banneyer\/dpa)<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Marcel Maurer hatte am Freitagabend als Ursache f\u00fcr den Dammbruch im Stadtteil Ophoven das Schlie\u00dfen der Schleusen in Roermond genannt. Dies habe zu einem R\u00fcckstau gef\u00fchrt und den Druck auf den deutschen Deich erh\u00f6ht. Er hatte die niederl\u00e4ndischen Beh\u00f6rden gebeten, die Schleusen wieder zu \u00f6ffnen.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Berechnungen des niederl\u00e4ndischen Deichverbands Limburg hat das Eine aber nichts mit dem Anderen zu tun. Bei Hochwasser werde die Schleuse der Rur in Roermond immer geschlossen, um ein \u00dcberfluten der Stadt durch von der Maas in die Rur dr\u00fcckende Wassermassen zu verhindern. Das Wasser der Rur werde dann \u00fcber einen Seitenarm der Rur, den Hambeek, in die Maas geleitet. Das bedeute, dass es einen normalen Wasserabfluss in der Rur ohne Beeintr\u00e4chtigungen auf deutscher Seite gebe.<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer besucht Soldaten in NRW-Katastropheneinsatz<\/p>\n<p>Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will noch am Sonntag Soldaten im Katastropheneinsatz in Nordrhein-Westfalen besuchen. Die Ministerin wolle sich im schwer betroffenen Erftstadt einen Einblick in die Einsatzlage verschaffen und mit M\u00e4nnern und Frauen der Bundeswehr sprechen, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums am Mittag. Eine \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Presse sei nicht geplant.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr hatte im Erftstadter Ortsteil Blessem bei den Bergungs- und Rettungsarbeiten geholfen \u2013 auch mit einem Bergepanzer und drei Transportpanzern Fuchs. Insgesamt waren am Sonntag 800 Soldaten mit etwa 110 Fahrzeugen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zur Unterst\u00fctzung unterwegs.<\/p>\n<p>Zahl der Toten bei Unwetterkatastrophe steigt in NRW auf 46<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf 46 gestiegen. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Sonntag mit. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer gegen\u00fcber Samstag um eine Person erh\u00f6ht. Allein aus NRW seien 650 Polizisten und 19.000 Einsatzkr\u00e4fte etwa von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) an den Rettungsarbeiten beteiligt, hie\u00df es weiter. Damit wurden in Deutschland insgesamt 157 Todesopfer gemeldet.<\/p>\n<p>Dramatische Szenen in \u00d6sterreich <\/p>\n<p>Auch in \u00d6sterreich gibt es heftige \u00dcberschwemmungen. Besonders dramatische Szenen spielen sich in der Stadt Hallein ab. Aufnahmen zeigen, wie zwei M\u00e4nner gegen die Fluten k\u00e4mpfen \u2013 ein anderer eilt zur Hilfe. Sehen Sie hier das Video.\u00a0<\/p>\n<p>Hochwasserlage an Mosel und Saar entspannt sich<\/p>\n<p>Die Hochwasserlage an Saar und Mosel entspannt sich. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes pr\u00e4gt Hochdruckeinfluss das Wettergeschehen im Moseleinzugsgebiet. &#8222;Am heutigen Sonntag und am Montag bleibt es vielfach trocken. Bis einschlie\u00dflich Freitag ist voraussichtlich nicht mit weiteren Niederschl\u00e4gen zu rechnen&#8220;, hie\u00df es am Sonntag in Offenbach. &#8222;Es werden keine warnw\u00fcrdigen Wettererscheinungen erwartet.&#8220;<\/p>\n<p>An der Obermosel fallen die Wasserst\u00e4nde bereits, wie die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes f\u00fcr Umwelt Rheinland-Pfalz am Sonntag berichtete. Am Pegel Perl wurde der H\u00f6chststand von 5,21 Metern am Samstagnachmittag erreicht. Am Pegel Trier werde die Meldeh\u00f6he von 6 Metern voraussichtlich in K\u00fcrze unterschritten. &#8222;Auch im Verlauf der kommenden Woche werden die Wasserst\u00e4nde an der gesamten Mosel weiter deutlich fallen.&#8220; Auch an der Saar sei weiterhin mit fallenden Wasserst\u00e4nden zu rechnen.<\/p>\n<p>Zahl der Unwetter-Toten in Deutschland steigt auf 156 <\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist nochmals deutlich gestiegen und liegt nun bei 156. Wie das Polizeipr\u00e4sidium in Koblenz am fr\u00fchen Sonntagmorgen mitteilte, stieg die Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz um weitere zw\u00f6lf auf 110. In Nordrhein-Westfalen waren bis Samstagabend 45 Tote gez\u00e4hlt worden, zudem kam mindestens ein Mensch bei \u00dcberschwemmungen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde \u00e4u\u00dferte die Bef\u00fcrchtung, &#8222;dass noch weitere Todesopfer hinzukommen&#8220;. Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen galten weiterhin als vermisst.<\/p>\n<p>Bad M\u00fcnstereifel, Nordrhein-Westfalen:  Zerst\u00f6rtes M\u00f6biliar liegt auf einem Feld au\u00dferhalb des Ortsteils Arloff.  (Quelle: Marius Becker\/dpa)<\/p>\n<p>Menschen in Erftstadt suchen Angeh\u00f6rige \u2013 70 Fahrzeuge geborgen<\/p>\n<p>In der vom Hochwasser besonders betroffenen Ortschaft Erftstadt westlich von K\u00f6ln suchen zahlreiche Menschen nach ihren Angeh\u00f6rigen. Bisher wurden laut Angaben der Stadt bei der am Samstag er\u00f6ffneten &#8222;Personenauskunftsstelle&#8220; 59 Menschen gemeldet, deren Aufenthaltsort ungewiss ist. 16 davon k\u00e4men aus Erftstadt.<\/p>\n<p>Unter den Gesuchten seien auch Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung, die am Samstag evakuiert werden musste. Viele Menschen w\u00fcssten nicht, wo ihre Angeh\u00f6rigen sein k\u00f6nnten, weil etwa das Telefonnetz zusammengebrochen war, erkl\u00e4rte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntag.<\/p>\n<p>Den Angaben der Stadt zufolge konnten Einsatzkr\u00e4fte bislang 70 Fahrzeuge bergen, 25 st\u00fcnden noch im Wasser. Bislang wurden keine Menschen in den Autos und Lastwagen entdeckt. Zwei Fahrzeuge konnten Helfer bislang nicht sichten, weil sie unter einen Lkw lagen.<\/p>\n<p>In Erftstadt waren am Samstag erste Aufr\u00e4umarbeiten angelaufen. Die Bundeswehr begann damit, auf der Bundesstra\u00dfe 265 bei Erftstadt die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen.<\/p>\n<p>Experten sollen Lage an der Steinbachtalsperre neu bewerten<\/p>\n<p>An der von einem Bruch bedrohten Steinbachtalsperre bei Euskirchen flie\u00dft das Wasser langsamer ab als erwartet. Deshalb sollen Experten am Sonntag die noch immer angespannte Lage am Staudamm neu bewerten, wie die Bezirksregierung K\u00f6ln auf Twitter mitteilte. Die urspr\u00fcnglich geplante Prognose, am Sonntagnachmittag gegen 15.00 Uhr Entwarnung geben zu k\u00f6nnen, kann den Angaben zufolge deshalb nicht gehalten werden.<\/p>\n<p>Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Der Wasserstand sinke aber langsamer als erwartet, hie\u00df es am Samstagabend. Entwarnung k\u00f6nne erst gegeben werden, wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei. Bis dahin bestehe weiter akute Dammbruchgefahr, wie die Bezirksregierung am Samstag warnte. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden.<\/p>\n<p>Pegel in Passau steigen \u2013 Polizei schleppt vorsorglich Autos ab<\/p>\n<p>Im bayerischen Passau steigen die Wasserst\u00e4nde der Fl\u00fcsse st\u00fcndlich weiter an. Die Polizei schleppte vorsorglich Autos an Parkpl\u00e4tzen an der Donau ab, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Anwohner h\u00e4tten trotz Hochwasserwarnungen vers\u00e4umt, ihre Fahrzeuge umzuparken. &#8222;Wenn wir sie nicht abschleppten, dann schwimmen die Dinger bis \u00d6sterreich&#8220;, sagte die Polizeisprecherin. Der Pegel der Donau war nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes im Laufe des Samstags um fast zwei Meter auf 7,80 Meter gestiegen. Der Wasserstand der Inn stieg in den vergangenen zw\u00f6lf Stunden von 3,30 auf 5,40 Meter.<\/p>\n<p>Rei\u00dfende Flut w\u00e4lzt sich durch Hallein in \u00d6sterreich<\/p>\n<p>Auch in \u00d6sterreich kommt es zu dramatischen Hochwasser-Szenen. Bei Salzburg ist die Innenstadt von Hallein \u00fcberflutet worden. Ein eigentlich kleiner Bach ist die Ursache. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Katastrophenalarm im Raum Berchtesgaden <\/p>\n<p>Sintflutartiger Regen hat in Oberbayern f\u00fcr eine Hochwasserlage gesorgt. Besonders betroffen ist Berchtesgaden. In\u00a0Oberstdorf\u00a0staut sich das Wasser gef\u00e4hrlich an. Es gibt zwei Todesopfer. Auch Sachsen leidet unter \u00dcberschwemmungen. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>110 Tote im Landkreis Ahrweiler<\/p>\n<p>Nach der\u00a0Hochwasserkatastrophe im Kreis\u00a0Ahrweiler\u00a0in Reinland-Pfalz hat sich die Zahl der Todesopfer bis Sonntagmorgen auf 110 erh\u00f6ht. Ebenso wurden 670 Personen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Zahl der\u00a0Toten und Verletzten k\u00f6nnte sich aber weiter erh\u00f6hen. In einer Vielzahl der umliegenden Gemeinden gibt es auch weiterhin weder Strom noch Telefonempfang. Ebenso sind weiterhin eine Vielzahl der\u00a0Stra\u00dfen im Ahrtal gesperrt.<\/p>\n<p>Viele H\u00e4user im Ahrtal im Ortsteil Walporzheim sind komplett zerst\u00f6rt. Noch immer werden weitere Tote gefunden. (Quelle: Thomas Frey\/dpa)<\/p>\n<p>Mindestens vier tote Feuerwehrleute bei Hochwasser-Eins\u00e4tzen in Nordrhein-Westfalen <\/p>\n<p>Mindestens vier Feuerwehrleute sind bei den\u00a0Hochwassereins\u00e4tzen in Nordrhein-Westfalen gestorben. &#8222;Wir haben bisher Kenntnis von vier Todesf\u00e4llen von Feuerwehrangeh\u00f6rigen und wissen nicht, ob diese Zahl stehen bleiben wird&#8220;, erkl\u00e4rte der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren in NRW (VdF NRW), Bernd Schneider, am Samstag in Wuppertal. Aktuell seien im Land noch fast 20.000 Feuerwehrleute im Land im Einsatz.<\/p>\n<p>In Altena ertrank laut Mitteilung ein Feuerwehrmann, als eine Flutwelle ihn mitriss. In Werdohl sei ein ein Feuerwehrmann im Einsatz kollabiert und habe trotz sofortiger Rettungsma\u00dfnahmen nicht mehr gerettet werden k\u00f6nnen. In Nettersheim sei ein Feuerwehrangeh\u00f6riger bei einer Menschenrettung ums Leben gekommen. Ein Angeh\u00f6riger der Feuerwehr Rheinbach sei im Einsatz leblos aufgefunden worden und sp\u00e4ter im Krankenhaus gestorben.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind dankbar, dass tausende Feuerwehrleute, auch aus Nachbar-Bundesl\u00e4ndern, hier weiterhin durchhalten&#8220;, teilte der VdF-NRW-Vorsitzende Jan Heinisch mit. &#8222;Bei aller notwendigen Konzentration auf die Einsatzlage sind unsere Gedanken aber auch immer wieder bei den Familien unserer toten Kameraden.&#8220;<\/p>\n<p>Trier: Gro\u00dfteil der von Flut betroffenen H\u00e4user leergepumpt <\/p>\n<p>In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind die Aufr\u00e4umarbeiten ein gutes St\u00fcck vorangekommen. &#8222;Den Feuerwehren und dem THW gelang es, rund 650 von 700 betroffenen H\u00e4user leer zu pumpen&#8220;, teilte die Stadt am Samstagabend mit. Derzeit werde davon ausgegangen, dass keines der H\u00e4user einsturzgef\u00e4hrdet sei, diese Einsch\u00e4tzung k\u00f6nne sich aber noch \u00e4ndern.<\/p>\n<p>In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll \u00fcber die Ufer getreten und hatte gro\u00dfe Teile des Stadtteils \u00fcberschwemmt. Etwa 1000 Einwohner waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Am Samstag konnten die ersten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Kanzlerin Merkel kommt in Hochwassergebiete nach Rheinland-Pfalz <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Sonntag (14.30 Uhr) die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz besuchen. Merkel werde sich in der Eifelgemeinde Schuld, die besonders schwer von der Unwetterkatastrophe getroffen wurde, ein Bild von der Lage machen. Im Anschluss ist ein Pressestatement in Adenau geplant \u2013 gemeinsam mit Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) und weiteren rheinland-pf\u00e4lzischen Ministern.<\/p>\n<p>Probleme f\u00fcr Kohlekraftwerk Weisweiler durch Hochwasser <\/p>\n<p>Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns RWE getroffen. Das Unternehmen sch\u00e4tzte die Sch\u00e4den am Samstag auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.<\/p>\n<p>Die Stromerzeugung des Kraftwerks Weisweiler bei Eschweiler laufe nur mit reduzierter Kraft, teilte RWE in Essen mit. Am Donnerstag habe der Fluss Inde bei Lamersdorf einen Deich \u00fcbersp\u00fclt und sei in den Tagebau Inden gelaufen. Von dort wird das Kraftwerk mit Braunkohle versorgt. Zwar habe sich die Lage mit sinkenden Pegelst\u00e4nden stabilisiert. Ziel sei, Ende kommender Woche in Inden erstmals wieder Kohle zu f\u00f6rdern. Es sei aber noch unklar, wann der Tagebau und die Stromerzeugung wieder in vollem Umfang arbeiten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In der Grube war am Donnerstag ein 58-j\u00e4hriger Raupenf\u00fchrer vom Wasser mitgerissen worden. Rettungskr\u00e4fte suchten intensiv nach ihm. Es gebe aber keine Hoffnung mehr, ihn noch lebend zu finden, teilte RWE am Freitagabend mit.<\/p>\n<p>Soldaten der Bundeswehr bergen mit einem Panzer Fahrzeuge auf der B265 in Erftstadt: In \u00fcberfluteten Autos k\u00f6nnten weitere Todesopfer sein.  (Quelle: David Young\/dpa)<\/p>\n<p>Bundeswehr r\u00e4umt \u00fcberflutete Bundestra\u00dfe bei Erftstadt <\/p>\n<p>Auf der Bundesstra\u00dfe 265 bei Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr begonnen, die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen. Menschen seien in den Lastwagen und Autos bisher nicht entdeckt worden, so die Feuerwehr der Stadt Erftstadt. Auf der B265 waren etliche Fahrzeuge \u00fcbersp\u00fclt worden. Eine Sprecherin des Rhein-Erft-Kreises hatte am Freitag gesagt, es sei unklar, ob alle Insassen es rechtzeitig aus ihren Wagen geschafft h\u00e4tten, als sie von den Wassermassen \u00fcberrascht wurden.<\/p>\n<p>Der von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffene Erftstadter Ortsteil Blessem werde von einer Hundertschaft der Polizei gesichert, teilte die Stadt weiter mit. In Blessem waren mindestens drei Wohnh\u00e4user und ein Teil der historischen Burg eingest\u00fcrzt. Die Lage sei weiterhin angespannt, sagte ein Sprecher des Kreises. Bislang gebe es dort aber keine best\u00e4tigten Todesopfer. Da die Arbeiten der Rettungskr\u00e4fte im Bereich Blessem noch in vollem Gange seien, k\u00f6nne man nicht ausschlie\u00dfen, noch Tote zu finden.<\/p>\n<p>Spezialpanzer der Bundeswehr bergen einen Lkw auf der B265 in Erftstadt: Die Lage sei weiterhin angespannt, sagte ein Sprecher des Kreises. (Quelle: David Young\/dpa)<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen ist die Bundeswehr derzeit mit rund 540 Soldaten im Einsatz, in Rheinland-Pfalz mit 300. Mit Lkw, Booten, Berge- und Transportpanzern, Krankentransportern und Hubschraubern unterst\u00fctzen die Soldaten die Notfallma\u00dfnahmen.\u00a0Im nordrhein-westf\u00e4lischen Mettmann sichern 60 Soldaten das \u00f6rtliche Umspannwerk in zwei Schichten. Zwei Rettungshubschrauber, Radlader und rund hundert Einsatzkr\u00e4fte sind zur Unterst\u00fctzung im besonders schlimm betroffenen Landkreis Ahrweiler aktiv.<\/p>\n<p>Soldaten bei der Bergung eines Autos in Erftstadt: Die Bundeswehr hat Personal und schweres Ger\u00e4t nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geschickt. (Quelle: David Young\/dpa)<\/p>\n<p>Schaulustige blockieren Rettungsstra\u00dfen in Ahrweiler <\/p>\n<p>Die Polizei Koblenz hat auf Schaulustige in Ahrweiler aufmerksam gemacht, die Stra\u00dfen blockieren. Der Verkehr komme dadurch zeitweise zum Erliegen. Die Polizei mahnte auf Twitter: &#8222;Was die Hilfskr\u00e4fte an den vielen Einsatzstellen nicht gebrauchen k\u00f6nnen, sind Gaffer!&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Nach der Hochwasserkatastrophe will die Polizei in den besonders schwer zug\u00e4nglichen Regionen im Raum Ahrweiler mit Hubschraubern nach weiteren Opfern der Flut suchen. Das Gebiet werde in Sektoren eingeteilt, und es w\u00fcrden Luftaufnahmen gemacht, teilte die Polizei mit. Die Sektoren w\u00fcrden dann von Einsatzkr\u00e4ften systematisch abgesucht. Die Suche soll Sonntagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. \u00dcber weitere Suchen werde dann entschieden.<\/p>\n<p>Bad Neuenahr, Rheinland-Pfalz: Ein verunfalltes Feuerwehrfahrzeug steckt in einem Loch in der Stra\u00dfe.  (Quelle: Philipp von Ditfurth\/dpa)<\/p>\n<p>Hochwasser trifft auch RWE-Kraftwerke und Tagebau Inden<\/p>\n<p>Kraftwerke des Versorgers RWE sind von den Folgen des Hochwassers im Westen Deutschlands erfasst worden. Wasser sei in den Braunkohle-Tagebau Inden eingedrungen, das angeschlossene Kraftwerk Weisweiler sei betroffen, teilt RWE mit. Wie lange es dauern werde, bis der Betrieb des Tagebaus und die Stromerzeugung am Standort Weisweiler vollst\u00e4ndig wiederhergestellt seien, werde derzeit ermittelt. Zahlreiche Wasserkraftwerke seien zudem au\u00dfer Betrieb. &#8222;Nach einer ersten Bestandsaufnahme bel\u00e4uft sich der Schaden f\u00fcr RWE insgesamt auf einen bis zu mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag&#8220;, teilt der Konzern weiter mit.<\/p>\n<p>Weiterhin Dammbruchgefahr an Steinbachtalsperre<\/p>\n<p>An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen droht trotz des sinkenden Wasserstands weiterhin ein Bruch des Staudamms. Der Damm sei &#8222;\u00e4u\u00dferst instabil&#8220;, gro\u00dfe Teile des Bauwerks seien weggebrochen, teilte die Bezirksregierung K\u00f6ln am Samstag mit. Hier lesen Sie mehr dazu.<\/p>\n<p>Nach Unwetter mehr 100.000 Menschen ohne Strom <\/p>\n<p>Nach den verheerenden Unwettern in Nordrhein-Westfalen haben immer noch Zehntausende Haushalte keinen Strom. Eon arbeite daran, die Versorgung wieder aufzubauen\u00a0\u2013 zahlreiche Umspannwerke stehen allerdings unter Wasser. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>Dammbruch in Ophoven: Die Gemeinde ist \u00fcberflutet. (Quelle: Thomas Banneyer\/dpa)<\/p>\n<p>Nach Dammbruch der Rur: Stadtteil von Wassenberg teils unter Wasser \u2013 B\u00fcrgermeister nennt m\u00f6glich Ursache <\/p>\n<p>Nach dem Bruch eines Damms der Rur und einer Evakuierung steht im nordrhein-westf\u00e4lischen Wassenberg der Stadtteil Ophoven teilweis unter Wasser. Das sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen. Etwa 700 Bewohner von Ophoven an der Grenze zu den Niederlanden hatten in der Nacht ihre H\u00e4user verlassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Es sei f\u00fcr die B\u00fcrger nach wie vor gef\u00e4hrlich, sich in dem Gebiet aufzuhalten, sagte der Sprecher. &#8222;Durch hohe Wasserst\u00e4nde verursachte Gef\u00e4hrdungen k\u00f6nnen nicht ausgeschlossen werden&#8220;, teilte auch die Stadt mit. Wer nicht in der Lage sei, seine Wohnung selbstst\u00e4ndig zu verlassen, solle \u00fcber eine Hotline um Hilfe bitten.<\/p>\n<p>Die Lage blieb auch am Samstag gespannt. Der Pegelstand des Wassers stagniere, teilte die Stadt mit. Weiterhin gef\u00e4hrdet sind die Stadtteile Effeld und Steinfeld. Die Vorwarnung einer m\u00f6glichen Evakuierung bleibe dort bestehen. Wie gro\u00df der Schaden durch den Dammbruch ist, ist bislang noch nicht bekannt.<\/p>\n<p>Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel und m\u00fcndet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Laut WDR sieht Wassenbergs B\u00fcrgermeister Marcel Maurer (CDU) einen m\u00f6glichen Grund f\u00fcr den Dammbruch auf niederl\u00e4ndischer Seite: Dort seien Schleusenklappen geschlossen worden, so dass es zum R\u00fcckstau der Wassermassen gekommen sei. Der Feuerwehr lagen dazu keine Informationen vor.<\/p>\n<p>Merkel besucht Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz <\/p>\n<p>Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Sonntag die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz besuchen. Dies best\u00e4tigte die Staatskanzlei in Mainz. Details w\u00fcrden noch gekl\u00e4rt.\u00a0Zun\u00e4chst hatte die &#8222;Bild am Sonntag&#8220; dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Bundeswehr r\u00e4umt \u00fcberflutete Fahrzeuge von Bundesstra\u00dfe <\/p>\n<p>Nachdem alle Bewohner aus dem Katastrophengebiet in Erftstadt evakuiert wurden, hat die Bundeswehr mit den Aufr\u00e4umarbeiten begonnen. Zahlreiche Autos auf der B265 sollen geborgen werden\u00a0\u2013\u00a0noch ist unklar, ob sich darin Menschen befinden. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Bericht: Laschet wollte Lagezentrum f\u00fcr TV-Bilder verlegen lassen <\/p>\n<p>Ein Bericht der &#8222;Westfalenpost&#8220; wirft neues Licht auf die Reise des CDU-Kanzlerkandidaten ins \u00fcberflutete Hagen. Demnach dr\u00e4ngte seine Staatskanzlei darauf, den Krisenstab zu verlegen \u2013 f\u00fcr bessere Bilder der Pressekonferenz. Lesen Sie hier die Hintergr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Die Flutkatastrophe macht die Vers\u00e4umnisse der Politik deutlich <\/p>\n<p>Die Retter und Helfer in den \u00dcberschwemmungsgebieten haben schwere Tage hinter sich. Sie sind die Heldinnen und Helden, die vielerorts Schlimmeres verhindert haben. Aber weshalb musste es soweit kommen? Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Wassermassen tosen durch die Stauwehre des Baldeneysees (Symbolbild): In Essen erreichte die Ruhr am Mittwoch den h\u00f6chsten Pegelstand, der je gemessen wurde. (Quelle: imago images)<\/p>\n<p>Zahl der Toten nach \u00dcberschwemmungen in Belgien auf 24 gestiegen<\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer nach den heftigen Unwettern im Osten Belgiens ist auf 24 gestiegen. Wie die Polizei im Stadtteil Angleur in L\u00fcttich mitteilte, wurde in der Nacht zum Samstag mindestens ein weiteres Todesopfer geborgen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.<\/p>\n<p>Der belgische Regierungschef Alexander de Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen besuchten am Samstag die betroffenen Gebiete. In zahlreichen Gemeinden im S\u00fcden und Osten des Landes waren Polizeibeamte und Helfer im Einsatz, um m\u00f6gliche weitere Opfer zu bergen.<\/p>\n<p>De Croo und Von der Leyen besuchten am Vormittag die Gemeinde Rochefort und wurden anschlie\u00dfend in Pepinster erwartet. Sie sprachen mit betroffenen Anwohnern, Notfallhelfern und \u00f6rtlichen Beh\u00f6rdenvertretern. De Croo hat f\u00fcr Dienstag einen nationalen Trauertag ausgerufen.<\/p>\n<p>Nach tagelangem starkem Regen waren die dicht besiedelten T\u00e4ler in der Maas-Region am Donnerstag \u00fcberschwemmt worden. Am Samstag klarte der Himmel auf und der Regen lie\u00df nach. Die zur\u00fcckweichenden Wassermassen hinterlie\u00dfen ein Bild der Zerst\u00f6rung in mehr als hundert belgischen Gemeinden.<\/p>\n<p>Schwierige Aufr\u00e4umarbeiten in Trier nach der Flut in vollem Gang<\/p>\n<p>In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind nach der Flut die Aufr\u00e4umarbeiten in vollem Gang. &#8222;Da stapeln sich die Berge von Sperrm\u00fcll&#8220;, sagte ein Stadtsprecher am Samstag. Erste Anwohner gingen zur\u00fcck in die H\u00e4user. &#8222;Wer da geschlafen hat, hatte kein Wasser und keinen Strom.&#8220; Betroffen sind der Stadt zufolge 670 H\u00e4user, bei denen im Keller und Erdgeschoss fast alles zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n<p>In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll \u00fcber die Ufer getreten und hatte gro\u00dfe Teile des Stadtteils \u00fcberschwemmt. Nach Angaben des Sprechers schwoll der Wasserstand des kleinen Fl\u00fcsschens von knapp einem auf bis zu acht Meter an. Etwa 1.000 Einwohner waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden.<\/p>\n<p>Aus Anlass des Leids der Menschen in den Hochwassergebieten sollte es am Abend einen Klage-Gottesdienst in der Konstantin-Basilika in Trier geben. Nach Angaben der Evangelischen Kirche im Rheinland wollte auch Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) daran teilnehmen.<\/p>\n<p>Rhein-Hochwasser bei K\u00f6ln: H\u00f6chststand erreicht, Pegelst\u00e4nde sinken<\/p>\n<p>Das Rhein-Hochwasser hat bei K\u00f6ln in der Nacht zum Samstag seinen H\u00f6chststand mit 8,06 Metern erreicht, danach fiel laut St\u00e4dtischen Entw\u00e4sserungsbetrieben der Wasserstand wieder. F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage seien keine &#8222;abflusswirksamen Niederschl\u00e4ge&#8220; vorhergesagt, so dass der Rheinwasserstand in K\u00f6ln weiterhin fallen werde, hie\u00df es am Vormittag.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sidentin Dreyer beklagt Vers\u00e4umnisse beim Klimaschutz<\/p>\n<p>Die Hochwasserkatastrophe hat nach Ansicht der rheinland-pf\u00e4lzischen Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) schwere Vers\u00e4umnisse beim Klimaschutz in Deutschland offengelegt. &#8222;In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland vieles nicht umgesetzt, was notwendig gewesen w\u00e4re&#8220;, sagte die Mainzer Regierungschefin der vom Hochwasser besonders stark betroffenen Regionen den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).<\/p>\n<p>Es reiche nicht aus, Klimaziele lediglich auszusprechen. &#8222;Es kommt darauf an, die auf den unterschiedlichen Ebenen gesteckten Ziele in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu erreichen&#8220;, sagte Dreyer. Deutschland m\u00fcsse &#8222;mehr Tempo an den Tag legen&#8220;. Der Klimawandel sei angesichts der j\u00fcngsten D\u00fcrren und Unwetter nichts Abstraktes mehr. &#8222;Wir erleben ihn hautnah und schmerzhaft.&#8220;<\/p>\n<p>Dreyer forderte die Verbraucher auf, sich neu zu orientieren \u2013 zudem m\u00fcssten die erneuerbaren Energien ausgebaut und die Industrie umgestellt werden. Au\u00dferdem m\u00fcssten Unternehmen, die auf dem Weg seien zu einer klimaneutralen Produktion, unterst\u00fctzt werden. Konkrete Forderungen und Vorhaben nannte die SPD-Politikerin aber nicht.<\/p>\n<p>Polizei Koblenz meldet \u00fcber 90 Tote im Gro\u00dfraum Ahrweiler <\/p>\n<p>Die Polizei Koblenz hat nach dem derzeitigen Stand von Samstag um 05.00 Uhr bereits \u00fcber 90 Menschen registriert, die bei der Hochwasserkatastrophe im Gro\u00dfraum Ahrweiler ums Leben gekommen sind. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukommen, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Insgesamt liege dem Polizeipr\u00e4sidium die Meldung \u00fcber insgesamt 618 Verletzte vor.\u00a0Auch diese Zahl k\u00f6nne sich noch weiter erh\u00f6hen. Auch mehr als zwei Tage nach dem Ungl\u00fcck werden noch Menschen vermisst.<\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz ist der Kreis Ahrweiler Schwerpunkt der Katastrophe. Am Freitag hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) noch von 63 Todesopfern gesprochen. Die Zahl der Verletzten lag am Freitag noch bei 362. In der Region gehen unterdessen die Such- und Rettungsarbeiten weiter. Noch immer sind Tausende Rettungskr\u00e4fte in der Eifel, wo in der Nacht zum Donnerstag die Wassermassen ganze Orte verw\u00fcstet hatten.<\/p>\n<p>Laut Fr\u00fchwarnprognose des Landesamts f\u00fcr Umwelt Rheinland-Pfalz verringerte sich die Hochwassergefahr zuletzt. Nur f\u00fcr das Einzugsgebiet des Flusses Ahr und der Zufl\u00fcsse der Unteren Sauer bestanden noch Warnungen. Die Pegelst\u00e4nden sanken, zum Beispiel bei dem hart von Unwetter getroffenen Kordel im Landkreis Trier-Saarburg.<\/p>\n<p>In vielen Ortschaften sei weiterhin das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Die Polizei war in der Nacht nach Angaben des Pr\u00e4sidiums mit vielen Einsatzkr\u00e4ften in den betroffenen Ortslagen im Einsatz. Durch das Unwetter seien viele Stra\u00dfen im Ahrtal weiterhin gesperrt oder nicht mehr befahrbar. Die Polizei bittet darum, das Ahrtal weitr\u00e4umig zu umfahren. Rettungswege m\u00fcssen f\u00fcr Rettungskr\u00e4fte frei gehalten werden.<\/p>\n<p>Hotline f\u00fcr Hilfe f\u00fcr Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Ahrweiler: Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat f\u00fcr Hilfsangebote f\u00fcr die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz zwei Telefon-Hotlines eingerichtet. Diese gelten ab dem heutigen Samstag, wie die Kreisverwaltung mitteilte.Demnach w\u00fcrden den Landkreis Hilfsangebote aus ganz Deutschland erreichen \u2013 hierf\u00fcr wurde einmal die Hotline &#8222;Hilfsangebote&#8220; unter der Rufnummer 02641 975 900 eingerichtet. Per E-Mail k\u00f6nne man sich an hochwasserhilfe@kreis-ahrweiler.de wenden. Die Rufnummer richte sich an B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die bei der Bew\u00e4ltigung der Katastrophe helfen wollen und beispielsweise mit Sachspenden, Arbeitsmaterialien oder Transport- und Logistikm\u00f6glichkeiten unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.Die Hotline &#8222;Beratung und Betreuung&#8220;, erreichbar unter der Rufnummer 02641 975 950, vermittelt Hilfsangebote unter anderem zur Beratung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren oder zu Notbetreuungen. Beide Hotlines sind t\u00e4glich von 09.00 bis 20.00 Uhr erreichbar.<\/p>\n<p>Bad Neuenahr, Rheinland-Pfalz: Die Verw\u00fcstungen nach dem Unwetter sind gro\u00df. (Quelle: Philipp von Ditfurth\/dpa)<\/p>\n<p>Rettungsaktion in Erftstadt abgeschlossen <\/p>\n<p>Im schwer vom Hochwasser bedrohten nordrhein-westf\u00e4lischen Erftstadt-Blessem s\u00fcdlich von K\u00f6ln ist die Rettungsaktion f\u00fcr Anwohner einem Sprecher des Rhein-Erft-Kreises zufolge abgeschlossen. 170 Menschen seien teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem \u00fcberfluteten Gebiet gerettet worden, sagt der Sprecher. Bislang sei nichts \u00fcber Schwerverletzte oder Tote bekannt. Es sei aber nicht auszuschlie\u00dfen, dass die Retter bei den Aufr\u00e4umarbeiten Tote finden k\u00f6nnten. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Die Lage im Kreis insgesamt habe sich leicht entspannt, der Pegel der Erft sei leicht gesunken.<\/p>\n<p>Regionalverkehr: Unwettersch\u00e4den sorgen f\u00fcr Einschr\u00e4nkungen<\/p>\n<p>Auch am Samstag f\u00fchren Unwettersch\u00e4den im Regionalverkehr der Bahn zu zahlreichen Einschr\u00e4nkungen in Nordrhein-Westfalen. Die Strecke der Linie RB59 im Raum Dortmund-Aplerbeck S\u00fcd sei gesperrt, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr am fr\u00fchen Samstagmorgen auf Twitter mit. Zwischen Unna und dem Dortmunder Hauptbahnhof wurde demnach ein Busnotverkehr eingerichtet. Auch die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Witten und dem Hauptbahnhof Hagen sei gesperrt. Das betrifft demnach die Linie S5. Zwischen den beiden Bahnh\u00f6fen wurde ein Ersatzverkehr per Bus eingerichtet. Teilausf\u00e4lle gibt es ebenfalls zwischen dem Hauptbahnhof Aachen und Herzogenrath, betreffend der Linie RE4.<\/p>\n<p>Hochwasserkatastrophe in NRW: Mehr als 19.000 Kr\u00e4fte im Einsatz<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesregierung mehr als 19.000 Einsatzkr\u00e4fte an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs Nordrhein-Westfalen tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hie\u00df es am Samstagmorgen in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Bislang keine Todesopfer in Erftstadt-Blessem entdeckt<\/p>\n<p>In der besonders vom Hochwasser betroffenen nordrhein-westf\u00e4lischen Ortschaft Erftstadt-Blessem gibt es bislang keine best\u00e4tigten Todesopfer. Das sagte ein Kreisprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage in Blessem sei derweil weiter angespannt.<\/p>\n<p>In anderen Teilen des Kreises gingen die Pegelst\u00e4nde unterdessen zur\u00fcck, im Norden habe man Evakuierungen aufheben k\u00f6nnen. Da die Arbeiten der Rettungskr\u00e4fte im Bereich Blessem noch in vollem Gange sind, k\u00f6nne man nicht ausschlie\u00dfen, noch Todesopfer zu finden. Belastbare Zahlen zu Vermissten gebe es nicht.<\/p>\n<p>Im Stadtteil Blessem waren mindestens drei Wohnh\u00e4user und ein Teil der historischen Burg eingest\u00fcrzt. &#8222;Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht&#8220;, hatte der nordrhein-westf\u00e4lische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in D\u00fcsseldorf gesagt.<\/p>\n<p>Am Samstagmittag will Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) Erftstadt besuchen.<\/p>\n<p>Umweltministerin rechnet mit schneller finanzieller Unterst\u00fctzung <\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze rechnet mit schneller finanzieller Hilfe f\u00fcr die vom Hochwasser Betroffenen. Ein Datum k\u00f6nne sie aber nicht nennen, ab wann es die Unterst\u00fctzung gebe, sagt Schulze im WDR 5. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (ebenfalls SPD) sei da in der Abstimmung mit den L\u00e4ndern. &#8222;Wir werden eine L\u00f6sung finden.&#8220; Es m\u00fcsse zudem geschaut werden, was noch mehr f\u00fcr die Vorsorge getan werden k\u00f6nne. Es habe in der Vergangenheit auch viel Kritik an Hochwasserschutzma\u00dfnahmen gegeben. &#8222;Jetzt sieht man wie wichtig solche Investitionen sind.&#8220;<\/p>\n<p>Gemeinden fordern &#8222;nationalen Kraftakt&#8220; nach Hochwasser <\/p>\n<p>Noch ist der Gesamtschaden nach der Hochwasserkatastrophe nicht abzusehen. Der St\u00e4dte- und Gemeindebund fordert Hilfen vom Bund, aus der FDP und von den Gr\u00fcnen kommen Appelle f\u00fcr Notprogramme. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>So sch\u00fctzen Sie Ihren Garten vor zu viel Regen <\/p>\n<p>Zu viel N\u00e4sse kann Pflanzen im Garten sch\u00e4digen. Im schlimmsten Fall gehen sie sogar ein. Es gibt aber ein paar einfache Tricks, mit denen Sie Ihre Gew\u00e4chse vor zu viel Regen sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>\u00dcbersp\u00fclte B265 \u2013 Landkreis schlie\u00dft weitere Opfer nicht aus <\/p>\n<p>In der besonders schlimm getroffenen Ortschaft Erftstadt in NRW haben die Wassermassen mehrere Fahrzeuge auf der Bundesstra\u00dfe 265 eingeschlossen. Aufnahmen von Fotografen zeigten Lkws und Autos, die teils vollst\u00e4ndig von Wasser \u00fcbersp\u00fclt waren. Wie eine\u00a0Kreissprecherin sagte, sei die Stra\u00dfe\u00a0innerhalb von Minuten \u00fcberflutet worden.\u00a0Ob alle Fahrzeuginsassen sich rechtzeitig h\u00e4tten retten k\u00f6nnen oder ob es dort m\u00f6glicherweise weitere Opfer gibt, sei noch nicht klar.<\/p>\n<p>Vom Hochwasser \u00fcberrascht: Lastkraftwagen und Autos auf der \u00fcberfluteten B265 in Erftstadt. (Quelle: Thilo Schmuelgen\/Reuters)<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Steinmeier besucht am Samstag Erftstadt <\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Frank-Walter\u00a0Steinmeier\u00a0kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben der NRW-Staatskanzlei besucht das Staatsoberhaupt am Mittag zusammen mit Ministerpr\u00e4sident Armin\u00a0Laschet\u00a0Erftstadt, wo zahlreiche H\u00e4user und Autos weggesp\u00fclt worden waren.\u00a0Steinmeier\u00a0will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskr\u00e4ften sprechen. Ein Besuch\u00a0Steinmeiers in den betroffenen Flutgebieten von Rheinland-Pfalz ist nach Angaben einer Sprecherin der Mainzer Staatskanzlei vom Freitagabend derzeit nicht geplant.<\/p>\n<p>Trauerbeflaggung f\u00fcr Opfer der Unwetterkatastrophe<\/p>\n<p>Zum Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe werden die Fahnen an zahlreichen Geb\u00e4uden in Nordrhein-Westfalen bis Montag auf Halbmast wehen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ordnete am Freitag f\u00fcr alle Dienstgeb\u00e4ude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverb\u00e4nde\u00a0Trauerbeflaggung\u00a0an, wie das Innenministerium mitteilte.<\/p>\n<p>Die Maas tritt \u00fcber die Ufer. In Belgien und in den Niederlanden sorgt der Fluss f\u00fcr Hochwasser-Alarm.  (Quelle: dpa)<\/p>\n<p>Hochwasser in den Niederlanden \u2013 10.000 Menschen werden evakuiert <\/p>\n<p>Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im S\u00fcden der Niederlande zahlreiche Menschen ihre H\u00e4user und Wohnungen in Orten entlang der Maas verlassen m\u00fcssen. So m\u00fcssen gro\u00dfe Teile der Gemeinde Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen\u00a0evakuiert werden. Das Wasser in der Maas steigt schneller als erwartet und um eine n\u00e4chtliche Evakuierung zu vermeiden, m\u00fcssen etwa 10.000 Menschen bis 18 Uhr ihre H\u00e4user verlassen haben.\u00a0<\/p>\n<p>Nachdem die Fluten ein Loch in den Deich eines Kanals bei Maastricht gerissen hatten, heulten die Sirenen, wie die Beh\u00f6rden mitteilten. In\u00a0Venlo wurde ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert. Soldaten und Einsatzkr\u00e4fte verst\u00e4rkten Deiche an der Maas und kleineren Fl\u00fcssen in der Region mit Sands\u00e4cken. Die zahlreichen Schaulustigen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Einsatzkr\u00e4fte nicht zu behindern.<\/p>\n<p>Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich am Vorabend bereits in Sicherheit gebracht hatten, konnten nun wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckkehren. Zwar kam es oft nicht zu den bef\u00fcrchteten verheerenden \u00dcberflutungen, die Wassermassen richteten aber Sch\u00e4den an. Berichte \u00fcber Verletzte gab es nicht. Zuvor gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren h\u00f6chsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort wieder. In Roermond weiter n\u00f6rdlich wurde der H\u00f6chststand am Freitagnachmittag und in\u00a0Venlo\u00a0in der Nacht zum Samstag erwartet.<\/p>\n<p>Bonner B\u00fcrger bieten mehr als 1.000 Betroffenen Unterk\u00fcnfte an <\/p>\n<p>Nach einem Aufruf der Stadt\u00a0Bonn, Menschen aus Hochwassergebieten eine Unterkunft anzubieten, sind bei der Verwaltung Hilfsangebote f\u00fcr mehr als 1.000 Betroffene eingegangen. Viele Privatpersonen wollten bis zu drei Menschen aufnehmen, und Hotels stellten bis zu 50 Doppelzimmer zur Verf\u00fcgung, teilte die Stadt am Freitag mit. &#8222;Wir sind \u00fcberw\u00e4ltigt von der Vielfalt und der F\u00fclle der Angebote. Weitere brauchen wir im Moment nicht mehr&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeisterin Katja D\u00f6rner.<\/p>\n<p>Ab jetzt sollten die Telefonleitungen f\u00fcr Hilfesuchende frei gehalten werden. Zudem suche ein Mitarbeiter der Stadt vier gro\u00dfe Sammelunterk\u00fcnfte auf, um die Menschen dort \u00fcber das Angebot zu informieren. Angesprochen seien Hochwasser-Gesch\u00e4digte aus\u00a0Bonns stark betroffenen Nachbarkreisen Ahrweiler, Euskirchen und Rhein-Sieg.<\/p>\n<p>Zahl der Toten in Belgien steigt auf mindestens 20 <\/p>\n<p>Belgien\u00a0hat nach den schweren Unwettern inzwischen mindestens 20 Todesopfer zu beklagen. 20 weitere Menschen werden nach den \u00dcberschwemmungen im Osten des Landes noch vermisst, wie das Innenministerium in Br\u00fcssel am Freitag mitteilte. Regierungschef Alexander De Croo rief f\u00fcr Dienstag einen nationalen Tag der Trauer aus.<\/p>\n<p>&#8222;Wir warten immer noch auf die endg\u00fcltigen Zahlen&#8220;, sagte De Croo bei einer Pressekonferenz. &#8222;Aber dies k\u00f6nnten die katastrophalsten \u00dcberschwemmungen sein, die unser Land je gesehen hat.&#8220; Vielerorts sei die Lage weiterhin &#8222;extrem kritisch&#8220;.\u00a0Am st\u00e4rksten betroffen ist die Region L\u00fcttich in Grenzn\u00e4he zu Deutschland und den Niederlanden. Alleine in den Gemeinden Verviers und Pepinster wurden bislang mindestens zehn Leichen geborgen.<\/p>\n<p>Teil der A1 bricht ab und f\u00e4llt in Fluss Erft\u00a0\u2013 Burg Blessem teils eingest\u00fcrzt <\/p>\n<p>In der N\u00e4he der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gest\u00fcrzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen sch\u00e4tzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren St\u00fccken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten h\u00e4tten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein St\u00fcck L\u00e4rmschutzwand sei eingest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Innenminister Herbert Reul sagte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet, dass Teile der Burg Blessem eingest\u00fcrzt seien.\u00a0&#8222;Die Lage ist weiterhin enorm schwierig und enorm gef\u00e4hrlich&#8220;, sagte Reul. Er appellierte an die B\u00fcrger, zuhause zu bleiben und die Helfer nicht zu st\u00f6ren. &#8222;Jetzt ist keine Zeit f\u00fcr Besichtigungen.&#8220;\u00a0Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Drohnen-Aufnahme von Erftstadt (NRW): Zu sehen ist das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung nach dem Unwetter.  (Quelle: David Young\/dpa)<\/p>\n<p>Steinbachtalsperre: Drohne findet keine kritischen Risse <\/p>\n<p>Die Lage an der Steinbachtalsperre ist nach Auskunft des Kreises Euskirchen stabil, &#8222;aber nicht unkritisch&#8220;. Bei der \u00dcberpr\u00fcfung des Dammes mit einer\u00a0Drohne\u00a0seien keine kritischen Risse gefunden worden, so eine Kreissprecherin. Nach wie vor sei das Grundabflussrohr der Talsperre verstopft. Um Druck aus der Anlage zu nehmen, werde weiterhin das Wasser mit Hochleistungspumpen aus der Talsperre geholt.<\/p>\n<p>Mehrere Orte unterhalb der Steinbachtalsperre waren in den vergangenen Tagen wegen der Gefahr eines Durchbrechens der Staumauer evakuiert worden. Der Kreis Euskirchen appelliert an die Bewohner, noch nicht in die H\u00e4user zur\u00fcckzukehren. Die Gefahr sei noch nicht gebannt.<\/p>\n<p>Eine tote Person im Rhein-Erft-Kreis best\u00e4tigt \u2013 weitere bef\u00fcrchtet <\/p>\n<p>Der Verwaltung des vom Hochwasser stark betroffenen Rhein-Erft-Kreises ist bislang ein Todesopfer bekannt. Dies sei von der Stadt Erftstadt gemeldet worden, berichtete eine Sprecherin. Es sei aber zu bef\u00fcrchten, dass es noch weitere Opfer gebe. So sei unklar, ob es alle Autofahrer noch rechtzeitig aus ihren Wagen schafften, als sie auf der B265 von Wassermassen \u00fcberrascht wurden.<\/p>\n<p>Zwei Festnahmen wegen Einbruch im Katastrophengebiet <\/p>\n<p>Im Unwetterkatastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls festgenommen worden. Die Beschuldigten seien dem Haftrichter vorgef\u00fchrt worden, aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil ein dringender Tatverdacht fehlte, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tten einige die Lage f\u00fcr Diebst\u00e4hle ausgenutzt, hie\u00df es bei der Polizei. Zahlen dazu waren zun\u00e4chst nicht bekannt.<\/p>\n<p>Mehr als 360 Verletzte in Ahrweiler <\/p>\n<p>Bei der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler sind mindestens 362 Menschen verletzt worden. Diese Zahl k\u00f6nne sich aber noch weiter erh\u00f6hen, teilte die Polizei in Koblenz am Freitag mit. Dies gelte auch f\u00fcr die Toten, die das Innenministerium zuletzt mit 63 angegeben hatte.<\/p>\n<p>Infolge des Unwetters sind weiterhin die Bundesstra\u00dfe 257 ab H\u00f6nningen bis Ahrbr\u00fcck sowie mehrere Land- und Kreisstra\u00dfen nicht befahrbar. Die Polizei ruft die Bev\u00f6lkerung auf, die vom Hochwasser betroffenen Ortschaften nicht aufzusuchen, sondern weitr\u00e4umig zu umfahren, damit Platz f\u00fcr die Rettungskr\u00e4fte ist.<\/p>\n<p>&#8222;Das gro\u00dfe Ma\u00df an Solidarit\u00e4t und die vielen Hilfsangebote aus der Bev\u00f6lkerung beeindrucken uns sehr und zeigen die bundesweite Betroffenheit&#8220;, hei\u00dft es in der Mitteilung. Die Polizei appellierte an die Menschen im Katastrophengebiet: &#8222;Passen Sie auf sich auf und vertrauen Sie auf die Arbeit der Rettungskr\u00e4fte.&#8220;<\/p>\n<p>Umgest\u00fcrztes Auto in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Feuerwehrleute sind in der Gemeinde Schuld am Tag nach der Hochwasserkatastrophe im Krisengebiet. (Quelle: Thomas Frey\/dpa)<\/p>\n<p>Riesiger Erdrutsch in Erftstadt: Wie konnte es dazu kommen? <\/p>\n<p>Die Flut hat in Erftstadt-Blessem zu einem massiven Erdrutsch und dramatischen Sch\u00e4den gef\u00fchrt. Experten suchen nach einer L\u00f6sung, um die Sch\u00e4den zu begrenzen. Doch sie stehen vor einer schwierigen Frage. Lesen Sie den ganzen Text hier.<\/p>\n<p>Katastrophe in Erftstadt: Tr\u00fcmmer eingest\u00fcrzter H\u00e4user liegen im Ortsteil Blessem.  (Quelle: David Young\/\/dpa)<\/p>\n<p>Lage in Ahrweiler weiter dramatisch\u00a0\u2013 &#8222;Gasleitung zerst\u00f6rt&#8220; <\/p>\n<p>Der Versorger Energienetze Mittelrhein hat die Situation nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz als dramatisch bezeichnet. &#8222;Die Gasleitung ist komplett gerissen. Wirklich zerst\u00f6rt&#8220;, sagte Unternehmenssprecher Marcelo Peerenboom am Freitag in Koblenz. Mehrere Kilometer Leitung m\u00fcssten komplett neu gebaut werden. &#8222;Das wird leider Wochen oder Monate dauern, bis dort wieder Gasversorgung ist. Das hei\u00dft f\u00fcr die B\u00fcrger: kaltes Wasser, und wenn die Heizperiode kommt, auch kalte Wohnung.&#8220;<\/p>\n<p>Das Unternehmen denke dar\u00fcber nach, wie den Menschen geholfen werden k\u00f6nne. Derzeit komme der Versorger jedoch nicht einmal an alle Schadensstellen heran. &#8222;Eine Gasregelstation zum Beispiel liegt komplett unter Wasser&#8220;, sagte Peerenboom. &#8222;Da m\u00fcssen wir warten, bis Monteure an die Anlagen kommen.&#8220; Dann k\u00f6nne man sich ein komplettes Bild von der Lage machen. &#8222;Bis dahin k\u00f6nnen Sie nur sch\u00e4tzen.&#8220;<\/p>\n<p>Zur Stromversorgung im Kreis Ahrweiler hatte das Unternehmen Westnetz von erheblichen Besch\u00e4digungen an den Verteilungsanlagen durch Starkregen und \u00dcberschwemmungen gesprochen. Zahlreiche St\u00e4dte und Ortsgemeinden seien von Stromausf\u00e4llen betroffen. &#8222;Die Arbeiten und Erreichbarkeit der Stromanlagen werden zum Teil durch \u00fcberflutete Stra\u00dfen erschwert&#8220;, hie\u00df es in einer Mitteilung. Eine Aussage zur Wiederaufnahme der kompletten Versorgung sei vorerst nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>1.100 nieders\u00e4chsische Helfer im NRW-Hochwassereinsatz<\/p>\n<p>Etwa 1.100 Helfer von Feuerwehr, Polizei und DLRG aus Niedersachsen werden \u00fcber das Wochenende in Nordrhein-Westfalen gegen die Folgen des katastrophalen Hochwassers k\u00e4mpfen. Das teilte das nieders\u00e4chsische Innenministerium in Hannover mit. Am Freitag wurden Kreisfeuerwehrbereitschaften aus acht Landkreisen in das Nachbarbundesland entsandt. Die 800 Feuerwehrleute sollen in den Regierungsbezirken Arnsberg, D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln zum Einsatz kommen. Sie bringen auch vier Hochleistungspumpen mit.<\/p>\n<p>Schon seit Donnerstag helfen zwei Wasserrettungsz\u00fcge der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Niedersachsen in NRW aus. Einsatzschwerpunkt der 110 Retter ist die Rettung von Menschen aus den Fluten mit Booten. Polizisten aus Niedersachsen helfen im Katastrophengebiet beispielsweise mit, Pl\u00fcnderungen zu verhindern. Auch Angeh\u00f6rige der Wasserschutzpolizei Oldenburg sind bis Montag im Einsatz.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Festnahmen nach Pl\u00fcnderung in Stolberg <\/p>\n<p>Bei dem Versuch, Gesch\u00e4fte in den vom Hochwasser stark betroffenen St\u00e4dten Eschweiler und Stolberg in Nordrhein-Westfalen zu bestehlen, sind f\u00fcnf Menschen vorl\u00e4ufig festgenommen worden. In allen F\u00e4llen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann versuchte demnach am Donnerstag in Stolberg, einen Gegenstand aus einem Juweliergesch\u00e4ft zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, lie\u00df er seine Beute wieder fallen.<\/p>\n<p>In einem Supermarkt in Stolberg waren zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-j\u00e4hriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu stehlen. In Eschweiler wollte ein Mann Beute in einer Apotheke machen. In allen L\u00e4den war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage besch\u00e4digt, sagte der Polizeisprecher. Beamte nahmen die Personalien der Personen auf, die daraufhin wieder entlassen wurden. Die 28 Jahre alte Frau in Stolberg werde einem Haftrichter vorgef\u00fchrt. Zuvor hatte &#8222;bild.de&#8220; berichtet.<\/p>\n<p>Zahl der Toten steigt auf insgesamt 106 <\/p>\n<p>Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat mindestens 106 Menschen das Leben gekostet. (Stand: 14.30 Uhr) In Rheinland-Pfalz starben mindestens 63 Menschen. Die Zahl werde vermutlich noch steigen, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Mainz. Eine nicht genau bekannte Zahl von Menschen wird noch vermisst. Allein in der Verbandsgemeinde Adenau (Kreis Ahrweiler) waren dies etwa 30 Bewohner.<\/p>\n<p>&#8222;Das Leid nimmt auch gar kein Ende&#8220;, sagte Dreyer bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Trier. Die Zahl der Toten steige weiter. \u00dcberall gehe jetzt das Wasser zur\u00fcck, daher w\u00fcrden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. &#8222;Und da k\u00f6nnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror.&#8220;<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen sind bislang 43 best\u00e4tigte Todesopfer bekannt, viele Menschen werden allerdings noch immer vermisst.<\/p>\n<p>Baumarkt unterst\u00fctzt mit Materialspenden <\/p>\n<p>Um Organisationen und Betroffenen schnell und unkompliziert zu helfen, hat die Baumarktkette Obi Unterst\u00fctzung angeboten. &#8222;Uns ist es wichtig, den Betroffenen in dieser schweren Situation bestm\u00f6glich zu helfen und mit allen Mitteln, die wir haben, zu unterst\u00fctzen. Auch in schweren Situationen glauben wir daran, dass alles machbar ist\u00a0\u2013 wichtig ist der Zusammenhalt der Menschen&#8220;, sagt Sergio Giroldi, CEO von Obi.<\/p>\n<p>Hilfsorganisationen k\u00f6nnen sich, einem Bericht des &#8222;Presseportal&#8220; zufolge, in den betroffenen Regionen an die Marktleiter wenden und ihren Bedarf an Material nennen und kurzfristig kostenlos abholen.<\/p>\n<p>Deutschlandweit k\u00f6nnen Trocknungsger\u00e4te, Pumpen oder andere akut n\u00fctzliche, jedoch schwer verf\u00fcgbare Ger\u00e4te und Werkzeuge im n\u00e4chsten Obi Markt abgegeben werden. Der Baumarkt koordiniere den Transport der Hilfsmittel in die OBI-M\u00e4rkte in den Krisenorten, die dann kostenlos zur Abholung f\u00fcr die Betroffenen bereitstehen w\u00fcrden, hei\u00dft es vom Unternehmen. Als Gegenwert f\u00fcr die Materialspende erhalten die Helfer einen Obi Warengutschein im Wert eines \u00e4quivalenten Neuger\u00e4ts.<\/p>\n<p>Belgien: 23 Menschen tot <\/p>\n<p>\u00a0In Belgien steigt die Zahl der Toten in Zusammenhang mit den schweren Unwettern weiter. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz L\u00fcttich berichtet, kamen mindestens 23 Menschen in Wallonien ums Leben. Bislang seien in der Provinz L\u00fcttich nur sechs von 20 dort gefundenen Leichen identifiziert worden. Es gebe immer noch Menschen, die seit 36 Stunden ohne Essen und Trinken auf D\u00e4chern ausharrten. Nach Informationen des \u00f6ffentlich rechtlichen Sender RTBF wurden in der Provinz L\u00fcttich zudem am Mittag noch 13 Menschen vermisst.<\/p>\n<p>Belgien: Die Zahl der Todesopfer ist erneut angestiegen. (Quelle: Francisco Seco\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Schulen in f\u00fcnf Landkreisen an Ahr und Mosel geschlossen<\/p>\n<p>Am letzten Schultag vor den Sommerferien in Rheinland-Pfalz waren zahlreiche Schulen in f\u00fcnf Landkreisen wegen der Hochwasserkatastrophe geschlossen. Damit war die Ausgabe der Jahreszeugnisse zun\u00e4chst ebenso nicht m\u00f6glich wie das gemeinsame Abschiednehmen von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit ihren Lehrkr\u00e4ften. Im Landkreis Ahrweiler waren nach Angaben des Bildungsministeriums in Mainz am Freitag alle Schulen geschlossen. Auch in den Kreisen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Bitburg-Pr\u00fcm und Trier-Saarburg konnten jeweils mehrere Schulen wegen Auswirkungen der Katastrophe keinen Unterricht erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen Sie den Flutopfern helfen <\/p>\n<p>Hilfsorganisationen rufen nun zu Spenden auf, um den Betroffenen der Flutkatastrophe zu helfen. Ein \u00dcberblick, was Sie jetzt f\u00fcr die Opfer tun k\u00f6nnen, finden Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Niederl\u00e4nder verst\u00e4rken Deiche <\/p>\n<p>Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im S\u00fcden der Niederlande Soldaten und Einsatzkr\u00e4fte Deiche an der Maas und kleineren Fl\u00fcssen mit Sands\u00e4cken verst\u00e4rkt. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht hatten, konnten am Freitag aber bereits wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckkehren, teilten die Beh\u00f6rden mit. Zu den bef\u00fcrchteten \u00dcberflutungen kam es gr\u00f6\u00dftenteils nicht. Wegen der Wassermassen gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. Zwar kam es zu materiellen Sch\u00e4den, Berichte \u00fcber Verletzte gab es aber nicht.<\/p>\n<p>In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren h\u00f6chsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort aber bereits wieder, die Wassermassen schoben sich weiter Richtung Norden. Punktuell wurden Menschen hier aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Der B\u00fcrgermeister der an den Kreis Kleve grenzenden Gemeinde Gennep, Hans Teunissen, rief Katastrophentouristen auf, zu Hause zu bleiben. Die Stra\u00dfen m\u00fcssten f\u00fcr die Hilfskr\u00e4fte freibleiben. Die Wassermassen seien noch umfangreicher als bei den Hochwassern 1993 und 1995, zwischenzeitlich seien aber Schutzma\u00dfnahmen getroffen worden.<\/p>\n<p>1.300 Vermisste? Das Problem mit Zahlen im Katastrophenfall <\/p>\n<p>Aufgrund der Flutkatastrophe hat der Kreis Ahrweiler von rund 1.300 Vermissten gesprochen \u2013 ein Schock. Die Angst vor vielen weiteren Opfern ist gro\u00df. Doch die Polizei Koblenz will die Angabe nicht best\u00e4tigen. Wie ist die Vermisstenzahl also einzuordnen? Hier lesen Sie die Antwort.<\/p>\n<p>Braunkohletagebau Inden: RWE-Mitarbeiter weiter vermisst<\/p>\n<p>Nach einem im Braunkohletagebau Inden bei Aachen vermissten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE wird weiter gesucht. Am Morgen sei \u00fcber dem \u00fcberschwemmten Gebiet eine Drohne zum Einsatz gekommen, sagte ein RWE-Sprecher. Erneut habe ein Polizei-Hubschrauber mit einer W\u00e4rmebildkamera den Bereich \u00fcberflogen. Einsatzkr\u00e4fte suchten auch von Booten aus. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich um einen Ger\u00e4tef\u00fchrer, der eine Raupe gefahren hatte. Dass nach dem Mitarbeiter gesucht wird, hatte RWE am Donnerstagmittag mitgeteilt.<\/p>\n<p>Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde war am Donnerstagmorgen bei Lamersdorf \u00fcber den Deich getreten und in die Tagebaugrube geflossen. Der Abbaubetrieb wurde unterbrochen. Am Freitag war die Inde nach Angaben des Sprechers weitgehend in ihr Bett zur\u00fcckgekehrt. Auf dem Boden des Tagebaus gebe es aber noch Bereiche, wo Wasser stehe.<\/p>\n<p>Diese Strecken sind jetzt dicht <\/p>\n<p>L\u00e4ngst gibt es massive Behinderungen im Verkehr durch die Flutkatastrophe. Z\u00fcge fallen aus, Fahrbahnen sind zerst\u00f6rt. Betroffen sind nicht nur kleinere Stra\u00dfen, sondern auch wichtige Autobahnen. Lesen Sie hier, welche Strecken nun unbefahrbar sind.<\/p>\n<p>Steinbachtalsperre: Evakuierung von Swisttal abgeschlossen<\/p>\n<p>Die Evakuierung von etwa 2.000 Menschen in Swisttal im S\u00fcden von Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen. Das teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Freitag mit. Die Gefahr von Hochwasser durch ein Durchbrechen der Staumauer der Steinbachtalsperre bestehe weiterhin.<\/p>\n<p>Im Ortsteil Odendorf seien zwei Seniorenheime evakuiert worden. Mehr als 80 Bewohnerinnen und Bewohner seien in andere Heime oder in Krankenh\u00e4user gebracht worden. Zurzeit werde die Verlegung der rund 2000 betroffenen Menschen aus den Betreuungsstationen in andere Einrichtungen organisiert, in denen ein l\u00e4ngerere Aufenthalt m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>60 Menschen weiter im Raum Euskirchen vermisst <\/p>\n<p>Im Raum Euskirchen sucht die Polizei weiterhin nach 40 vermissten Menschen. Im Raum Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis werden ebenfalls noch 19 Menschen vermisst, wie die Polizei K\u00f6ln am Freitag mitteilte. Bei der Hotline f\u00fcr vermisste Personen des Rhein-Sieg-Kreises seien mehr als 300 Nachfragen eingegangen. Viele der Anrufe seien auf das zusammengebrochene Mobilfunknetz zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Am Freitagmorgen hatte die Polizei K\u00f6ln von 24 Toten im Kreis Euskirchen und sechs Toten im Rhein-Sieg-Kreis berichtet. Noch immer seien nicht alle der Leichen geborgen, hie\u00df es in der Mitteilung. Die \u00dcberpr\u00fcfung der Vermisstenmeldungen laufe.<\/p>\n<p>Mehr als 100 Menschen starben durch die Flutkatastrophe <\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im Westen Deutschlands ist am Freitag auf \u00fcber 100 gestiegen. Allein in Rheinland-Pfalz gebe es inzwischen mehr als 60 Tote, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD). &#8222;Das Leid nimmt zu.&#8220; Eine Sprecherin des nordrhein-westf\u00e4lischen Innenministeriums gab die Zahl der Todesopfer in ihrem Bundesland mit 43 an. &#8222;Das kann sich aber min\u00fctlich \u00e4ndern.&#8220; Wegen anhaltenden Starkregens sind an Rhein, Mosel und kleineren Fl\u00fcssen im Westen Deutschlands die Pegelst\u00e4nde gestiegen. Zahlreiche Stra\u00dfen sind \u00fcberflutet. Etliche H\u00e4user sind bereits eingest\u00fcrzt. D\u00e4mme drohen zu brechen.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rischer Katastrophenalarm ausgel\u00f6st <\/p>\n<p>Das Verteidigungsministerium hat wegen der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands einen milit\u00e4rischen Katastrophenalarm ausgel\u00f6st. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe die Entscheidung getroffen, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.<\/p>\n<p>&#8222;Das bedeutet, dass die Entscheidungsinstanzen weit nach vorn, n\u00e4mlich genau dorthin verr\u00fcckt werden, wo sie gebraucht werden. Als Beispiel kann jetzt eine Verbandsf\u00fchrerin vor Ort entscheiden, ob der Bergepanzer, ob der milit\u00e4rische Lkw, ob das Stromaggregat bereitgestellt wird, wenn es denn verf\u00fcgbar wird&#8220;, sagte der Offizier. &#8222;Ich denke, bei solchen Lagen ist Dezentralit\u00e4t ganz wichtig und auch f\u00fcr den Erfolg der Ma\u00dfnahmen ganz ausschlaggebend.&#8220;<\/p>\n<p>Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mehr als 850 Soldaten im Einsatz, und die Zahl steige. Die Bilder aus dem Katastrophengebiet erf\u00fcllten mit Best\u00fcrzung. Der Sprecher sagte: &#8222;Die Bundeswehr steht nat\u00fcrlich an der Seite der anderen Helfer, ob das THW, Feuerwehr, Polizei und andere sind.&#8220; Es werde nun daf\u00fcr gesorgt, bundesweit verf\u00fcgbares Material f\u00fcr die Hilfe vor Ort zur Verf\u00fcgung zu stellen. Bundesweit seien alle Kr\u00e4fte angewiesen, n\u00f6tiges Gro\u00dfger\u00e4t verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p>Seehofer will in Katastrophengebiet reisen <\/p>\n<p>Um sich einen eigenen Eindruck von der Lage im Katastrophengebiet im Westen Deutschland zu verschaffen, will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) demn\u00e4chst in die betroffenen Regionen reisen. &#8222;Es wird ein Vor-Ort-Besuch geplant. Details dazu werden derzeit abgestimmt&#8220;, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Zudem hatte der Innenminister ein gro\u00dfes Finanzpaket f\u00fcr die Opfer der Flutkatastrophe angek\u00fcndigt. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Steinmeier: &#8222;Ihr Schicksal trifft mich ins Herz&#8220; <\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich ersch\u00fcttert \u00fcber die Ausma\u00dfe der Flut-Katastrophe im Westen Deutschlands. &#8222;Es ist eine Trag\u00f6die, dass so viele Menschen ihr Leben verloren haben&#8220;, sagt er bei einer Ansprache im Schloss Bellevue. &#8222;Ich bin in Gedanken bei ihnen, ihr Schicksal trifft mich ins Herz.&#8220;<\/p>\n<p>Er habe mit Kreisvorsitzenden und B\u00fcrgermeistern telefoniert und werde sich zu gegebener Zeit vor Ort ein Bild von der Lage machen. Nur, wenn der Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufgenommen werde, k\u00f6nnten solle Auswirkungen in Schach gehalten werden. Steinmeier dankte allen professionellen Helfern und den Menschen, die den Opfern Unterkunft und Hilfe gew\u00e4hren. Die Betroffenen w\u00fcrden noch l\u00e4nger Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen. &#8222;Entt\u00e4uschen wir ihre Hoffnung nicht&#8220;.<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier: Er war sichtlich bewegt, als er in einer Rede \u00fcber die Flutkatastrophe sprach. (Quelle: Metodi Popow\/imago images)<\/p>\n<p>Klimaaktivistin Luisa Neubauer: &#8222;Sind nicht mehr sicher&#8220; <\/p>\n<p>Deutschland k\u00e4mpft gegen eine Katastrophe mit historischem Ausma\u00df. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat bei Twitter ein Foto des Ortes Erftstadt gepostet, in dem die Lage derzeit besonders dramatisch ist. Dazu schreibt sie auf Englisch: &#8222;Hier in Deutschland sind Dutzende in den Fluten gestorben, Hunderte werden vermisst, Tausende haben ihre H\u00e4user verloren. Es ist verheerend. Das ist die Klimakrise, die sich in einem der reichsten Teile der Welt offenbart\u00a0\u2013 die f\u00fcr eine lange Zeit dachte, sie w\u00e4re sicher. Aber kein Ort ist mehr sicher.&#8220;<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz will Stabstelle f\u00fcr Wiederaufbau einrichten <\/p>\n<p>Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz richtet eine Stabstelle Wiederaufbau ein. &#8222;Inzwischen ist die Einsch\u00e4tzung von uns allen, dass die Sch\u00e4den so dramatisch und gewaltig sind, dass wir noch eine lange Zeit mit diesem Thema zu tun haben werden, auch mit dem Wiederaufbau der Kommunen,&#8220; sagt Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer. Aktuell gebe es st\u00fcndlich Hiobsbotschaften. &#8222;Wir haben noch nicht den Stand, dass wir sagen k\u00f6nnen, die Lage entspannt sich&#8220;, erkl\u00e4rt die SPD-Politikerin. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Viele Ortschaften seien immer noch schwer oder gar nicht zug\u00e4nglich. &#8222;Es ist eine nationale Katastrophe&#8220;, so Dreyer.<\/p>\n<p>Trag\u00f6die in Lebenshilfe-Heim: &#8222;Es sind so viele tot&#8220; <\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Menschen sterben bei dem Hochwasser in einer Einrichtung der Lebenshilfe. t-online hat in Sinzig \u00dcberlebende und Angeh\u00f6rige getroffen. Sie haben dramatische Stunden hinter sich. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Dramatische Bilder aus Erftstadt \u2013\u00a0 mehrere Menschen tot <\/p>\n<p>Die Lage spitze sich am Morgen im nordrhein-westf\u00e4lischen Erftstadt weiter zu. Wegen schneller und massiver Untersp\u00fclungen gebe es eine Reihe von vollst\u00e4ndigen und teilweisen Einst\u00fcrzen von H\u00e4usern, teilte die Bezirksregierung in K\u00f6ln am Freitag mit.\u00a0Infolge der \u00dcberschwemmungen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Eine Sprecherin der K\u00f6lner Bezirksregierung sprach am Freitag von &#8222;best\u00e4tigten&#8220; F\u00e4llen, konnte zu den genauen Umst\u00e4nden aber noch keine Angaben machen, weil aktuell kaum Kommunikation mit dem betroffenen Gebiet m\u00f6glich sei.\u00a0<\/p>\n<p>Einem Sprecher des Rhein-Erft-Kreises zufolge sind 55 Menschen aus von den Fluten betroffenen H\u00e4usern gerettet worden. 15 Personen seien in dem gef\u00e4hrdeten Bereich noch in ihren H\u00e4usern eingeschlossen. \u00dcber Todesf\u00e4lle sei ihm nichts bekannt. Die Bundeswehr r\u00fccke mit Transportpanzern an, um bei der Bergung der Eingeschlossenen zu helfen. Er appellierte dringend an bereits evakuierte Bewohner, nicht in ihre H\u00e4user zur\u00fcckzukehren: &#8222;Die R\u00fcckkehr ist lebensgef\u00e4hrlich.&#8220;\u00a0\u00a0Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Blick von oben auf Erftstadt-Blessem: Die Wassermassen sorgten f\u00fcr eine dramatische Situation. (Quelle: Bezirksregierung K\u00f6ln)<\/p>\n<p>Umweltbundesamt fordert deutlich mehr Klimaschutz <\/p>\n<p>Das Umweltbundesamt (UBA) dringt auf mehr Klimaschutz. &#8222;Wer zurzeit im Westen des Landes aus dem Fenster schaut, sieht die dramatischen Folgen des Klimawandels&#8220;, sagt UBA-Pr\u00e4sident Dirk Messner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &#8222;Die beste Vorsorge ist konsequenter Klimaschutz.&#8220; Mit dem Klimaschutzpaket &#8222;Fit for 55&#8220; habe die EU-Kommission die richtige Richtung eingeschlagen und mache Klimaschutz zum europ\u00e4ischen Zukunftsprojekt. Jetzt gehe es darum, einen Konsens unter den Mitgliedsstaaten herzustellen. &#8222;Deutschland muss dabei eine entscheidende Rolle spielen und im Sinne europ\u00e4ischer Solidarit\u00e4t handeln.&#8220; Meistern k\u00f6nne die EU die Herausforderung Klimaschutz nur im Kontext internationaler Partnerschaften wie zum Beispiel f\u00fcr erneuerbare Energien.<\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg: Jugendlicher aus Gully gerettet <\/p>\n<p>Bei der Hochwasserkatastrophe ist ein Jugendlicher in Baden-W\u00fcrttemberg nach Feuerwehrangaben in einen offenen Gully gesogen worden. Dies sei auf einer vom Wasser gefluteten Stra\u00dfe in Inzlingen im Kreis L\u00f6rrach passiert. Der Vater des Jungen und ein benachbarter Feuerwehrmann h\u00e4tten den 17-J\u00e4hrigen in der lebensgef\u00e4hrlichen Lage festhalten k\u00f6nnen, sagte Feuerwehrkommandant Thomas Muck. Weitere Einsatzkr\u00e4fte h\u00e4tten geholfen, den Teenager zu retten. Er habe einen Schock erlitten, sei aber nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus wieder von dort entlassen worden. In der Nacht habe die Freiwillige Feuerwehr in Inzlingen 28 Eins\u00e4tze gehabt, berichtete Muck.<\/p>\n<p>L\u00f6rrach ruft Hochwassernotstand aus <\/p>\n<p>Im baden-w\u00fcrttembergischen Landkreis L\u00f6rrach ist es nach Gewittern und starken Regenf\u00e4llen in der Nacht zum Freitag zu \u00dcberschwemmungen und einem Erdrutsch gekommen. Zahlreiche Keller wurden \u00fcberschwemmt, Stra\u00dfen wurden unpassierbar. Die Stadt L\u00f6rrach rief den Notstand aus, um unkompliziert Hilfe leisten zu k\u00f6nnen. Zwei Verletzte mussten kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert werden.<\/p>\n<p>Gegen 01.30 Uhr in der Nacht hatte sich ein konzentriertes Gewitter entladen. Anwohner berichteten, dass Bachl\u00e4ufe zu rei\u00dfenden Fl\u00fcssen wurden und Keller \u00fcberfluteten. Nach Angaben des Landratsamts wurden im Stadtteil Inslingen eine Stra\u00dfe durch einen Erdrutsch zerst\u00f6rt. Eine Bahnstrecke war bis in den fr\u00fchen Morgen gesperrt.<\/p>\n<p>Belgien: 15 Menschen tot <\/p>\n<p>Die Zahl der Toten in Folge des Unwetters und der \u00dcberschwemmungen ist auch in Belgien weiter gestiegen.\u00a0Medienberichten zufolge sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die belgische Tageszeitung &#8222;Le Soir&#8220; am Freitag unter Berufung auf die Beh\u00f6rden. Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunksender hatte zuvor zw\u00f6lf Tote und mindestens f\u00fcnf Vermisste gemeldet. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender am Freitagmorgen, er bef\u00fcrchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde.<\/p>\n<p>Di Rupo sagte dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk RTBF, dass H\u00e4user eingest\u00fcrzt seien und vom Hochwasser Betroffene nicht erreicht werden k\u00f6nnten, wie Belga berichtete. Mittlerweile beruhige sich das Wetter in Belgien; der Regen lasse nach. Zudem war der Schienenverkehr in ganz Wallonien gest\u00f6rt. Mehr als 20.000 Menschen hatten zeitweise keinen Strom, und in manchen Regionen war das Trinkwasser verunreinigt<\/p>\n<p>Feuerwehr rettet 60 Haustiere in Trier <\/p>\n<p>Besondere Evakuierungsaktion in Trier: Die Feuerwehr hat aus dem \u00fcberschwemmten Stadtteil Ehrang in der Nacht zum Freitag mehr als 60 Haustiere in Sicherheit gebracht. Tierbesitzer, die am Donnerstag wegen der Flut schnell ihre H\u00e4user verlassen mussten, h\u00e4tten um ihre zur\u00fcckgelassenen Haustiere gebangt, sagte Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Trier. &#8222;Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es ein Tier ist, das man einfach gerne hat und das zum Leben geh\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>Feuerwehrleute h\u00e4tten eine Liste erstellt und seien dann mit Gummistiefeln in die entsprechenden H\u00e4user gegangen, um die Tiere zu holen, sagte der Sprecher der Stadt. Teils sei auch ein Radlader eingesetzt worden. Die Hunde, Katzen &amp; Co seien nun im Tierheim Trier-Zewen vor\u00fcbergehend untergebracht. &#8222;Es ist schon wichtig f\u00fcr die Menschen, dass sie einfach auch sehen, dass auch auf ihre ganz pers\u00f6nlichen Belange geschaut wird&#8220;, sagte die rheinland-pf\u00e4lzische Regierungschefin zu der Rettungsaktion.<\/p>\n<p>In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll \u00fcber die Ufer getreten und hatte gro\u00dfe Teile des Stadtteils \u00fcberschwemmt. Etwa 1.000 Einwohner aus Ehrang waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden.<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen, Trier: Das Klinikum Mutterhaus Ehrang steht unter Wasser und wurde komplett notevakuiert.  (Quelle:  Sebastian Schmitt\/dpa)<\/p>\n<p>Gedenkbuch liegt im NRW-Landtag f\u00fcr Opfer der Unwetter-Katastrophe <\/p>\n<p>Als Zeichen der Anteilnahme f\u00fcr die Opfer des Hochwassers hat der nordrhein-westf\u00e4lische Landtag am Freitag ein Gedenkbuch ausgelegt. &#8222;Die Unwetterkatastrophe hat viele Menschenleben gefordert&#8220;, sagte Landtagspr\u00e4sident Andr\u00e9 Kuper laut Mitteilung. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass die Zahl der Opfer weiter steige. &#8222;Es sind dramatische Bilder, die uns alle bewegen.&#8220; Das Gedenkbuch liegt ab sofort im &#8222;Raum der Stille&#8220; des Landtagsgeb\u00e4udes aus. F\u00fcr den Zutritt ben\u00f6tigen die B\u00fcrger ihren Personalausweis. Das Gedenkbuch liegt t\u00e4glich in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr aus.<\/p>\n<p>Zahl der Toten steigt auf insgesamt 93 <\/p>\n<p>Bislang sind mindestens 93 Menschen durch die Flutkatastrophe ums Leben gekommen. Die Zahl der Unwettertoten ist in Nordrhein-Westfalen auf mindestens 43 gestiegen. Das hat das NRW-Innenministerium am Freitag auf Anfrage mitgeteilt. Bislang war die Zahl auf mindestens 30 beziffert worden.<\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz ist bislang von 50 Todesopfern die Rede. Der Innenminister des Bundeslands hatte allerdings am Morgen erkl\u00e4rt, dass die Zahl von 50 bereits \u00fcberschritten sei. Da es noch immer zahlreiche Vermisste gibt, wird die genaue Anzahl der Todesopfer wohl erst in den n\u00e4chsten Tagen korrekt angegeben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Spahn dankt f\u00fcr europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t <\/p>\n<p>Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den europ\u00e4ischen Partnern f\u00fcr die Solidarit\u00e4t mit den Flutopfern gedankt. Seine Kollegen aus Portugal und Slowenien h\u00e4tten ihre Anteilnahme bekundet, sagt Spahn nach einem Treffen mit beiden Gesundheitsministern in Ljubljana. &#8222;Es ist wichtig f\u00fcr die Menschen vor Ort zu wissen, dass sie in schweren Zeiten nicht alleine sind. Es ist auch gut zu wissen, dass Europa zusammensteht.&#8220;<\/p>\n<p>Twitter-Video zeigt Zerst\u00f6rung in Gem\u00fcnd <\/p>\n<p>Auf Twitter hat ein Nutzer ein Video geteilt, dass die Zerst\u00f6rung in Gem\u00fcnd zeigt. Der Ort hat etwa 3.800 Einwohner und liegt in der Eifel. Zu sehen sind umgest\u00fcrzte B\u00e4ume, Autos, die zwischen B\u00e4umen eingeklemmt wurden, eingefallene Mauern und Teile von H\u00e4usern, die wohl weggeschleudert wurden.<\/p>\n<p>Zahl der Vermissten unklar: Rettungsma\u00dfnahmen dauern an <\/p>\n<p>Die Zahl der vermissten Menschen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist weiterhin unklar. &#8222;Das Handynetz ist zum gro\u00dfen Teil noch nicht funktionsf\u00e4hig&#8220;, sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. &#8222;Ich bef\u00fcrchte, die Zahl wird sich noch erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p>Noch immer w\u00fcrden Menschen gerettet, sagte Sopart. Schwerpunkte der Eins\u00e4tze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbr\u00fcck. F\u00fcr Menschen, die ihre Wohnungen und H\u00e4user verloren haben, seien Unterk\u00fcnfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht absch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Nato bekundet Solidarit\u00e4t mit betroffenen Bundesl\u00e4ndern <\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg hat die Solidarit\u00e4t des Milit\u00e4rb\u00fcndnisses mit den vom Hochwasser betroffenen L\u00e4ndern bekundet. &#8222;Unsere Gedanken sind bei all denen, die ihre Liebsten und ihr Zuhause in den verheerenden Fluten verloren haben&#8220;, schrieb der Norweger am Freitag zudem auf Twitter. Dutzende Menschen haben im Zusammenhang mit den Unwettern in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg ihr Leben verloren.<\/p>\n<p>Trinkwasserversorgung in Stolberg ist noch angespannt <\/p>\n<p>In der schwer vom Hochwasser getroffenen Stadt Stolberg bei Aachen ist auch am Freitagvormittag die Trinkwasserversorgung kritisch. Sie sei zurzeit eingeschr\u00e4nkt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sollten Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Zur Sicherstellung der Versorgung seien in allen Ortsteilen Trinkwasserbeh\u00e4lter aufgestellt worden, wo sich die Betroffenen bedienen k\u00f6nnten. Im \u00dcbrigen k\u00fcmmere sich die Stadt um die Koordination von Geld- und Sachspenden. N\u00e4here Infos dazu sollten sp\u00e4ter folgen. Am Donnerstag wurde aufgrund des Hochwassers das Trinkwassernetz besch\u00e4digt, wodurch es zu Druckabf\u00e4llen im Netz gekommen ist.<\/p>\n<p>Papst betet f\u00fcr die Opfer des Hochwassers <\/p>\n<p>Papst Franziskus hat nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sein Mitgef\u00fchl ausgedr\u00fcckt und der Toten gedacht. Das katholische Kirchenoberhaupt habe mit gro\u00dfer Betroffenheit von den schweren Unwettern und \u00dcberschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erfahren, hie\u00df es in einem von Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm vom Donnerstagabend. Franziskus gedachte im Gebet der ums Leben gekommenen Menschen und bekundete den Angeh\u00f6rigen seine tief empfundene Anteilnahme. Der 84-J\u00e4hrige bete auch f\u00fcr die zahlreichen Vermissten, Verletzen und alle, die zu Schaden gekommen seien oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Papst Franziskus: Das Kirchenoberhaupt betet f\u00fcr die Opfer der Flutkatastrophe. (Quelle: ZUMA Wire\/imago images)<\/p>\n<p>Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz: &#8222;Unvorstellbare Katastrophe&#8220; <\/p>\n<p>Nach dem verheerenden Unwetter mit mindestens 50 Toten in Rheinland-Pfalz kommt der Ministerrat am Freitagmorgen in Mainz zu einer Sondersitzung zusammen. Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) informiert am Mittag in der Landeshauptstadt \u00fcber die aktuelle Lage. Die Staatskanzlei spricht in ihrer Mitteilung von einer &#8222;unvorstellbaren Katastrophe&#8220;. &#8222;Mehr als 50 Menschen haben ihr Leben verloren, viele gelten noch als vermisst.&#8220; Hunderte Einwohnerinnen und Einwohner h\u00e4tten gerettet werden m\u00fcssen. &#8222;Viele haben ihre H\u00e4user und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Infrastruktur in zahlreichen Kommunen ist zerst\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>AKK macht Katastrophe zu &#8222;oberster Priorit\u00e4t&#8220; f\u00fcr Bundeswehr <\/p>\n<p>Die Bundeswehr soll der Hilfe nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland nun Vorrang vor anderen Aufgaben geben. &#8222;Jetzt kommt es darauf an, geeignetes Material aus der ganzen Republik bereit zu stellen. Hierzu habe ich bereits angeordnet, dass alle anderen Auftr\u00e4ge, die nicht unmittelbar mit den Auslandseins\u00e4tzen verbunden sind, hintangestellt werden&#8220;, teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Freitag mit.<\/p>\n<p>Die &#8222;oberste Priorit\u00e4t&#8220; liege jetzt bei der Katastrophenhilfe in den betroffenen St\u00e4dten und Kommunen. &#8222;Die Bilder aus den Hochwasserregionen best\u00fcrzen uns alle! Die Bundeswehr leistet mit den schnell verf\u00fcgbaren Kr\u00e4ften vor Ort bereits tatkr\u00e4ftige Hilfe bei Gefahrenabwehr und R\u00e4umarbeiten&#8220;, so Kramp-Karrenbauer. &#8222;Die Amtshilfeverfahren sind durch die Pandemiebek\u00e4mpfung gut eingespielt und auf sie kann verl\u00e4sslich zur\u00fcckgegriffen werden!&#8220;<\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg schickt Helfer nach Rheinland-Pfalz <\/p>\n<p>Die Landesregierung von Baden-W\u00fcrttemberg unterst\u00fctzt die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz mit rund 600 Einsatzkr\u00e4ften von Sanit\u00e4tsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Derzeit seien hundert Krankenwagen, 15 Hochwasserz\u00fcge der Feuerwehr und ein Polizeihelikopter mit H\u00f6henrettern im Einsatz, teilte das Innenministerium am Freitag in Stuttgart mit.<\/p>\n<p>Das Hochwasser habe &#8222;eine Schneise der Verw\u00fcstung hinterlassen&#8220;, erkl\u00e4rte Innenminister Thomas Strobl (CDU). In dieser Lage sei es &#8222;selbstverst\u00e4ndlich, kr\u00e4ftige und entschlossene Hilfe zu leisten&#8220;.<\/p>\n<p>Bericht: Zahl der Toten in Belgien auf 12 gestiegen <\/p>\n<p>Nach den heftigen Unwettern in Belgien ist die Zahl der Toten laut Medienberichten auf zw\u00f6lf gestiegen. Wie der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunksender RTBF am Freitag berichtete, werden f\u00fcnf weitere Menschen noch vermisst. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender, er bef\u00fcrchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde.<\/p>\n<p>&#8222;Gestern Abend waren noch hunderte Menschen in ihren H\u00e4usern eingeschlossen&#8220;, sagte Di Rupo am Freitagmorgen. Die Wallonie, eine franz\u00f6sischsprachige Region im S\u00fcden Belgiens, war besonders stark von den Unwettern betroffen.<\/p>\n<p>L\u00fcttich (Belgien): Anwohner waten mit einem Gummiboot durch das Wasser, nachdem die Maas bei schweren \u00dcberschwemmungen \u00fcber die Ufer getreten ist. (Quelle: Valentin Bianchi\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Nach Angaben der Bundespolizei blieben dutzende Stra\u00dfenabschnitte f\u00fcr den Verkehr gesperrt, ebenso wie die meisten Bahnstrecken in der Wallonie. Mehr als 21.000 Menschen in der Region waren ohne Strom, wie der Strom- und Gasanbieter Ores mitteilte. Hunderte Verteilerk\u00e4sten standen demnach unter Wasser.<\/p>\n<p>165.000 Menschen ohne Strom <\/p>\n<p>Infolge der Unwetterkatastrophe sind derzeit rund 165.000 Menschen ohne Strom. Im Einzugsgebiet der E.ON-Tochter Westnetz lie\u00dfen die starken Regenf\u00e4lle den Pegel der Fl\u00fcsse stark ansteigen und den Boden aufweichen. Als Folge wurden Ortsnetzstationen und Umspannwerke \u00fcberflutet. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden mussten die Anlagen abgeschaltet werden. Besonders betroffen sind die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes. Aber auch im Versorgungsgebiet der E.ON-Tochter Mitnetz Strom in Ostdeutschland trafen umst\u00fcrzende B\u00e4ume Stromleitungen und f\u00fchrten zu Ausf\u00e4llen der Nahversorgung.<\/p>\n<p>Frankreich sichert Deutschland und Belgien Hilfen zu <\/p>\n<p>Frankreich sichert Deutschland und Belgien Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung zu, wie Ministerpr\u00e4sident Jean Castex auf Twitter erkl\u00e4rt. Ins belgische L\u00fcttich seien 40 Einsatzkr\u00e4fte des franz\u00f6sischen Milit\u00e4rs sowie ein Rettungshubschrauber entsandt worden.<\/p>\n<p>Lewentz: Zahl von 50 Toten in Rheinland-Pfalz \u00fcberschritten <\/p>\n<p>Der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) rechnet bei den Bergungsarbeiten in Rheinland-Pfalz damit, dass Rettungskr\u00e4fte weitere Tote finden. Die Zahl von 50 Toten sei inzwischen \u00fcberschritten, sagte Lewentz am Freitag im Deutschlandfunk. Aus Sicht der Polizei w\u00fcrden knapp unter 100 Menschen vermisst. Im Zusammenhang mit der Frage, wie sich die Zahl der Toten im Bundesland entwickeln k\u00f6nne, mache er sich Angaben zu insgesamt 1.300 Vermissten nicht zu eigen. &#8222;Allerdings war das gestern auch ein Tag, wo die \u00dcbersicht sehr schwierig zu erlangen war. Die Menschen haben fluchtartig ihre Geb\u00e4ude verlassen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Wohngebiet im Allg\u00e4u \u00fcberschwemmt <\/p>\n<p>In Wangen im Allg\u00e4u (Kreis Ravensburg) ist aufgrund des Starkregens ein Wohngebiet \u00fcberflutet worden. Zwei Br\u00fcckendurchfl\u00fcsse des Epplingser Bachs wurden am Donnerstagabend von Treibgut blockiert, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Dadurch sei das Wasser \u00fcber die Ufer getreten und habe das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde \u00fcberschwemmt.<\/p>\n<p>Die Feuerwehr z\u00e4hlte von Donnerstagabend bis Freitagmorgen etwa 65 Eins\u00e4tze, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle mitteilte. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit einem Gro\u00dfaufgebot im Einsatz.<\/p>\n<p>Am Freitagmorgen entspannte sich die Lage. Das Wasser im Wohngebiet stand nach Angaben der Einsatzkr\u00e4fte zum Teil kniehoch. Zahlreiche Keller und Garagen liefen voll. In einem Blockheizkraftwerk stieg das Wasser sogar bis zu 1,60 Meter hoch. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden war zun\u00e4chst unklar\u00a0\u2013 ebenso die Zahl der H\u00e4user, die von der \u00dcberflutung betroffen waren<\/p>\n<p>Karte zeigt: In diesen Regionen drohen mehr Unwetter \u2013 das \u00e4ndert sich jetzt <\/p>\n<p>Nach der Verw\u00fcstung durch Tief &#8222;Bernd&#8220; wird das Wetter zum Wochenende etwas ruhiger. Einige Regionen m\u00fcssen aber lokal weiter Unwetter f\u00fcrchten. Der Westen kann wohl etwas durchatmen. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Umweltministerin Schulze fordert langfristige Hilfen <\/p>\n<p>Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor allem f\u00fcr die Kommunen kurzfristige, aber auch langfristige Hilfe gefordert. &#8222;L\u00e4nder und Kommunen wissen am besten, was getan werden muss&#8220;, sagte Schulze am Freitag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Deshalb sei es wichtig, &#8222;daf\u00fcr zu sorgen, dass sie das n\u00f6tige Geld haben, um zu investieren, jetzt in der Notlage\u00a0\u2013 und sp\u00e4ter, wenn es um die Vorsorge und den Wiederaufbau geht&#8220;.<\/p>\n<p>Schulze mahnte eine rasche Hilfe an: &#8222;Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen schnell eine L\u00f6sung finden, wie den Betroffenen dort in den Regionen geholfen werden kann.&#8220; Die Umweltministerin forderte zudem mehr Investitionen in Klimaschutz. Die Unwetter zeigten, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen sei. &#8222;Das sind historische Wassermengen, die wir jetzt sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Umweltministerin Svenja Schulze: Das Unwetter zeige, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen sei. (Quelle: Political-Moments\/imago images)<\/p>\n<p>Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz nach Hochwasser steigt auf 50 <\/p>\n<p>Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. &#8222;Die Bef\u00fcrchtung ist, dass es noch mehr werden&#8220;, sagte ein Sprecher des Polizeipr\u00e4sidiums Koblenz am Donnerstagmorgen. Die Bergungsarbeiten liefen weiter.<\/p>\n<p>Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnte der Sprecher nicht genau sagen. Der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am\u00a0Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungekl\u00e4rt sei.<\/p>\n<p>Die Polizei fordert die Menschen auf, nicht nach Ahrweiler hineinzufahren und eigenst\u00e4ndig nach Vermissten zu suchen.<\/p>\n<p>Malu Dreyer: &#8222;Das Leid nimmt immer weiter zu&#8220; <\/p>\n<p>Die Ministerpr\u00e4sidentin in Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, \u00e4u\u00dferte sich am Morgen zu den mindestens 50 Todesopfern in ihrem Bundesland. &#8222;Das Leid nimmt immer weiter zu&#8220;, sagt Dreyer im ZDF. Es gebe auch immer noch Vermisste. &#8222;Unser Land hat so etwas noch nie gesehen.&#8220; Die Infrastruktur sei v\u00f6llig zerst\u00f6rt, der Wiederaufbau werde ein langer und teurer Weg. &#8222;Es ist uns zugesichert worden, dass wir im Sinn einer nationalen Katastrophe Unterst\u00fctzung erhalten. Das brauchen wir auch dringend&#8220;, sagt die SPD-Politikerin mit Blick auf Hilfszusagen des Bundes.<\/p>\n<p>Die Polizei Koblenz hat eine Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Angeh\u00f6rige wenden k\u00f6nnen, wenn sie jemanden vermissen. Sie ist unter 0800 \/ 656565-1 zu erreichen. Der Notruf sollte nur in dringenden F\u00e4llen angerufen werden, beispielsweise wenn Menschen in Gefahr sind. Auf der Seite https:\/\/www.bonn.de\/ wurde ein Portal geschaltet, das Betroffene, die kurzfristig eine Unterkunft suchen, und Helfende in und aus dem Kreis Ahrweiler zusammenbringt.<\/p>\n<p>Zahlreiche Stra\u00dfen im Kreis L\u00f6rrach wegen Hochwassers gesperrt <\/p>\n<p>Im Kreis L\u00f6rrach sind zahlreiche Stra\u00dfen gesperrt worden. Heftige Gewitter und Starkregen sorgten im Landkreis f\u00fcr Hochwasser, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Rettungskr\u00e4fte haben den Angaben zufolge Probleme, in die Gemeinden zu gelangen. Schwerpunkte seien die Gemeinden Inzlingen und Grenzach-Wyhlen. &#8222;Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diese Gebiete zu meiden und wenn m\u00f6glich auf die Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr zu verzichten&#8220;, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Zudem meldete die Integrierte Leitstelle 80 laufende Eins\u00e4tze. Viele Keller wurden \u00fcberflutet. Weitere Details waren noch nicht bekannt. Im Kreis Waldshut sind mehrere Keller vollgelaufen, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte. Zudem ist der Anbau eines Hauses in St\u00fchlingen eingest\u00fcrzt, nachdem ein Fluss \u00fcber die Ufer getreten ist. In der Region rund um Konstanz mussten in der Nacht zwei Bundesstra\u00dfen gesperrt werden.<\/p>\n<p>Weiter viele Einschr\u00e4nkungen im Regionalverkehr in NRW <\/p>\n<p>Die Unwettersch\u00e4den f\u00fchren im Regionalverkehr der Bahn auch am Freitag zu zahlreichen Einschr\u00e4nkungen. Im Raum Euskirchen wurde der Zugbetrieb der Linien S23 und RB23 bis auf Weiteres eingestellt, wie die DB Regio am Freitagmorgen via Twitter mitteilte. Eingestellt wird auch der Zugbetrieb der Linien RB25, RB 30 und RB39. Einschr\u00e4nkungen gibt es zudem bei der Linie S1. Zwischen Kall und Trier fahren keine Z\u00fcge.<\/p>\n<p>Zwischen Witten und Hagen sind auch keine Zugfahrten m\u00f6glich. Aufgrund von Unwettersch\u00e4den zwischen dem Hauptbahnhof Hagen und Plettenberg seien auch zwischen Hagen und Werdohl derzeit keine Zugfahrten m\u00f6glich, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf Twitter mit. Die Bahn bittet Reisende, sich vorab \u00fcber St\u00f6rungen ihrer Zugverbindung zu informieren.Der bundeseigene Konzern bat Fahrg\u00e4ste am Donnerstag, Fahrten in die von Hochwasser betroffenen Regionen m\u00f6glichst zu verschieben.<\/p>\n<p>Mehrere Stra\u00dfen rund um das Ahrtal gesperrt <\/p>\n<p>Nach dem Unwetter sind weiterhin mehrere Stra\u00dfen rund um das Ahrtal gesperrt. Die Autobahn 61 ist zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und T\u00fcrnich beidseitig nicht passierbar, wie die Polizei Koblenz am Freitagmorgen mitteilte. Auch die Bundesstra\u00dfe 9 ist demnach beidseitig zwischen Bad Breisig und Remagen gesperrt. Die Polizei bittet Autofahrer, das Ahrtal weitr\u00e4umig zu umfahren. Rettungskr\u00e4fte seien weiterhin im Einsatz.\u00a0<\/p>\n<p>Wasser l\u00e4uft im \u00dcberlauf der Rurtalsperre ab: Die Rurtalsperre l\u00e4uft infolge der immensen Regenmengen bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen nun \u00fcber.  (Quelle: Lino Mirgeler\/dpa)<\/p>\n<p>Rurtalsperre l\u00e4uft \u00fcber \u2013 Anwohner werden gewarnt <\/p>\n<p>Die Rurtalsperre l\u00e4uft infolge der immensen Regenmengen bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen nun \u00fcber. Wie der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in der Nacht zu Freitag mitteilte, l\u00e4uft die Talsperre seit 23.50 Uhr &#8222;mit einer geringen Dynamik&#8220; \u00fcber. Zun\u00e4chst hatte der Verband damit gegen 20 Uhr gerechnet. Die Zufl\u00fcsse zu den Talsperren h\u00e4tten sich aber in den vergangenen Stunden &#8222;erfreulich reduziert&#8220;. Zuvor war laut Verband bereits die Urfttalsperre \u00fcbergelaufen, die der Rurtalsperre vorgelagert ist. Dadurch f\u00fcllte sich letztere schneller.<\/p>\n<p>Im Nachgang sei mit \u00dcberschwemmungen im Unterlauf der Rur zu rechnen. \u00dcberflutungen von Kellern und H\u00e4usern seien zu erwarten. Der Kreis D\u00fcren hatte bereits vor der Gefahr von \u00dcberflutungen in den St\u00e4dten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau gewarnt. Am fr\u00fchen Freitagmorgen twitterte der Kreis, der Pegel-Anstieg der Rur k\u00f6nnte sich etwa drei Stunden nach dem \u00dcberlauf in Obermaubach bemerkbar machen, in D\u00fcren nach ca. vier und in J\u00fclich nach 6 bis 7 Stunden.<\/p>\n<p>Der Wasserverband warnte, Menschen sollten sich nicht in Flussn\u00e4he aufhalten, da die Gefahr bestehe, mitgerissen zu werden. Auch sollten vollgelaufene Keller nicht betreten werden, weil die Gefahr von Stromschl\u00e4gen bestehe. Nach M\u00f6glichkeit sollte der Strom vorher abgeschaltet werden. An besonders von Hochwasser betroffenen Stellen sei auch mit Evakuierungen zu rechnen. Auch k\u00f6nne es zur Sperrung von Stra\u00dfen kommen.<\/p>\n<p>Der Kreis D\u00fcren hat eine Rufnummer f\u00fcr Anwohner und Betroffene eingerichtet: 02421\/221038920.<\/p>\n<p>Wohngebiet in Wangen im Allg\u00e4u \u00fcberschwemmt <\/p>\n<p>In Wangen im Allg\u00e4u im Landkreis Ravensburg ist aufgrund des Starkregens am sp\u00e4ten Donnerstagabend ein Wohngebiet \u00fcberflutet worden. Wie das Polizeipr\u00e4sidium Ravensburg am fr\u00fchen Freitagmorgen mitteilte, wurden zun\u00e4chst zwei Br\u00fcckendurchfl\u00fcsse des Epplingser Bachs durch Treibgut blockiert. Dadurch sei das Ufer \u00fcbergetreten und h\u00e4tte das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde \u00fcberschwemmt.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Einsatzkr\u00e4fte stand das Wasser im Wohngebiet zum Teil kniehoch \u2013 zahlreiche Keller und Garagen liefen voll mit Wasser. In einem Blockheizkraftwerk stand das Wasser demnach bis zu 1,60 Meter hoch. Wie viele H\u00e4user von der \u00dcberflutung betroffen sind, war zun\u00e4chst unklar.<\/p>\n<p>Drei Schwerverletzte aus dem Fluss Wurm gerettet <\/p>\n<p>Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend drei Menschen aus dem Fluss Wurm gerettet, die dort gedroht hatten zu ertrinken. Wie die Kreispolizeibeh\u00f6rde Heinsberg mitteilte, waren zwei M\u00e4nner und eine Frau ersten Erkenntnissen nach auf einem Boot bei \u00dcbach-Palenberg (Kreis Heinsberg) auf der Wurm unterwegs. Die Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr konnten sie in Sicherheit bringen, ein Rettungswagen brachte sie schwer verletzt in ein Krankenhaus.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he sei au\u00dferdem eine weitere Person aufgefunden worden, die anschlie\u00dfend im Rettungswagen medizinisch behandelt wurde, teilte die Polizei weiter mit. Auch sie war offenbar auf einem Boot auf dem Fluss unterwegs gewesen, wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben. Da nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nne, dass sich noch weitere Personen auf den Booten befanden, suchten Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr und Polizei sowie der Rettungsdienst nach weiteren m\u00f6glichen Verletzten.<\/p>\n<p>Die Polizei rief ausdr\u00fccklich dazu auf, zu Hause zu bleiben und damit die Arbeiten der Rettungskr\u00e4fte im Kreis Heinsberg zu unterst\u00fctzen. &#8222;Bringen Sie sich nicht selbst und andere Menschen nicht in Gefahr.&#8220; Die Fl\u00fcsse seien durch die Regenf\u00e4lle so stark angestiegen, dass es lebensgef\u00e4hrlich sei, sich in die N\u00e4he zu begeben oder sie gar mit Booten zu befahren, warnte die Polizei.<\/p>\n<p>Polizei Koblenz warnt: &#8222;Begebt Euch nicht in das Katastrophengebiet&#8220; <\/p>\n<p>Die Polizei Koblenz bekomme eine \u00fcberw\u00e4ltigende Anzahl an Hilfsangeboten f\u00fcr die Region an der Ahr. &#8222;Trotzdem die Bitte: begebt Euch nicht in das Katastrophengebiet! Ihr bringt Euch sonst selbst in Gefahr, behindert ggf. die Rettungsma\u00dfnahmen!&#8220;, hie\u00df es auf dem Twitter-Account.<\/p>\n<p>Rhein-Erft-Kreis im Westen von NRW warnt vor Flutwelle <\/p>\n<p>Der Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises warnt: &#8222;Extreme Gefahr vor Hochwasser durch einen m\u00f6glichen Dammbruch entlang der Erft.&#8220;\u00a0 Es bestehe die Gefahr einer rei\u00dfenden Str\u00f6mung am Uferbereich entlang der Erft. Durch eine m\u00f6glich starke Flutwelle bestehe akute Lebensgefahr.\u00a0<\/p>\n<p>Die Stadt Kerpen teilte mit, dass die Evakuierung der Gebiete, die nahe der bedrohten Erft liegen gegen 23 Uhr abgeschlossen war. In Erftstadt-Liblar wurden Bagger eingesetzt, um \u00e4ltere Menschen aus einer Seniorenresidenz zu evakuieren.<\/p>\n<p>Kreis Ahrweiler geht von etwa 1.300 Vermissten aus <\/p>\n<p>Im von den Unwettern besonders betroffenen Kreis Ahrweiler wird derzeit von rund 1.300 Vermissten ausgegangen. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend in einem Statement mit.\u00a0Rund 3.500 Menschen seien in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht.<\/p>\n<p>Eine Sprecherin erkl\u00e4rte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt \u2013 und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. &#8222;Wir hoffen, dass sich das kl\u00e4rt&#8220;, sagte sie zu der hohen Zahl. Zugleich teilte der Kreis mit, dass es weitere Todesopfer gebe. Zahlen wollte die Sprecherin dazu noch nicht nennen.<\/p>\n<p>Nach wie vor seien \u00fcber 1.000 Angeh\u00f6rige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem s\u00fcdlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-W\u00fcrttemberg im Einsatz. &#8222;Weitere Einsatzkr\u00e4fte, unter anderem Sanit\u00e4ts- und Transporteinheiten sowie Kr\u00e4fte der Bundeswehr, wurden nachgefordert&#8220;.Es werde intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung gearbeitet. Das THW beispielsweise bereite den Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor.<\/p>\n<p>Die Polizei Koblenz hat eine Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Angeh\u00f6rige wenden k\u00f6nnen, wenn sie jemanden vermissen. Sie ist unter 0800 \/ 656565-1 zu erreichen. Der Notruf sollte nur in dringenden F\u00e4llen angerufen werden, beispielsweise wenn Menschen in Gefahr sind. Auf der Seite https:\/\/www.bonn.de\/ wurde ein Portal geschaltet, das Betroffene, die kurzfristig eine Unterkunft suchen, und Helfende in und aus dem Kreis Ahrweiler zusammenbringt.<\/p>\n<p>Neun Tote und vier Vermisste nach Unwettern in Belgien <\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Unwettern im \u00f6stlichen Belgien ist bis zum sp\u00e4ten Donnerstagabend auf neun gestiegen. Zudem werden vier Menschen vermisst, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.<\/p>\n<p>Innenministerin Annelies Verlinden hatte den Katastrophenschutzmechanismus der EU in Anspruch genommen, Frankreich, Italien und \u00d6sterreich hatten Hilfe angeboten. K\u00f6nig Philippe von Belgien und K\u00f6nigin Mathilde fuhren den Angaben zufolge in die besonders betroffene Gemeinde Chaudfontaine. Der zentrale Bahnhof der Stadt L\u00fcttich mit knapp 200.000 Einwohnern wurde am Nachmittag geschlossen.<\/p>\n<p>Wasserstand an Steinbachtalsperre sinkt <\/p>\n<p>Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks stehen an der Steinbachtalsperre und pumpen Wasser \u00fcber die Staumauer, um sie zu entlasten: Heftige Regenf\u00e4lle in der vergangenen Nacht sorgten f\u00fcr Schlammlawinen und \u00dcberflutungen. (Quelle: Jonas G\u00fcttler\/dpa)<\/p>\n<p>An der von einem Dammbruch bedrohten Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen sinkt der Wasserstand. Dies teilte Markus B\u00f6hm vom Krisenstab am Donnerstagabend mit. Zum einen sei der Zufluss zur\u00fcckgegangen, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Energiedienstleisters e-regio. Zum anderen pumpe das Technische Hilfswerk Wasser aus der Talsperre nah an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Am Freitagmorgen soll es eine neue Begutachtung des Dammes geben. Weil der Ablass der Talsperre infolge des Unwetters verstopft ist, kann das Wasser nicht kontrolliert abgelassen werden. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Nach Flutkatastrophe: BVB will Benefizspiel organisieren <\/p>\n<p>Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Borussia Dortmund finanzielle Hilfe f\u00fcr die Opfer angek\u00fcndigt. BVB-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hans-Joachim Watzke (62) in einer Vereinsmitteilung: &#8222;Auch der BVB wird seinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen zu helfen und die Einnahmen eines Benefizspiels, das wir m\u00f6glichst in Hagen bestreiten m\u00f6chten, den Opfern zukommen lassen.&#8220; Die entsprechenden Gespr\u00e4che sollen in den kommenden Tagen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Die BVB-Familie sei mit ihren Gedanken in diesen Stunden bei den Hochwasser-Opfern, deren Angeh\u00f6rigen und Freunden, bei all jenen, die gerade um ihre Existenz bangen und bei den vielen professionellen Helfern und Ehrenamtlichen, die unterst\u00fctzen, wo sie nur k\u00f6nnen, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Hochwasser: Laschet fordert &#8222;nationale Kraftanstrengung&#8220; <\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) dringt nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe auf eine z\u00fcgige Instandsetzung zerst\u00f6rter Einrichtungen. Es m\u00fcssten Wege gefunden werden, sehr schnell wieder Stra\u00dfen, Br\u00fccken und andere Infrastruktur in Gang zu setzen, sagte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow &#8222;maybrit illner&#8220;. Der Unions-Kanzlerkandidat war aus dem durch das Hochwasser stark zerst\u00f6rten Stolberg bei Aachen zugeschaltet. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf das dort zerst\u00f6rte Rathaus. Das Land werde helfen, k\u00fcndigte Laschet an. &#8222;Ich habe heute auch mit Olaf Scholz und der Bundeskanzlerin gesprochen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Merkel sichert Menschen Hilfe des Bundes zu <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten Hilfe zugesichert. &#8222;Ich darf den Menschen sagen: Wir werden sie in schwierigen, schrecklichen Stunden nicht alleine lassen. Wir werden auch helfen, wenn es um den Wiederaufbau geht&#8220;, sagt Merkel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Pr\u00e4sident Joe Biden. &#8222;Die Zahl von extraordin\u00e4ren Wetterereignissen hat dramatisch zugenommen&#8220;, f\u00fcgt sie hinzu. Deshalb m\u00fcsse die Welt handeln.<\/p>\n<p>Biden: Hochwasserkatastrophe in Deutschland eine &#8222;Trag\u00f6die&#8220; <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein Beileid angesichts der vielen Todesopfer bei der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland ausgesprochen. &#8222;Es ist eine Trag\u00f6die und unsere Herzen sind bei den Familien, die geliebte Menschen verloren haben&#8220;, sagte Biden nach einem Gespr\u00e4ch mit Merkel am Donnerstag im Wei\u00dfen Haus in Washington.<\/p>\n<p>Erneut Warnung vor Starkregen in Wuppertal und Schwelm <\/p>\n<p>F\u00fcr Wuppertal und Teile des Ennepe-Ruhr-Kreises hat der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend erneut vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen gewarnt. Innerhalb einer Stunde k\u00f6nnten dabei bis zu 40 Liter Regen fallen. Auch vor Sturmb\u00f6en wurde gewarnt.<\/p>\n<p>Eine amtliche Unwetterwarnung galt zun\u00e4chst bis 20.45 Uhr. Auch nord\u00f6stlich davon in Hagen, Dortmund, im Kreis Unna und in Hamm warnte die Wetterbeh\u00f6rde am Abend vor starkem Gewitter mit kr\u00e4ftigem Regen.<\/p>\n<p>Nun 28 Todesopfer in Rheinland-Pfalz \u2013 insgesamt 58 Tote nach Unwettern <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem schweren\u00a0Unwetter\u00a0sind in Nordrhein-Westfalen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das NRW-Innenministerium am Donnerstagabend mit. 57 Personen seien zudem verletzt. Es handele sich bei den Zahlen um den Stand von 18 Uhr.<\/p>\n<p>Der rheinland-pf\u00e4lzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) gab die Zahl der Todesopfer in seinem Bundesland am Abend mit 28 an.\u00a0&#8222;Wir gehen davon aus, dass wir neun weitere Tote bergen konnten durch die Feuerwehr, das ist jedenfalls die Meldung der technischen Einsatzleitung&#8220;, sagte\u00a0Lewentz.\u00a0Die Zahl der Unwettertoten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat sich damit auf mindestens 49 erh\u00f6ht.\u00a0Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>Die Polizei hat zur Hochwasserkatastrophe in der rheinland-pf\u00e4lzischen Eifel eine\u00a0Hotline f\u00fcr Angeh\u00f6rige\u00a0sowie ein Internetportal f\u00fcr Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer\u00a00800-6565651\u00a0k\u00f6nnen sich Menschen melden, die Angeh\u00f6rige vermissen. Unter dem\u00a0Hinweisportal https:\/\/rlp.hinweisportal.de\u00a0k\u00f6nnen Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, &#8222;die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben k\u00f6nnen&#8220;, teilte die Polizei mit.<\/p>\n<p>Rheinland-Pfalz, Altenahr: Die Luftaufnahme zeigt den vom Ahr-Hochwasser \u00fcberfluteten Ortsteil Altenburg. (Quelle: TV7\/dpa)<\/p>\n<p>Maastricht: 10.000 Menschen sollen Wohnungen verlassen <\/p>\n<p>Die s\u00fcdniederl\u00e4ndische Stadt Maastricht hat rund 10.000 B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen und sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Mehrere Viertel der Stadt in der Provinz Limburg w\u00fcrden evakuiert, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Es wird erwartet, dass in der Nacht die Maas so stark \u00fcber die Ufer tritt, dass Wohnviertel \u00fcberschwemmt werden.<\/p>\n<p>Beh\u00f6rde: Steinbachtalsperre kann jederzeit brechen <\/p>\n<p>Die Lage an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen in Nordrhein-Westfalen bleibt kritisch. &#8222;Nach aktueller Einsch\u00e4tzung muss mit einem pl\u00f6tzlichen Versagen der Mauer der Steinbachtalsperre jederzeit gerechnet werden&#8220;, teilt der Rhein-Sieg-Kreis auf seiner Facebookseite mit. &#8222;Derzeit wird dort Wasser abgepumpt, um das Bauwerk zu entlasten.&#8220; Die Evakuierungen der betroffenen Ortschaften Swisttal und Rheinbach gehe weiter. &#8222;Gehen Sie auf keinen Fall in Ihre H\u00e4user und Wohnungen zur\u00fcck&#8220;, warnt die Kreisverwaltung.<\/p>\n<p>Appell der Bonner B\u00fcrgermeisterin: Bitte helft! <\/p>\n<p>Angesichts der gro\u00dfen Unwettersch\u00e4den im Kreis Ahrweiler hat die\u00a0Bonner Oberb\u00fcrgermeisterin Menschen in ihrer Stadt dazu aufgerufen, Hilfe anzubieten: &#8222;Liebe\u00a0Bonnerinnen und\u00a0Bonner, bitte stellt Unterk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung! Meldet Euch, die Stadt stellt den Kontakt zu Menschen her, die Eure Hilfe brauchen&#8220;, schrieb Katja D\u00f6rner (Gr\u00fcne) auf Twitter.<\/p>\n<p>Viele Menschen h\u00e4tten in Ahrweiler durch den Starkregen in teils dramatischen Aktionen ihr Zuhause verloren. Melden k\u00f6nnten sich nun Privatpersonen, Hotels und Pensionen in\u00a0Bonn, die noch Zimmer frei h\u00e4tten. Die Stadt richtete daf\u00fcr eine zentrale Koordinierungsstelle ein. Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler starben bei der Hochwasserkatastrophe mindestens 19 Menschen.<\/p>\n<p>Katja D\u00f6rner, Oberb\u00fcrgermeisterin von Bonn: Die Gr\u00fcnen-Politikerin bat die Bonner, den von der Unwetter-Katastrophe betroffenen Unterk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung zu stellen. (Quelle: Metodi Popow\/imago images)<\/p>\n<p>&#8222;Uns hier unten h\u00e4tte er eh nicht erreichen k\u00f6nnen&#8220; <\/p>\n<p>Vor \u00fcberschwemmten Stra\u00dfen hat Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet ein Interview gegeben \u2013 w\u00e4hrend die Stadtverwaltung nichts von seinem Besuch wusste. \u00dcber die seltsame Reise des CDU-Kanzlerkandidaten ins Flutland Westfalen berichten Jonas Mueller-T\u00f6we und Lars Wienand.<\/p>\n<p>Eon: Noch rund 165.000 Menschen ohne Strom <\/p>\n<p>Rund 165.000 Menschen im Westen Deutschland waren nach Angaben des Energieversorgers Eon aufgrund des Unwetters auch am Donnerstagnachmittag noch ohne Strom. Besonders betroffen seien die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes, teilte das Unternehmen in Essen mit.<\/p>\n<p>Im Gebiet der Eon-Tochter Westnetz hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Starkregen die Pegelst\u00e4nde stark ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht. In Ortsnetzstationen und Umspannanlagen sei es deshalb zu \u00dcberflutungen gekommen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden seien die Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet worden. Teilweise wurden Anlagen nach Unternehmensangaben schwer besch\u00e4digt oder mit den Fluten weggerissen.<\/p>\n<p>Rasanter Wasseranstieg \u2013 Teile von L\u00fcttich evakuiert <\/p>\n<p>In L\u00fcttich im benachbarten Belgien bereitete man sich am Nachmittag auf einen sprunghaften Anstieg des Pegels der Maas vor. Der schon zuvor historische Wasserstand sollte noch einmal um 1,50 Meter \u00fcbertroffen werden,\u00a0teilten die Beh\u00f6rden laut der Zeitung\u00a0&#8222;La Derni\u00e8re Heure&#8220; mit.<\/p>\n<p>Bewohner entlang der Maas sollten deshalb so schnell wie m\u00f6glich ihre H\u00e4user verlassen oder in h\u00f6here Stockwerke fl\u00fcchten. Menschen im Stadtzentrum sowie in bereits \u00fcberschwemmten Gebieten sollten sich ebenfalls in Sicherheit begeben. Wer nicht in L\u00fcttlich lebt, wurde aufgefordert, die Stadt zu verlassen.<\/p>\n<p>Mehrere Tausend B\u00fcrger in Sicherheit gebracht <\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz sind laut Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) mehrere Tausend B\u00fcrger vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden. Ihre Zahl liege &#8222;deutlich im vierstelligen Bereich&#8220;, sagte er bei einem Besuch der stark getroffenen Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Allein im Landkreis Ahrweiler seien 13 Helikopter &#8222;zusammengezogen worden&#8220;.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die mindestens 19 Toten in Rheinland-Pfalz f\u00fcgte Lewentz hinzu: &#8222;Die Menschen sind quasi im Bett \u00fcberrascht worden.&#8220; Die Hochwassernacht erinnere ihn an die Flutkatastrophe von Hamburg 1962. Auch damals wurden die Opfer in der Nacht \u00fcberrascht \u2013 mehr als 300 B\u00fcrger verloren ihr Leben.<\/p>\n<p>St\u00e4dte im Ruhrgebiet sollen Trinkwasser abkochen <\/p>\n<p>In mehreren St\u00e4dten im Ruhrgebiet sollen Anwohner wegen des Hochwassers ihr Trinkwasser abkochen. &#8222;Es ist mit gravierenden Geschmacks- und Geruchsver\u00e4nderungen zu rechnen&#8220;, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Betroffen seien die Versorgung von M\u00fclheim an der Ruhr (ohne Mintard), Ratingen-Breitscheid und Teile von Oberhausen und Bottrop.<\/p>\n<p>Durch das Hochwasser sei das Uferfiltrat von Flusswasser beeintr\u00e4chtigt worden, hie\u00df es in der Mitteilung. Die Wasserwerksgesellschaft desinfiziere das Wasser daher mit Ozon, UV-Licht und Chlor &#8222;in extrem hoher Konzentration&#8220;.<\/p>\n<p>Bund bereitet Hochwasserhilfen vor <\/p>\n<p>Die Bundesregierung bereitet nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz konkrete Hochwasserhilfen vor. Mehrere Bundesministerien sei bereits miteinander im Gespr\u00e4ch, wie eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr L\u00e4nder, Kommunen und die B\u00fcrger aussehen k\u00f6nne, sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einem Besuch im rheinland-pf\u00e4lzischen Hochwassergebiet. Dies sei wie fr\u00fchere \u00dcberflutungen eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Es handele sich um eine Naturkatastrophe, die aber auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehe. Es m\u00fcsse daher alles getan werden, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten.<\/p>\n<p>Feuerwehr in Essen rettet Reh aus Fluten <\/p>\n<p>Nahe eines Biergartens an der Ruhr in Essen hat die Feuerwehr ein ersch\u00f6pftes Reh aus Wasserfluten gerettet. &#8222;Es wurde von den Wassermassen gegen einen Zaun gedr\u00fcckt&#8220;, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. Einsatzkr\u00e4fte h\u00e4tten zwei Menschen mit Booten retten wollen, die vom Wasser in dem Biergarten eingeschlossen waren. Auf dem Weg fiel ihnen das entkr\u00e4ftete Tier auf, sie brachten es in Sicherheit. Im Anschluss wurde das Reh mit einer Folie abgedeckt, damit es nicht ausk\u00fchlt. Die Menschen \u00fcberstanden ihre Rettung unverletzt, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die &#8222;Westdeutsche Allgemeine Zeitung&#8220; berichtet.<\/p>\n<p>Entkr\u00e4ftet, aber gerettet: Die Feuerwehr in\u00a0Essen hat ein Reh aus den Fluten geborgen. (Quelle: Mike Filzen\/Feuerwehr Essen\/dpa)<\/p>\n<p>Menschen in Swisttal bei Bonn von Hochwasser eingeschlossen <\/p>\n<p>In\u00a0Swisttal\u00a0im S\u00fcden von Nordrhein-Westfalen sind mehrere Menschen wegen der \u00dcberschwemmungen seit Mittwochabend eingeschlossen. Wie viele Menschen betroffen seien, sei unklar, teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Donnerstagnachmittag mit. &#8222;Es liegen zahlreiche Meldungen \u00fcber einsturzgef\u00e4hrdete Geb\u00e4ude vor, aber noch keine valide Gesamteinsch\u00e4tzung.&#8220; Zudem herrsche ein gro\u00dffl\u00e4chiger Stromausfall. Die Kommunikation mit den Rettungskr\u00e4ften vor Ort sei in der aktuellen Lage schwer.\u00a0Swisttal\u00a0liegt zwischen Euskirchen und Bonn.<\/p>\n<p>Fluss Inde l\u00e4uft in Tagebau <\/p>\n<p>Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde hat am Donnerstag einen Deich in der N\u00e4he des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen \u00fcbersp\u00fclt und ist in den Tagebau geflossen. Die Suche nach einem dort vermissten Mitarbeiter sei am Nachmittag unterbrochen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche mit Hubschrauber und W\u00e4rmebildkamera habe bislang keinen Erfolg gehabt. Nach Angaben des Tagebaubetreibers RWE blieb der Abbaubetrieb unterbrochen. Das Wasser der Inde flie\u00dfe weiter in den Tagebau ein, jedoch falle der Wasserstand.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0Ein RWE-Sprecher sagte, der Fluss sei am Donnerstag gegen 6.30 Uhr bei Lamersdorf \u00fcber den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenf\u00e4llen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verl\u00e4uft in der N\u00e4he des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden St\u00e4dte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelim\u00fcnster sind ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen.<\/p>\n<p>Fluss Inde in NRW: Der wegen des Tagebaus umgeleitete Fluss hat sich nach den heftigen Regenf\u00e4llen ein neues Bett gegraben und str\u00f6mt nun unkontrolliert in den Tagebau Inden. (Quelle: Olaf Rossbroich\/dpa)<\/p>\n<p>Rhein-Erft-Kreis ruft Katastrophenfall aus <\/p>\n<p>Der Krisenstab im Rhein-Erft-Kreis hat nach den andauernden starken Regenf\u00e4llen den Katastrophenfall ausgerufen. Wegen der Hochwasserlage entlang der Erft bestehe die Gefahr, dass sich die bisher \u00f6rtlich begrenzte Lage neben Erftstadt auch auf Kerpen, Bergheim und Bedburg ausweiten k\u00f6nnte, hei\u00dft es in einer Pressemitteilung von Donnerstag. Die kreisangeh\u00f6rigen Kommunen wurden aufgefordert, &#8222;die notwendigen Ma\u00dfnahmen des Bev\u00f6lkerungsschutzes wie insbesondere Evakuierungen und Unterbringungen vorzubereiten und vorzunehmen&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir durchleben gerade eine Krise, deren Dimensionen heute noch nicht absch\u00e4tzbar sind. Die extreme Wetterlage fordert schon jetzt den massiven Einsatz von Feuerwehr, Polizei, St\u00e4dte, Stadtwerke, Technisches Hilfswerk und vielen anderen Helfern im ganzen Rhein-Erft-Kreis&#8220;, sagte Landrat Frank Rock. &#8222;Der soziale Zusammenhalt und die Solidarit\u00e4t aller B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ist in dieser schwierigen Zeit nun wichtiger mehr denn je. Helfen Sie bitte Nachbarn, Kindern, \u00c4lteren und mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkten Personen&#8220;, sagte der Landrat. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Pl\u00fcnderungsversuche in Stolberg \u2013 Hundertschaft im Einsatz <\/p>\n<p>In Stolberg bei Aachen nutzen offenbar Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Pl\u00fcnderungsversuchen von Gesch\u00e4ften gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach hatten in drei F\u00e4llen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in \u00fcberschwemmten L\u00e4den bef\u00e4nden. Die Polizei nahm an einem Juweliergesch\u00e4ft einen Verd\u00e4chtigen fest.<\/p>\n<p>Als die Beamten an den anderen Tatorten \u2013 einem Supermarkt und einer Drogerie \u2013 eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte gefl\u00fcchtet. Ob etwas gestohlen wurde, war zun\u00e4chst unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnh\u00e4user und Gesch\u00e4fte vor Pl\u00fcnderungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00dcberflutete Stra\u00dfen in Stolberg: Die Polizei hat eine Person festgenommen, die des Pl\u00fcndern beschuldigt wird. (Quelle: Ralf Roeger\/dmp Press\/dpa)<\/p>\n<p>Polizei von Gaffern genervt <\/p>\n<p>Schaulustige behindern laut Polizei die Einsatzkr\u00e4fte. &#8222;Was die Hilfskr\u00e4fte an den vielen Einsatzstellen \u00fcberhaupt nicht gebrauchen k\u00f6nnen, sind Gaffer, von denen einige offenbar nichts Eiligeres zu tun hatten, als die Anfahrts- und Rettungswege zu belegen&#8220;, twittert der Koblenzer Polizeisprecher Ulrich Sopart. &#8222;Seht von nicht notwendigen Besuchen ab!&#8220;<\/p>\n<p>Wehr droht zu brechen \u2013 Flutwelle an der Ruhr <\/p>\n<p>Eine gr\u00f6\u00dfere\u00a0Flutwelle\u00a0ist die Ruhr hinuntergerauscht. Gegen 14.30 wurde das Stauwehr bei Wickede-Echthausen\u00a0ge\u00f6ffnet, weil es zu brechen drohte. Daraufhin stieg der Pegel unter anderem in Fr\u00f6ndenberg sp\u00fcrbar an, berichtete die &#8222;Westfalenpost&#8220;. Sirenenalarm hallte durch die Stadt.\u00a0<\/p>\n<p>Damit scheint die gr\u00f6\u00dfte Gefahr allerdings gebannt, ein weiterer nennenswerter Pegelanstieg wird nicht mehr erwartet. Wegen der Gefahr durch Treibgut gilt\u00a0f\u00fcr den weiteren Verlauf der Ruhr jedoch weiterhin Warnstufe Orange.\u00a0Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Ebenfalls ein Dammbruch droht an der Steinbachtalsperre\u00a0in\u00a0Nordrhein-Westfalen, dort\u00a0werden nun zwei Ortsteile von\u00a0Rheinbach\u00a0evakuiert. &#8222;Dies ist eine Vorsichtsma\u00dfnahme, da nicht sicher ist, ob der Damm der Steinbachtalsperre\u00a0gehalten werden kann&#8220;, hei\u00dft es in einer Mitteilung der Feuerwehr. B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen aus\u00a0Oberdrees und Niederdrees m\u00fcssen die Orte verlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Zwei Verletzte in Wipperf\u00fcrth durch Hochwasser <\/p>\n<p>In Wipperf\u00fcrth im Oberbergischen Kreis sind zwei Menschen durch das Unwetter verletzt worden. Ein Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verletzte sich w\u00e4hrend eines Einsatzes im Hochwasser, eine Person erlitt einen Stromschlag, wie eine Sprecherin des Oberbergischen Kreises am Donnerstag mitteilte.<\/p>\n<p>In dem Kreis sorgten die starken Regenf\u00e4lle am Mittwoch f\u00fcr \u00dcberflutungen, Stromausf\u00e4lle und teils vollgelaufene Wohnungen. In der Gemeinde Lindlar drohte am Donnerstag ein Kl\u00e4rwerk \u00fcberzulaufen. Rund 1200 Eins\u00e4tze verzeichnete der Kreis bis Donnerstagnachmittag.<\/p>\n<p>Rekordverd\u00e4chtige Unwettersch\u00e4den in diesem Sommer <\/p>\n<p>Die Unwetterserie dieses Sommers k\u00f6nnte au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Sch\u00e4den in Deutschland, der Schweiz und in \u00d6sterreich anrichten. Schon vor den jetzigen \u00dcberflutungen in der Eifel waren die Gewitter- und Hagelsch\u00e4den vielerorts \u00fcberdurchschnittlich hoch, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) und einzelne Unternehmen berichten. &#8222;Es zeichnet sich ab, dass sich dieses Jahr mit St\u00fcrmen, \u00dcberschwemmung, Starkregen und Hagel zu einem der schadentr\u00e4chtigsten seit 2013 entwickeln k\u00f6nnte&#8220;, sagte GDV-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00f6rg Asmussen. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen gesch\u00e4tzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.<\/p>\n<p>Dass die Sch\u00e4den hoch sind, liegt nicht nur an der Natur. Der R\u00fcckversicherer Munich Re macht &#8222;sozio\u00f6konomische Ver\u00e4nderungen&#8220; mitverantwortlich. &#8222;Das hei\u00dft, in den betroffenen Gebieten steigt die Dichte und der Wert von Immobilien und Infrastruktur, den sogenannten Exposures.&#8220; Das Ausma\u00df der Sch\u00e4den f\u00fcge sich in die Beobachtung der vorangegangenen Jahre ein, sagte ein Sprecher. &#8222;\u00dcber die letzten zehn Jahre beobachteten wir immer wieder intensive konvektive Ereignisse. Das sind Gewitter mit lokal gro\u00dfen Regenmengen oder Hagel.&#8220;<\/p>\n<p>THW mit 2.100 Kr\u00e4ften im Einsatz \u2013 Seehofer: Folgen des Klimawandels <\/p>\n<p>Das Technische Hilfswerk (THW) hat den Katastrophenschutz in den von \u00dcberschwemmungen betroffenen L\u00e4ndern am Donnerstag mit rund 2.100 Einsatzkr\u00e4ften unterst\u00fctzt. In Rheinland-Pfalz seien zudem Hubschrauber aus mehreren Bundesl\u00e4ndern zur Rettung von Menschen aus \u00dcberflutungsgebieten unterwegs, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit. Weitere Hubschrauber der Bundespolizei st\u00fcnden in Bereitschaft.<\/p>\n<p>&#8222;Ich biete den L\u00e4ndern jegliche Unterst\u00fctzung an. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkr\u00e4fte und der Solidarit\u00e4t&#8220;, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der &#8222;Bild&#8220;. &#8222;Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. &#8222;Wir m\u00fcssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz.&#8220; Nach Angaben seines Ministeriums waren am Donnerstag insgesamt mehr als 15.000 Kr\u00e4fte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, THW und Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten sowie Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur vor den Wassermassen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&#8222;Jahrhunderthochwasser&#8220;: 130 Menschen in Solingen gerettet <\/p>\n<p>Die Einsatzkr\u00e4fte in Solingen haben in den vergangenen Stunden etwa 130 Menschen im Stadtgebiet aus akuter Not vor dem Hochwasser gerettet. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. &#8222;Wir haben die Menschen \u00fcber Drehleitern, Boote, Bojen herausgeholt. Es war alles improvisiert.&#8220; In zwei Situationen h\u00e4tten sich Einsatzkr\u00e4fte zudem auf Tankl\u00f6schfahrzeugen in Sicherheit bringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Einsatzkr\u00e4fte sprechen nach den starken Regenf\u00e4llen in Solingen nach Angaben eines Stadtsprechers von einem &#8222;Jahrhunderthochwasser&#8220;. &#8222;Unsere Heimatstadt ist von einer gro\u00dfen Katastrophe heimgesucht worden&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Tim Kurzbach (SPD). &#8222;Dieses Ausma\u00df an \u00dcberflutung ist nicht mehr zu bek\u00e4mpfen. Das Wasser ist st\u00e4rker.&#8220; Kurzbach hatte am Morgen den besonders betroffenen Stadtteil Unterburg besucht. Die dortige Lage beschrieb er als &#8222;bedrohlich und be\u00e4ngstigend&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0In der Nacht sind laut Feuerwehrsprecher etwa 300 Kr\u00e4fte im Einsatz gewesen, viele von ihnen mehr als 30 Stunden am St\u00fcck. Am Donnerstagmittag waren etwa 110 Kr\u00e4fte nach einer kurzen Pause mit weiteren Arbeiten besch\u00e4ftigt. 250 Eins\u00e4tze seien bereits abgearbeitet worden \u2013 200 seien aber noch offen. 120 Menschen seien \u00fcber Nacht von der Stadt untergebracht worden, sagte der Leiter des Krisenstabes, Jan Welzel. Der Stadtteil Unterburg bleibe vorerst gesperrt. Auch Strom und Gas seien noch abgeschaltet, auch in Verteilstationen seien durch das Hochwasser Sch\u00e4den entstanden.<\/p>\n<p>Ziel sei es, die Menschen sukzessive wieder in ihre Wohnungen zur\u00fcckzulassen, wenn diese sicher seien und trockenen Fu\u00dfes erreicht werden k\u00f6nnten. &#8222;Einsturzgef\u00e4hrdete H\u00e4user k\u00f6nnen wir nicht ausschlie\u00dfen&#8220;, sagte Welzel. Er bat die Menschen zudem um Geduld. &#8222;Es wird Tage, m\u00f6glicherweise auch Wochen dauern, bis wir einen bestimmten Zustand wieder erreicht haben.&#8220;<\/p>\n<p>WDR wird wegen Berichterstattung heftig kritisiert <\/p>\n<p>Die Unwetter in Nordrhein-Westfalen haben eine Flutkatastrophe ausgel\u00f6st. Die Folgen sind verheerend, mehrere Menschen starben. Jetzt wird Kritik am WDR laut. Der Sender sei seiner Verantwortung nicht nachgekommen. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>Damm von Talsperre droht zu brechen: Ortsteile evakuiert <\/p>\n<p>Der Damm an der Steinbachtalsperre droht wegen der enormen Wassermassen zu brechen. F\u00fcr B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen besteht Lebensgefahr. Ortschaften nahe der Talsperre werden bereits evakuiert. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz auf f\u00fcnf gestiegen <\/p>\n<p>Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im n\u00f6rdlichen Rheinland-Pfalz ist nach Angaben des rheinland-pf\u00e4lzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) auf f\u00fcnf gestiegen. Alle seien nach bisherigen Erkenntnissen im Kreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben gekommen. Der Minister f\u00fcgte hinzu, dass noch 50 bis 70 Menschen in der Katastrophenregion vermisst w\u00fcrden. Unklar sei zurzeit, ob es sich dabei um Menschen handle, die vielleicht in Urlaub seien, oder ob sie im Unwetter bei Bekannten untergekommen oder in einer schwierigen Situation seien.<\/p>\n<p>Sturzfluten im Tagebau Inden in NRW \u2013 ein Vermisster <\/p>\n<p>Der Hochwasser f\u00fchrende Fluss Inde hat einen Deich in der N\u00e4he des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen \u00fcbersp\u00fclt und l\u00e4uft seit dem Morgen in den Tagebau. Ein Sprecher des Energieunternehmens RWE sagte am Donnerstag, ein Mitarbeiter dort werde vermisst. Nach dem Mann werde mit einem Hubschrauber gesucht. Der Abbaubetrieb sei eingestellt worden. Der Zufluss des Wassers dauere an.<\/p>\n<p>Der Sprecher sagte, der Fluss sei gegen 6.30 Uhr bei Lamerdorf \u00fcber den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenf\u00e4llen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verl\u00e4uft in der N\u00e4he des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden St\u00e4dte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelim\u00fcnster sind ebenfalls heftig von Hochwasser betroffen.<\/p>\n<p>Historisch hohe Mosel-Wasserst\u00e4nde \u2013 Entspannung erst am Nachmittag <\/p>\n<p>Der Wasserstand der Mosel wird Vorhersagen zufolge im Laufe des Donnerstags zun\u00e4chst weiter steigen. Die Hochwasservorhersagezentrale des rheinland-pf\u00e4lzischen Landesumweltamtes rechnete erst f\u00fcr den sp\u00e4ten Nachmittag mit einer Entspannung. &#8222;Zahlreiche Zufluss-Pegel verzeichnen bereits jetzt historische H\u00f6chstst\u00e4nde&#8220;, teilte die Beh\u00f6rde mit.<\/p>\n<p>Am Pegel Trier sei die Meldeh\u00f6he von sechs Metern am Mittwochabend \u00fcberschritten worden und der Wasserstand steige weiterhin stark an. &#8222;Zum Nachmittag hin ist ein Anstieg der Wasserst\u00e4nde bis in den Bereich um 940 cm m\u00f6glich&#8220;, teilte die Zentrale am Donnerstagvormittag mit. &#8222;Anschlie\u00dfend werden die Pegelst\u00e4nde fallen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch in der Sauer stiegen die Wasserst\u00e4nde am Donnerstag noch an. Die Experten rechneten damit, dass am Mittag ein H\u00f6chststand von 6,10 bis 6,20 Meter erreicht wird. &#8222;Anschlie\u00dfend werden auch hier fallende Wasserst\u00e4nde vorhergesagt.&#8220; An zahlreichen Eifel- sowie Sauer-Zufl\u00fcssen seien die Wasserst\u00e4nde in der vergangenen Nacht extrem gestiegen und h\u00e4tten historische H\u00f6chstst\u00e4nde erreicht.<\/p>\n<p>Hochwasser erreicht Stadt Trier <\/p>\n<p>Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Trier erreicht. Hochwasser im Fluss Kyll, einem Nebenfluss der Mosel, \u00fcberflute den Ortskern des Stadtteils Ehrrang, wie die Stadt mitteilte. Kurz vor Beginn der \u00dcberflutung hatte demnach die Evakuierung von 1.600 Menschen begonnen. Ein von der Stadt ver\u00f6ffentlichtes Video zeigte dabei, wie Feuerwehrleute auf dem Dach eines bis \u00fcber die Reifen im Wasser stehenden Feuerwehrwagens stehen und versuchen, Anwohner aus einem Wohnhaus zu retten.<\/p>\n<p>In gro\u00dfen Teilen von Ehrrang gibt es der Stadt zufolge keine Stromversorgung mehr. Die Polizei appellierte an die Anwohner, die Ortslage weitr\u00e4umig zu meiden und auch die Zubringerstra\u00dfen f\u00fcr Rettungskr\u00e4fte freizuhalten. Derweil meldete der Landkreis Trier-Saarburg drei im Fluss Sauer treibende Menschen, deren Rettung sich als schwierig erweise. Es k\u00f6nnten wegen der starken Str\u00f6mung keine Boote eingesetzt werden. Der Landkreis appellierte an die Bev\u00f6lkerung dringend, die \u00dcberschwemmmungsgebiete zu meiden.<\/p>\n<p>Trinkwasser in Eschweiler ausgefallen \u2013 Krankenhaus wird evakuiert <\/p>\n<p>Infolge des Starkregens ist in Eschweiler bei Aachen am Donnerstag die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Es sei eine Wasserleitung gebrochen, die die Innenstadt versorge, teilte die St\u00e4dteregion Aachen mit. Die Einwohner von Eschweiler sollten auf unn\u00f6tigen Wasserverbrauch durch Duschen oder Toilettensp\u00fclungen verzichten. Das ebenfalls betroffene Krankenhaus mit derzeit rund 400 Patienten werde im Laufe des Tages ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Augenzeugenbericht aus dem Kreis Ahrweiler <\/p>\n<p>Thomas Meyer, Lehrer aus Ahrweiler, berichtet t-online: &#8222;Gegen 12 Uhr stieg das Wasser durch die Kanaldeckel. Als es dann von allen Seiten kam, sind wir schnell in die H\u00e4user gegangen. Dann gingen die Fenster zu Bruch und das Erdgeschoss wurde geflutet. Also haben wir uns mit unserem Sohn unter dem Dach versteckt und dort verbarrikadiert. Der Pegel ist fast bis zum ersten Erdgeschoss gestiegen. Seitdem sitzen wir in der Falle und hoffen, dass es jetzt trocken bleibt und der Pegel schnell wieder sinkt, damit wir hier wieder rauskommen.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcberschwemmungen in Altena: Die Region wurde von den Unwettern schwer getroffen.  (Quelle: Stefan Kemper )<\/p>\n<p>Bundeswehr beteiligt sich an Rettung mit Panzern und Hubschraubern <\/p>\n<p>Die Bundeswehr setzt bei der Unwetterkatastrophe im S\u00fcdwesten und Westen Deutschlands Soldaten und schweres Ger\u00e4t zur Rettung ein. In Nordrhein-Westfalen seien am Donnerstagmorgen 200 M\u00e4nner und Frauen mit Bergepanzern, Radladern, schweren Lastwagen und dem Transportpanzer Fuchs in den Einsatz geschickt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.<\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz sind demnach 70 Soldaten mit vier Unimogs und Krankenwagenausstattung unterwegs. Diese sind watf\u00e4hig, k\u00f6nnen also auch in \u00fcberschwemmten D\u00f6rfern fahren. Das Heer schickte Hilfe aus der Luft. &#8222;Zwei Transporthubschrauber NH90 und zwei Rettungshubschrauber LUH SAR sind ab sofort f\u00fcr die Amtshilfe einsatzbereit &amp; unterst\u00fctzen das Kommando Territoriale Aufgaben&#8220;, schrieben die Landstreitkr\u00e4fte auf Twitter.<\/p>\n<p>Eindrucksvolle Bilder aus Hagen in NRW: Mit einem Bergepanzer und schwerem R\u00e4umger\u00e4t r\u00fcckt die Bundeswehr an, um die Sch\u00e4den, die die \u00dcberflutung der Nahma am Vorabend mit sich gebracht hat, zu beseitigen. (Quelle: Roberto Pfeil\/dpa)<\/p>\n<p>Lebensgefahr in Trierer Stadtteil wegen \u00dcberflutungen <\/p>\n<p>Die Polizei in Trier hat die Menschen eindringlich dazu aufgerufen, den Stadtteil Ehrang wegen \u00dcberflutungen zu meiden. Es bestehe Lebensgefahr, warnte die Polizei am Donnerstag per Twitter. Nach Angaben der Stadt Trier l\u00e4uft aktuell der Ortskern von Ehrang voll. &#8222;In gro\u00dfen Teilen des Ortes gibt es keinen Strom. Bitte folgen sie den Evakuierungsdurchsagen&#8220;, schrieb die Stadtverwaltung.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister von Hagen: &#8222;Millionenschaden&#8220; <\/p>\n<p>Bei ntv sagte Hagens Oberb\u00fcrgermeister Erik Schulz: &#8222;\u00dcber 600 Menschen sind zwar derzeit im Einsatz, aber wir kommen in viele Ortsteile nicht hinein und haben noch viele unbeantwortete Einsatzanfragen. Zum Schadensbild haben wir noch keine Einsch\u00e4tzung, aber man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass ein Millionenschaden entstanden ist.&#8220;<\/p>\n<p>Warnmeldung aus dem Landkreis Trier-Saarburg <\/p>\n<p>Eifel: Mehrere Menschen aus eingeschlossenen H\u00e4usern gerettet <\/p>\n<p>Im Eifel-Kreis Bitburg-Pr\u00fcm sind wegen der Hochwasserlage mehrere Menschen in ihren H\u00e4usern von den Wassermassen eingeschlossen worden, unter anderem in Waxweiler. Das sagte der Kreissprecher am Donnerstag in Bitburg. Menschen mussten gerettet werden &#8211; Meldungen \u00fcber Tote, Verletzte oder Vermisste gebe es jedoch bislang nicht. Der Kreissprecher berichtete auch von mindestens einem eingest\u00fcrzten Haus.<\/p>\n<p>Nach den heftigen Regenf\u00e4llen kommt es in mehreren Gemeinden des Kreises Bitburg-Pr\u00fcm zu Einschr\u00e4nkungen in der Trinkwasserversorgung. Grund seien Stromausf\u00e4lle, teilte der Katastrophenschutz des Kreises \u00fcber Facebook mit. Die Versorgung sei voraussichtlich &#8222;auf Tage eingeschr\u00e4nkt&#8220;. Die Bewohner wurden aufgerufen, mit dem vorhandenen Wasser sparsam umzugehen und auf Reinigungsarbeiten zu verzichten.<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen, Hagen: Anwohner schauen sich die Sch\u00e4den an, die die \u00dcberflutung der Nahma am Vorabend mit sich gebracht hat. (Quelle: Roberto Pfeil\/dpa)<\/p>\n<p>Mindestens 200.000 Menschen in NRW und Rheinland-Pfalz ohne Strom <\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Strom-Verteilnetzbetreibers Westnetz mindestens 200.000 Menschen ohne Strom. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden w\u00fcrden Umspannanlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet, teilt das Unternehmen mit. Wegen \u00fcberfluteten Stra\u00dfen k\u00f6nnten die Anlagen teilweise nicht erreicht werden, erl\u00e4utert eine Sprecherin. &#8222;Wir sind mit allen verf\u00fcgbaren Kr\u00e4ften im Einsatz.&#8220; Das Unternehmen versorgt weite Teile von Nordrhein-Westfahlen und Rheinland-Pfalz mit Strom, besonders l\u00e4ndliche Gebiete wie die Eifel.<\/p>\n<p>Zahl der Vermissten nach Unwettern in der Eifel steigt auf knapp 70 <\/p>\n<p>In dem vom Hochwasser schwer getroffenen Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler ist die Zahl der Vermissten laut Polizei Koblenz inzwischen auf knapp 70 gestiegen. Dort waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs H\u00e4user eingest\u00fcrzt. Eine Vielzahl an H\u00e4usern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Mindestens vier Menschen kamen nach Angaben der Polizei ums Leben.<\/p>\n<p>Dreyer: Mobilfunknetz in Katastrophengebieten teils ausgefallen <\/p>\n<p>Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz l\u00e4uft seit Stunden ein gro\u00dfangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausd\u00e4chern oder aus B\u00e4umen zu retten, berichtete Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten k\u00f6nnen. Sie zu erreichen sei schwierig, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei.<\/p>\n<p>Hochwasser in NRW: Solinger Stadtteil bleibt gesperrt <\/p>\n<p>Etwa 600 Menschen aus dem Solinger Stadtteil Unterburg haben wegen des Hochwassers die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbracht. &#8222;Unterburg bleibt bis auf weiteres komplett gesperrt \u2013 vom ehemaligen Rathaus bis zum Burger Bahnhof&#8220;, teilte Oberb\u00fcrgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Donnerstagmorgen auf den sozialen Medien mit.<\/p>\n<p>Die Feuerwehr sei weiter im Dauereinsatz. &#8222;F\u00fcr die kommenden zwei bis drei Stunden ist nach Auskunft des Wupperverbandes weiterhin von einem konstant hohen Pegelstand der Wupper auszugehen&#8220;, schrieb Kurzbach auf Instagram. Daher k\u00f6nne vorl\u00e4ufig keine Entwarnung gegeben werden. Der Stadtteil Unterburg war am Mittwochabend evakuiert worden.<\/p>\n<p>Es sei noch nicht abzusehen, wann die Haushalte in Unterburg wieder mit Strom und Gas versorgt werden k\u00f6nnten, teilte die Stadt mit. Die Anlagen m\u00fcssten zun\u00e4chst \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls repariert werden. Die Stadt forderte die Menschen dazu auf, die evakuierten Gebiete und die Br\u00fccken im Bereich der Wupper zu meiden. Wann eine R\u00fcckkehr der Anwohner m\u00f6glich sei, lasse sich noch nicht sagen.<\/p>\n<p>Interview mit Experten zum Extrem-Sommer <\/p>\n<p>Ist die aktuelle Unwetterwelle nur Zufall oder ein Vorbote der Folgen der Klimakrise? Meteorologe Mojib Latif hat dazu eine klare Meinung. Es m\u00fcsse jetzt ein Umdenken erfolgen. Lesen Sie hier das komplette Interview.<\/p>\n<p>Minister: Weitere Geb\u00e4ude im Kreis Ahrweiler von Einsturz bedroht <\/p>\n<p>In der Katastrophenregion im n\u00f6rdlichen Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Mainzer Innenministeriums weitere H\u00e4user vom Einsturz bedroht. &#8222;Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnh\u00e4user im Landkreis Ahrweiler gef\u00fchrt&#8220;, erkl\u00e4rte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag.<\/p>\n<p>Das genaue Ausma\u00df der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien St\u00e4dten des Bundeslandes sei derzeit noch nicht absehbar. Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. Lewentz sagte, er habe in der Nacht Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen.<\/p>\n<p>Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) habe in der Nacht daf\u00fcr gesorgt, dass Einsatzkr\u00e4fte abgel\u00f6st werden konnten. Daf\u00fcr kamen Helfer aus dem S\u00fcden des Landes. &#8222;In solchen Situationen zeigt sich der starke Zusammenhalt im Land&#8220;, erkl\u00e4rte Lewentz. Der Minister hatte sich am fr\u00fchen Mittwochabend gemeinsam mit Landrat J\u00fcrgen Pf\u00f6hler (CDU) ein Bild von der Lage im Kreis Ahrweiler gemacht und mit dem Krisenstab der Kreisverwaltung gesprochen.<\/p>\n<p>Ort mit 2.000 Einwohnern bei Trier durch Hochwasser abgeschnitten <\/p>\n<p>Wegen des Hochwassers sind alle Zufahrtswege zur Gemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg abgeschnitten. Der Ort mit rund 2.000 Einwohnern sei momentan nicht erreichbar, sagte ein Kreissprecher am Donnerstag. Man versuche nun mit Hilfe der Bundeswehr mit Wasserfahrzeugen die Bewohner zu erreichen. Meldungen \u00fcber Tote und Vermisste gebe es bisher nicht. \u00c4hnliche Rettungsaktionen gebe es auch an dem wenige Kilometer entfernten Fluss Sauer.<\/p>\n<p>Kreis Ahrweiler: Vier Tote nach Unwetter <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit den schweren Unwettern sind im rheinland-pf\u00e4lzischen Landkreis Ahrweiler in der Eifel mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Allein im besonders betroffenen Ort Schuld, wo sechs H\u00e4user einst\u00fcrzten und mehrere weitere einsturzgef\u00e4hrdet waren, w\u00fcrden zudem 50 bis 60 Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. &#8222;Sehr viele&#8220; Menschen befanden sich demnach auf den Hausd\u00e4chern, die Rettungseins\u00e4tze liefen auf Hochtouren.<\/p>\n<p>\u00dcberflutete Stra\u00dfen in dem Ort Esch in Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz: Die Region ist derzeit besonders stark von Unwettern betroffen. (Quelle: Thomas Frey\/dpa)<\/p>\n<p>77-J\u00e4hriger stirbt in \u00fcberflutetem Keller in Kreis Unna <\/p>\n<p>W\u00e4hrend des schweren Unwetters ist am Mittwoch ein 77-J\u00e4hriger im nordrhein-westf\u00e4lischen Kreis Unna im unter Wasser stehenden Keller seines Hauses ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei ermittle zu den Todesumst\u00e4nden des Manns aus Kamen, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es aber nicht.<\/p>\n<p>Die Polizei erreichten demnach hunderte Notrufe. Zumeist seien vollgelaufene Keller und \u00fcberflutete Stra\u00dfen gemeldet worden. Die Polizei im Kreis Unna r\u00fcckte zu mehr als hundert Eins\u00e4tzen aus.<\/p>\n<p>Mann nach Sturz in \u00fcberflutetem Keller gestorben <\/p>\n<p>In Solingen ist eine Person dem Unwetter zum Opfer gefallen. Ein Senior ist gestorben, nachdem er in seinem \u00fcberfluteten Keller gest\u00fcrzt war. Lesen Sie hier mehr dazu.<\/p>\n<p>Bahnverkehr in NRW nach \u00dcberflutungen massiv gest\u00f6rt <\/p>\n<p>Durch die \u00dcberflutungen und den Dauerregen ist der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeintr\u00e4chtigt. Die Bahn rief dazu auf, Fahrten von und nach Nordrhein-Westfalen nach M\u00f6glichkeit zu verschieben. Aufgrund von Streckensperrungen fahren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien nicht oder nur eingeschr\u00e4nkt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Auch auf den Autobahnen gibt es erhebliche Wetter-Folgen.<\/p>\n<p>Die Bahnstrecke K\u00f6ln \u2013 Wuppertal \u2013 Hagen \u2013 Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Der Hauptbahnhof Hagen sei wegen eines Wassereinbruchs gesperrt. Auch auf der Strecke von K\u00f6ln nach Koblenz \u00fcber Bonn Hauptbahnhof k\u00f6nnten keine Z\u00fcge fahren. Erhebliche Einschr\u00e4nkungen gebe es zudem auf der Strecke von K\u00f6ln nach Dortmund durchs Ruhrgebiet. Z\u00fcge aus dem Norden und Osten endeten in M\u00fcnster, Hamm und Dortmund. Aus dem S\u00fcden endeten die Verbindungen in Koblenz oder K\u00f6ln.<\/p>\n<p>An vielen Stellen sei es zu \u00fcbersp\u00fclten Gleisen, Fahrbahnst\u00f6rungen und Besch\u00e4digungen von Betriebsanlagen gekommen. Eine Erfassung der Unwettersch\u00e4den sei erst mit abflie\u00dfenden Wassermassen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Autobahn 1 wurde nach Angaben der Polizei zwischen dem Kreuz Leverkusen und Burscheid wegen \u00fcberfluteter Fahrbahnen in beiden Richtungen gesperrt. Auch auf der A 61 konnten zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Kreuz Meckenheim in beiden Richtungen keine Autos fahren.<\/p>\n<p>Kurzschluss durch Hochwasser \u2013 Klinik in Leverkusen wird ger\u00e4umt <\/p>\n<p>In Leverkusen ist ein Krankenhaus ger\u00e4umt worden, nachdem es massive Stromprobleme gegeben hat. Ausgel\u00f6st wurde der Stromausfall durch das Hochwasser eines kleinen Flusses. Lesen Sie hier Details.<\/p>\n<p>Bilder von \u00dcberschwemmungen im Ahrtal <\/p>\n<p>Erschreckende Bilder aus Eschweiler in NRW <\/p>\n<p>Ortschaft bei Bevertalsperre in NRW mit Boot evakuiert <\/p>\n<p>Nach massiven Regenf\u00e4llen m\u00fcssen etwa 1.500 Menschen in H\u00fcckeswagen im Bergischen Land ihre Wohnungen verlassen. &#8222;Bei den Evakuierungsma\u00dfnahmen muss viel mit dem Boot gemacht werden, weil die Stra\u00dfen nicht mehr befahrbar sind&#8220;, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Betroffen sei vor allem der Stadtteil Kleineichen unterhalb der Bevertalsperre. Bei den Rettungsma\u00dfnahmen seien zwei DLRG-Helfer verletzt worden.<\/p>\n<p>Die Lage scheint allerdings nicht mehr ganz so angespannt wie noch in der Nacht. &#8222;Der Damm, der zu brechen drohte, ist soweit sicher&#8220;, sagte der Polizeisprecher. In dem Bereich rund um die Talsperre gebe es aber gro\u00dffl\u00e4chige \u00dcberschwemmungen. In der Nacht waren im Oberbergischen Kreis nach Angaben des Polizeisprechers etwa 1.000 Kr\u00e4fte im Einsatz.<\/p>\n<p>Dreyer: &#8222;Bange mit allen, die in Gefahr sind&#8220; <\/p>\n<p>Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer hat nach der Hochwasserkatastrophe in der Eifel ihre Betroffenheit ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Das Unwetter hat unser Land hart getroffen. Ich bange mit allen, die in Gefahr sind&#8220;, schrieb die SPD-Politikerin am Donnerstagmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter:<\/p>\n<p>Damm in Talsperre droht zu brechen <\/p>\n<p>Der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht aufgrund des\u00a0Unwetters zu brechen. Daher sei am Donnerstag die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor sei die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser \u00fcberflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet.<\/p>\n<p>Sechs H\u00e4user in der Eifel eingest\u00fcrzt <\/p>\n<p>Nach schweren Regenf\u00e4llen sind in der Eifel in der Nacht zu Donnerstag sechs H\u00e4user eingest\u00fcrzt. Mehrere weitere H\u00e4user in der Gemeinde Schuld im Landkreis Ahrweiler seien einsturzgef\u00e4hrdet, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Laut einem Bericht des SWR werden etwa 30 Menschen vermisst. Der Polizeisprecher konnte diese Angaben zun\u00e4chst nicht best\u00e4tigen. Die Lage sei un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>Landrat J\u00fcrgen Pf\u00f6hler rief die Menschen auf, m\u00f6glichst zu Hause bleiben und &#8222;sich gegebenenfalls in h\u00f6her gelegene Stockwerke&#8220; zu begeben. &#8222;Die Lage ist sehr ernst&#8220;, sagte er. Es bestehe Lebensgefahr.<\/p>\n<p>In dem Ort Waxweiler im Eifelkreis Bitburg-Pr\u00fcm sollen f\u00fcnf Menschen in einem Haus festsitzen. Die Rettungskr\u00e4fte k\u00f6nnen das Geb\u00e4ude offenbar nicht mehr mit Booten erreichen. Derzeit warte man auf Hilfe aus der Luft.<\/p>\n<p>In Messerich in der Eifel sollen zwei Rettungskr\u00e4fte des THW von den Fluten eingeschlossen sein. Die Str\u00f6mung des Flusses Nims soll so stark sein, dass eine Rettung bisher nicht m\u00f6glich sei. Ein Sprecher sagte dem &#8222;SWR&#8220;, der Fluss sei f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht breiter als zwei Meter, mittlerweile sei er in der Breite auf 200 Meter gewachsen.<\/p>\n<p>Wupper-Talsperre l\u00e4uft kontrolliert ab <\/p>\n<p>Nach enormen Regenf\u00e4llen haben die Beh\u00f6rden im Bergischen Land einen unkontrollierten \u00dcberlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald bef\u00fcrchtet. Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr k\u00f6nnen das Wasser mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen, teilte ein Sprecher der Leitstelle Oberbergischer Kreis am fr\u00fchen Donnerstagmorgen mit. Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz des Kreises soll durch das Ablaufenlassen Druck vom Sperrdeich genommen werden.<\/p>\n<p>Die Polizei meldete eine &#8222;leichte Entwarnung&#8220; f\u00fcr die Flutgefahr in Wuppertal, wie Radio Wuppertal gegen 4 Uhr morgens berichtete. Zahlreiche Stra\u00dfen der Stadt waren Berichten zufolge schon \u00fcberflutet.<\/p>\n<p>Hubschrauber kontrolliert Lage in Wuppertaler Stadtteil Elberfeld <\/p>\n<p>Ein Polizeihubschrauber kontrollierte in den fr\u00fchen Morgenstunden den Stand der Lage im Stadtteil Elberfeld. Das berichtete die Wuppertaler Rundschau. Ein Bild auf Twitter zeigte die H\u00f6he des Wasserstandes.\u00a0<\/p>\n<p>Erste Evakuierungen in Wuppertal \u2013 Stadt warnt <\/p>\n<p>Im Stadtteil Beyenburg werden\u00a0Anwohner, deren Wohnh\u00e4user bereits betroffen sind evakuiert, schrieb die Stadt Wuppertal um 2.26 Uhr auf Twitter. &#8222;F\u00fcr alle, die im gef\u00e4hrdeten Bereich an der Talsohle wohnen und die gerade nicht aktiv evakuiert werden, gilt: Bleibt zu Hause!&#8220;, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Zudem bat die Stadt die Bev\u00f6lkerung darum, den Trinkwasserverbrauch einzuschr\u00e4nken. Durch den Stromausfall in der Stadt sei auch die Wasserversorgung betroffen.<\/p>\n<p>Alarm-Sirenen ert\u00f6nen in der Nacht in Wuppertal <\/p>\n<p>Brisante Lage in Wuppertal: In der Stadt heulten in der Nacht laute Warnsirenen auf.\u00a0Gegen Mitternacht war wegen des Dauerregens die Wuppertalsperre \u00fcbergelaufen. Anwohner berichteten bei Twitter bereits von den ersten \u00dcbertritten der Wupper.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Personen sollten sich in der Nacht nicht in der N\u00e4he der Wupper, insbesondere nicht in Muldenlagen aufhalten&#8220;, hie\u00df es in einer Mitteilung der Stadt.\u00a0Die Feuerwehr Wuppertal berichtete von Hunderten von Eins\u00e4tzen.\u00a0Warnfahrzeuge fuhren durch die betroffenen Gebiete und informierten per Lautsprecherdurchsage die Anwohner. In einer Sporthalle wurde eine Notunterkunft eingerichtet.<\/p>\n<p>Anwohner sollten die Lage beobachten und wenn m\u00f6glich das erste Obergeschoss aufsuchen. Gegebenenfalls m\u00fcssten auch Trafostationen in diesen Bereichen zeitweilig abgeschaltet werden.\u00a0<\/p>\n<p>Alarm in Trier \u2013 Kyll droht Stadtteil zu \u00fcberschwemmen <\/p>\n<p>Die Feuerwehr Trier hat Vollalarm ausgel\u00f6st, weil die Kyll Teile des Stadtteils Ehrang zu \u00fcberschwemmen droht. Das teilte die Stadt gegen 3.30 Uhr morgens auf Twitter mit. Rund 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner seien mit Durchsagen darauf vorbereitet worden, m\u00f6glicherweise ihre Wohnung verlassen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Weiter Land unter in NRW \u2013 Deutsche Bahn meldet Ausf\u00e4lle <\/p>\n<p>Die Feuerwehr war In der Nacht vielerorts in NRW im Dauereinsatz. In St\u00e4dten wie D\u00fcsseldorf, Dortmund und Bochum sorgten vollgelaufene Keller, \u00fcberflutete Stra\u00dfen und umgest\u00fcrzte B\u00e4ume f\u00fcr hunderte Eins\u00e4tze.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn meldete Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4lle. Aufgrund von Unwettersch\u00e4den sei unter anderem die Fernverkehrs-Strecke zwischen K\u00f6ln und Dortmund nur mit erheblichen Einschr\u00e4nkungen befahrbar.<\/p>\n<p>Evakuierungen in Solingen und Leichlingen\u00a0 <\/p>\n<p>Auch andere Ortschaften in der N\u00e4he von Wuppertal wurden evakuiert. In Solingen-Unterburg wurde unter anderem ein Seniorenheim evakuiert, da der Eschbach die Stra\u00dfen \u00fcberflutete. In Leichlingen wurden wegen einer &#8222;massiven \u00dcberflutungsgefahr&#8220; der Wupper mehrere Ortschaften evakuiert.\u00a0<\/p>\n<p>Trier: Seniorenheim wegen \u00dcberschwemmungsgefahr evakuiert <\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden der Leitstelle Trier in\u00a0Rheinland-Pfalz haben\u00a0die Evakuierung des Seniorenheims Kordel und der angrenzenden \u00fcberflutungsgef\u00e4hrdeten H\u00e4user mitgeteilt.<\/p>\n<p>Voreifel: \u00dcberflutung im Bereich der Swist \u2013 Damm der Agger droht zu brechen <\/p>\n<p>Auch in der Voreifel haben heftigen Regenf\u00e4lle f\u00fcr Evakuierungen gesorgt. Der Rhein-Sieg-Kreis beschloss am sp\u00e4ten Abend, die Swisttaler Ortsteile Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel sowie die Rheinbacher Ortschaften Oberdrees und Niederdrees unterhalb der Steinbachtalsperre zu r\u00e4umen. Die Steinbachtalsperre drohe \u00fcberzulaufen. Im Bereich der Swist bestehe \u00dcberflutungsgefahr. Der Bereich sei gro\u00dffl\u00e4chig zu meiden.<\/p>\n<p>In Lohmar droht der Damm der Agger zu brechen. Davon sind die Stadtgebiete Donrath und Lohmar-Ort bedroht. Anwohner werden gebeten, sich in h\u00f6here Stockwerke oder in die Jachbachhalle in Lohmar zu begeben.<\/p>\n<p>Kreis Ahrweiler ruft den Katastrophenfall aus: &#8222;Es besteht Lebensgefahr&#8220; \u2013 Bundeswehr r\u00fcckt an <\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz hat die Kreisverwaltung Ahrweiler die Bev\u00f6lkerung wegen Starkregen und Hochwasser an der Ahr dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und sich wenn m\u00f6glich in h\u00f6here Stockwerke zu begeben. Der Kreis habe den Katastrophenfall ausgerufen.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Br\u00fccken im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler seien gesperrt und d\u00fcrfen unter keinen Umst\u00e4nden betreten oder befahren werden. Im Bereich der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr seien H\u00e4user von den Wassermassen zerst\u00f6rt und Tr\u00fcmmerteile sowie B\u00e4ume von der Ahr mitgerissen worden.<\/p>\n<p>&#8222;Derzeit werden in den St\u00e4dten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sowie im Stadtteil Bad Bodendorf alle Geb\u00e4ude im Umkreis von 50 Metern rechts und links der Ahr evakuiert,&#8220; hie\u00df es in einem Facebook-Post der Kreisverwaltung. N\u00f6tige Fahrten mit dem Auto sollten vermieden werden. &#8222;Die Lage ist sehr ernst. Es besteht Lebensgefahr!\u201c<\/p>\n<p>Zweiter Feuerwehrmann gestorben <\/p>\n<p>Im Bereich des Kraftwerks Elverlingsen im Nordrhein-Westfalen hat sich gegen 19 Uhr ein weiterer Ungl\u00fccksfall ereignet. Ein 52-J\u00e4hriger Feuerwehrmann kollabierte w\u00e4hrend eines Einsatzes und starb.\u00a0Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Bever-Talsperre in NRW l\u00e4uft \u00fcber\u00a0 <\/p>\n<p>Anwohner von Bever und Wupper in H\u00fcckeswagen werden seit Mitternacht aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. &#8222;Die Staumauer der Bever-Talsperre in H\u00fcckeswagen l\u00e4uft aktuell \u00fcber&#8220;, warnten die Beh\u00f6rden. Es bestehe Gefahr der \u00dcberflutung, die Menschen sollten sich in h\u00f6here Lagen begeben.\u00a0<\/p>\n<p>Wupper-Talsperre droht \u00fcberzulaufen: Lebensgefahr f\u00fcr Anwohner <\/p>\n<p>Nach enormen Regenf\u00e4llen bef\u00fcrchten die Beh\u00f6rden im Bergischen Land einen unkontrollierten \u00dcberlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald. Der Oberbergische Kreis warnte am Abend unter der \u00dcberschrift &#8222;Evakuierung&#8220; davor, dass der Wasserstand der Wupper im Stadtgebiet von Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen wird. &#8222;Es besteht die akute Gefahr der \u00dcberflutung&#8220;, hie\u00df es in der Warnung. Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. &#8222;Es besteht akute Lebensgefahr!&#8220;<\/p>\n<p>Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz des Kreises wird derzeit noch kontrolliert Wasser abgelassen &#8211; von der Wupper-Talsperre und auch von der h\u00f6her gelegenen Bever-Talsperre, deren Wasser in der Wupper-Talsperre lande. Im Fall der Wupper-Talsperre soll damit Druck vom Sperrdeich genommen werden.<\/p>\n<p>Aus Sicherheitsgr\u00fcnden wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem sp\u00e4ten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. F\u00fcr Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet. Seit Mitternacht wurden auch die Anwohner von Bever und Wupper in H\u00fcckeswagen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.<\/p>\n<p>\u00dcberflutete Autobahnen in NRW sorgen f\u00fcr Sperrungen und Staus <\/p>\n<p>Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch auf zahlreichen Autobahnen f\u00fcr \u00fcberflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge.<\/p>\n<p>Am Abend wurde in K\u00f6ln die A1 zwischen dem Kreuz K\u00f6ln-West und K\u00f6ln-Bocklem\u00fcnd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein \u00fcberfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. \u00dcberflutete Fahrbahnen oder Unwettersch\u00e4den meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43, 44, 59, 61 und 553. Gegen 22.00 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern.<\/p>\n<p>Stolberg teils \u00fcberflutet \u2013 Bewohner sollen H\u00e4user verlassen <\/p>\n<p>In Stolberg bei Aachen ist durch den starken Regen der Vichtbach \u00fcber die Ufer getreten und hat die Altstadt teilweise \u00fcberflutet. &#8222;Mehrere Stra\u00dfen im Stadtgebiet sind derzeit nicht passierbar&#8220;, berichtet die Stadt.<\/p>\n<p>Mehrere Autos stecken nach Starkregen auf einer \u00fcberfluteten Stra\u00dfe in Stolberg fest: Dort mussten Bewohner ihre H\u00e4user verlassen. (Quelle: Ralf Roeger\/dpa)<\/p>\n<p>Die Kommune bat die Anwohner des Baches eindringlich, die H\u00e4user im \u00dcberschwemmungsgebiet zu verlassen. &#8222;Bitte begeben Sie sich zu Freunden und Verwandten oder in die Notunterk\u00fcnfte.&#8220; F\u00fcr die Notunterk\u00fcnfte suchte die Stadt noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Zur Unterst\u00fctzung der \u00f6rtlichen Einsatzkr\u00e4fte seien mittlerweile auch ausw\u00e4rtige Kr\u00e4fte eingetroffen.<\/p>\n<p>Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten nach Starkregen in NRW <\/p>\n<p>Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im\u00a0Sauerland\u00a0(Nordrhein-Westfalen) ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das best\u00e4tigte ein Sprecher der\u00a0Polizei\u00a0im M\u00e4rkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken. Am Fluss Nette seien dem jungen Mann die Beine weggerissen worden, berichtete der WDR. Die genauen Umst\u00e4nde seien noch unklar.<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen, Altena: Durch Starkregen kam es zu einem Erdrutsch nahe der Feuerwache. (Quelle: Markus Kl\u00fcmper\/dpa)<\/p>\n<p>In Altena haben die starken\u00a0Regenf\u00e4lle\u00a0viele Sch\u00e4den verursacht. Die Stadt war am Mittwoch &#8222;so gut wie nicht erreichbar&#8220;, teilte die Polizei mit.<\/p>\n<p>Landkreis Vulkaneifel ruft den Notstand aus <\/p>\n<p>Wegen schwerer Regenf\u00e4lle hat der Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz den Katastrophenfall ausgerufen.\u00a0 &#8222;Bleiben Sie zu Hause!\u00a0Alle Schulen im Landkreis bleiben morgen geschlossen!&#8220;, hei\u00dft es auf der Internetseite der Kreisverwaltung. &#8222;Ab sofort werden alle Eins\u00e4tze von der Technischen Einsatzleitung in Hillesheim koordiniert. Die Bundeswehr steht ebenfalls zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem sind alle Rettungskr\u00e4fte (Feuerwehr, THW, DRK) im Dauereinsatz.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele \u00fcberschwemmte Stra\u00dfen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind&#8220;, sagte Landr\u00e4tin Julia Gieseking (SPD).\u00a0Sie rief die Menschen zur Vorsicht auf.<\/p>\n<p>Stromausfall an Krankenhaus drohte: Patienten verlegt <\/p>\n<p>Nach Stromausf\u00e4llen in Folge des Starkregens hat ein Krankenhaus in Wesseling im Rhein-Erft-Kreis zeitweise um seine Stromversorgung bangen m\u00fcssen. Mehrere Patienten der Intensivstation des Dreifaltigkeitskrankenhauses waren daher am Mittwochabend vorsorglich in umliegende Krankenh\u00e4user transportiert worden. Ein Notstromaggregat des Stromversorgers RWE sei aber inzwischen herbeitransportiert und angeschlossen worden und sichere die weitere Versorgung der Klinik, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend.<\/p>\n<p>Wie in vielen Orten Nordrhein-Westfalens sind in Wesseling Stra\u00dfen nach heftigem Dauerregen am Mittwochnachmittag \u00fcberflutet worden und Keller vollgelaufen. Weil auch Trafos \u00fcberschwemmt wurden, fiel in zahlreichen Haushalten der Strom aus.<\/p>\n<p>Chemiepark-Abw\u00e4sser laufen auf Stra\u00dfe <\/p>\n<p>Nach dem \u00dcberlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage im Chemiepark Knapsack in H\u00fcrth bei K\u00f6ln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Zentrale Einsatzleitung des Chemieparks mitteilte, hat der viele Regen zu Einschr\u00e4nkungen an der Anlage gef\u00fchrt. Ein \u00dcberlaufen habe nicht verhindert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Stra\u00dfe gekommen. Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit &#8222;ein paar&#8220;. Der Chemiepark machte zun\u00e4chst keine Angaben dar\u00fcber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgel\u00f6st haben k\u00f6nnten. Im Chemiepark sind nach eigenen Angaben rund 30 Unternehmen t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Starkregen bringt Bahnverkehr in NRW zum Erliegen <\/p>\n<p>Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat den Bahnverkehr am Mittwoch massiv beeintr\u00e4chtigt. Im Tagesverlauf wurde auf zahlreichen Linien der Betrieb eingestellt. Die Deutsche Bahn berichtete von Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4llen von Z\u00fcgen zwischen K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf sowie zwischen K\u00f6ln und Wuppertal.<\/p>\n<p>Die Strecken K\u00f6ln-Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. Auch auf der Strecke K\u00f6ln-Aachen war kein Zugverkehr m\u00f6glich. Am Abend stellte au\u00dferdem der vom Bahnunternehmen National Express betriebene RE6 zwischen K\u00f6ln\/Bonn Flughafen und Minden nach mehreren Unwettersch\u00e4den seinen Betrieb f\u00fcr den Rest des Tages ein.<\/p>\n<p>ICE-Z\u00fcge zwischen Frankfurt und Br\u00fcssel fuhren nur zwischen Frankfurt und K\u00f6ln. Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, den Bereich Nordrhein-Westfalen weitr\u00e4umig zu umfahren. &#8222;Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach M\u00f6glichkeit auf die kommenden Tage&#8220;, hie\u00df es in einer Mitteilung.<\/p>\n<p>\u00dcberflutete Autobahnen \u2013 Sperrungen und Staus <\/p>\n<p>Auf vielen Autobahnen sorgte der Starkregen f\u00fcr \u00fcberflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in K\u00f6ln die A1 zwischen dem Kreuz K\u00f6ln-West und K\u00f6ln-Bocklem\u00fcnd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein \u00fcberfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten.<\/p>\n<p>\u00dcberflutete Fahrbahnen oder Unwettersch\u00e4den meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43, 44, 59, 61 und 553. Gegen 22 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern.<\/p>\n<p>An der A 61 in Fahrtrichtung S\u00fcden vor dem Autobahndreieck Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde laut Polizei die Fahrbahn untersp\u00fclt und eine St\u00fctzwand kippte um. Ein Sachverst\u00e4ndige bef\u00fcrchtete das Abrutschen der Fahrbahn, weshalb sie komplett gesperrt wurde. Wie lange die Fahrbahn gesperrt bleibt, ist unklar.<\/p>\n<p>Unwetter sorgt in Wuppertal f\u00fcr Stromausfall <\/p>\n<p>Der viele Regen hat in Wuppertal f\u00fcr Stromausf\u00e4lle gesorgt. Im Stadtteil Elberfeld West waren am Mittwochabend bis zu 8.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ohne Strom, wie die Stadt mitteilte. Im Rathaus stand der Keller den Angaben zufolge mehr als einen Meter unter Wasser. Der Krisenstab der Stadt zog daher vom Rathaus in eine Feuerwache.<\/p>\n<p>Der Pegelstand der Wupper erreichte laut Stadt mit 3,40 Meter einen H\u00f6chststand. Der normalerweise in einem tiefen Flussbett durch die Stadt laufende Fluss trat an mehreren Stellen \u00fcber die Ufer. Der Busverkehr wurde eingestellt. &#8222;Bitte haben Sie Verst\u00e4ndnis, dass die Feuerwehr derzeit keine Keller leer pumpen kann!&#8220;, schrieb die Stadt auf ihrer Internetseite. &#8222;Es gibt zu viele Einsatzorte und es gibt auch keine Stellen, wo das Wasser hingepumpt werden kann.&#8220; Die Stadt warnte die Bewohner vor dem Betreten vollgelaufener Keller und Tiefgaragen. &#8222;Es besteht Lebensgefahr!&#8220;<\/p>\n<p>Dach eines Gesch\u00e4fts st\u00fcrzt im Starkregen ein \u2013 ein Mensch verletzt <\/p>\n<p>Starkregen hat das Flachdach eines Einzelhandelsgesch\u00e4fts in einem Einkaufszentrum in W\u00fcrselen bei\u00a0Aachen\u00a0einst\u00fcrzen lassen. Eine verletzte Person habe sich selbst retten k\u00f6nnen, teilte die Stadt mit. &#8222;Vermutlich hat das Dach den Wassermassen nicht standgehalten.&#8220;<\/p>\n<p>Tr\u00fcmmer des Dachs liegen in einem Einzelhandelsgesch\u00e4ft in W\u00fcrselen: Eine verletzte Person habe sich selbst retten k\u00f6nnen, teilte die Stadt mit.  (Quelle: Ralf Roeger\/dpa)<\/p>\n<p>Der Bereich sei mit Rettungshunden abgesucht worden, es wurden jedoch keine weiteren Menschen in dem Geb\u00e4ude entdeckt. Der Komplex mit mehreren Gesch\u00e4ften wurde zun\u00e4chst komplett ger\u00e4umt. Nachdem das Geb\u00e4ude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingest\u00fcrzten Dach gesperrt.<\/p>\n<p>Gelb bis violett: Das bedeuten die Unwetterwarnstufen <\/p>\n<p>Blitze, Hagel, Starkregen \u2013 Unwetter haben in den vergangenen Tagen vielerorts Sch\u00e4den angerichtet. \u00dcber solche Wetterlagen informiert der Deutsche Wetterdienst regelm\u00e4\u00dfig und gibt im Ernstfall auch amtliche Unwetterwarnungen heraus. Wir erkl\u00e4ren, was die einzelnen Stufen bedeuten.<\/p>\n<p>Heftige Regenf\u00e4lle in NRW \u2013 Kornelim\u00fcnster droht \u00dcberflutung <\/p>\n<p>Durch die heftigen Regenf\u00e4lle droht eine \u00dcberflutung des historischen Stadtkerns von Kornelim\u00fcnster in Aachen. Grund sei der steigende Pegel des Flusses Inde in dem Stadtteil, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, um Menschen aus Teilen des historischen Altstadtkerns aufnehmen zu k\u00f6nnen. Die betroffenen Haushalte w\u00fcrden von st\u00e4dtischen Mitarbeitern informiert und gebeten, ein paar Dinge zusammenzupacken. Wer bei Familie oder Freunden unterkommen kann, solle dies zu tun. &#8222;Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle&#8220;, teilte die Stadt am fr\u00fchen Nachmittag mit.<\/p>\n<p>Eine Sandsack-F\u00fcllmaschine wurde nach Angaben der Stadt am Dienstag in Betrieb genommen. 10.000 S\u00e4cke seien gef\u00fcllt worden. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrden Sands\u00e4cke aus K\u00f6ln und D\u00fcren abgeholt. Insgesamt sollten im Laufe des Mittwochs 50.000 S\u00e4cke einsatzbereit sein. Der Ortskern sei inzwischen ohne Stromversorgung, da eine Spannungsanlage abgeschaltet worden sei, schrieben die Aachener Stadtwerke auf Twitter. Etliche Haushalte im Umfeld des Inde-Ufers seien damit bis auf Weiteres ohne Strom, berichtete die &#8222;Aachener Zeitung&#8220;. Sobald es m\u00f6glich sei, sollte die Versorgung wiederhergestellt werden. Die Feuerwehr versuche, auch Kulturdenkm\u00e4ler aus der historischen Innenstadt zu retten, sagte der Branddirektor von Aachen, J\u00fcrgen Wolff, zur &#8222;Welt&#8220;.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0Rund 200 Feuerwehrleute und THE-Helfer seien auch in anderen Teilen von Aachen den ganzen Tag \u00fcber im Einsatz gewesen, berichtete die &#8222;Aachener Zeitung&#8220;. Es seien noch keine gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den gemeldet worden. Schon zur Mittagszeit habe sich angedeutet, dass der historische H\u00f6chststand vom 27. Februar 2006 am Nachmittag erreicht sein d\u00fcrfte.\u00a0<\/p>\n<p>Platz \u00fcberschwemmt \u2013 Arzt beseitigt Wassermassen <\/p>\n<p>Ganz K\u00f6ln ist betroffen vom Dauerregen, der Rheinpegel steigt stetig. Auch am Wiener Platz gab es \u00dcberschwemmungen, ausgel\u00f6st durch einen verstopften Gullydeckel. Doch Rettung nahte \u2013 in Form eines Arztes, der die Sache selbst in die Hand nahm. Lesen Sie die ganze Geschichte hier.<\/p>\n<p>NRW-Innenminister warnt vor &#8222;au\u00dferordentlich schwieriger&#8220; Lage <\/p>\n<p>\u00dcberflutete Stra\u00dfen, ein evakuiertes Seniorenheim, von Wassermassen eingeschlossene Autofahrer: Tief &#8222;Bernd&#8220; zieht \u00fcber Deutschland und h\u00e4lt die Rettungskr\u00e4fte in Atem. Ein Bundesland ist besonders betroffen. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf:\u00a0Hochwasser bedroht Siedlung \u2013\u00a0Anwohner sollen Gebiet verlassen <\/p>\n<p>Rund 350 Geb\u00e4ude sind betroffen: Die Stadt D\u00fcsseldorf hat die Anwohner im Stadtteil Grafenberg aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Hochwasser k\u00f6nnte die Ostparksiedlung \u00fcberschwemmen. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrliche Seitenwinde: Ab dieser Windst\u00e4rke bleibt das Auto besser stehen <\/p>\n<p>Ein Sturm kann Autofahrern gef\u00e4hrlich werden. Schon bei Windst\u00e4rke f\u00fcnf sei Vorsicht angesagt, mahnt der ADAC. Das sollten Sie beachten.<\/p>\n<p>Unwetter \u00fcber Eifel: Umweltamt warnt vor 20-Jahr-Hochwasser <\/p>\n<p>Heftige Unwetter haben auch die Eifel erreicht. Die Verbandsgemeinde Pr\u00fcm meldete am Mittwoch eine &#8222;bedrohliche Wetterlage&#8220; \u00fcber dem Pr\u00fcmer Land. Die Feuerwehr sei seit dem Vormittag im Dauereinsatz, sagte ein Gemeindesprecher. Die Pegelst\u00e4nde der B\u00e4che seien stark angestiegen, zahlreiche Keller vollgelaufen. Eine Stra\u00dfe musste kurzzeitig wegen \u00dcbersp\u00fclung gesperrt werden. Die Feuerwehr verteilte demnach rund 5.000 Sands\u00e4cke in der Verbandsgemeinde.<\/p>\n<p>Das rheinland-pf\u00e4lzische Umweltamt meldete eine &#8222;hohe Hochwassergef\u00e4hrdung&#8220; f\u00fcr das obere Kyll-Einzugsgebiet. Es sei mit \u00dcber-20-j\u00e4hrlichem Hochwasser zu rechnen. Das bedeutet, dass gem\u00e4\u00df Modellrechnungen Hochwasser auftreten kann, das im statistischen Mittel nur etwa alle 20 Jahre einmal eintritt. Keller k\u00f6nnten \u00fcberfluten und \u00fcber\u00f6rtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden.<\/p>\n<p>Hagen:\u00a0Wassermassen machen Altenheim unbewohnbar <\/p>\n<p>Aufgrund des Unwetters musste in Hagen ein Altenheim evakuiert werden \u2013 die Unterkunft sei unbewohnbar. Die Stadt appelliert an die Einwohner, zu Hause zu bleiben. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>An Fl\u00fcssen in Nordrhein-Westfalen steigen Wasserst\u00e4nde <\/p>\n<p>Nach den heftigen Regenf\u00e4llen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Fl\u00fcssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte \u00fcberschritten. &#8222;Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fl\u00e4che und Intensit\u00e4t absolut ungew\u00f6hnlich&#8220;, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes f\u00fcr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg.<\/p>\n<p>So f\u00fchrten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass \u00f6rtliche \u00dcberflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelst\u00e4nde von Inde und Wurm nach &#8222;langanhaltendem Bindfadenregen&#8220; Sorgen. Beide Gew\u00e4sser m\u00fcnden in die Rur und lassen auch dort die Wasserst\u00e4nde steigen. So drohte am Mittwoch der Fluss Inde den historische Stadtkern von Kornelim\u00fcnster in Aachen zu \u00fcberfluten, wie die Stadt mitteilte.<\/p>\n<p>Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach f\u00fcr das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die \u00f6rtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf \u00dcberflutungen einstellen m\u00fcssten. &#8222;Die B\u00f6den sind ges\u00e4ttigt und k\u00f6nnen kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gew\u00e4ssern bemerkbar machen&#8220;, sagte Mehlig.<\/p>\n<p>Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit Gewittern und extremem Starkregen gelten f\u00fcr den S\u00fcdwesten von Nordrhein-Westfalen noch bis zum Donnerstagmorgen. Dann k\u00f6nnten erneut Eifel, Sauerland, Rheinland, Ruhrgebiet und Bergisches Land von neuen heftigen Niederschl\u00e4gen betroffen sein.<\/p>\n<p>Mann will Feuerwehr von Unwetterma\u00dfnahmen abhalten <\/p>\n<p>Ein Mann hat die Feuerwehr vom Verteilen von Sands\u00e4cken aufgrund des Starkregens abhalten wollen. Der 48-J\u00e4hrige hatte am fr\u00fchen Mittwochmorgen in Graitschen bei B\u00fcrgel (Saale-Holzland-Kreis) zwei Autos so auf der Stra\u00dfe abgestellt, dass ein Durchkommen f\u00fcr die Feuerwehr unm\u00f6glich war, wie die Polizei mitteilte. Dabei kollidierte er noch mit einem geparkten Fahrzeug und verursachte einen vierstelligen Schaden. Zudem soll der auf den Einsatzwagen einschlagende Mann auch zwei Feuerwehrleuten mit Schl\u00e4gen gedroht haben, sollten sie die Ma\u00dfnahmen nicht abbrechen.<\/p>\n<p>Die hinzugerufene Polizei stellte einen Atemalkohol von mehr als zwei Promille fest. Warum der Mann die Feuerwehr abhalten wollte, blieb unklar. In der Nacht war es in mehreren Orten in Th\u00fcringen zu heftigen Unwettern mit Gewitter und Starkregen gekommen.<\/p>\n<p>\n<!--noindex--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/panorama\/katastrophen\/id_90444778\/flutkatastrophe-laschet-seehofer-katastrophen-alarm-aufs-handy-kommt.html\" rel=\"nofollow\">Source link <\/a><br \/>\n<!--\/noindex--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Flutungl\u00fcck wird viel \u00fcber den Katastrophenschutz diskutiert. Nun k\u00f6nnte eine effektivere Warntechnik zum Einsatz kommen. Beim DRK hat man derweil Sorge vor dem Wochenende.\u00a0Alle Infos im Newsblog. Foto-Serie mit 59 Bildern Tief &#8222;Bernd&#8220; hat in Deutschland eine beispiellose Katastrophe ausgel\u00f6st: Durch enormen Starkregen sind Regionen \u00fcberschwemmt und v\u00f6llig verw\u00fcstet worden. 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