{"id":2233,"date":"2021-08-20T01:16:45","date_gmt":"2021-08-20T01:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/selectednews.info\/de\/taliban-toeten-angehoerigen-eines-deutsche-welle-journalisten\/"},"modified":"2021-08-20T01:17:00","modified_gmt":"2021-08-20T01:17:00","slug":"taliban-toeten-angehoerigen-eines-deutsche-welle-journalisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/selectednews.info\/de\/taliban-toeten-angehoerigen-eines-deutsche-welle-journalisten\/","title":{"rendered":"Taliban t\u00f6ten Angeh\u00f6rigen eines Deutsche-Welle-Journalisten"},"content":{"rendered":"<p>Die Taliban f\u00fchren offenbar &#8222;Priorit\u00e4tslisten&#8220; und suchen nach Menschen, die sie festnehmen wollen. Einen Angeh\u00f6rigen eines Journalisten haben sie nun gezielt get\u00f6tet. Alle Informationen im Blog.<\/p>\n<p>Die Taliban haben binnen weniger Tage den Gro\u00dfteil Afghanistans und die Hauptstadt Kabul eingenommen \u2013 und damit offenkundig die Nato-Staaten \u00fcberrascht. Einzig der Flughafen in der Hauptstadt ist noch unter US-Kontrolle. Die Bundesregierung hat eine eilige Evakuierungsaktion gestartet, um deutsche Staatsb\u00fcrger und afghanische Ortskr\u00e4fte\u00a0in Sicherheit zu bringen.\u00a0<\/p>\n<p>Die fortlaufenden Ereignisse lesen Sie hier im Blog:<\/p>\n<p>Taliban t\u00f6ten Angeh\u00f6rigen eines DW-Journalisten <\/p>\n<p>Die Taliban intensivieren laut einem UN-Bericht ihre Suche nach Afghanen, die mit den US- und Nato-Truppen kooperiert haben. Die radikalislamische Miliz f\u00fchre &#8222;Priorit\u00e4tenlisten&#8220; von Menschen, die sie festnehmen wolle, hie\u00df es in einem vertraulichen Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Besonders gef\u00e4hrdet seien diejenigen, die eine zentrale Rolle im afghanischen Milit\u00e4r, in der Polizei und im Geheimdienst gespielt haben.<\/p>\n<p>Die\u00a0Deutsche\u00a0Welle\u00a0(DW) berichtete am Donnerstag \u00fcber einen Angriff auf die Familie eines DW-Journalisten. Einer seiner Verwandten sei dabei get\u00f6tet und ein weiter schwer verletzt worden. Der Journalist arbeite inzwischen in Deutschland.<\/p>\n<p>Der t\u00f6dliche Angriff belege die &#8222;akute Gefahr, in der sich alle unsere Mitarbeitenden und ihre Familien in Afghanistan befinden&#8220;, erkl\u00e4rte der Intendant des\u00a0deutschen Auslandssenders, Peter Limbourg. &#8222;Die Taliban f\u00fchren in Kabul und auch in den Provinzen offenbar schon eine organisierte Suche nach Journalisten durch. Die Zeit l\u00e4uft uns davon!&#8220;<\/p>\n<p>Laschet\u00a0bef\u00fcrwortet Gespr\u00e4che mit Taliban, um Menschen zu helfen <\/p>\n<p>Unions-Kanzlerkandidat Armin\u00a0Laschet\u00a0bef\u00fcrwortet diplomatische Gespr\u00e4che mit den Taliban, um gef\u00e4hrdeten Menschen in Afghanistan zu helfen. &#8222;Die Kunst guter Au\u00dfenpolitik besteht gerade darin, mit solchen Staaten zu L\u00f6sungen zu kommen, deren Ziele und Menschenbild unsere Gesellschaft zu Recht ablehnt&#8220;, sagte\u00a0Laschet\u00a0der &#8222;Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung&#8220; (Freitag). &#8222;Den Dialog mit den Taliban zu verweigern, w\u00fcrde den Menschen nicht helfen, die aus Afghanistan herauswollen&#8220;, sagte\u00a0Laschet, der auch CDU-Chef ist.<\/p>\n<p>Laschet\u00a0sagte:\u00a0&#8222;Wir m\u00fcssen unsere Erwartung sehr deutlich machen, dass die Menschen, die f\u00fcr uns gearbeitet haben, in absehbarer Zeit ausreisen d\u00fcrfen.&#8220; Eine von ihm gef\u00fchrte Bundesregierung s\u00e4he es als ihre Pflicht an, all diejenigen aufzunehmen, die Deutschland beim Einsatz der letzten Jahre geholfen h\u00e4tten. &#8222;Wir haben hier eine Schutzverantwortung. Auch \u00fcber den heutigen Tag hinaus.&#8220;<\/p>\n<p>Laschet\u00a0sagte, es gebe sicher eine gro\u00dfe Bereitschaft in Deutschland, die Menschen aufzunehmen, die Deutschen in Afghanistan geholfen h\u00e4tten \u2013 und dar\u00fcber hinaus auch besonders bedrohte Menschen. &#8222;Die Furcht vor den Taliban, vor deren Unterdr\u00fcckung und Gewalt, kann, glaube ich, jeder nachvollziehen&#8220;, f\u00fchrte er aus. &#8222;Gleichzeitig gibt es aber auch den Wunsch nach einer geordneten Migration.&#8220; Was sich nicht wiederholen d\u00fcrfe, seien &#8222;unkontrollierte Zust\u00e4nde wie im Syrien-Konflikt&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeswehr fliegt weitere 180 Personen aus Kabul aus <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat weitere Menschen aus Kabul ausgeflogen. Um kurz vor 23.00 Uhr sei erneut ein A400M mit mehr als 180 Personen an Bord vom Kabuler Flughafen in Richtung der usbekischen Hauptstadt Taschkent gestartet, teilt die Bundeswehr auf Twitter mit. Au\u00dferdem sei ein weiterer A400M um 23.16 Uhr in Kabul gelandet, um zu sch\u00fctzende Personen auszufliegen.\u00a0<\/p>\n<p>Deutschland sagt 100 Millionen Euro Soforthilfe f\u00fcr afghanische Fl\u00fcchtlinge zu <\/p>\n<p> Weiterlesen<\/p>\n<p>Die Bundesregierung stellt eine Soforthilfe in H\u00f6he von 100 Millionen Euro f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aus Afghanistan bereit. &#8222;Mit dem Geld sollen internationale Hilfsorganisationen unterst\u00fctzt werden, die die Menschen in den Nachbarl\u00e4ndern unterst\u00fctzen&#8220;, teilte das Ausw\u00e4rtige Amt am Donnerstag mit.<\/p>\n<p>Facebook will afghanische Nutzerkonten sch\u00fctzen <\/p>\n<p>Facebook hat aus Sicherheitsgr\u00fcnden vor\u00fcbergehend f\u00fcr Nutzerkonten in Afghanistan die M\u00f6glichkeit entfernt, Freundeslisten einzusehen oder zu durchsuchen. Wie der Leiter f\u00fcr Sicherheitspolitik des Unternehmens, Nathaniel Gleicher, \u00fcber Twitter mitteilt, hat Facebook au\u00dferdem ein &#8222;Einmal-Klick-Tool&#8220; f\u00fcr Nutzer in Afghanistan entwickelt, mit dem sie schnell ihre Konten sperren k\u00f6nnen. Das Unternehmen wolle auch afghanische Instagram-Konten sch\u00fctzen, so Gleicher.<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenministerium: Rund 6.000 Menschen warten am Flughafen in Kabul <\/p>\n<p>Am Flughafen Kabul warten nach Angaben des US-Au\u00dfenministeriums inzwischen rund 6.000 Menschen, die alle Voraussetzungen f\u00fcr die Ausreise erf\u00fcllen und bald ausgeflogen werden d\u00fcrften. &#8222;Ich kann best\u00e4tigen, dass sich derzeit 6.000 Personen am Flughafen befinden, die von unserem Konsularteam vollst\u00e4ndig abgefertigt wurden und bald an Bord der Flugzeuge gehen werden&#8220;, sagte der Sprecher des Ministeriums, Ned Price am Donnerstag. Es handele sich um US-Amerikaner, Afghanen und Menschen aus anderen Staaten.<\/p>\n<p>&#8222;Wir erwarten, dass heute Nacht etwa 20 Fl\u00fcge starten werden&#8220;, sagte er weiter. Price zufolge hat es bisher nur Berichte von einer Hand voll US-Amerikaner gegeben, die es nicht zum Flughafen geschafft h\u00e4tten. Rund um den Flughafen herrscht Chaos. Viele Menschen berichteten, dass es kein Durchkommen gebe.<\/p>\n<p>Dritte Bundeswehr-Maschine nach Kabul gestartet <\/p>\n<p>Am Donnerstag ist gegen 20.30 Uhr eine das dritte Flugzeug in Richtung Kabul gestartet und um 21.55 Uhr gelandet, wie die Bundeswehr mitteilte. Ein weiteres Flugzeug sei bereits auf dem Weg nach Kabul.<\/p>\n<p>Zweiter Bundeswehr-Flieger am Donnerstag fliegt 150 Menschen aus <\/p>\n<p>Mit dem zweiten Evakuierungsflug der Bundeswehr am Donnerstag werden 150 Menschen ausgeflogen. Die Maschine startete um 18.42 Uhr deutscher Zeit in Kabul und fliegt nun in die usbekische Hauptstadt Tashkent, wie die Bundeswehr auf Twitter berichtet.<\/p>\n<p>Katar will Hunderte afghanische Zivilisten ausfliegen <\/p>\n<p>Katar will nach eigenen Angaben Hunderte afghanische Zivilisten aus ihrem Heimatland ausfliegen. Darunter seien Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, Journalisten und Studentinnen, teilte die Regierung in Doha am Donnerstag mit. Nach Angaben der katarischen Botschaft in Berlin brachte die Luftwaffe des Landes auch drei Deutsche in das Emirat am Golf.<\/p>\n<p>Trump: USA sollten fr\u00fchere St\u00fctzpunkte in Afghanistan bombardieren <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r sollte nach Ansicht des ehemaligen Pr\u00e4sidenten Donald Trump seine fr\u00fcheren St\u00fctzpunkte in Afghanistan in Grund und Boden bombardieren. Zun\u00e4chst sollten alle US-B\u00fcrger und alle Ausr\u00fcstung au\u00dfer Landes gebracht werden, erkl\u00e4rte Trump am Donnerstag. &#8222;Dann bombardiert man die St\u00fctzpunkte in Bruchst\u00fccke.&#8220; Damit g\u00e4be es &#8222;kein Chaos, keine Toten&#8220;, und die Afghanen &#8222;w\u00fcssten nicht mal, dass wir weg sind&#8220;, behauptete Trump.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise noch Hunderte Deutsche in Afghanistan <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat inzwischen 244 deutsche Staatsb\u00fcrger aus Afghanistan evakuiert \u2013 weit mehr als urspr\u00fcnglich erwartet. Und immer noch k\u00f6nnten sich mehrere hundert im Land aufhalten. Auf der Krisenliste des Ausw\u00e4rtigen Amts hat sich inzwischen &#8222;eine mittlere dreistellige Zahl&#8220; Deutscher registriert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ministerium erfuhr.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich waren es knapp 100. Viele haben sich wegen der dramatischen Lage in Afghanistan nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban nachgemeldet. Die Zahlen \u00e4ndern sich st\u00e4ndig. Nicht ber\u00fccksichtigt sind die 40 Botschaftsmitarbeiter, die mit einer US-Maschine bereits in der Nacht zu Montag nach Katar ausgeflogen wurden.<\/p>\n<p>Strobl: Gro\u00dfe Bereitschaft zur Aufnahme afghanischer Ortskr\u00e4fte <\/p>\n<p>Die Bundesl\u00e4nder wollen den Bund nach Angaben des Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (CDU), bei der Aufnahme afghanischer Ortskr\u00e4fte unterst\u00fctzen. &#8222;In den L\u00e4ndern gibt es die gro\u00dfe Bereitschaft, sich dieser Menschen dann anzunehmen&#8220;, sagte der baden-w\u00fcrttembergische Ressortchef der Deutschen Presse-Agentur in Berlin auf Anfrage. Auch die deutschen Staatsb\u00fcrgerinnen und Staatsb\u00fcrger m\u00fcssten nun schnellstens aus Afghanistan evakuiert werden. Hier gebe es Konsens mit dem\u00a0Bund, was die aktuelle Lage in Afghanistan betreffe.<\/p>\n<p>G7-Au\u00dfenminister fordern gemeinsames Vorgehen <\/p>\n<p>Die Au\u00dfenminister der sieben f\u00fchrenden Industriestaaten (G7) fordern nach einem virtuellen Treffen ein gemeinsames Vorgehen der Staatengemeinschaft zu Afghanistan. Es m\u00fcsse eine weitere Eskalation verhindert werden, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung, die der britische Au\u00dfenminister Dominic Raab herausgibt. Zu den G7 geh\u00f6ren neben Gro\u00dfbritannien auch Deutschland, die USA, Italien, Frankreich, Kanada und Japan. Die G7-Au\u00dfenminister forderten zudem von den Taliban, die Sicherheit ausreisewilliger Menschen \u2013 egal ob Ausl\u00e4nder oder Afghanen \u2013 zu garantieren.<\/p>\n<p>F-18-Kampfjets fliegen \u00dcberwachungsfl\u00fcge \u00fcber Kabul <\/p>\n<p>Zur Absicherung der Evakuierungsmission in Kabul fliegen die US-Streitkr\u00e4fte nach eigenen Angaben \u00dcberwachungsfl\u00fcge mit Kampfjets \u00fcber der afghanischen Hauptstadt. Generalmajor William Taylor sagte am Donnerstag im US-Verteidigungsministerium, es handele sich um bewaffnete F-18-Kampfjets des Flugzeugtr\u00e4gerverbundes Ronald Reagan. Man habe ein &#8222;wachsames Auge&#8220; auf die Lage, die permanent bewertet werde, um die Sicherheit von Amerikanern zu sch\u00fctzen. Pentagon-Sprecher John Kirby sagte, es handele sich nicht um Tieffl\u00fcge. Er betonte, die US-Truppen h\u00e4tten das Recht, sich, andere Amerikaner und ihre Operationen zu verteidigen.<\/p>\n<p>F-18-Kampfjets (Archivbild): Die USA \u00fcberwachen nun die Lage in Kabul aus der Luft. (Quelle: imagebroker\/imago images)<\/p>\n<p>Bundeswehr fliegt 230 Menschen aus \u2013 weitere Maschine bereits in Kabul <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat am Nachmittag weitere 230 Menschen aus Kabul ausgeflogen und ist mittlerweile wieder in Usbekistan gelandet, hier es via Twitter. Demnach sei nach dem abheben des Flugzeugs bereits die n\u00e4chste A400M in Kabul.<\/p>\n<p>1.500 Afghanen ins Nachbarland Usbekistan geflohen <\/p>\n<p>Rund 1.500 afghanische Staatsb\u00fcrger sind seit der Machtergreifung der Taliban ins Nachbarland Usbekistan geflohen. Die Gefl\u00fcchteten hielten sich in oder nahe der Grenzstadt Termes auf, sagte ein Mitarbeiter der afghanischen Botschaft in Taschkent am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie h\u00e4tten die Grenze &#8222;auf verschiedenen Wegen&#8220; \u00fcberquert und w\u00fcrden nun schrittweise in andere L\u00e4nder gebracht.\u00a0<\/p>\n<p>Usbekistan geh\u00f6rt nicht zu den Unterzeichnerstaaten der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention. Im Juli hatte es Taschkent offenbar abgelehnt, auf Bitten Washingtons tausende Afghanen vor\u00fcbergehend aufzunehmen, w\u00e4hrend diese auf die Erteilung von Visa f\u00fcr die USA warteten.<\/p>\n<p>Afghanischer Nationalspieler von US-Milit\u00e4rflugzeug abgest\u00fcrzt <\/p>\n<p>Sie wollten aus Afghanistan fliehen, hielten sich an einem Flugzeug fest \u2013 und st\u00fcrzten in den Tod. Jetzt ist die Identit\u00e4t eines weiteren Opfers best\u00e4tigt: Es handelt sich um einen Fu\u00dfball-Nationalspieler. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeswehr startet n\u00e4chsten Evakuierungsflug <\/p>\n<p>Am Nachmittag deutscher Zeit ist erneut eine A400M von Usbekistan Richtung Kabul gestartet. Das teilte die Bundeswehr auf Twitter mit.<\/p>\n<p>Lage am Flughafen eskaliert\u00a0 <\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde am Flughafen in Kabul scheinen chaotischer zu werden. Die ARD-Korrespondentin Natalie Amiri teilte auf Twitter ein Video, welches schie\u00dfende Soldaten zeigt und Menschen, die sich verstecken und weglaufen. Amiri zufolge wird davon abgeraten, zum Flughafen zu kommen. Derzeit befindet sich eine deutsche Maschine auf dem Weg dorthin.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeswehr-General schildert dramatische Szenen <\/p>\n<p>Die Lage am Kabuler Flughafen ist nach Angaben des Bundeswehrgenerals Jens Arlt, der den deutschen Evakuierungseinsatz vor Ort f\u00fchrt, &#8222;angespannt&#8220;. Es spielten sich &#8222;dramatische Szenen ab&#8220;, schilderte er die Situation in einer Online-Pressekonferenz des Bundesverteidigungsministeriums. &#8222;Sie werden vielleicht den einen oder anderen Schuss im Hintergrund h\u00f6ren. Sie sehen die verzweifelten Augen der Afghanen und auch der Staatsb\u00fcrger unterschiedlicher Nationen, die einfach versuchen, in den inneren Bereich des Kabul International Airports zu gelangen. Das ist schon dramatisch, was wir sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Menschen vor dem Kabuler Flughafen: Es werden immer wieder Warnsch\u00fcsse abgegeben. (Quelle: ASVAKA NEWS\/Reuters)<\/p>\n<p>Der General berichtete von \u00e4u\u00dferen Kontrollringen der Taliban rund um den Flughafen und Zug\u00e4ngen, die von den USA\u00a0und andere Nationen besetzt seien. Die Menschen m\u00fcssten zun\u00e4chst den Au\u00dfenbereich erreichen. Menschen, die in den Innenbereich des Flughafens wollten, h\u00e4tten das Gef\u00fchl, dass ihnen die Zeit davonlaufe.<\/p>\n<p>Nach Arlts Angaben versuchen Vertreter der deutschen Seite, in den Au\u00dfenbereichen &#8222;unsere Leute&#8220; zu finden. &#8222;Der muss dann auch eine Chance haben, durch diese Massen nach vorne zu kommen, dass sie ihn dann in den inneren Bereich bringen. Das ist die gro\u00dfe Herausforderung.&#8220;<\/p>\n<p>Widerstand gegen Taliban formiert sich <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Verzweiflung ausreisewilliger Afghanen am Flughafen Kabul am Donnerstag weiter zugenommen hat,\u00a0formiert\u00a0sich\u00a0im Land\u00a0Widerstand\u00a0gegen\u00a0die\u00a0Taliban. Angef\u00fchrt vom fr\u00fcheren Vize-Pr\u00e4sidenten Amrullah Saleh und Ahmed Massud, dem Sohn eines ber\u00fchmten\u00a0Taliban-Gegners, bildet\u00a0sich\u00a0im Pandschirtal nord\u00f6stlich von Kabul eine\u00a0Widerstandsgruppe. Massud bat in einem Beitrag in der &#8222;Washington Post&#8220; um Unterst\u00fctzung der USA.<\/p>\n<p>Seinen K\u00e4mpfern h\u00e4tten\u00a0sich\u00a0Soldaten und Spezialeinheiten der afghanischen Armee angeschlossen, erkl\u00e4rte Massud. Seine &#8222;Mudschahedin-K\u00e4mpfer&#8220; seien &#8222;bereit, es erneut mit den\u00a0Taliban\u00a0aufzunehmen&#8220;. Angesichts des vielen US-Kriegsger\u00e4tes, das die\u00a0Taliban\u00a0bei ihrem Eroberungsfeldzug von der afghanischen Armee erbeutet h\u00e4tten, br\u00e4uchten sie aber &#8222;mehr Waffen, mehr Munition und mehr Nachschub&#8220;.<\/p>\n<p>Proteste gegen Taliban breiten sich in Afghanistan aus <\/p>\n<p>In Afghanistan flammen nach der \u00dcbernahme der Macht durch die radikal-islamischen\u00a0Taliban\u00a0erstmals in mehreren Teilen des Landes\u00a0Proteste\u00a0auf. Am Nationalfeiertag sei es in Kabul und in mehreren St\u00e4dten im Osten des Landes zu Menschenansammlungen gekommen, bei denen afghanische Fahnen geschwenkt wurden, berichteten Augenzeugen. In Asadabad seien mehrere Menschen bei\u00a0Protesten ums Leben gekommen, doch sei unklar, ob sie durch Sch\u00fcsse der\u00a0Taliban\u00a0oder eine anschlie\u00dfende Massenpanik get\u00f6tet worden seien, sagte ein Zeuge. In Kabul kam es ebenfalls zu\u00a0Protesten.<\/p>\n<p>Bundeswehr-Maschine auf dem Weg nach Kabul <\/p>\n<p>Um 14.13 Uhr deutscher Zeit ist ein weiteres Bundewehr-Flugzeug von Usbekistan in Richtung Kabul gestartet. Das teilte die Bundeswehr auf Twitter mit. Es ist das erste von vier Flugzeugen, die am Donnerstag weitere Menschen aus Kabul ausfliegen sollen.\u00a0<\/p>\n<p>Taliban feuern Warnsch\u00fcsse am Flughafen ab <\/p>\n<p>Wie die &#8222;Tagesschau&#8220; berichtet, schie\u00dfen die Taliban am Kabuler Flughafen in die Luft, um die Menschen zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, die auf das Gel\u00e4nde gelangen wollen. Die Taliban haben rings um das Gel\u00e4nde eigene Kontrollposten eingerichtet. Viele Menschen laufen in Panik davon, berichtet die &#8222;Tagesschau&#8220;. Die Lage vor Ort ist demnach noch immer chaotisch. Auch das US-Milit\u00e4r hat in den vergangenen Tagen immer wieder Warnsch\u00fcsse abgegeben. Mehrere Menschen starben bereits durch Schussverletzungen oder Massenpaniken.\u00a0<\/p>\n<p>Zahlreiche Autodiebst\u00e4hle und Einbr\u00fcche in Kabul <\/p>\n<p>In Kabul kommt es zu immer mehr Autodiebst\u00e4hlen und Einbr\u00fcchen. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, M\u00e4nner, die sich als Taliban ausg\u00e4ben, verschafften sich Zugang zu H\u00e4usern und n\u00e4hmen auch Autos oder Motorr\u00e4der mit. Unter den Betroffenen waren auch Angeh\u00f6rige des Milit\u00e4rs und ein ehemaliger hochrangiger Regierungsvertreter. Auch nach Waffen werde von vermeintlichen oder tats\u00e4chlichen Islamisten gezielt gesucht, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Lokale Medien berichteten aber auch von einfachen B\u00fcrgern, die angehalten wurden und denen dann das Auto direkt auf der Stra\u00dfe weggenommen wurde. In den vergangenen Tagen haben die Taliban wiederholt Telefonnummern ver\u00f6ffentlicht, die B\u00fcrger bei solchen Vorf\u00e4llen anrufen sollen.<\/p>\n<p>Zypern: Gefl\u00fcchteter Pr\u00e4sident Ghani hat keinen Asylantrag gestellt <\/p>\n<p>Der aus Afghanistan gefl\u00fcchtete Pr\u00e4sident Aschraf Ghani hat keinen Asylantrag in\u00a0Zypern\u00a0gestellt. Dies teilte der zyprische Regierungssprecher Marios Pelekanos am Donnerstag mit. &#8222;Weder bei der Asylbeh\u00f6rde hier noch in einer unserer Botschaften liegt ein solcher Antrag vor&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Der Sprecher des EU-Landes\u00a0Zypern\u00a0reagierte damit auf Informationen t\u00fcrkischer Medien, wonach\u00a0Zypern\u00a0eines der L\u00e4nder sei, wohin Ghani zu gehen plane. Ghani hatte angesichts des Vormarsches der militant-islamistischen Taliban am Sonntagvormittag sein Land verlassen. Bereits am Sonntagabend r\u00fcckten die Taliban in die Hauptstadt Kabul ein.<\/p>\n<p>Al-Kaida-Ableger im Jemen gratuliert Taliban zur Macht\u00fcbernahme <\/p>\n<p>Der jemenitische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida (Aqap) hat den Taliban zur Macht\u00fcbernahme in Afghanistan gratuliert. Der &#8222;Sieg&#8220; der Islamisten zeige, &#8222;dass der Dschihad und der Kampf (&#8230;) der richtige Weg zur Wiederherstellung von Rechten und zur Vertreibung von Invasoren und Besatzern&#8220; seien, hie\u00df es in einer Aqap-Erkl\u00e4rung vom Donnerstag, die von dem US-Analyseunternehmen Site Intelligence Group verbreitet wurde. Site ist auf die \u00dcberwachung islamistischer Websites spezialisiert.<\/p>\n<p>Taliban in Kandahar: Eine Al-Kaida-Gruppe aus dem Jemen hatte ihnen nun zur Eroberung Afghanistans gratuliert. (Quelle: Sidiqullah Khan\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Der Al-Kaida-Ableger k\u00fcndigte zudem an, eigene milit\u00e4rische Kampagnen fortzusetzen. Die Gruppe bezeichnete das Streben nach Demokratie als &#8222;tr\u00fcgerische Fata Morgana&#8220; und als &#8222;Teufelskreis, der mit einer Null beginnt und mit ihr endet&#8220;. Aqap-K\u00e4mpfer im jemenitischen Regierungsbezirk Bayda und in der s\u00fcdlichen Provinz Schabwa feierten am Sonntag die Machtergreifung der Taliban in Afghanistan mit einem Feuerwerk und Sch\u00fcssen in die Luft, wie Anwohner der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.<\/p>\n<p>Die Aqap ist nach US-Einsch\u00e4tzungen der gef\u00e4hrlichste Ableger des weltweiten Al-Kaida-Netzwerks. Seit den Anschl\u00e4gen vom 11. September gehen die USA mit Drohnenangriffen gegen Aqap-K\u00e4mpfer im Jemen vor.<\/p>\n<p>Tote bei Kundgebungen in Asadabad \u2013 Taliban feuern Sch\u00fcsse ab <\/p>\n<p>In der Provinzstadt Asadabad sind nach Angaben eines Augenzeugen mehrere Teilnehmer einer Kundgebung zum Nationalfeiertag get\u00f6tet worden. Taliban-K\u00e4mpfer h\u00e4tten Sch\u00fcsse abgegeben. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>S\u00f6der kritisiert Bundesregierung f\u00fcr gegenseitige Schuldzuweisungen <\/p>\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der hat die Bundesregierung f\u00fcr gegenseitige Schuldzuweisungen in der Afghanistan-Politik kritisiert. \u201eWir m\u00fcssen die deutsche Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik nochmal grundlegend bewerten\u201c, sagte Markus S\u00f6der auf einer Pressekonferenz nach einer Pr\u00e4sidiumssitzung der CSU. Insgesamt gebe die Regierung kein gutes Bild ab.<\/p>\n<p>Insbesondere Schuldzuweisungen zwischen den einzelnen Ministerien kritisierte S\u00f6der. \u201eIch halte davon nichts.\u201c Dies gebe keine souver\u00e4ne Au\u00dfenwirkung ab. &#8222;Jetzt ist das Gebot der Stunde: einen optimalen Regierungsablauf zu gew\u00e4hrleisten.&#8220; Die Aufarbeitung der Afghanistan-Politik m\u00fcsse nach der Wahl passieren. Auch personelle Debatten seien momentan nicht angebracht. \u201eWir gehen ohnehin davon aus, dass der Gro\u00dfteil der Betroffenen und in der Diskussion stehenden Personen nach der Wahl nicht mehr f\u00fcr neue Amtsaufgaben zur Verf\u00fcgung steht. Dies gelte insbesondere f\u00fcr den Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>Baerbock: Mit Taliban reden, um Menschenleben zu retten <\/p>\n<p>Angesichts der dramatischen Situation in Afghanistan hat die Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock f\u00fcr Gespr\u00e4che mit den radikalislamischen Taliban pl\u00e4diert. &#8222;Die einzige M\u00f6glichkeit, jetzt Menschen wirklich noch in Sicherheit zu bringen, die mit dem Tod bedroht sind, ist, mit den Taliban dar\u00fcber zu sprechen, dass diese Menschen noch zum Flughafen gebracht werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte Baerbock am Donnerstag im WDR. &#8222;Aber was wir nicht machen k\u00f6nnen, ist diese Regierung anzuerkennen, weil sie ist nicht die legitime Regierung, es ist eine islamistische Terrororganisation.&#8220;<\/p>\n<p>Die Bundesregierung habe in den vergangenen Wochen bei der Afghanistan-Politik versagt und Warnungen nicht ernst genommen, so dass viele Ortskr\u00e4fte nun in dem Land fests\u00e4\u00dfen. &#8222;Man muss sich nochmal vorstellen: Das sind Frauen, die sich jetzt irgendwo in Kabul verstecken, das sind K\u00f6che, das sind Dolmetscher mit Familienangeh\u00f6rigen, mit Kindern dabei, und deswegen gilt es jetzt alles zu tun, um diese Leben zu retten.&#8220; Dazu geh\u00f6re auch, mit den Taliban zu reden. Momentan m\u00fcsse der absolute Fokus auf der Rettung der Menschen liegen, betonte Baerbock.\u00a0<\/p>\n<p>Merkel gibt Regierungserkl\u00e4rung im Bundestag zu Afghanistan ab <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will dem Bundestag in der kommenden Woche in einer Regierungserkl\u00e4rung Auskunft \u00fcber die Afghanistan-Politik ihrer Regierung geben. Die Kanzlerin werde in der Sondersitzung des Bundestags am kommenden Mittwoch das Wort ergreifen, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.<\/p>\n<p>Forderungen nach einer solchen Regierungserkl\u00e4rung waren in den vergangenen Tagen von Oppositionspolitikern erhoben worden. Sie werfen der Bundesregierung Versagen in der Afghanistan-Politik vor. Die Kritik zielt insbesondere darauf ab, dass die Bundesregierung nicht auf die schnelle Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban vorbereitet gewesen sei und die einheimischen Ortskr\u00e4fte nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht habe.\u00a0<\/p>\n<p>Der Bundestag soll auf der Sondersitzung nachtr\u00e4glich seine Zustimmung zu der Evakuierungsmission der Bundeswehr am Kabuler Flughafen erteilen. Zudem will er \u00fcber das milliardenschwere Wiederaufbaupaket f\u00fcr die Hochwasser-Gebiete im deutschen S\u00fcdwesten diskutieren.<\/p>\n<p>CSU-Politiker wenden sich gegen Aufnahme afghanischer Fl\u00fcchtlinge in Deutschland <\/p>\n<p>Aus der Union kommen weiter Warnungen vor der Aufnahme von afghanischen Fl\u00fcchtlingen in Deutschland. Es k\u00f6nne &#8222;keine generelle Zusage f\u00fcr die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingskontingenten in Deutschland geben&#8220;, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der &#8222;Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung&#8220; vom Donnerstag. &#8222;Wir d\u00fcrfen jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass wir die Probleme in Afghanistan in Deutschland l\u00f6sen k\u00f6nnten. Das w\u00fcrde das Risiko einer Fluchtbewegung nach Europa massiv erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Bundesregierung solle stattdessen der UN-Fl\u00fcchtlingshilfe finanzielle Unterst\u00fctzung in Milliardenh\u00f6he zuzusagen, um Fl\u00fcchtlinge aus Afghanistan in Camps in den Nachbarl\u00e4ndern unterzubringen und zu versorgen, regte Dobrindt an. &#8222;Die Fehler von 2015 nicht zu wiederholen bedeutet auch, dass wir die UN-Fl\u00fcchtlingshilfe st\u00e4rker dabei unterst\u00fctzen, die Fluchtursachen vor Ort zu bek\u00e4mpfen&#8220;, sagte er mit Blick auf den Zuzug zahlreicher Fl\u00fcchtlinge nach Deutschland und Europa im Jahr 2015.<\/p>\n<p>Die Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Andrea Lindholz (CSU), wandte sich insbesondere gegen ein deutsches Vorpreschen bei der Fl\u00fcchtlingsaufnahme. &#8222;Wichtig ist, dass wir jetzt nicht alleine vorneweg marschieren&#8220;, sagte sie im Radiosender Bayern 2. Niemand wolle, &#8222;dass wir quasi unkontrollierte Zuwanderung erm\u00f6glichen&#8220;, sagte Lindholz. &#8222;Es muss geordnet, gesteuert und gemeinsam sein.&#8220;<\/p>\n<p>Verband f\u00fcrchtet nach Taliban-Macht\u00fcbernahme um Stabilit\u00e4t der Region <\/p>\n<p>Der Au\u00dfenhandelsverband BGA sorgt sich nach der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban in Afghanistan um die geopolitischen Folgen. &#8222;Die Frage ist, ob die Macht\u00fcbernahme die Region destabilisiert&#8220;, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Gro\u00dfhandel, Au\u00dfenhandel, Dienstleistungen am Donnerstag auf Anfrage. &#8222;Zudem k\u00f6nnte China seinen Einfluss weiter ausbauen und sich den Zugriff auf Bodensch\u00e4tze sichern.&#8220; Die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen der Macht\u00fcbernahme sch\u00e4tzt der Verband eher gering ein.<\/p>\n<p>Die aktuelle Entwicklung sei f\u00fcr viele Menschen in Afghanistan dramatisch, sagte der BGA-Sprecher. &#8222;Aus Handelssicht spielt das Land aber sp\u00e4testens seit dem Einmarsch der damaligen Sowjetunion vor mehr als 40 Jahren praktisch keine Rolle mehr.&#8220; Auch in den letzten Jahren habe sich kein Potenzial aufgetan. &#8222;Afghanistan hat zwar bedeutende Bodensch\u00e4tze. Um diese abzubauen, brauchen Unternehmen aber ein Mindestma\u00df an politischer Stabilit\u00e4t, das es auch zuletzt nicht gegeben hat.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr plante vor Abzug Charterfl\u00fcge f\u00fcr Ortskr\u00e4fte <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat bereits vor ihrem Abzug aus Afghanistan Charterfl\u00fcge f\u00fcr die Ausreise von Ortskr\u00e4ften f\u00fcr den Fall geplant, dass der Transport mit Linienmaschinen nicht mehr m\u00f6glich ist. Das teilte das Verteidigungsministerium der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag nach einem entsprechenden Bericht der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; mit. Am 17. Juni seien zwei Maschinen spanischer Fluggesellschaften aus einem bestehenden Rahmenvertrag der Bundeswehr abgerufen worden, um bis zu 300 Personen vom nordafghanischen Masar-i-Scharif nach Deutschland zu fliegen.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcge seien f\u00fcr den 25. Juni geplant gewesen\u00a0\u2013\u00a0nur vier Tage vor dem Abzug der letzten deutschen Soldaten aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif. Zu diesem Zeitpunkt habe man mit 60 verbliebenen Ortskr\u00e4ften plus Familienangeh\u00f6rigen gerechnet\u00a0\u2013\u00a0insgesamt bis zu 300 Menschen. Es habe sich dann aber herausgestellt, dass die Fl\u00fcge nicht notwendig gewesen seien. &#8222;Es ist im Nachhinein festzustellen, dass ein Charterflug am 25. Juni nicht notwendig war, weil die Menschen Ende Juni noch auf anderem Wege ausfliegen konnten.&#8220;<\/p>\n<p>Ein Teil der Ortskr\u00e4fte habe zu diesem Zeitpunkt keinen Ausreisewunsch gehabt, so das Ministerium. Andere h\u00e4tten bereits Tickets f\u00fcr Linienfl\u00fcge gehabt. F\u00fcr die verbleibenden f\u00fcnf Ortskr\u00e4ften und ihre Angeh\u00f6rigen seien die Ticketkosten \u00fcbernommen worden. Der Flughafen Kabul war bis Samstag noch in Normalbetrieb. Auch aus Masar-i-Scharif wurden die Verbindungen ins Ausland erst vergangene Woche eingestellt. &#8222;Der Ausfall der Charterfl\u00fcge (hat) nicht dazu gef\u00fchrt, dass Menschen in Afghanistan festsitzen, die andernfalls ausgeflogen worden w\u00e4ren&#8220;, betonte das Ministerium.<\/p>\n<p>Taliban: Zw\u00f6lf Tote am Kabuler Flughafen\u00a0 <\/p>\n<p>Laut einem Vertreter der Islamisten sollen am Kabuler Flughafen seit Sonntag zw\u00f6lf Menschen gestorben sein \u2013 bei Massenpaniken oder durch Schussverletzungen. Die Taliban fordern alle Menschen ohne Reisegenehmigung auf, den Flughafen zu verlassen. &#8222;Wir wollen niemanden am Flughafen verletzen&#8220;, sagt der Taliban-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden will.<\/p>\n<p>Deutsche Wirtschaft will afghanische Mitarbeiter ausfliegen <\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft bem\u00fcht sich nach der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban um das Ausfliegen afghanischer Mitarbeiter. Es gebe vereinzelt entsprechende Anfragen von Unternehmen, die afghanische Staatsangeh\u00f6rige besch\u00e4ftigt h\u00e4tten, sagte der Au\u00dfenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Donnerstag. &#8222;Das sind jetzt nicht eine Masse von Menschen. Aber es gibt sie. Wir versuchen, \u00fcber das Krisenzentrum im Ausw\u00e4rtigen Amt auch diese Menschen herauszubekommen.&#8220; Einen Sonderstatus w\u00fcrden sie nicht haben. Es sei aber zugesichert worden, dass man sich darum k\u00fcmmern und die F\u00e4lle pr\u00fcfen wolle. Wie viele Menschen dies betreffe, sei nicht klar.<\/p>\n<p>Der DIHK rechnet damit, dass der Handel mit Afghanistan nun zum Erliegen kommt. Die Hoffnungen auf einen st\u00e4rkeren Warenaustausch zwischen beiden L\u00e4ndern seien &#8222;ohnehin nicht besonders ausschweifend&#8220; gewesen, sagte Treier. &#8222;Das zarte Pfl\u00e4nzlein ist jetzt in sich zusammengebrochen&#8220;.<\/p>\n<p>Die deutsch-afghanischen Wirtschaftsbeziehungen befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. So belief sich das Handelsvolumen im Jahr 2020 auf rund 70 Millionen Euro, so der DIHK. Ausfuhrg\u00fcter der deutschen Wirtschaft nach Afghanistan sind insbesondere Fahrzeuge und Kfz-Teile, Maschinen, Anlagen und Nahrungsmittel.<\/p>\n<p>Geheimdienstkontrolleure des Bundestags befassen sich mit Afghanistan <\/p>\n<p>Die Geheimdienstkontrolleure des Bundestags sind am Donnerstagmorgen zusammengekommen, um sich mit der Evakuierungsaktion aus Afghanistan und der vorherigen Informationslage zu befassen. Das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) begann seine Sondersitzung gegen 9 Uhr, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen erfuhr. Sie sollte bis zum Mittag andauern.<\/p>\n<p>In der Sitzung sollen Vertreter der deutschen Geheimdienste Auskunft dazu geben, inwieweit die Lage in Afghanistan falsch eingesch\u00e4tzt wurde und wie es dazu kam. Die Bundesregierung war von der raschen Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban offensichtlich \u00fcberrascht worden; die Evakuierungsaktion der Bundeswehr f\u00fcr Deutsche und afghanische Ortskr\u00e4fte lief sp\u00e4t und holprig an.<\/p>\n<p>Die SPD-Fraktion hatte bereits f\u00fcr Mittwoch eine Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums beantragt. Dazu kam es jedoch nicht; nach Darstellung der SPD scheiterte das Vorhaben an der Unionsfraktion. SPD-Parlamentsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Carsten Schneider reagierte auf Twitter emp\u00f6rt. Es stelle sich die Frage, wieso CDU\/CSU eine z\u00fcgige Sitzung des Kontrollgremiums verhinderten, schreib er am Dienstag. &#8222;Die Erkenntnislage der Nachrichtendienste, die in Afghanistan viele Jahre pr\u00e4sent sind, geh\u00f6rt f\u00fcr eine umfassende politische Bewertung jetzt auf den Tisch&#8220;, f\u00fcgte Schneider hinzu.<\/p>\n<p>Deutscher Hilfsflug wartet auf Landegenehmigung <\/p>\n<p>Ein Hilfsflugzeug f\u00fcr die Evakuierungsaktion in Afghanistan hat den Flughafen Hannover noch nicht verlassen. &#8222;Das h\u00e4ngt an der Landegenehmigung in Taschkent&#8220;, sagte am Donnerstag ein Sprecher des nieders\u00e4chsischen Verkehrsministeriums. Der Abflug war eigentlich f\u00fcr die Nacht zu Donnerstag vorgesehen gewesen. Eine zun\u00e4chst gegebene Abfluggenehmigung war nach Angaben des Sprechers kurz darauf wieder zur\u00fcckgenommen worden.<\/p>\n<p>Linke: Deutschland steht besonders in der Pflicht <\/p>\n<p>Deutschland steht aus Sicht der Linkspartei ganz besonders in der Pflicht, afghanischen Fl\u00fcchtlingen Asyl anzubieten. &#8222;Als reichster Staat in der Europ\u00e4ischen Union muss Deutschland nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Teil dieser Menschen aufnehmen, die jetzt aus Afghanistan kommen&#8220;, sagt Linken-Spitzenkandidatin Janine Wissler der Funde Mediengruppe.<\/p>\n<p>Rund 250 Afghanen nach Paris und Madrid ausgeflogen <\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische und die spanische Regierung haben rund 250 Menschen aus Afghanistan nach Paris und Madrid ausgeflogen. Am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle bei Paris trafen mit einer Maschine der franz\u00f6sischen Luftwaffe am Mittwochabend rund 200 Passagiere ein, darunter 25 Franzosen. Auf dem spanischen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Torrej\u00f3n de Ardoz bei Madrid wurden 53 Passagiere in Empfang genommen, darunter f\u00fcnf Spanier.<\/p>\n<p>&#8222;Das sind wir Ihnen schuldig&#8220;, twitterte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron zur Begr\u00fc\u00dfung der Menschen. Einer der Eingetroffenen zeigte sich &#8222;sehr erfreut&#8220;, dass er und seine Familie ausreisen konnten, &#8222;um wenigstens die Grausamkeiten der Taliban zu \u00fcberleben&#8220;. Der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Jean-Yves Le Drian erkl\u00e4rte, die evakuierten Afghanen seien &#8222;bedroht&#8220; gewesen und h\u00e4tten es &#8222;verdient, dass Frankreich ihnen Asyl gew\u00e4hrt&#8220;.<\/p>\n<p>Taliban wollen Mitgliedern alter Regierung Posten anbieten <\/p>\n<p>Die Taliban wollen Mitgliedern der fr\u00fcheren Regierung Posten in ihrer neuen Regierung anbieten. Das k\u00fcndigt ein Vertreter der Taliban an. Nach seinen Angaben dauern die Gespr\u00e4che zwischen Vertretern der Taliban und der alten Regierung an. Der Sprecher erkl\u00e4rt auch, Frauen sollten bei der Bildung der neuen Verwaltung geh\u00f6rt werden. Ihnen sollten auch neue Rollen in der Verwaltung angeboten werden.<\/p>\n<p>Bericht: Italien will G20-Gipfeltreffen zu Afghanistan\u00a0 <\/p>\n<p>Italiens Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi bem\u00fcht sich um ein Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl\u00e4nder (G20), berichtet die Zeitung &#8222;la Repubblica&#8220;. Italien hat dieses Jahr die G20-Pr\u00e4sidentschaft inne. Der Afghanistan-Gipfel solle m\u00f6glicherweise vor dem regul\u00e4ren G20-Gipfel im Oktober stattfinden.<\/p>\n<p>Bundeswehrverband: Vertrauen in Politik geht verloren <\/p>\n<p>Die Bundeswehr trifft nach Ansicht des\u00a0Bundeswehrverbandes keine Schuld am sp\u00e4ten Start der Evakuierungen. &#8222;Es ist immer eine Frage der politischen Lagebewertung, der politischen Entscheidung. Und die ist sehr sp\u00e4t gefallen&#8220;, sagt Verbandschef Andre W\u00fcstner in der ARD.<\/p>\n<p>Viele Bundeswehrsoldaten treibe die Frage um, ob der Verlust an Menschenleben gescheiterte Ehen und Traumatisierungen den Einsatz in Afghanistan wert waren. Es gehe Vertrauen verloren in die Politik. &#8222;\u00dcber das Thema Verantwortung muss noch gesprochen werden.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr fliegt \u00fcber 200 weitere Personen aus <\/p>\n<p>Die Bundeswehr-Maschine mit 211 Passagieren an Board ist in der Nacht in Taschkent gelandet. Im Tagesverlauf werde die Evakuierung aus Kabul mit weiteren Fl\u00fcgen fortgesetzt, k\u00fcndigte die Bundeswehr an. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Weitere Lufthansa-Maschine mit Evakuierten in\u00a0Frankfurt\u00a0gelandet <\/p>\n<p>Am Frankfurter Flughafen ist am fr\u00fchen Donnerstagmorgen eine Lufthansa-Maschine mit rund 250 Menschen gelandet, die aus Afghanistan in Sicherheit gebracht worden sind. Das Flugzeug war wenige Stunden zuvor in der usbekischen Hauptstadt Taschkent gestartet. Die Menschen an Bord waren zuvor mit einer Bundeswehr-Maschine von Kabul nach Taschkent geflogen worden. Die Bundeswehr hatte in dieser Woche ihre Rettungsaktion f\u00fcr Deutsche und Afghanen begonnen, um sie nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Sicherheit zu bringen.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r: Halten Kampfflugzeuge und Bomber bereit <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den aktuell mehr als 4.500 US-Soldaten am Flughafen in Kabul hat das US-Milit\u00e4r nach eigenen Angaben bei Bedarf Zugriff auf zahlreiche Kampfflugzeuge, Bomber und Drohnen in der Region. In Kabul selbst gebe es zudem eine &#8222;bedeutende Zahl&#8220; Hubschrauber, darunter Kampf- und Transporthubschrauber, sagte Generalstabschef Mark Milley am Mittwoch im Verteidigungsministerium. Unter anderem st\u00fcnden in der Region Staffeln der Kampfflugzeuge der Typen F-16 und F-18 sowie die als &#8222;Reaper&#8220; (Sensenmann) bekannten Drohnen vom Typ MQ-9 und Langstreckenbomber vom Typ B-52 bereit.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat die Kontrolle \u00fcber den Flughafen der afghanischen Hauptstadt \u00fcbernommen, vor allem um die Evakuierung von Amerikanern und fr\u00fcherer afghanischer Mitarbeiter der US-Beh\u00f6rden und Streitkr\u00e4fte zu organisieren. In K\u00fcrze soll die Zahl der US-Soldaten dort auf bis zu 6.000 steigen. Der Flughafen ist damit quasi zu einer Insel inmitten des von den Taliban kontrollierten Landes geworden.<\/p>\n<p>Ex-US-Sicherheitsberater Bolton warnt vor nuklearen Risiken <\/p>\n<p>John Bolton, fr\u00fcherer Sicherheitsberater der USA, warnt vor einem Griff der Taliban nach Atomwaffen. &#8222;In Afghanistan drohen neue nukleare Risiken, nicht morgen oder in 30 Tagen, aber mittelfristig&#8220;, sagt Bolton dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Pr\u00e4senz dort hat immer auch dazu gedient, Informationen aus zwei problematischen Nachbarl\u00e4ndern mit Nuklearprogrammen zu sammeln, Pakistan und Iran. Unsere F\u00e4higkeit die Region zu durchleuchten wird jetzt durch den Abzug reduziert.&#8220; Dass auch die Taliban an Atomwaffen interessiert sind, wisse die US-Regierung bereits seit 2001. &#8222;Wir d\u00fcrfen jetzt bitte nicht naiv sein&#8220;, sagt Bolton. &#8222;Die haben sich doch nicht 20 Jahre lang m\u00fchsam versteckt, um jetzt zu sagen: Ok, nun ist ein guter Moment gekommen, um unsere Grunds\u00e4tze aufzugeben.&#8220;<\/p>\n<p>Raisi: Iran zu Kooperation mit Peking und Moskau bereit <\/p>\n<p>Der Iran ist nach den Worten seines neuen Pr\u00e4sidenten Ebrahim Raisi zur Zusammenarbeit mit Russland und China bereit, um &#8222;Stabilit\u00e4t und Frieden&#8220; in Afghanistan zu sichern. In einem Telefonat mit Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping sagte Raisi, Teheran wolle sich auch f\u00fcr die &#8222;Entwicklung, den Fortschritt und den Wohlstand&#8220; in Afghanistan einsetzen, wie es auf der offiziellen Website der iranischen Pr\u00e4sidentschaft am Mittwoch hie\u00df.<\/p>\n<p>Auch w\u00e4hrend eines Telefonats mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin habe Raisi die Bereitschaft des Iran zu &#8222;jeglicher Kooperation&#8220; deutlich gemacht, um &#8222;Frieden und Ruhe in Afghanistan durchzusetzen&#8220;. Der Iran sei der Ansicht, &#8222;dass alle afghanischen Gruppen zusammenarbeiten&#8220; und den R\u00fcckzug der US-Truppen in einen &#8222;Wendepunkt f\u00fcr dauerhaften Frieden und Stabilit\u00e4t in Afghanistan verwandeln sollten&#8220;.<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen Teheran und den Taliban sind historisch schwierig. Im Jahr 1998 hatten Taliban-K\u00e4mpfer das iranische Konsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif \u00fcberfallen und mehrere Diplomaten sowie einen Journalisten get\u00f6tet. In der Folge war es beinahe zu einem iranischen Einmarsch in Afghanistan gekommen.<\/p>\n<p>USA frieren W\u00e4hrungsreserven Afghanistans in Milliardenh\u00f6he ein <\/p>\n<p>Die US-Regierung und die Notenbank haben Medienberichten zufolge den Gro\u00dfteil von Afghanistans W\u00e4hrungsreserven eingefroren. Es gehe darum, die Anlagen nicht in die H\u00e4nde der Taliban fallen zu lassen, zitierte unter anderem die &#8222;Washington Post&#8220; Kreise aus dem US-Finanzministerium. Der nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban au\u00dfer Landes geflohene bisherige afghanische Zentralbankchef Adschmal Ahmadi erkl\u00e4rte am Mittwoch \u00fcber Twitter, rund sieben Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro) der Reserven seien bei der US-Notenbank in Verwahrung. Weitere zwei Milliarden Dollar sind demnach anderweitig international angelegt.<\/p>\n<p>Die Taliban h\u00e4tten daher wohl nur Zugriff auf bis zu 0,2 Prozent der W\u00e4hrungsreserven, schrieb er weiter. Weil in Afghanistan bislang deutlich mehr US-Dollar ausgegeben als eingenommen wurden, war die Zentralbank zudem auf regelm\u00e4\u00dfige Lieferungen von US-Bargeld angewiesen. Ahmadi zufolge hat die Zentralbank nun aber kaum mehr US-Dollar, weil die Lieferungen angesichts des Vormarsches der Taliban eingestellt worden seien. Der Mangel an US-Dollar k\u00f6nnte zu Kapitalkontrollen, einer Begrenzung von Abhebungen und zu einem Verfall des Kurses der \u00f6rtlichen W\u00e4hrung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das &#8222;Wall Street Journal&#8220; berichtete zuletzt, die US-Regierung werde sich auch darum bem\u00fchen, eine bereits geplante Erh\u00f6hung der Reserven Afghanistans beim Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) in H\u00f6he von rund 450 Millionen US-Dollar zu blockieren. Der IWF erkl\u00e4rte daraufhin am Mittwoch, die Organisation werde sich von der Meinung der internationalen Gemeinschaft leiten lassen. Weil es momentan keine Klarheit bez\u00fcglich einer Anerkennung der afghanischen Regierung gebe, k\u00f6nne das Land bis auf weiteres nicht auf IWF-Mittel zugreifen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Biden: &#8222;Chaos&#8220; am Flughafen Kabul bei US-Truppenabzug unvermeidbar <\/p>\n<p>Die chaotischen Szenen am Flughafen von Kabul nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban waren nach Ansicht von US-Pr\u00e4sident Joe Biden angesichts des geplanten Truppenabzugs unvermeidbar. Er wisse nicht, wie man es h\u00e4tte schaffen k\u00f6nnen, den Abzug aus Afghanistan angesichts der Lage &#8222;ohne Chaos&#8220; zu meistern, sagte Biden am Mittwoch in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>22.21 Uhr: Weitere Lufthansa-Maschine mit Evakuierten in Taschkent gestartet <\/p>\n<p>In der usbekischen Hauptstadt Taschkent ist eine weitere Lufthansa-Maschine gestartet, um aus Afghanistan in\u00a0 Sicherheit gebrachte Menschen nach Deutschland zu bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwochabend mit. Die Landung des Airbus A340 wurde f\u00fcr den fr\u00fchen\u00a0Donnerstagmorgen in\u00a0Frankfurt erwartet. An Bord sind nach Angaben der Lufthansa rund 250 Menschen. Die Menschen waren zuvor von der Bundeswehr von Kabul nach\u00a0Taschkent geflogen worden. Die Bundeswehr hatte in dieser Woche ihre Rettungsaktion von Deutschen und Afghanen begonnen.<\/p>\n<p>22.10 Uhr: US-Milit\u00e4r: Rasche Eroberung der Taliban kam \u00fcberraschend <\/p>\n<p>Der US-Milit\u00e4rf\u00fchrung waren nach eigenen Angaben keine Berichte oder Szenarien der Geheimdienste bekannt, die einen so schnellen Kollaps von Regierung und Streitkr\u00e4ften in Afghanistan vorgesehen h\u00e4tten. &#8222;Es gab nichts, das ich gesehen habe, oder irgendjemand anders, das auf einen Zusammenbruch dieser Armee und dieser Regierung innerhalb von elf Tagen hingewiesen h\u00e4tte&#8220;, sagte Generalstabschef Mark Milley am Mittwoch im Verteidigungsministerium.<\/p>\n<p>22.16 Uhr: Frankreich nennt konkrete Bedingungen f\u00fcr Anerkennung der Taliban-F\u00fchrung <\/p>\n<p>Frankreich hat Bedingungen f\u00fcr eine internationale Anerkennung einer afghanischen Regierung unter F\u00fchrung der Taliban gestellt. Die Islamisten m\u00fcssten etwa internationale Entwicklungshilfe akzeptieren, die Rechte von Frauen respektieren und dem Terrorismus den R\u00fccken kehren, sagte Au\u00dfenminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch dem Sender BFMTV. &#8222;Ich wei\u00df, dass sie sich sehr um internationale Anerkennung bem\u00fchen, aber das reicht nicht aus&#8220;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Frankreichs Au\u00dfenminister Jean-Yves Le Drian bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats: Ank\u00fcndigungen reichen f\u00fcr eine Anerkennung der Taliban nicht aus, sagt er.  (Quelle: Xinhua\/Eskinder Debebe\/UN Photo\/imago images)<\/p>\n<p>&#8222;Wenn die neue Generation der Taliban internationale Anerkennung will (&#8230;), m\u00fcssen sie zun\u00e4chst den Afghanen, die das Land aus Angst verlassen wollen, die M\u00f6glichkeit dazu geben&#8220;, sagte Le Drian. Etwa beim Thema Frauenrechte h\u00e4tten die Islamisten ja bereits Versprechungen gemacht. &#8222;Sie haben es angek\u00fcndigt, es muss aber auch passieren&#8220;, sagte der Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>21.40 Uhr: Noch zwei deutsche Fl\u00fcge in der Nacht <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat Sicherheitskreisen zufolge f\u00fcr die Nacht noch zwei weitere Evakuierungsfl\u00fcge geplant. Bisher wurden rund 670 Menschen ausgeflogen.\u00a0<\/p>\n<p>21.30 Uhr: Verzweifelte Frauen werfen Babys \u00fcber Stacheldraht am Flughafen <\/p>\n<p>Viele, die in Kabul feststecken, versuchen verzweifelt vor den Taliban zu fliehen \u2013 oder zumindest ihre Liebsten zu retten. Bei dem Versuch, auf bereits startende Evakuierungsflieger am Kabuler Flughafen zu klettern, sind bereits mehrere Menschen gestorben.<\/p>\n<p>Jetzt berichten mehrere Medien von verzweifelten M\u00fcttern, die aus Angst vor den Taliban ihre Babys \u00fcber den Stacheldraht am Flughafen geworfen h\u00e4tten. Lesen Sie hier mehr dar\u00fcber.<\/p>\n<p>20.53 Uhr: Bundeswehr-Maschine in Taschkent ist defekt\u00a0 <\/p>\n<p>Eine der A400M-Maschinen, mit denen die Bundeswehr Menschen von Kabul nach Taschkent ausfliegt, ist defekt. Das twittert das Bundesverteidigungsministerium. Eine Ersatzmaschine sei aber bereits gelandet und eine weitere Maschine desselben Typs sei mit Ersatzteilen vor Ort eingetroffen. &#8222;Wir sagen ganz klar: Der Defekt beeinflusst die Evakuierung nicht.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>20.34 Uhr: Taliban: Islamische Gelehrte sollen \u00fcber Frauen-Rechte entscheiden <\/p>\n<p>Die Rechte von Frauen in Afghanistan sollen einem ranghohen Taliban-Anf\u00fchrer zufolge k\u00fcnftig von einem Rat islamischer Gelehrter festgelegt werden. Diese Gelehrten w\u00fcrden letztlich \u00fcber Arbeit und Bildung f\u00fcr Frauen, ob M\u00e4dchen zur Schule gehen d\u00fcrfen, und wie sich Frauen zu kleiden haben entscheiden, sagte Taliban-Vertreter Wahidullah Haschimi, der in die Entscheidungsprozesse der Islamisten eingebunden ist, der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>Die Gelehrten w\u00fcrden auch dar\u00fcber entscheiden, ob Frauen einen Kopftuch-\u00e4hnlichen Hidschab, eine den ganzen K\u00f6rper umh\u00fcllende Burka oder nur einen Schleier und eine Abaja\u00a0\u2013 eine Art Ganzk\u00f6rpergewand, bei der das Gesicht unbedeckt ist\u00a0\u2013 oder etwas anderes tragen sollen. &#8222;Das bleibt ihnen (den Gelehrten, Anm. d. Redaktion) \u00fcberlassen.&#8220;<\/p>\n<p>Afghanin in Burka: Westlichen Frauenrechtlern gelten die Kleidungsst\u00fccke als &#8222;Gef\u00e4ngnisse f\u00fcr Frauenk\u00f6rper&#8220;.  (Quelle: Eric Lafforgue\/imago images)<\/p>\n<p>20.22 Uhr: Bundeswehr fliegt 220 Menschen aus\u00a0\u2013 fast alle Afghanen <\/p>\n<p>Im Zuge der Evakuierungsfl\u00fcge aus Kabul ist eine weitere Maschine der Bundeswehr mit 220 Menschen an Bord auf dem Flughafen der usbekischen Hauptstadt Taschkent eingetroffen. Damit seien mehr als 670 Menschen aus Kabul in Sicherheit gebracht worden, teilte das Bundesverteidigungsministerium auf Twitter mit. Nach Angaben des Bundesau\u00dfenministeriums waren fast alle Passagiere afghanische Staatsb\u00fcrger, unter ihnen mehr als 80 Frauen.<\/p>\n<p>Der Milit\u00e4rtransporter A400M landete nach Angaben des Verteidgiungsministeriums um 18.41 Uhr (MESZ) in Taschkent. Von dort sollen sie die Menschen in Lufthansa-Maschinen nach Deutschland gebracht werden. Insgesamt waren f\u00fcr Mittwoch vier Fl\u00fcge von Kabul nach Taschkent geplant.<\/p>\n<p>20.18 Uhr: Pentagon: Inzwischen rund 4.500 US-Soldaten am Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r ist am Flughafen Kabul nach eigenen Angaben inzwischen mit rund 4.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Das erkl\u00e4rte der Sprecher Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Mittwoch. Am Vortag waren es noch 3.500 gewesen. Kirby sagte, im Laufe des Mittwochs k\u00f6nnten am Flughafen der afghanischen Hauptstadt noch ein paar Hundert Soldaten dazukommen. In einigen Tagen sollen es dann bis zu 6.000 Soldaten werden. Sie sollen die Sicherheit des Flughafens gew\u00e4hren und unter anderem die Evakuierung von Amerikanern und fr\u00fcheren afghanischen Mitarbeitern der US-Streitkr\u00e4fte organisieren.<\/p>\n<p>20.03 Uhr: Verband Afghanischer Organisationen f\u00fcr sofortige Luftbr\u00fccke <\/p>\n<p>Der Verband Afghanischer Organisationen in Deutschland fordert von der Bundesregierung die sofortige Einrichtung einer Luftbr\u00fccke in Afghanistan. Die Gef\u00e4hrdeten und ihre Familien m\u00fcssten nach Deutschland oder in sichere Drittstaaten gebracht werden, sagte die stellvertretende Vorsitzende, Maria Hosein-Habibi, am Mittwoch. Von den Drittstaaten solle dann eine m\u00f6glichst unb\u00fcrokratische Einreise nach Deutschland erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>19.50 Uhr: Ghani dementiert Berichte \u00fcber Flucht mit enormen Geldsummen <\/p>\n<p>Der entmachtete afghanische Pr\u00e4sident Aschraf Ghani hat Berichte dementiert, er habe bei seiner Flucht vor den Taliban gro\u00dfe Mengen Bargeld mitgenommen. Das seien L\u00fcgen, teilt Ghani in einem Video auf Facebook aus seinem Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit. Er habe Kabul verlassen, um ein Blutvergie\u00dfen und eine gro\u00dfe Katastrophe zu verhindern. Regierungsvertreter h\u00e4tten ihm dazu geraten.<\/p>\n<p>Es waren die ersten \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen Ghanis, nachdem sein Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Nachmittag best\u00e4tigt worden war. Nach Angaben der russischen Botschaft in Kabul vom Montag war Ghani mit vier Wagen und einem Hubschrauber voller Geld aus Afghanistan geflohen.<\/p>\n<p>Eigenen Angaben zufolge will Ghani nicht im Exil bleiben. Er sei in Gespr\u00e4chen, nach Afghanistan zur\u00fcckzukehren und seine Bem\u00fchungen f\u00fcr Gerechtigkeit im Land fortzusetzen, sagte er in der Videobotschaft.<\/p>\n<p>19.30 Uhr:\u00a0Kabinett beschlie\u00dft Afghanistan-Mandat mit bis zu 600 Soldaten <\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat am Mittwoch dem Mandat f\u00fcr einen befristeten Afghanistan-Einsatz zur Evakuierung etwa von Deutschen und afghanischen Ortskr\u00e4ften zugestimmt. In dem von Verteidigungs- und Au\u00dfenministerium vorgelegten Mandatstext, dem nun der Bundestag zustimmen muss, ist von einer Entsendung von bis zu 600 Soldaten die Rede. &#8222;Zur Durchf\u00fchrung von konkreten Operationen kann, zum Zweck der Verlegung von Personal in unterst\u00fctzender Funktion in angrenzende R\u00e4ume, die Personalobergrenze zeitlich befristet \u00fcberschritten werden. Gleiches gilt in Notsituationen&#8220;, hei\u00dft es in dem Papier der beiden Ministerien.<\/p>\n<p>Das Mandat soll bis zum 30. September befristet werden. Die Kosten w\u00fcrden voraussichtlich insgesamt rund 40 Millionen Euro betragen.<\/p>\n<p>18.53 Uhr: Merkel fordert Hilfe von US-Pr\u00e4sident Biden bei Evakuierungen <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt bei US-Pr\u00e4sident Joe Biden darauf, m\u00f6glichst vielen afghanischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die Deutschland unterst\u00fctzt haben, die Ausreise zu erm\u00f6glichen. Merkel habe am Mittwoch mit Biden telefoniert, teilt ein Regierungssprecher mit. Beide h\u00e4tten die &#8222;weitere enge Zusammenarbeit, auch zwischen der Bundeswehr und amerikanischen Sicherheitskr\u00e4ften am Flughafen Kabul&#8220; betont. Zuvor hatten etliche Regierungen Probleme mit den US-Streitkr\u00e4ften angedeutet, die den Flughafen in Kabul kontrollieren. Merkel und Biden seien sich einig gewesen, m\u00f6glichst viele schutzbed\u00fcrftige Menschen auszufliegen, teilt der Sprecher mit. Mehr zu den Problemen am Kabuler Flughafen lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Sie richtete einen Appell an US-Pr\u00e4sident Biden.  (Quelle: Kay Nietfeld\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>18.40 Uhr: UN ziehen vorl\u00e4ufig einen Teil ihrer Mitarbeiter ab <\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben damit begonnen, bis zu 100 internationale Mitarbeiter von Afghanistan nach Kasachstan zu verlegen, um von dort aus zu arbeiten. Es handle sich aber um eine vorl\u00e4ufige Ma\u00dfnahme. Die UN st\u00fcnden dazu, in Afghanistan zu bleiben und das afghanische Volk zu unterst\u00fctzen. Die UN haben in dem Land etwa 300 internationale und 3000 afghanische Mitarbeiter.<\/p>\n<p>18.15 Uhr: Bundesregierung will noch heute zwei Maschinen nach Kabul schicken <\/p>\n<p>Die Bundesregierung plant nach Angaben von Au\u00dfenminister Heiko Maas, noch heute zwei Bundeswehr-Flugzeuge f\u00fcr weitere Evakuierungsfl\u00fcge nach Kabul zu schicken. Von den 500 bisher Evakuierten seien etwas mehr als 100 Menschen afghanische Staatsangeh\u00f6rige gewesen. &#8222;Das kann nur der Anfang sein&#8220;, so Maas. Derzeit gebe es allerdings &#8222;keine belastbaren Sicherheitszusagen, dass die Taliban afghanische Staatsangeh\u00f6rige frei zur Botschaft und zum Flughafen passieren lassen&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>18.34 Uhr: Riesiger Flieger mit Hilfsg\u00fctern nach Taschkent gestartet <\/p>\n<p>Angesichts der Lage in Afghanistan ist ein Transportflugzeug mit Material der Bundeswehr am Mittwoch vom Flughafen Hannover gestartet. Nach Angaben des nieders\u00e4chsischen Verkehrsministeriums soll die Antonov 124-100 unter anderem medizinische Ausr\u00fcstung nach Taschkent in Usbekistan bringen. F\u00fcr Start und Landung des riesigen vom Bundesverteidigungsministerium gecharterten Flugzeugs war eine Sondergenehmigung des Verkehrsministeriums n\u00f6tig, erkl\u00e4rte dessen Sprecher.<\/p>\n<p>Antonov-Transportflieger auf dem Rollfeld in Niedersachsen: Mit dem Flugzeug werden Hilfsg\u00fcter nach Taschkent gebracht. (Quelle: Ole Spata\/dpa)<\/p>\n<p>18.24 Uhr: EU-Innenkommissarin fordert legale Fluchtrouten nach Europa <\/p>\n<p>Die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hat bei einer Videokonferenz der EU-Innenminister darauf gedr\u00e4ngt, legale und sichere Fluchtrouten aus Afghanistan nach Europa zu schaffen. &#8222;Die Lage in Afghanistan ist eindeutig nicht sicher und wird es auch noch einige Zeit nicht sein&#8220;, sagte sie laut einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Mitteilung bei dem Treffen. Zudem betonte sie, wie wichtig es sei, dass man auch weiterhin andere L\u00e4nder\u00a0\u2013 vor allem in der Nachbarschaft Afghanistans\u00a0\u2013 dabei unterst\u00fctze, Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen.<\/p>\n<p>Ihren Angaben zufolge sind 80 Prozent der zur Flucht gezwungenen Menschen Frauen und Kinder. Seit Anfang des Jahres seien rund 550.000 Afghaninnen und Afghanen innerhalb des Landes vertrieben worden, zus\u00e4tzlich zu den 2,9 Millionen, die bereits zuvor innerhalb des Landes geflohen waren.<\/p>\n<p>18.10 Uhr: T\u00fcrkei schlie\u00dft nicht aus, Flughafen in Kabul weiter zu sichern <\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei hat Ger\u00fcchte zur\u00fcckgewiesen, zuk\u00fcnftig nicht mehr den Flughafen in Kabul sichern zu wollen. Auf die Frage, ob das Vorhaben nun vom Tisch sei, sagte der t\u00fcrkische Au\u00dfenminister Mevl\u00fct Cavusoglu der Zeitung &#8222;H\u00fcrriyet&#8220; am Mittwoch: &#8222;Das zu sagen ist noch zu fr\u00fch, weil es jetzt neue Umst\u00e4nde sind.&#8220; Verteidigungsminister Hulusi Akar sagte: &#8222;Wir haben gesagt, wenn die erforderlichen Bedingungen erf\u00fcllt werden, w\u00fcrden wir unsere Arbeit fortsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Flughafen in Kabul wurde bisher unter anderem von t\u00fcrkischen Soldaten im Rahmen des Nato-Einsatzes in Afghanistan gesichert, teils wurde auch der Service f\u00fcr den Flugbetrieb bereitgestellt. Der sichere Betrieb des Flughafens galt zumindest bis zur Macht\u00fcbernahme der Taliban &#8211; zusammen mit einer medizinischen Versorgung &#8211; als Voraussetzung daf\u00fcr, dass Botschaften und internationale Vertretungen im Land bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>17.35 Uhr: BMI distanziert sich von Seehofer-Sch\u00e4tzung von f\u00fcnf Millionen Fl\u00fcchtlingen\u00a0 <\/p>\n<p>Das Bundesinnenministerium (BMI) distanziert sich von der Sch\u00e4tzung, dass wegen der Macht\u00fcbernahme der Taliban mit bis zu f\u00fcnf Millionen afghanischen Fl\u00fcchtlingen zu rechnen sein k\u00f6nnte. &#8222;Das ist nicht die Einsch\u00e4tzung des BMI&#8220;, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin.<\/p>\n<p>Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs am Montag selber gesagt, dass 300.000 bis f\u00fcnf Millionen Afghanen die Flucht ergreifen k\u00f6nnten\u00a0\u2013 ohne das klar wurde, woher diese Zahlen stammen und was das Ziel dieser Menschen ist.<\/p>\n<p>Im Ministerium ist nun von &#8222;Hypothesen und Vermutungen&#8220; aus anderen Quellen die Rede. Eine Sprecherin betonte auf erneute Nachfrage, dass wegen der dynamischen Entwicklung derzeit &#8222;keine belastbare Prognose&#8220; zur Gr\u00f6\u00dfenordnung der Migration m\u00f6glich sei.\u00a0<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU): Sein eigenes Ministerium distanziert sich von seiner Aussage.  (Quelle: Jens Schicke\/imago images)<\/p>\n<p>17.15 Uhr: Taliban geben wohl Warnsch\u00fcsse am Kabuler Flughafen ab <\/p>\n<p>Taliban-K\u00e4mpfer feuern in Kabul nach Angaben der Islamisten Warnsch\u00fcsse in die Luft, um eine Menschenmenge am Flughafen der afghanischen Hauptstadt auseinanderzutreiben. Man habe nicht die Absicht, jemanden zu verletzen, sagte ein Taliban-Vertreter. Das massive Chaos vor dem Flughafen dauere an. Verantwortlich daf\u00fcr sei der &#8222;chaotische Evakuierungsplan&#8220; der westlichen Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Taliban am Flughafen Kabul: Die Islamisten beschweren sich \u00fcber das durch die Evakuierungen verursachte &#8222;Chaos&#8220;.  (Quelle:  Kyodo News\/imago images)<\/p>\n<p>17.10 Uhr: Drei Frauen bei Taliban-Pressekonferenz <\/p>\n<p>Charlotte Bellis ist Journalistin f\u00fcr den Sender\u00a0Al Jazeera. Am Dienstag besuchte sie die erste Pressekonferenz der Taliban in Kabul, stellte auch Fragen. Mehrere Medien berichteten im Anschluss \u00fcber die &#8222;mutige, blonde Journalistin&#8220;, die angeblich als einzige Frau an der Pressekonferenz teilnahm. Bellis korrigiert diese Berichte auf Twitter: &#8222;Es waren auch zwei andere afghanische Journalistinnen dort\u00a0\u2013\u00a0Frauen, die viel mutiger waren als ich.&#8220;<\/p>\n<p>16.50 Uhr: Bericht: Bereits Ende Juni war Evakuierung von Ortskr\u00e4ften aus Masar-i-Scharif geplant <\/p>\n<p>Afghanische Ortskr\u00e4fte und ihre Familien h\u00e4tten laut einem Bericht der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; bereits Ende Juni aus dem nordafghanischen Masar-i-Scharif in Sicherheit gebracht werden k\u00f6nnen. F\u00fcr den 25. August habe das Bundesverteidigungsministerium zwei Charterflugzeuge organisiert gehabt, berichtete das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe. Die Operation sei damals aber an Streitigkeiten um Pass- und Visaanforderungen gescheitert.<\/p>\n<p>Mitglieder der Taliban patrouillieren durch Kabul: Besonders Ortskr\u00e4fte der internationalen Truppen gelten als gef\u00e4hrdet.  (Quelle: XinHua\/dpa)<\/p>\n<p>Dem &#8222;SZ&#8220;-Bericht zufolge waren die Maschinen bei zwei spanischen Airlines bestellt worden, um 60 afghanische Ortskr\u00e4fte der Bundeswehr und ihre Familienangeh\u00f6rigen auszufliegen. Bis zu 300 Menschen h\u00e4tten so in Sicherheit gebracht werden k\u00f6nnen\u00a0\u2013 vier Tage vor dem Ende des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Die Bundeswehr hatte in Masar-i-Scharif ihren Hauptst\u00fctzpunkt in Afghanistan gehabt.<\/p>\n<p>Die Fl\u00fcge seien wegen b\u00fcrokratischer Hindernisse nicht zustande gekommen, hie\u00df es. &#8222;Zu dem geplanten Durchf\u00fchrungszeitpunkt konnten die Voraussetzungen wie Pass und Visa f\u00fcr die sichere Abfertigung der m\u00f6glichen Passagiere vor Ort nicht mehr erf\u00fcllt werden&#8220;, zitierte die &#8222;SZ&#8220; einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Dabei sei es vor allem darum gegangen, die Ortskr\u00e4fte und ihre Angeh\u00f6rigen einerseits zweifelsfrei zu identifizieren und vor der Ausreise zu pr\u00fcfen, ob sie berechtigt seien, nach Deutschland gebracht zu werden.<\/p>\n<p>16.26 Uhr: Au\u00dferordentliches Nato-Treffen am Freitag\u00a0 <\/p>\n<p>Die Au\u00dfenminister der Nato-Staaten kommen am Freitag zu einer au\u00dferordentlichen Videokonferenz zusammen, um \u00fcber die Lage in Afghanistan zu beraten. Das teilte Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg am Mittwoch auf Twitter mit. Dadurch solle die &#8222;enge Abstimmung&#8220; fortgesetzt und das gemeinsames Vorgehen er\u00f6rtert werden, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>16.19 Uhr:\u00a0Opposition: Keine Antworten von Maas auf offene Fragen zu Afghanistan <\/p>\n<p>Nach der Sitzung des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses des Bundestags zu Afghanistan hat die Opposition Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) vorgeworfen, alle wichtigen Fragen offen gelassen zu haben. &#8222;Neue Erkenntnisse gab es nicht&#8220;, sagte der FDP-Au\u00dfenpolitiker Bijan Djir-Sarai am Mittwoch in Berlin. So habe Maas beispielsweise nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, wie es zu der Fehleinsch\u00e4tzung gekommen sei, dass Kabul nicht fallen werde. &#8222;Diese Frage bleibt weiterhin im Raum.&#8220;<\/p>\n<p>Maas selbst verlie\u00df die Sondersitzung des Ausschusses ohne eine \u00c4u\u00dferung vor den wartenden Journalisten. Der Afd-Au\u00dfenpolitiker Armin Paul Hampel bezeichnete die Situation in Afghanistan als &#8222;Desaster&#8220; und sagte zu der Ausschusssitzung: &#8222;F\u00fcr mich war das eine Kakophonie der Erkl\u00e4rungsversuche.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>15.52 Uhr:\u00a0Pr\u00e4sident Ghani h\u00e4lt sich in Abu Dhabi auf <\/p>\n<p>Der aus Afghanistan vor der Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban geflohene Pr\u00e4sident, Aschraf Ghani, befindet sich in Abu Dhabi. Die Vereinigten Arabischen Emirate h\u00e4tten Ghani und dessen Familie &#8222;aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden&#8220; aufgenommen, erkl\u00e4rte das Au\u00dfenministerium in Abu Dhabi laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM am Mittwoch.<\/p>\n<p>Aschraf Ghani: Der Afghanische Pr\u00e4sident soll bei seiner Flucht per Helikopter 169 Millionen US-Dollar mitgenommen haben. (Quelle:  Rahmat Gul\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Nach Angaben der russischen Botschaft in Kabul vom Montag war Ghani am Samstag vor den Taliban mit vier Wagen und einem Hubschrauber voller Geld aus Afghanistan geflohen. Berichten zufolge soll er 169 Millionen US-Dollar au\u00dfer Landes gebracht haben. Viele Afghanen reagierten w\u00fctend und warfen ihm die Zerst\u00f6rung des Landes vor.\u00a0<\/p>\n<p>Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten in der j\u00fcngeren Vergangenheit mehrmals hohen ausl\u00e4ndischen Staatsvertretern mit Problemen in ihrem Heimatland Schutz gew\u00e4hrt. Vergangenes Jahr ging der unter Korruptionsverdacht stehende ehemalige K\u00f6nig Juan Carlos von Spanien ins Exil in die Emirate. Die in Abwesenheit zu f\u00fcnf Jahren Haft verurteilte ehemalige thail\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sidentin Yingluck Shinawatra fand 2017 in Dubai Schutz.<\/p>\n<p>15.49 Uhr: Laschet fordert klare Linie im Umgang mit Taliban <\/p>\n<p>Hilfe f\u00fcr Afghanistan unter einer Taliban-F\u00fchrung sollte nach Ansicht von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet an enge Konditionen gekn\u00fcpft werden. Die EU m\u00fcsse sehr schnell eine Linie f\u00fcr den Umgang mit den Taliban festlegen, fordert der CDU-Chef in Oldenburg. &#8222;Bestimmte Bedingungen m\u00fcssen erf\u00fcllt sein, damit die internationale Gemeinschaft weiter in Afghanistan hilft und pr\u00e4sent ist&#8220;, f\u00fcgt er hinzu. Laschet hatte zuvor die Ausreise von Afghaninnen gefordert, die sich zivilgesellschaftlich engagiert h\u00e4tten. Die NRW-Regierung hatte mitgeteilt, sie wolle 1.000 Afghaninnen aufnehmen.\u00a0<\/p>\n<p>15.22 Uhr:\u00a0Taliban-Vertreter treffen sich mit Karsai und Abdullah <\/p>\n<p>In Afghanistan haben sich Vertreter der militant-islamistischen Taliban mit anderen politischen Kr\u00e4ften getroffen. Demnach sprachen am Mittwoch Ex-Pr\u00e4sident Hamid Karsai und der Leiter des Hohen Rates f\u00fcr Nationale Vers\u00f6hnung Abdullah Abdullah mit dem hochrangigen Taliban-Mitglied Anas Hakkani. Ein Mitarbeiter Karsais teilte danach mit, es sei um Pl\u00e4ne und weitere Treffen gegangen, wenn die politische F\u00fchrung der Taliban-Bewegung in Kabul eingetroffen sein werde. Das Treffen habe im Haus von Abdullah Abdullah in Kabul stattgefunden.<\/p>\n<p>Am Dienstag hatte der Sprecher der Taliban w\u00e4hrend einer Pressekonferenz erkl\u00e4rt, man wolle auch andere politische Kr\u00e4fte an der Macht beteiligen. Wie genau in Zukunft das Land gef\u00fchrt werden soll, wie eine Regierung aussehen wird, welchen Namen und Struktur sie haben soll, ist noch unbekannt. Laut Sprecher Mudschahid arbeitet die Taliban-F\u00fchrung gerade &#8222;ernsthaft&#8220; daran.<\/p>\n<p>15.05 Uhr:\u00a0Rund 5.000 Menschen in den vergangenen 24 Stunden evakuiert <\/p>\n<p>In den vergangenen 24 Stunden sind nach Angaben eines westlichen Informanten rund 5.000 Diplomaten, Sicherheitskr\u00e4fte, Entwicklungshelfer und Afghanen aus Kabul evakuiert worden. Die Evakuierungen durch Milit\u00e4rfl\u00fcge w\u00fcrden weiterhin rund um die Uhr fortgesetzt, sagte die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das Chaos au\u00dferhalb des Flughafens zu kl\u00e4ren sei eine Herausforderung.<\/p>\n<p>14.25 Uhr: Afghanischer Pr\u00e4sident Ghani soll mit 169 Millionen US-Dollar geflohen sein\u00a0 <\/p>\n<p>Der afghanische Pr\u00e4sident Aschraf Ghani soll bei seiner Flucht aus Afghanistan 169 Millionen US-Dollar au\u00dfer Landes gebracht haben. Das berichtet der &#8222;BBC&#8220;-Journalist\u00a0Kawoon Khamoosh auf Twitter mit Verweis auf den afghanischen Botschafter in\u00a0Tadschikistan.<\/p>\n<p>Ghani hatte das Land Berichten zufolge am Sonntag\u00a0\u2013 als die Taliban faktisch die Macht in Kabul \u00fcbernahmen\u00a0\u2013 mit vier Autos und einem Hubschrauber verlassen.\u00a0<\/p>\n<p>14.01 Uhr: WHO: Medizinische Not bei Fl\u00fcchtlingen in Afghanistan w\u00e4chst <\/p>\n<p>Vor den Taliban in\u00a0Afghanistan\u00a0fl\u00fcchtende Menschen sind in wachsender medizinischer Not. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtete am Mittwoch, dass in Kliniken in Kabul und anderen afghanischen St\u00e4dten immer mehr F\u00e4lle von Durchfallerkrankungen, Mangelern\u00e4hrung, Bluthochdruck und Corona-Symptomen auftr\u00e4ten. Dazu k\u00e4men vermehrt Schwangerschaftskomplikationen. Die WHO\u00a0habe zwei mobile Gesundheitsteams bereitgestellt, aber der Einsatz m\u00fcsse wegen der Sicherheitslage immer wieder unterbrochen werden.<\/p>\n<p>Durch die vermehrten K\u00e4mpfe in den vergangenen Monaten sei die Zahl der konfliktbedingten Verletzungen deutlich gestiegen. 70 von der WHO unterst\u00fctzte Kliniken behandelten im Juli fast 14.000 Betroffene, verglichen mit gut 4.000 im Juli vergangenen Jahres. Es sei aber gelungen, unter anderem die n\u00f6tigsten Pr\u00e4parate f\u00fcr die medizinische Grundversorgung f\u00fcr mehrere Tausend Menschen nach Kabul und Helmand zu liefern.<\/p>\n<p>13.45 Uhr Videos aufgetaucht: Afghanen protestieren gegen Taliban\u00a0 <\/p>\n<p>In mehreren afghanischen St\u00e4dten haben am Mittwoch offenbar Menschen gegen die Taliban-Herrschaft protestiert. Auf einem Video, das auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ver\u00f6ffentlicht wurde, ist zu sehen, wie Demonstranten in der Stadt Dschalalabad die wei\u00dfe Taliban-Flagge durch die afghanische ersetzen. Die Taliban antworten auf die Aktion der Demonstranten mit Sch\u00fcssen.\u00a0Bei den Protesten\u00a0sind mindestens drei Menschen get\u00f6tet und mehr als ein Dutzend verletzt worden.\u00a0Das berichten zwei Augenzeugen und ein fr\u00fcherer Polizeivertreter der Nachrichtenagentur Reuters.\u00a0<\/p>\n<p>Auch in der St\u00e4dten\u00a0Nangarhar und Chost im Osten des Landes haben Menschen die afghanische Flagge gehisst, wie auf anderen Videos zu sehen ist. In Chost sollen die Taliban unbest\u00e4tigten Berichten zufolge auf die Demonstranten geschossen haben. Dabei habe es auch Tote und Verletzte gegeben.\u00a0<\/p>\n<p>13.30 Uhr:\u00a0EU-Parlamentspr\u00e4sident will Fl\u00fcchtlinge auf alle EU-Staaten verteilen <\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des EU-Parlaments, David Sassoli, fordert, dass in die EU gelangte Afghanen auf alle Mitgliedstaaten verteilt werden. &#8222;Wir haben eine Verantwortung. Ich glaube, die EU-Kommission kann ihre Verteilung unter den Mitgliedstaaten autorisieren, um eine gleiche Belastung zu sichern. Dies kann rasch gemacht werden&#8220;, sagt Sassoli.<\/p>\n<p>13.27 Uhr: Schweiz will vorerst keine gr\u00f6\u00dferen Gruppen Fl\u00fcchtlinge aufnehmen\u00a0 <\/p>\n<p>Die Schweiz will vorerst keine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von Menschen direkt aus\u00a0Afghanistan\u00a0aufnehmen. Asylgesuche sollen nach dem \u00fcblichen Verfahren gepr\u00fcft werden, erkl\u00e4rt die Regierung. Hingegen erhalten rund 40 lokale Mitarbeiter des Kooperationsb\u00fcros der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Kabul und ihre engsten Angeh\u00f6rigen ein humanit\u00e4res Visum\u00a0\u2013\u00a0insgesamt rund 230 Personen.<\/p>\n<p>Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die lokalen Mitarbeiter und Schweizer B\u00fcrger aus\u00a0Afghanistan\u00a0zu bringen. Bislang h\u00e4tten sich rund 30 Schweizer gemeldet, die das Land verlassen wollen. Au\u00dfenminister Ignazio Cassis bedankt sich in diesem Zusammenhang f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der USA und Deutschlands.<\/p>\n<p>13.25 Uhr: Bundesregierung will so lange wie m\u00f6glich evakuieren\u00a0 <\/p>\n<p>Die Bundesregierung will so lange wie m\u00f6glich so viele Menschen wie m\u00f6glich aus Kabul evakuieren. Das sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.<\/p>\n<p>13.23 Uhr: N\u00e4chste Bundeswehrmaschine in Usbekistan gelandet <\/p>\n<p>Der vierte Evakuierungsflug der Bundeswehr von Kabul ist am Mittag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent gelandet. Das teilte die Bundeswehr auf Twitter mit. An Bord der Maschine seien demnach 180 Personen gewesen. Noch am Mittwoch sollen drei weitere Fl\u00fcge durchgef\u00fchrt werden.\u00a0<\/p>\n<p>Laut Bundesverteidigungsministerium wurden bislang \u00fcber 450 sch\u00fctzenswerte Personen aus\u00a0Afghanistan\u00a0ausgeflogen.\u00a0<\/p>\n<p>13.15 Uhr: 17 Verletzte bei Massenpanik am Tor zu Flughafen\u00a0 <\/p>\n<p>Bei einer Massenpanik an einem Tor zum Flughafen Kabul werden nach Angaben eines Nato-Vertreters 17 Menschen verletzt. Afghanische Zivilsten seien aufgefordert worden nicht zum Flughafen zu kommen, es sei denn, sie h\u00e4tten einen Reisepass und ein Visum. Der Nato-Vertreter, der nicht namentlich genannt werden will, erkl\u00e4rt, er habe keine Hinweise auf \u00dcbergriffe von\u00a0Taliban-K\u00e4mpfern au\u00dferhalb des Flughafens.<\/p>\n<p>12.38 Uhr: R\u00f6ttgen nennt Lage in Afghanistan &#8222;dramatischen Scherbenhaufen&#8220; <\/p>\n<p>Der CDU-Au\u00dfenpolitiker Norbert R\u00f6ttgen hat die Situation in Afghanistan nach der faktischen Macht\u00fcbernahme der Taliban als &#8222;dramatischen Scherbenhaufen&#8220; bezeichnet. &#8222;Es ist ein menschliches Drama und eine Katastrophe, es ist eine politische Katastrophe, es ist ein moralisches Scheitern des Westens&#8220;, sagte der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses des Bundestags am Mittwoch vor Beginn einer Sondersitzung des Gremiums. Die geostrategischen Auswirkungen seien noch gar nicht \u00fcberschaubar. &#8222;Es ist eine Z\u00e4sur, die wir erleben, die alles ergreift und betrifft \u2013 vom individuell Menschlichen bis zur Weltlage.&#8220;<\/p>\n<p>R\u00f6ttgen machte deutlich, dass Deutschland bei der Evakuierung von Bundesb\u00fcrgern und afghanischen Ortskr\u00e4ften nun voll auf das Wohlwollen der militant-islamistischen Taliban angewiesen sei. &#8222;Die Taliban sind jetzt die Machthaber im Land&#8220;, sagte er. &#8222;Alles, was dort stattfindet, findet statt, weil die Taliban es noch dulden. Und nur, sofern die Taliban es dulden.&#8220; Er sehe nicht, welches Druckinstrument der Westen in den Gespr\u00e4chen mit den Islamisten haben k\u00f6nnte. &#8222;Das ist eine der Ver\u00e4nderungen, die stattgefunden hat: dass wir jetzt bitten m\u00fcssen, dass Rettung m\u00f6glich bleibt und wie lange sie m\u00f6glich bleibt. Alles ist jetzt in der Hand der Taliban.&#8220;<\/p>\n<p>12.36 Uhr: Taliban haben Gespr\u00e4che mit Ex-Pr\u00e4sident Karsai gef\u00fchrt <\/p>\n<p>Die Taliban haben sich nach Angaben aus ihren Reihen mit Ex-Pr\u00e4sident Hamid Karsai zu Gespr\u00e4chen getroffen. Auch das ranghohe Mitglied der bisherigen Regierung, Abdullah Abdullah, sei bei dem Treffen dabei gewesen, sagt ein Taliban-Vertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Auf Taliban-Seite habe der Anf\u00fchrer der Hakkani-Gruppe, Anas Hakkani, teilgenommen. Details zu den Gespr\u00e4chen nannte der Taliban-Vertreter nicht. Es sei noch zu fr\u00fch zu sagen, ob die Taliban in ihre neue Regierung auch Mitglieder fr\u00fcherer Regierungen einbeziehen w\u00fcrden, erkl\u00e4rt er. Karsai war von 2001 bis 2014 afghanischer Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>12.28 Uhr: Johnson ist gegen einen erneuten Einsatz in Afghanistan <\/p>\n<p>Der britische Regierungschef Boris Johnson spricht sich gegen einen erneuten Nato-Einsatz in Afghanistan aus. &#8222;Ich halte es wirklich f\u00fcr eine Illusion zu glauben, dass bei einem unserer Partner Appetit auf eine fortgesetzte Milit\u00e4rpr\u00e4senz oder auf eine von der Nato entwickelte milit\u00e4rische L\u00f6sung in Afghanistan besteht&#8220;, sagte Johnson vor dem extra aus der Sommerpause zur\u00fcckgerufenen Parlament. Er glaube auch nicht, dass es eine Option sei, Zehntausende britische Soldaten in den Kampf gegen die Taliban zu schicken.<\/p>\n<p>12.25 Uhr: Bericht: Taliban wollen offenbar Geld f\u00fcr die Ausreise von Ortskr\u00e4ften <\/p>\n<p>Damit Ortskr\u00e4fte ausl\u00e4ndischer Staaten zum Flughafen kommen d\u00fcrfen, wollen die Taliban offenbar Geld verlangen. Das berichtet die &#8222;Bild&#8220;. F\u00fcr die afghanischen ehemaligen Mitarbeiter soll demnach jeweils ein &#8222;Kopfgeld&#8220; ausgehandelt werden.<\/p>\n<p>11.47 Uhr:\u00a0Bericht:\u00a0US-Geheimdienste warnten vor Kollaps der afghanischen Armee <\/p>\n<p>US-Geheimdienste haben nach Informationen der &#8222;New York Times&#8220; bereits im Juli vor einem raschen Zusammenbruch des afghanischen Milit\u00e4rs gewarnt. In mehreren Berichten stellten sie zu dieser Zeit unter anderem in Frage, ob afghanische Sicherheitskr\u00e4fte den radikalislamischen Taliban ernsthaften Widerstand leisten w\u00fcrden, schrieb das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Lesen Sie hier mehr dar\u00fcber.<\/p>\n<p>11.11 Uhr: Hunderte Afghanen harren am Flughafen in Kabul aus<\/p>\n<p>Hunderte Menschen halten sich laut Augenzeugenberichten rund um den Kabuler Flughafen auf.\u00a0\u00a0Kinder, Frauen und M\u00e4nner harren demnach in den Stra\u00dfen um das Flughafengel\u00e4nde aus. Viele h\u00e4tten dort auch \u00fcbernachtet.\u00a0In der Stadt kursieren f\u00e4lschlicherweise Ger\u00fcchte, wonach alle, die es auf den Flughafen schaffen, auch evakuiert werden. Deshalb fahren viele Menschen dorthin. Sie versuchen \u00fcber Sprengschutzmauern oder anderen Wegen, auf das Gel\u00e4nde zu kommen.\u00a0<\/p>\n<p>11.05 Uhr: Nepal bittet Deutschland: Sicherheitsleute aus Afghanistan ausfliegen <\/p>\n<p>Nepal hat Deutschland und andere L\u00e4nder gebeten, nepalesische Sicherheitsleute in Afghanistan in Sicherheit zu bringen. Rund 1.500 Nepalesen hatten dort f\u00fcr Botschaften und B\u00fcros der Vereinten Nationen gearbeitet, sagte eine Sprecherin des nepalesischen Au\u00dfenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Aus dem Ausw\u00e4rtigen Amt war zu h\u00f6ren, dass der f\u00fcr den Au\u00dfenschutz des deutschen Botschaftsgel\u00e4ndes in Kabul beauftragte Sicherheitsdienstleister eine mittlere bis hohe zweistellige Zahl von nepalesischen Kr\u00e4ften eingesetzt hatte.\u00a0Am Dienstag hatten die USA\u00a0118 Nepalesen aus Afghanistan in ihre Heimat gebracht.<\/p>\n<p>11.04 Uhr:\u00a0Britischer General spricht von positiver Zusammenarbeit mit Taliban <\/p>\n<p>Der Befehlshaber der britischen Streitkr\u00e4fte, General Nick Carter, hat sich positiv \u00fcber die Zusammenarbeit mit den militant-islamistischen Taliban bei der Evakuierung von britischen Staatsb\u00fcrgern und Ortskr\u00e4ften aus Afghanistan ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Wir arbeiten mit den Taliban zusammen, die f\u00fcr Sicherheit sorgen&#8220;, sagte Carter am Mittwoch im Radiosender BBC 4. Die Taliban stellten sicher, dass das Zentrum der Hauptstadt Kabul sehr ruhig sei. Bislang gebe es keine Berichte, dass Menschen Schwierigkeiten h\u00e4tten, an den Flughafen zu gelangen. Die Taliban arbeiteten &#8222;hart&#8220; daran, dass es ruhig bleibe.\u00a0F\u00fcr den raschen Zusammenbruch der afghanischen Streitkr\u00e4fte machte Carter einen Mangel an Vertrauen in die bisherige politische F\u00fchrung verantwortlich.<\/p>\n<p>10.51 Uhr Deutschland fliegt weitere 176 Menschen aus <\/p>\n<p>Die erste Evakuierungsmaschine am heutigen Mittwoch\u00a0\u2013 insgesamt ist es die vierte deutsche Maschine\u00a0\u2013 ist wieder aus Kabul abgehoben. 176 Menschen sollen sich an Bord der Maschine in Richtung der usbekischen Hauptstadt Taschkent befinden. Das teilte Au\u00dfenminister Heiko Maas auf Twitter mit.\u00a0<\/p>\n<p>10.06 Uhr Frankreich fliegt weitere 216 Menschen aus Afghanistan aus <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan hat Frankreich weitere 216 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Wie der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch erkl\u00e4rte, waren darunter 184 besonders schutzbed\u00fcrftige Afghanen. Bei der Evakuierungsmission, die in der Nacht erfolgte, wurden demnach auch 25 franz\u00f6sische Staatsangeh\u00f6rige au\u00dfer Landes gebracht. Nach Angaben des Generalstabs sollen sie im Laufe des Tages in Frankreich eintreffen.<\/p>\n<p>Die Menschen hatten zuvor im Geb\u00e4ude der franz\u00f6sischen Botschaft in Kabul Zuflucht gesucht, wie Le Drian mitteilte. Unter den Evakuierten befanden sich demnach auch vier Niederl\u00e4nder, ein Ire und zwei kenianische Staatsb\u00fcrger.<\/p>\n<p>10.03 Uhr Vierter deutscher Evakuierungsflug Richtung Kabul gestartet <\/p>\n<p>Zur Evakuierung von Menschen aus Afghanistan ist am Mittwochmorgen ein weiteres Flugzeug der Bundeswehr Richtung Kabul gestartet. Die Maschine vom Typ A400M sei in der usbekischen Hauptstadt Taschkent abgehoben, um weitere deutsche Staatsangeh\u00f6rige, Ortskr\u00e4fte und weitere gef\u00e4hrdete Personen aus Kabul auszufliegen, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr hatte am Dienstagabend 139 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt nach Taschkent ausgeflogen. An Bord des dritten Evakuierungsflugs befanden sich nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amts &#8222;deutsche, andere europ\u00e4ische und afghanische Staatsb\u00fcrger&#8220;.<\/p>\n<p>131 Menschen, die zuvor aus Kabul in Sicherheit gebracht worden waren, landeten in der Nacht zu Mittwoch an Bord einer Lufthansa-Maschine in Frankfurt. Im Laufe des Tages waren nach Angaben vom Dienstag insgesamt vier Evakuierungsfl\u00fcge nach Kabul geplant.<\/p>\n<p>9.55 Uhr Regierung beschlie\u00dft Evakuierungseinsatz <\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat den Einsatz von bis zu 600 Bundeswehrsoldaten f\u00fcr die Evakuierungsaktion im afghanischen Kabul beschlossen. Das Kabinett billigte am Mittwoch den Entwurf f\u00fcr ein entsprechendes Bundestagsmandat, \u00fcber das voraussichtlich in der kommenden Woche im Parlament abgestimmt werden soll. Der bereits seit Montag laufende Einsatz ist bis Ende September befristet. Mit dem Mandat wollen Regierung und Parlament nachtr\u00e4glich die rechtliche Grundlage daf\u00fcr schaffen. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>9.45 Uhr Todenh\u00f6fer f\u00fcr Verhandlungen mit Taliban <\/p>\n<p>Der Publizist J\u00fcrgen Todenh\u00f6fer h\u00e4lt nach dem faktischen Machtwechsel in Afghanistan Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban f\u00fcr notwendig. &#8222;Ja, nat\u00fcrlich&#8220;, sagte Todenh\u00f6fer am Mittwoch im Deutschlandfunk auf eine entsprechende Frage. Jetzt sei die Stunde der Diplomatie. Deutschland mit seiner traditionellen Freundschaft zu dem Land sei besonders gefragt. &#8222;Jetzt brauchen wir kluge Diplomatie.&#8220; Todenh\u00f6fer begr\u00fc\u00dfte, dass der deutsche Botschafter in Afghanistan, Markus Potzel, im Golf-Emirat Katar mit Taliban-Vertretern sprechen will. Er f\u00fcgte aber hinzu: &#8222;Er m\u00fcsste nach Kabul.&#8220;<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere CDU-Bundestagsabgeordnete, der immer wieder Krieg- und Krisengebiete bereiste, sieht eine &#8222;gewisse Chance&#8220;, dass die Taliban sich nicht an Afghanen r\u00e4chen, die f\u00fcr ausl\u00e4ndische Streitkr\u00e4fte oder Organisationen t\u00e4tig waren. &#8222;Keiner wei\u00df es. Und jeder muss es hoffen&#8220;, sagte der 80-J\u00e4hrige. Die Islamisten m\u00fcssten Interesse an Stabilit\u00e4t haben. Sie h\u00e4tten gesehen, dass ihre bisherige Strategie gegen\u00fcber der eigenen Bev\u00f6lkerung eine Katastrophe gewesen sei.<\/p>\n<p>Todenh\u00f6fer verwies darauf, dass Kabul 1996 zum Zeitpunkt der damaligen Macht\u00fcbernahme durch die Taliban eine Stadt mit 500.000 Einwohnern gewesen sei. Heute sei Afghanistans Hauptstadt eine moderne Stadt mit f\u00fcnf Millionen Menschen. Wenn die Taliban es nicht schafften, diese zu ern\u00e4hren und daf\u00fcr zu sorgen, dass die Kinder zur Schule und sp\u00e4ter auf Universit\u00e4ten gehen k\u00f6nnten, verl\u00f6ren sie die Bev\u00f6lkerung wieder, sagte Todenh\u00f6fer.<\/p>\n<p>9.31 Uhr Kritik an britischen Pl\u00e4nen zur Aufnahme afghanischer Fl\u00fcchtlinge <\/p>\n<p>Die britische Regierung ist mit ihrem Plan zur Aufnahme von 20.000 Menschen aus Afghanistan in den kommenden Jahren auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. Der konservative Abgeordnete Tobias Ellwood bezeichnete die Pl\u00e4ne in der Zeitung &#8222;Daily Mirror&#8220; (Mittwoch) als &#8222;elendig unangemessen&#8220;. Zudem sei die geplante Aufnahme \u00fcber einen zu langen Zeitraum gestreckt. Im ersten Jahr will Gro\u00dfbritannien im Rahmen des Programms bislang 5.000 Menschen aufnehmen.<\/p>\n<p>Auch von der Labour-Opposition kam Kritik, der Plan werde der Herausforderung nicht gerecht. Die Schottische Nationalpartei SNP forderte die Aufnahme von bis zu 40.000 Menschen. Am Mittwoch stand im britischen Parlament eine Afghanistan-Debatte auf dem Programm. Innenministerin Priti Patel deutete im Sender Sky News an, die Zahl der afghanischen Ortskr\u00e4fte, die jetzt aufgenommen werden, k\u00f6nnte von 5.000 auf 10.000 erh\u00f6ht werden. Nach offiziellen Angaben fliegt Gro\u00dfbritannien derzeit t\u00e4glich beinahe 1.000 Menschen aus Kabul aus.<\/p>\n<p>9.21 Uhr Bericht: BND untersch\u00e4tzte die Taliban massiv <\/p>\n<p>Noch zwei Tage vor dem Fall der afghanischen Hauptstadt Kabul in die H\u00e4nde der radikalislamischen Taliban hat der Bundesnachrichtendienst (BND) die Taliban massiv untersch\u00e4tzt. Das legt nun ein neuer Bericht der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung nahe. Am 13. August tagte der Krisenstab der deutschen Bundesregierung zur Lage in dem Land. Aus einem entsprechenden Protokoll der Sitzung zitiert die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung die Position des BND wie folgt: &#8222;\u00dcbernahme Kabuls durch TLB (Taliban, Anmerkung der Redaktion) vor 11.9. eher unwahrscheinlich.&#8220; Die Taliban h\u00e4tte &#8222;derzeit kein Interesse&#8220; an einer milit\u00e4rischen Einnahme Kabuls.\u00a0<\/p>\n<p>8.55 Uhr WhatsApp sperrt offizielle Talibangruppen <\/p>\n<p>Mutterkonzern Facebook sperrt jetzt offizielle WhatsApp-Gruppen und -Accounts der Taliban. Das Unternehmen will dies aber nicht als politische Ma\u00dfnahme verstanden wissen und beruft sich auf offizielle US-Sanktionen. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>8.30 Uhr Australien evakuiert 26 Menschen\u00a0\u2013 und wird kritisiert <\/p>\n<p>Laut dem australischen Regierungschef Scott Morrison habe Australien im Rahmen eines ersten Evakuierungsfluges 26 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Das berichtet die BBC. Das Flugzeug sei f\u00fcr 128 Personen ausgelegt. Die Nichtregierungsorganisation &#8222;Human Rights Watch&#8220; bezeichnete diesen ersten Flug als &#8222;entt\u00e4uschend&#8220;. Australien will weitere Fl\u00fcge nach Kabul schicken.\u00a0<\/p>\n<p>Am Mittwoch hatte Morrison mitgeteilt, dass Australien keine zus\u00e4tzlichen Menschen aufnehmen w\u00fcrde. Die Verpflichtung im Rahmen von UN-Vereinbarungen w\u00fcrde aber eingehalten\u00a0\u2013 nicht mehr als 3.000 Visa w\u00fcrden f\u00fcr afghanische Staatsb\u00fcrger ausgestellt. Gro\u00dfbritannien und Kanada haben jeweils angek\u00fcndigt, zus\u00e4tzlich 20.000 Afghanen aufzunehmen. Das schlie\u00dft der australische Premier aus.\u00a0<\/p>\n<p>7.45 Uhr NRW will 1.000 Afghaninnen zus\u00e4tzlich aufnehmen <\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen will zus\u00e4tzlich 1.000 Afghaninnen aufnehmen. &#8222;Wir haben diese Frauen und ihre besonders extreme Gef\u00e4hrdung im Blick&#8220;, sagt Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet der &#8222;Rheinischen Post&#8220;. Daher gebe es zus\u00e4tzlich zu den 800 Pl\u00e4tzen f\u00fcr Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan nun dieses Kontingent. Damit wolle man schnellstm\u00f6glich besonders bedrohten B\u00fcrgerrechtlerinnen, Menschenrechtsaktivistinnen, K\u00fcnstlerinnen, Journalistinnen und anderen mit ihren Familien in Deutschland eine sichere Unterkunft bieten, wird die Landesregierung zitiert. Die Notsituation erfordere schnelles humanit\u00e4res Handeln.<\/p>\n<p>7.12 Uhr USA zweifeln am Gelingen ihres Evakuierungsplans <\/p>\n<p>In den USA gibt es Zweifel, ob die Evakuierung von bis zu 22.000 Afghanen gelingen kann, die etwa als Ortskr\u00e4fte ein spezielles Einreisevisum erhalten haben. Um das zu erreichen, m\u00fcssten &#8222;zu viele Dinge hundertprozentig klappen&#8220;, sagt ein US-Offizieller zu Reuters. Viele westliche Nationen stehen wegen der \u00dcbernahme der Hauptstadt Kabul durch die Taliban derzeit vor dem Problem, ob sie ihre afghanischen Ortskr\u00e4fte sowie Personen, die sie sch\u00fctzen wollen, noch ausfliegen k\u00f6nnen. Die Taliban kontrollieren auch die Gegend um den Flughafen, der derzeit von den USA betrieben wird.<\/p>\n<p>6.50 Uhr Indien evakuiert alle Diplomaten aus Afghanistan <\/p>\n<p>Indien hat seine Botschafter und alle anderen Diplomaten aus Afghanistan evakuiert. Das berichtet die &#8222;BBC&#8220;. Demnach wurden sie mit einem Milit\u00e4rflugzeug am Dienstag ausgeflogen. An Bord seien rund 150 Personen gewesen, darunter Sicherheitspersonal und einige andere indische Staatsb\u00fcrger. Die Maschine landete am Dienstagabend auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Hindon.\u00a0<\/p>\n<p>Der indischen Au\u00dfenminister\u00a0Subrahmanyam Jaishanka bezeichnete die Evakuierung laut Bericht als &#8222;schwierig&#8220;. Weitere Inder, die sich laut dem indischen Botschafter in Afghanistan noch im Land bef\u00e4nden, sollen ausgeflogen werden, sobald der kommerzielle Flugverkehr wieder aufgenommen wird.\u00a0<\/p>\n<p>6.40 Uhr: Bislang 2.200 Zivilisten und Diplomaten ausgeflogen\u00a0 <\/p>\n<p>Bislang sind mehr als 2.200 Diplomaten und andere Zivilisten mit Milit\u00e4rflugzeugen aus Kabul herausgebracht worden, hei\u00dft es in westlichen Sicherheitskreisen in der afghanischen Hauptstadt. Wann zivile Fl\u00fcge von Kabul aus wieder starten k\u00f6nnten, sei derzeit noch offen.<\/p>\n<p>3.45 Uhr: Erster Lufthansa-Flug in Frankfurt gelandet <\/p>\n<p>Die erste Lufthansa-Maschine mit Evakuierten aus Afghanistan ist in Frankfurt gelandet. Nach Angaben der Fluggesellschaft befinden sich rund 130 Personen an Bord. Der Airbus vom Typ A340 \u00fcbernahm in der usbekischen Hauptstadt Taschkent Passagiere von Bundeswehr-Fl\u00fcgen aus Kabul und startete am Dienstagabend von dort Richtung Deutschland.<\/p>\n<p>Lufthansa-Maschine kommt in Frankfurt an: An Bord befanden sich etwa 130 Menschen. (Quelle: Thilo Schmuelgen\/Reuters)<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hatte den Langstreckenjet gechartert. Die Lufthansa wird in Absprache mit der Bundesregierung auch Evakuierungsfl\u00fcge aus Doha in Katar und m\u00f6glicherweise auch aus anderen Anrainerstaaten Afghanistans anbieten, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage sei eine noch unbekannte Zahl von Fl\u00fcgen geplant.<\/p>\n<p>Frankfurter Flughafen: Ein Paar umarmt einen Mann, der aus der Evakuierungsmaschine aus Kabul stieg.  (Quelle: Thilo Schmuelgen\/Reuters)<\/p>\n<p>3 Uhr: AKK will Auslandseins\u00e4tze der Bundeswehr \u00fcberpr\u00fcfen <\/p>\n<p>Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan die Auslandseins\u00e4tze der Bundeswehr \u00fcberpr\u00fcfen. &#8222;Wir m\u00fcssen aus diesem Einsatz unsere Lehren ziehen.<\/p>\n<p>Deshalb werden wir die anderen Auslandseins\u00e4tze der Bundeswehr dahingehend \u00fcberpr\u00fcfen, ob wir gut aufgestellt sind und was wir m\u00f6glicherweise besser machen m\u00fcssen&#8220;, sagte Kramp-Karrenbauer der Zeitung &#8222;Rheinische Post&#8220;. &#8222;Wir sollten dabei auch anerkennen, was die Bundeswehr in den letzten 20 Jahren geleistet hat.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>2.09 Uhr: Bundeswehr muss Evakuierungsfl\u00fcge aussetzen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr muss mangels Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in Kabul die Evakuierungsfl\u00fcge nach Usbekistan vor\u00fcbergehend einstellen. Der Grund sei die momentan fehlende Verf\u00fcgbarkeit der Flughafenfeuerwehr in Kabul&#8220;, teilte die Bundeswehr auf Twitter mit.<\/p>\n<p>Um den nicht durchgef\u00fchrten Flug zu kompensieren, seien f\u00fcr Mittwoch vier Fl\u00fcge nach Kabul vorgesehen.<\/p>\n<p>2 Uhr: \u00d6sterreich will keine Menschen aus Afghanistan aufnehmen <\/p>\n<p>\u00d6sterreich ist nach der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban nicht bereit, k\u00fcnftig zus\u00e4tzliche Gefl\u00fcchtete aus Afghanistan aufzunehmen. &#8222;Es gibt keinen Grund warum ein Afghane jetzt nach \u00d6sterreich kommen sollte&#8220;, sagt Innenminister Karl Nehammer (\u00d6VP) der Zeitung &#8222;Welt&#8220; vor den Beratungen der EU-Innenminister am Mittwoch.<\/p>\n<p>Nehammer forderte, die Nachbarstaaten Afghanistans bei der Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen in die Pflicht zu nehmen. &#8222;Das hei\u00dft, oberste Priorit\u00e4t ist jetzt mit den Nachbarl\u00e4ndern von Afghanistan zu reden, damit Schutz und Hilfe in der Region sichergestellt ist \u2013 ganz im Sinne der Genfer Konvention. &#8222;Abschiebezentren in der Region rund um Afghanistan w\u00e4ren eine M\u00f6glichkeit.&#8220;<\/p>\n<p>1 Uhr: Dritte Bundeswehr-Maschine mit Evakuierten in Taschkent gelandet <\/p>\n<p>In der usbekischen Hauptstadt Taschkent ist in der Nacht zu Mittwoch die dritte Bundeswehr-Maschine mit aus Kabul evakuierten Deutschen und Ortskr\u00e4ften gelandet. Das teilte die Bundeswehr am fr\u00fchen Mittwochmorgen via Twitter mit. &#8222;Von dort aus wird die Weiterreise der \u00fcber 135 evakuierten Personen vorbereitet&#8220;, hie\u00df es weiter. An diesem Mittwoch seien vier weitere Fl\u00fcge nach Kabul vorgesehen, um einen am Vortag nicht durchgef\u00fchrten Flug zu kompensieren. Momentan sei die Flughafenfeuerwehr in Kabul nicht verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Laut Ausw\u00e4rtigem Amt werden die Menschen von Taschkent am Mittwoch mit der Lufthansa weiter nach Deutschland gebracht. Das Verteidigungsministerium teilte auf Twitter mit, nunmehr seien mehr als 260 Personen aus Afghanistan ausgeflogen worden. &#8222;Und wir evakuieren solange es geht weiter&#8220;, betonte das Ministerium.<\/p>\n<p>1.00 Uhr:\u00a0UNHCR will trotz Taliban-Herrschaft bleiben <\/p>\n<p>Das Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) will trotz der dramatischen Sicherheitslage und der Evakuierung zahlreicher westlicher Botschaften in Afghanistan weiterarbeiten. &#8222;Wir wollen im Land bleiben, weil die Menschen dort jetzt mehr denn je Hilfe brauchen. Mit anderen humanit\u00e4ren Organisationen zusammen wollen wir, im Einklang mit humanit\u00e4ren Grunds\u00e4tzen der Neutralit\u00e4t, Unparteilichkeit und Unabh\u00e4ngigkeit, in Afghanistan bleiben und humanit\u00e4re Hilfe leisten&#8220;, sagt die UNHCR-Deutschlandchefin, Katharina Lumpp, der Zeitung &#8222;Welt&#8220;.<\/p>\n<p>Man konzentriere sich dabei auf &#8222;die Unterst\u00fctzung von Vertriebenen und anderen Menschen in Not in Afghanistan, solange wir Zugang zu ihnen haben und so gut wir das in dieser schwierigen Situation, die sich noch dazu st\u00e4ndig ver\u00e4ndert, k\u00f6nnen&#8220;. Nach Angaben des UNHCR arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter in Afghanistan.<\/p>\n<p>23.55 Uhr: Gro\u00dfbritannien will bis zu 5.000 Afghanen aufnehmen <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien will zun\u00e4chst bis zu 5.000 Afghanen aufnehmen, die vor den Taliban fliehen. Im Rahmen dieses Programms sollen vor allem Frauen, M\u00e4dchen und Mitglieder von religi\u00f6sen Minderheiten nach Gro\u00dfbritannien einreisen d\u00fcrfen, sagt Innenministerin Priti Patel. Langfristig k\u00f6nne das Programm auf bis zu 20.000 Personen ausgeweitet werden.<\/p>\n<p>23.40 Uhr:\u00a0 USA \u2013 Videoschalte wegen Afghanistan mit G7-Partnern kommende Woche <\/p>\n<p>Wegen der aktuellen Lage in Afghanistan wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von US-Pr\u00e4sident Joe Biden in einer Videokonferenz beraten. Die Schalte in der kommenden Woche h\u00e4tten Biden und Gro\u00dfbritanniens Premier Boris Johnson in einem Telefonat vereinbart, teilte das Wei\u00dfe Haus am Dienstag mit.<\/p>\n<p>22.26 Uhr: Rund 130 Evakuierte auf dem Weg nach Deutschland <\/p>\n<p>Die erste Lufthansa-Maschine mit Evakuierten aus Afghanistan an Bord ist am Dienstagabend vom Bundeswehr-Drehkreuz im usbekischen Taschkent Richtung Frankfurt am Main gestartet. Nach dpa-Informationen sind rund 130 Menschen an Bord.<\/p>\n<p>22.10 Uhr: Borrell: EU wird mit den Taliban sprechen m\u00fcssen <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union wird nach den Worten des EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan Gespr\u00e4che f\u00fchren m\u00fcssen. &#8222;Die Taliban haben den Krieg gewonnen, also werden wir mit ihnen sprechen m\u00fcssen&#8220;, sagte Borrell am Dienstag nach einem Dringlichkeitstreffen der EU-Au\u00dfenminister. Dies bedeute nicht, dass ihre Herrschaft schnell offiziell anerkannt werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Die EU werde &#8222;so schnell wie n\u00f6tig in einen Dialog treten, um ein humanit\u00e4res und potenzielles Fl\u00fcchtlings-Desaster&#8220; zu verhindern. Dabei werde es auch um die Mittel gehen, um eine R\u00fcckkehr ausl\u00e4ndischer Terroristen nach Afghanistan zu vermeiden, f\u00fcgte Borrell hinzu. &#8222;Das ist keine Frage offizieller Anerkennung, es ist eine Frage des Umgangs mit ihnen.&#8220;<\/p>\n<p>Die EU m\u00fcsse au\u00dferdem mit den Taliban sprechen, um zu erreichen, dass afghanische Ortskr\u00e4fte der EU und ihre Familien den Flughafen von Kabul erreichen k\u00f6nnten. Zur Sicherstellung der Ausreise von Zivilisten aus Afghanistan verhandeln auch die Regierungen Deutschlands und der USA direkt mit den radikalislamischen Taliban.<\/p>\n<p>22.20 Uhr: Ortskr\u00e4fte kommen nicht an Kabuler Flughafen \u2013 Gespr\u00e4che mit Taliban <\/p>\n<p>Die Bundesregierung sucht den Kontakt zu den Taliban, um die Ausreise von Ortskr\u00e4ften aus Afghanistan zu erm\u00f6glichen. Der ehemalige Sonderbeauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Afghanistan, Markus Potzel, sei auf dem Weg nach Katar, sagte Au\u00dfenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin. Potzel hatte schon in der Vergangenheit an den Friedensverhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung in der katarischen Hauptstadt Doha teilgenommen. &#8222;Er wird ab heute Abend dort sein und damit selber auch die M\u00f6glichkeit haben, Gespr\u00e4che zu f\u00fchren&#8220;, sagte Maas. Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>22.25 Uhr: Bidens Zustimmungswerte auf Tiefststand <\/p>\n<p>Einer Reuters\/Ipsos-Umfrage vom Montag zufolge bef\u00fcrworten noch 46 Prozent der US-B\u00fcrger die Politik von Pr\u00e4sident Joe Biden. Das ist ein R\u00fcckgang von sieben Prozentpunkten und der tiefste Stand seit der Amts\u00fcbernahme im Januar. F\u00fcr eine Fortsetzung des Milit\u00e4reinsatzes in Afghanistan sind demnach 34 Prozent der Befragten. Doppelt so viele &#8211; 68 Prozent &#8211; sind der Meinung, dass der Krieg so oder so ein schlechtes Ende genommen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>22.20 Uhr: Leiche in Radkasten von Evakuierungsmaschine gefunden <\/p>\n<p>Die US-Luftwaffe k\u00fcndigt nach dem Fund einer Leiche in einem Radkasten eines Evakuierungsflugzeugs eine Untersuchung an. Die C-17 sei am Montag in Kabul gelandet und auf dem Rollfeld von Hunderten afghanischen Zivilisten umstellt worden, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung. &#8222;Angesichts der sich rapide verschlechternden Sicherheitslage rund um das Flugzeug beschloss die C-17-Besatzung, den Flugplatz so schnell wie m\u00f6glich zu verlassen.&#8220; Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>22.05 Uhr: Dritte Evakuierungsmaschine in Kabul gestartet <\/p>\n<p>In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Dienstagabend eine dritte Maschine zur Evakuierung von Deutschen und Ortskr\u00e4ften gestartet. An Bord seien 139 Menschen, teilte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) im &#8222;heute journal&#8220; des ZDF mit. Eine weitere Maschine stehe bereit. &#8222;Im Moment sind die Tore am Flughafen geschlossen, sobald die wieder ge\u00f6ffnet sind, werden wir diesen Betrieb fortsetzen&#8220;, so Maas.<\/p>\n<p>21.40 Uhr: Bericht: Taliban hindern Menschen mit Gewalt an Zugang zu Flughafen <\/p>\n<p>Mit Sch\u00fcssen, Peitschen und Stockhieben sollen Taliban-K\u00e4mpfer gegen Afghanen vorgehen, die versuchen, zum Flughafen zu gelangen. Das berichtet ein Journalist der &#8222;Los Angeles Times&#8220; auf Twitter, der nach eigenen Angaben selbst Augenzeuge war. Bilder des Vorfalls zeigen mehrere schwer verwundete Menschen, auch eine Frau und ein Kind. Inzwischen soll der Zugang zum Flughafen komplett abgesperrt sein, das berichtet die &#8222;Bild&#8220;.<\/p>\n<p>21.09 Uhr: USA: Waffen des afghanischen Milit\u00e4rs teils in H\u00e4nden der Taliban <\/p>\n<p>Waffen und andere Ausr\u00fcstung der afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte sind nach US-Angaben nun zum Teil in den H\u00e4nden der Taliban. Es gebe zwar keine genaue Liste dazu, wo sich nun alle milit\u00e4rischen Gegenst\u00e4nde bef\u00e4nden, aber ein &#8222;ordentlicher Anteil&#8220; davon sei an die Taliban gefallen, sagte US-Pr\u00e4sident Joe Bidens nationaler Sicherheitsberater, Jake Sullivan. &#8222;Und wir haben nat\u00fcrlich nicht den Eindruck, dass sie diese bereitwillig am Flughafen an uns \u00fcbergeben werden&#8220;, sagte Sullivan am Dienstag.<\/p>\n<p>20.12 Uhr: US-Generalinspekteur:\u00a0USA hatten &#8222;Unkenntnis&#8220; \u00fcber Afghanistan <\/p>\n<p>Die US-Regierung hat w\u00e4hrend ihres Einsatzes in Afghanistan einem Bericht zufolge wenig Kenntnis \u00fcber das Land gehabt und demzufolge zahlreiche Fehlentscheidungen getroffen. &#8222;Die Unkenntnis der vorherrschenden sozialen, kulturellen und politischen Gegebenheiten in Afghanistan hat erheblich zu den Fehlern auf strategischer, operativer und taktischer Ebene beigetragen&#8220;, hie\u00df es in einem Dienstag ver\u00f6ffentlichtem Bericht des US-Generalinspekteurs f\u00fcr den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar).<\/p>\n<p>Die US-Regierung sei zum Beispiel f\u00e4lschlicherweise davon ausgegangen, dass die Herausforderungen mit Blick auf Staatsf\u00fchrung im Irak und Afghanistan \u00e4hnlich seien. &#8222;Tats\u00e4chlich waren sie es nicht&#8220;, hei\u00dft es in dem Bericht. Die Autorinnen und Autoren nennen auch ein Beispiel f\u00fcr verfehlte Planung: Die Konstruktion einiger von den USA finanzierter Schulen habe f\u00fcr die Installation des Daches einen Kran vorgesehen. &#8222;Aber Kr\u00e4ne konnten in dem bergigen Gel\u00e4nde, das f\u00fcr viele Teile des Landes charakteristisch ist, nicht eingesetzt werden&#8220;, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>20.06 Uhr: US-Berater &#8211; Evakuierungen k\u00f6nnten bis Ende August weitergehen <\/p>\n<p>Dem Nationalen Sicherheitsberater der USA zufolge k\u00f6nnten die Evakuierungen aus Kabul bis zum 31. August weitergehen. Man f\u00fchre Gespr\u00e4che mit den Taliban \u00fcber einen Zeitplan, sagt Jake Sullivan. Diese h\u00e4tten f\u00fcr Zivilisten freien Zugang zum Flughafen zugesichert.<\/p>\n<p>19.49 Uhr: Verb\u00e4nde: Arch\u00e4ologen in Afghanistan &#8222;in \u00e4u\u00dferster Gefahr&#8220; <\/p>\n<p>Mit Deutschland verbundene Arch\u00e4ologen in Afghanistan sind nach Einsch\u00e4tzung der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz und zahlreicher Arch\u00e4ologie-Verb\u00e4nde &#8222;in \u00e4u\u00dferster Gefahr&#8220;. In einem gemeinsamen Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) setzen sich die sieben Kultur-Organisationen ein f\u00fcr &#8222;unsere Kollegen in Afghanistan, die sich jahrelang mit Ihrer Unterst\u00fctzung um den Erhalt des Kulturerbes Afghanistans bem\u00fcht haben&#8220;.<\/p>\n<p>19.31 Uhr: Deutschland will mit Taliban-Vertretern sprechen <\/p>\n<p>Die Bundesregierung will sich in Gespr\u00e4chen mit Taliban-Vertretern um Ausreisem\u00f6glichkeiten f\u00fcr einheimische Ortskr\u00e4fte in Afghanistan bem\u00fchen. Der deutsche Botschafter in Kabul, Markus Potzel, sei in die katarische Hauptstadt\u00a0Doha\u00a0gereist, wo US-Vertreter mit Taliban-Repr\u00e4sentanten im Gespr\u00e4ch sind, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstagabend in Berlin.<\/p>\n<p>Der Diplomat wolle in seinen Gespr\u00e4chen in\u00a0Doha\u00a0darauf hinwirken, &#8222;dass auch Ortskr\u00e4fte sich an den Flughafen begeben k\u00f6nnen und auch ausgeflogen werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte Maas. Bislang k\u00f6nnen nach seinen Angaben nur ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrger die Taliban-Kontrollposten auf dem Weg zum Flughafen der Hauptstadt Kabul passieren, afghanische B\u00fcrger w\u00fcrden zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>18.34 Uhr:\u00a0Maas: Werden 180 Menschen heute noch ausfliegen k\u00f6nnen <\/p>\n<p>Deutschland kann nach Angaben von Au\u00dfenminister Heiko Maas am Dienstag noch 180 Menschen aus Kabul ausfliegen. Diese Personen bef\u00e4nden sich bereits am Flughafen, sagt Maas in Berlin. &#8222;Im Moment hat sich vor den Toren des Flughafens die Situation noch einmal etwas ver\u00e4ndert. Es gibt wohl durchaus auch Gefahrensituationen.&#8220; Deshalb sei der Zugang zu dem Tor erschwert. Die Taliban lie\u00dfen nur ausl\u00e4ndische Staatsb\u00fcrger zum Flughafen vor, Ortskr\u00e4fte und andere Afghanen k\u00f6nnten nicht zum Flughafen gelangen. &#8222;Wir werden aber diese 180 Personen, die im Flughafen sind, mit den Maschinen, die zur Verf\u00fcgung stehen, auf jeden Fall heute noch ausfliegen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>18.20 Uhr:\u00a0Tschechiens Pr\u00e4sident prognostiziert wachsendes Misstrauen gegen Nato\u00a0 <\/p>\n<p>Tschechiens Pr\u00e4sident Milos Zeman spricht von einem Versagen der Nato in Afghanistan, das die Legitimit\u00e4t der Allianz infrage stelle. Das Misstrauen einer Reihe von Mitgliedsstaaten werde wachsen, erkl\u00e4rt er in einem im Internet ver\u00f6ffentlichten Interview. &#8222;Sie werden sagen: Wenn ihr in Afghanistan versagt habt, wie k\u00f6nnt ihr garantieren, dass ihr nicht in einer anderen kritischen Situation versagen werdet?&#8220; hei\u00dft es weiter. &#8222;Da Investitionen in die Nato irgendwie Geldverschwendung sind, sollten sich unsere Milit\u00e4rausgaben auf die nationalen Verteidigung konzentrieren.&#8220; Zema ist f\u00fcr eine pro-russische und pro-chinesische Haltung bekannt.<\/p>\n<p>18.14 Uhr: Laschet fordert Koordinierung der Au\u00dfenpolitik im Kanzleramt <\/p>\n<p>Als Lehre aus der Afghanistan-Entwicklung muss nach Ansicht von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet die Koordinierung der Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik im Kanzleramt konzentriert werden. &#8222;Trotz Widerspruch der SPD bleibe ich dabei: Deutschland braucht einen Nationalen Sicherheitsrat&#8220;, twittert der CDU-Chef. Man m\u00fcsse st\u00e4rker vorausschauend Politik betreiben, wozu ein besseres Lagebild aus allen verf\u00fcgbaren Bereichen geh\u00f6re. Zudem m\u00fcssten alle Akteure an einem Tisch sitzen, damit es keinen Streit \u00fcber Zust\u00e4ndigkeiten gebe. &#8222;Die Bedrohungen, mit denen wir es zu tun haben, sind nicht nur milit\u00e4risch, sondern betreffen etwa auch die Themen Klima, Handel, Gesundheit und Entwicklung&#8220;, schreibt Laschet. N\u00f6tig sei eine nationale Sicherheitsstrategie, auf die sich die gesamte Bundesregierung einigen m\u00fcsse. Die SPD hatte den von der Union vorgeschlagenen Nationalen Sicherheitsrat abgelehnt.<\/p>\n<p>18.11 Uhr: Erste Evakuierte aus Kabul zur\u00fcck in Deutschland <\/p>\n<p>Die ersten Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kabul sind nach ihrer Evakuierung aus Afghanistan zur\u00fcck in Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur landeten sie am Dienstagnachmittag mit einer Linienmaschine auf dem Berliner Hauptstadtflughafen in Sch\u00f6nefeld. Mehr dazu hier.<\/p>\n<p>18.03 Uhr: Kramp-Karrenbauer lehnt R\u00fccktritt ab <\/p>\n<p>Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) lehnt einen R\u00fccktritt angesichts der Ereignisse in Afghanistan ab. &#8222;Ich scheue mich vor keiner politischen Diskussion, schon gar nicht im Wahljahr. In diesem Moment steht aber die Rettung der Menschen im Vordergrund&#8220;, sagte sie der &#8222;Rheinischen Post&#8220; laut Vorabbericht vom Dienstag. Sie konzentriere sich mit den M\u00e4nnern und Frauen der Bundeswehr jetzt darauf, durch die Evakuierungs- und Rettungsaktion so lange wie m\u00f6glich so viele Menschen wie m\u00f6glich aus Afghanistan herauszubekommen.<\/p>\n<p>18.02 Uhr: Fitnessstudio und Freizeitpark: Wie sich die Taliban in Kabul vergn\u00fcgen <\/p>\n<p>W\u00e4hrend viele Menschen in Afghanistan um ihr Leben f\u00fcrchten, vergn\u00fcgen sich einige Taliban-K\u00e4mpfer in der k\u00fcrzlich eroberten Hauptstadt. Die bizarren Videos gehen um die Welt. Mehr dazu hier.<\/p>\n<p>18.01 Uhr: Entwuf \u2013 600 Bundeswehr-Soldaten sollen nach Afghanistan <\/p>\n<p>Die Bundesregierung strebt ein Mandat f\u00fcr einen befristeten Afghanistan-Einsatz zur Evakuierung an, das die Entsendung von bis zu 600 Soldaten erlaubt. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf f\u00fcr das Bundeskabinett am Mittwoch hervor. &#8222;Zur Durchf\u00fchrung von konkreten Operationen kann, zum Zweck der Verlegung von Personal in unterst\u00fctzender Funktion in angrenzende R\u00e4umen, die Personalobergrenze zeitlich befristet \u00fcberschritten werden. Gleiches gilt in Notsituationen&#8220;, hei\u00dft es. Das Mandat soll bis zum 30. September befristet werden. Die Kosten w\u00fcrden &#8222;voraussichtlich insgesamt rund 40 Millionen Euro betragen&#8220;.<\/p>\n<p>17.51 Uhr: Umfrage: Unterst\u00fctzung bei US-B\u00fcrgern f\u00fcr Afghanistan-Abzug drastisch gesunken <\/p>\n<p>In der US-Bev\u00f6lkerung ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Truppenabzug aus Afghanistan angesichts der Macht\u00fcbernahme der Taliban und der chaotischen Lage drastisch zur\u00fcckgegangen. Laut einer am Dienstag vom Nachrichtenportal &#8222;Politico&#8220; ver\u00f6ffentlichten Umfrage bef\u00fcrworten nur noch 49 Prozent der W\u00e4hler den von Pr\u00e4sident Joe Biden angeordneten vollst\u00e4ndigen Truppenabzug. Das sind 20 Prozentpunkte weniger als im April, als es 69 Prozent waren.<\/p>\n<p>In der Umfrage gaben zudem nur 25 Prozent der Befragten an, der Abzug verlaufe gut. Die Umfrage unter 1.999 registrierten W\u00e4hlern war von Freitag bis Montag gef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>17.49 Uhr: Taliban-Sprecher: Frauenrechte im Rahmen der Scharia <\/p>\n<p>Dem Taliban-Sprecher zufolge bekennt sich das islamische Emirat zu den Rechten von Frauen innerhalb der Scharia, dem islamischen Recht. Da die afghanischen Frauen Muslimas seien, w\u00fcrden sie auch froh sein, innerhalb des Rahmens der Scharia zu leben, sagt Sabihullah Mudschahid. Die Frauen in Afghanistan h\u00e4tten das Recht, unter anderem an Bildung und der Gesundheitsversorgung teilzuhaben.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob Frauen in den Medien arbeiten d\u00fcrfen sollen, sagt der Taliban-Sprecher, zuerst sollten die Regierungsbildung und Einf\u00fchrung der Gesetze abgewartet werden. Dann k\u00f6nnten diese Gesetze und Vorschriften umgesetzt werden.<\/p>\n<p>17.44 Uhr: Taliban-Sprecher: Afghanistan wird frei von Drogen werden <\/p>\n<p>Afghanistan soll nach Darstellung des Taliban-Sprechers ein drogenfreies Land werden. Ab jetzt werde sich niemand am Drogenschmuggel beteiligen, sagt Sabihullah Mudschahid. Die Staatengemeinschaft solle dabei Afghanistan helfen, damit alternative Nutzpflanzen angebaut werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>17.29 Uhr: Merkel telefoniert mit Staatschefs zu Afghanistan <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela\u00a0Merkel\u00a0(CDU) hat mit anderen europ\u00e4ischen Staatenlenkern eine enge Koordination bei den Evakuierungsfl\u00fcgen aus Afghanistan vereinbart. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte, telefonierte\u00a0Merkel\u00a0mit dem franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Boris Johnson, sowie dem italienischen Ministerpr\u00e4sidenten Mario Draghi. Demnach vereinbarten sie eine &#8222;enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterst\u00fctzung vor Ort&#8220; bei der Evakuierung von eigenen Staatsb\u00fcrgern sowie afghanischen Ortskr\u00e4ften.<\/p>\n<p>17.13 Uhr: Taliban-Vizechef Mullah Baradar in Kandahar gelandet <\/p>\n<p>Nach der faktischen\u00a0Macht\u00fcbernahme der Taliban ist mit Mullah Abdul Ghani Baradar der bislang h\u00f6chstrangige Vertreter der militanten Islamisten offiziell in Afghanistan eingetroffen.\u00a0Eine Delegation unter der Leitung von Mullah Baradar sei am Nachmittag (Ortszeit) am Flughafen Kandahar gelandet, teilte ein Sprecher der Taliban am Dienstag auf Twitter mit. Mullah Baradar ist Vize-Chef der Bewegung und Leiter des politischen B\u00fcros der Taliban in Doha.<\/p>\n<p>17.00 Uhr: Taliban-Sprecher: &#8222;Sind niemandem feindlich gesinnt&#8220; <\/p>\n<p>Die Taliban haben sich zum ersten Mal auf einer Pressekonferenz in Kabul ge\u00e4u\u00dfert. Dort sicherten sie zu, dass sie niemandem feindlich gesinnt und \u00dcbersetzer und andere fr\u00fchere Mitarbeiter ausl\u00e4ndischer Staaten auf Befehl ihres F\u00fchrers begnadigt seien, berichtet der afghanische Sender TOLOnews.\u00a0&#8222;Wir wollen keine Feinde im In- oder Ausland&#8220;,\u00a0sagte Sprecher Sabihullah Mudschahid. Au\u00dferdem sicherte er zu, dass ausl\u00e4ndische Botschaften nicht in Gefahr seien. &#8222;Wir versichern der Welt, insbesondere den Vereinigten Staaten, dass sich Afghanistan nicht gegen andere wenden wird.&#8220;<\/p>\n<p>Allerdings m\u00fcssten andere L\u00e4nder akzeptieren, dass die Afghanen eigene Gesetze und Werte festlegen. Diese seien zu respektieren. Zudem werde es nicht geduldet, wenn sich Medien in Afghanistan gegen den Islam richten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>16.57 Uhr: Pentagon: US-Milit\u00e4r am Flughafen spricht mit Taliban <\/p>\n<p>Die Kommandeure der US-Truppen am Flughafen Kabul stehen nach Angaben des Pentagons in Kontakt mit den Taliban-K\u00e4mpfern au\u00dferhalb des Flughafengel\u00e4ndes. Es habe Gespr\u00e4che gegeben, und &#8222;es gibt zwischen ihnen und uns eine Kommunikation&#8220;, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Dienstag. Solche Kontakte gebe es mehrmals pro Tag. Kirby wollte sich nicht zum Inhalt der Gespr\u00e4che \u00e4u\u00dfern. Er verwies aber darauf, dass es bislang keine Angriffe gegen die Mission der US-Truppen am Flughafen gegeben habe.<\/p>\n<p>16.55 Uhr: Vize-Pr\u00e4sident Saleh erkl\u00e4rt sich zum Interimspr\u00e4sidenten <\/p>\n<p>Der Erste Vize-Pr\u00e4sident Afghanistans, Amrullah Saleh, ist nach eigener Darstellung der &#8222;legitime gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident&#8220; des Landes. In einer Serie von Botschaften auf Twitter ruft er die Bev\u00f6lkerung auf, sich &#8222;dem Widerstand anzuschlie\u00dfen&#8220;. Er selbst halte sich in Afghanistan auf und werde sich unter keinen Umst\u00e4nden den &#8222;Taliban-Terroristen&#8220; unterwerfen. Im Gegensatz zu den USA und der Nato &#8222;haben wir unseren Mut nicht verloren und sehen gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die Zukunft&#8220;. Salehs Aufenthaltsort ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>16.40 Uhr: Lufthansa fliegt Gerettete weiter nach Frankfurt <\/p>\n<p>Nach den ersten Evakuierungen aus Kabul \u00fcbernimmt die Lufthansa den weiteren Transport der Menschen nach Deutschland. Bereits in der Nacht zum Mittwoch werde eine erste Maschine aus dem usbekischen Taschkent in Frankfurt erwartet, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich um einen von der Bundesregierung gecharterten Langstreckenjet vom Typ Airbus A340.<\/p>\n<p>Lufthansa werde in Absprache mit der Bundesregierung auch Evakuierungsfl\u00fcge aus Doha in Katar und m\u00f6glicherweise auch aus anderen Anrainerstaaten Afghanistans anbieten. F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage sei eine noch unbekannte Zahl von Fl\u00fcgen geplant. Im regul\u00e4ren Linienverkehr fliegt die Lufthansa Usbekistan derzeit nicht an.<\/p>\n<p>16.38 Uhr: Nato-Generalsekret\u00e4r: Politische F\u00fchrung in Kabul hat &#8222;versagt&#8220; <\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg hat der fr\u00fcheren afghanischen Regierung die Schuld f\u00fcr die Niederlage gegen die radikalislamischen Taliban zugesprochen. &#8222;Das Versagen der afghanischen F\u00fchrung hat zu der Trag\u00f6die gef\u00fchrt, die wir heute erleben&#8220;, sagte Stoltenberg am Dienstag in Br\u00fcssel nach einer Nato-Krisensitzung zur Lage in Afghanistan.<\/p>\n<p>&#8222;Letztendlich hat die politische F\u00fchrung Afghanistans es nicht geschafft, den Taliban die Stirn zu bieten und die friedliche L\u00f6sung zu erreichen, die die Afghanen unbedingt wollten&#8220;, betonte der Nato-Generalsekret\u00e4r. Das B\u00fcndnis arbeite nun daran, die Sicherheit des verbleibenden zivilen Nato-Personals und der \u00f6rtlichen Mitarbeiter zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>16.26 Uhr: Wei\u00dfes Haus: Derzeit rund 3.500 US-Soldaten am Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r ist am Flughafen Kabul nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses inzwischen mit rund 3.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Das erkl\u00e4rte ein Vertreter der US-Regierung am Dienstag. Das Verteidigungsministerium erkl\u00e4rte, die Zahl werde im Lauf des Tages noch auf rund 4.000 ansteigen. In einigen Tagen sollen es dann bis zu 6.000 Soldaten sein. Am Flughafen seien auf dem milit\u00e4rischen und dem zivilen Teil wieder Starts und Landungen m\u00f6glich, erkl\u00e4rte das Wei\u00dfe Haus. Die Soldaten sollen die Sicherheit des Flughafens gew\u00e4hren und die Evakuierung von Amerikanern und fr\u00fcheren afghanischen Mitarbeitern der US-Streitkr\u00e4fte organisieren.<\/p>\n<p>Afghanen am Flughafen von Kabul: Sie versuchen verzweifelt, das Land zu verlassen.  (Quelle: Shekib Rahmani\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>16.01: Bundeswehrmaschine mit 125 Geretteten in Usbekistan gelandet <\/p>\n<p>Die zweite Evakuierungsmaschine der Bundeswehr mit 125 Menschen aus Afghanistan an Bord ist am Dienstagnachmittag in Taschkent im Nachbarland Usbekistan gelandet. Das sagte ein Sprecher des Einsatzf\u00fchrungskommandos der Bundeswehr der Deutschen Presse-Agentur, nachdem &#8222;Bild&#8220; dies zuerst gemeldet hatte.<\/p>\n<p>Von Usbekistan aus sollen die Menschen mit Sonderfl\u00fcgen der Lufthansa nach Deutschland gebracht werden, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas am Dienstag.<\/p>\n<p>15.48 Uhr: Merkel setzt auf Nachbarl\u00e4nder <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban setzt Kanzlerin Angela Merkel im Fall einer gr\u00f6\u00dferen Fluchtbewegung zun\u00e4chst einmal auf eine Unterbringung in den Nachbarstaaten Afghanistans. &#8222;Bevor man \u00fcber Kontingente spricht, muss man erst mal \u00fcber sichere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in der Nachbarschaft von Afghanistan reden&#8220;, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Berlin. Dies werde sie noch am selben Tag mit UN-Fl\u00fcchtlingskommissar Filippo Grandi besprechen. &#8222;Dann kann man in einem zweiten Schritt dar\u00fcber nachdenken, ob besonders betroffene Personen kontrolliert und auch unterst\u00fctzt nach Europa und in die europ\u00e4ischen L\u00e4nder kommen.&#8220;<\/p>\n<p>15.47 Uhr: Stoltenberg: R\u00fcckkehr der Taliban erh\u00f6ht Terrorgefahr <\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr der Taliban erh\u00f6ht nach Einsch\u00e4tzung von Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg die Terrorgefahr. Die Milit\u00e4rallianz m\u00fcsse wachsam bleiben. Er fordert die Taliban auf, sicherzustellen, dass Afghanistan nicht erneut zu einer Brutst\u00e4tte f\u00fcr Terrorismus werde. &#8222;Die, die jetzt die Macht \u00fcbernehmen, m\u00fcssen gew\u00e4hrleisten, dass internationale Terroristen nicht Fu\u00df fassen&#8220;, sagt er in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Stoltenberg forderte zudem, Lehren aus den j\u00fcngsten Ereignissen in Afghanistan zu ziehen. Die Frage sei, warum die afghanischen Streitkr\u00e4fte, die man \u00fcber so viele Jahre hinweg ausgebildet, ausger\u00fcstet und unterst\u00fctzt habe, nicht in der Lage gewesen seien, den Taliban st\u00e4rker Widerstand zu leisten. Man sei sich bei der Abzugsentscheidung bewusst gewesen, dass es das Risiko einer Macht\u00fcbernahme durch die Taliban gebe. Die Geschwindigkeit sei aber eine \u00dcberraschung gewesen. &#8222;Es m\u00fcssen Lehren gezogen werden&#8220;, sagte Stoltenberg.<\/p>\n<p>15.36 Uhr: Maas: Zwei weitere Evakuierungsfl\u00fcge geplant <\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) k\u00fcndigte am Dienstag zwei weitere Evakuierungsfl\u00fcge an. Die Lage am Flughafen in Kabul habe sich stabilisiert und die Bundeswehr sichere den Zugang. Im gesicherten Bereich des Flughafens in Kabul befinden sich laut Maas derzeit 100 weitere Personen.<\/p>\n<p>Von Usbekistan aus sollen die geretteten Menschen mit Sonderfl\u00fcgen der Lufthansa nach Deutschland gebracht werden.<\/p>\n<p>Heiko Maas: Der Au\u00dfenminister hat weitere Fl\u00fcge nach Kabul angek\u00fcndigt. (Quelle: Annegret Hilse\/Reuters)<\/p>\n<p>15.33 Uhr: Russland fordert von Taliban &#8222;allumfassende Regierung&#8220; <\/p>\n<p>Russland hat die bisherigen Zusicherungen der Taliban nach deren Macht\u00fcbernahme in Afghanistan als ein &#8222;positives Signal&#8220; gewertet. Russland sehe &#8222;hoffnungsvolle Signale von Seiten der Taliban&#8220;, dass sie bereit seien, andere politische Kr\u00e4fte an einer Regierung zu beteiligen, sagte Au\u00dfenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Kaliningrad. Er forderte eine &#8222;allumfassende Regierung&#8220; in Kabul: Moskau unterst\u00fctze die Einleitung eines &#8222;nationalen Dialogs&#8220; &#8222;unter Beteiligung aller politischen, ethnischen und religi\u00f6sen Kr\u00e4fte&#8220;.<\/p>\n<p>Obwohl Russland die Taliban als &#8222;terroristische Organisation&#8220; betrachtet, unterh\u00e4lt es seit mehreren Jahren Beziehungen zu ihnen. Erst im vergangenen Monat war eine Delegation der Taliban in Moskau. Im Gegensatz zu den meisten westlichen L\u00e4ndern h\u00e4lt Russland zudem den Betrieb seiner Botschaft in Kabul aufrecht.<\/p>\n<p>15.22 Uhr: Tschechischer Evakuierungsflug verl\u00e4sst Kabul mit rund 90 Menschen <\/p>\n<p>Ein zweiter Evakuierungsflug der tschechischen Armee aus Afghanistan hat am Dienstag Kabul verlassen. An Bord seien neben Botschafter Jiri Baloun und tschechischen Soldaten auch afghanische Ortskr\u00e4fte mit ihren Familien, teilte Verteidigungsminister Lubomir Metnar bei Twitter mit. &#8222;Unsere Soldaten sind bis an die Grenze ihrer M\u00f6glichkeiten gegangen, um so viele Menschen wie m\u00f6glich an Bord zu bringen&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. Insgesamt soll es sich um knapp 90 Personen handeln, darunter auch kleine Kinder. Die Bedingungen am Flughafen in Kabul wurden als &#8222;extrem kompliziert&#8220; beschrieben. Bereits am Montag hatte ein erster Flug 46 Menschen nach Prag in Sicherheit gebracht.<\/p>\n<p>15.12 Uhr: Merkel: Deutschland will m\u00f6glichst viele Menschen aus Kabul retten <\/p>\n<p>Trotz der schwierigen Lage am Flughafen in Kabul will die Bundesregierung noch m\u00f6glichst viele besonders gef\u00e4hrdete Menschen aus Afghanistan retten. &#8222;Deutschland m\u00f6chte noch sehr vielen Menschen helfen, die uns geholfen haben&#8220;, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag nach einem Treffen mit der estnischen Ministerpr\u00e4sidentin Kaja Kallas in Berlin. &#8222;F\u00fcr uns ist es ganz wichtig, alles zu tun, um noch m\u00f6glichst viele Menschen au\u00dfer Landes zu bringen.&#8220;<\/p>\n<p>14.25 Uhr: Zweites Rettungsflugzeug gestartet <\/p>\n<p>Ein zweites Rettungsflugzeug mit 125 Menschen an Bord ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums aus Kabul gestartet. Darunter seien &#8222;deutsche Staatsb\u00fcrger und afghanische Ortskr\u00e4fte sowie weitere zu Sch\u00fctzende&#8220;, schreibt das Ministeriums auf Twitter. Ziel der Maschine ist Taschkent in Usbekistan.<\/p>\n<p>14.20 Uhr: Merkel: Suchen Kontakt zu weiteren Personen <\/p>\n<p>Deutsche Beh\u00f6rden versuchen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel, Kontakt zu rund 1.000 Ortskr\u00e4ften im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit herzustellen, die aber teilweise nicht in Kabul seien. Dazu k\u00e4men die Helfer von Nichtregierungsorganisationen.<\/p>\n<p>Der Grund, warum man diese zun\u00e4chst nicht auf der Liste der zu Evakuierenden hatte, sei die Annahme gewesen, dass man die Entwicklungszusammenarbeit nach dem Abzug des Milit\u00e4rs zun\u00e4chst fortsetzen k\u00f6nne, sagte Merkel. Dies sei nun nicht mehr m\u00f6glich. Zudem k\u00fcmmere man sich um Kontakte &#8222;zu Menschenrechtsaktivisten, die uns immer geholfen haben&#8220;. Man m\u00fcsse sehen, wie viele man in den n\u00e4chsten Tagen erreichen k\u00f6nne und ob diese zum Flughafen kommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>14.01 Uhr: Bericht: Etwa 120 Menschen im zweiten Rettungsflugzeug <\/p>\n<p>Wie die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung berichtet, werden mit der zweiten Maschine rund 120 Menschen ausgeflogen. Darunter sind demnach Deutsche und B\u00fcrger aus Nato-Staaten.\u00a0<\/p>\n<p>Normalerweise passen in den Airbus 114 Passagiere, jedoch wurde die Begrenzung aufgehoben. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte angek\u00fcndigt, der Auftrag sei, so viele Menschen wie m\u00f6glich auszufliegen. Mit der ersten Maschine wurden sieben Menschen ausgeflogen.\u00a0<\/p>\n<p>13.52 Uhr: Ausw\u00e4rtiges Amt schickt E-Mail an Deutsche in Kabul <\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt hat den Deutschen in Kabul eine E-Mail mit Sicherheitshinweisen geschickt. &#8222;Im Laufe des Tages wird es voraussichtlich Evakuierungsm\u00f6glichkeiten aus Kabul mit der Bundeswehr und Fl\u00fcgen des US-Milit\u00e4rs geben&#8220;, zitiert die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung aus der Mail. Aber: Man solle die Risiken abw\u00e4gen, die der Weg zum Flughafen ergeben k\u00f6nne. &#8222;Im Einzelfall kann es angezeigt und sicherer sein, in der h\u00e4uslichen Umgebung zu verbleiben und nach Beruhigung der allgemeinen Sicherheitslage zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt auszureisen.&#8220;<\/p>\n<p>13.45 Uhr:\u00a0USA wollen pro Tag 5.000 bis 9.000 Menschen evakuieren <\/p>\n<p>Die USA rechnen damit, pro Tag 5.000 bis 9.000 Menschen aus Kabul ausfliegen zu k\u00f6nnen. Das sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, dem Sender CNN. In den USA st\u00fcnden drei Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte bereit, um in den kommenden Wochen bis zu 22.000 afghanische Helfer aufzunehmen. Seinen Angaben nach sichern rund 3.500 US-Soldaten den Kabuler Flughafen. Er warnt, jeder Angriff auf Menschen oder Abl\u00e4ufe am Flughafen werde sofort beantwortet.<\/p>\n<p>13.40 Uhr:\u00a0Brandenburg sagt Erstaufnahme afghanischer Ortskr\u00e4fte zu <\/p>\n<p>Brandenburg will die Erstaufnahme der ankommenden afghanischen Ortskr\u00e4fte \u00fcbernehmen. &#8222;Schnelle Hilfe ist jetzt entscheidend&#8220;, sagte der Brandenburger Innenminister Michael St\u00fcbgen (CDU). Die ersten Ortskr\u00e4fte sollen demnach am Donnerstag eintreffen, die Zentrale Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde (ZABH) habe bereits alle notwendigen Vorbereitungen getroffen.<\/p>\n<p>13.16 Uhr: Bundeswehr will offenbar mehr Soldaten an Flughafen Kabul verlegen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr will noch im Laufe des Dienstags mehr Soldaten an den Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul verlegen, um die Evakuierungsfl\u00fcge der Luftwaffe abzusichern. Dies geht aus einem vertraulichen Sachstandsbericht des Bundesverteidigungsministeriums f\u00fcr den Bundestag hervor, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Die Soldaten sollen demnach vom Drehkreuz Taschkent im benachbarten Usbekistan nach Kabul verlegt werden.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist beabsichtigt, die zu evakuierenden Personen in mehreren Uml\u00e4ufen mit gesch\u00fctztem milit\u00e4rischen Lufttransportraum von Kabul in das sichere Umfeld des Gastlandes Usbekistan auszufliegen und sie in einem weiteren Schritt von dort aus unter Federf\u00fchrung des Ausw\u00e4rtigen Amtes nach Deutschland zu verlegen&#8220;, hei\u00dft es in dem Dokument. Es ist gekennzeichnet als &#8222;VS \u2013 nur f\u00fcr den Dienstgebrauch&#8220;.<\/p>\n<p>13.14 Uhr: Zweites deutsches Flugzeug gelandet <\/p>\n<p>Die zweite Bundeswehrmaschine f\u00fcr die Evakuierungsaktion in Afghanistan ist auf dem Flughafen in Kabul gelandet. Das sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Dienstag in Berlin.\u00a0&#8222;Der Auftrag an unsere Kr\u00e4fte ist nach wie vor, solange es m\u00f6glich ist, so viele wie m\u00f6glich rauszufliegen.&#8220; Dies gelte nicht allein f\u00fcr Deutsche oder afghanische Ortskr\u00e4fte, sondern etwa auch f\u00fcr Menschen aus Partnerl\u00e4nder. &#8222;Wir nehmen alles mit, was vom Platz her in unsere Flugzeuge passt.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>12.59 Uhr:\u00a0UNHCR fordert offene Grenzen f\u00fcr afghanische Fl\u00fcchtlinge <\/p>\n<p>Das UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk (UNHCR) hat alle L\u00e4nder aufgefordert, Fl\u00fcchtende aus Afghanistan hereinzulassen und niemanden mehr dorthin abzuschieben. UNCHR-Sprecherin Shabia Mantoo begr\u00fcndete dies am Dienstag in Genf mit der sich verschlechternden Sicherheitslage, der Menschenrechtssituation und der humanit\u00e4ren Krise in Afghanistan, wo die militant-islamistischen Taliban faktisch die Macht \u00fcbernommen haben.<\/p>\n<p>&#8222;Staaten haben die rechtliche und moralische Verantwortung, den aus Afghanistan Fliehenden Schutz zu gew\u00e4hren und Fl\u00fcchtende nicht zwangsweise zur\u00fcckzuschicken&#8220;, sagte sie. Usbekistan und Griechenland haben bereits angek\u00fcndigt, Fluchtbewegungen verhindern zu wollen.\u00a0<\/p>\n<p>12.56 Uhr: Uganda nimmt 2.000 Gefl\u00fcchtete auf <\/p>\n<p>Uganda nimmt auf Bitten der USA zeitweise 2000 Fl\u00fcchtlinge aus Afghanistan auf. &#8222;Sie werden hier drei Monate leben, bevor die US-Regierung sie woanders ansiedelt&#8220;, erkl\u00e4rt die f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zust\u00e4ndige Ministerin Esther Anyakun Davinia.<\/p>\n<p>12.31 Uhr: Zweite deutsche Maschine nach Kabul gestartet <\/p>\n<p>Ein zweites deutsches Evakuierungs-Flugzeug ist laut Medienberichten auf dem Weg zum Kabuler Flughafen. Wie die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung und ein Spiegel-Journalist berichten, ist ein Airbus A400M der Luftwaffe um 11.40 Uhr aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent in Richtung Kabul gestartet. Dort soll es voraussichtlich gegen 13.30 Uhr deutscher Zeit landen.\u00a0Die Landebahn des Flughafens in Kabul sollen nun wieder frei von Menschenmassen sein.\u00a0<\/p>\n<p>12.10 Uhr Bundesregierung setzt Entwicklungshilfe f\u00fcr Afghanistan aus <\/p>\n<p>Nach der faktischen Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan hat die Bundesregierung die staatliche Entwicklungshilfe f\u00fcr das Land ausgesetzt. Das sagte Entwicklungsminister Gerd M\u00fcller der Deutschen Presse-Agentur und der &#8222;Rheinischen Post&#8220;. Lesen Sie hier mehr.\u00a0<\/p>\n<p>11.51 Uhr Taliban-Spitze fordert von K\u00e4mpfern die Achtung ausl\u00e4ndischer Botschaften <\/p>\n<p>Die Taliban weisen nach Angaben eines Sprechers der Islamisten ihre K\u00e4mpfer an, Botschaften nicht zu betreten und keine Fahrzeuge von Diplomaten zu behindern. &#8222;Die Mitglieder der Taliban sind angewiesen worden auf allen Ebenen sicherzustellen, dass wir jede Vertretung eines Landes in Afghanistan respektieren&#8220;, sagt ein Vertreter der Taliban, der nicht namentlich genannt werden will. Die B\u00fcrger werden von den Taliban demnach aufgefordert, ihren \u00fcblichen Arbeiten nachzugehen.<\/p>\n<p>11.40 Uhr Steinmeier: Sind f\u00fcr Trag\u00f6die in Afghanistan mitverantwortlich <\/p>\n<p>&#8222;Wir erleben in diesen Tagen eine menschliche Trag\u00f6die, f\u00fcr die wir Mitverantwortung tragen, und eine politische Z\u00e4sur, die uns ersch\u00fcttert und die Welt ver\u00e4ndern wird&#8220;, sagte Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier.<\/p>\n<p>Das Staatsoberhaupt betonte: &#8222;Die Bilder der Verzweiflung am Flughafen von Kabul sind besch\u00e4mend f\u00fcr den politischen Westen. Umso mehr m\u00fcssen wir jetzt zu denen stehen, denen wir durch ihre Arbeit und Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihren Einsatz verpflichtet sind.&#8220;<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Steinmeier am Dienstag in Berlin: &#8222;Die Bilder der Verzweiflung am Flughafen von Kabul sind besch\u00e4mend f\u00fcr den politischen Westen.&#8220; (Quelle: dpa)<\/p>\n<p>Der rasche Zusammenbruch der afghanischen Regierung und ihrer Streitkr\u00e4fte sowie die widerstandslose \u00dcbernahme der Herrschaft durch die Taliban werde &#8222;lange Schatten werfen&#8220;, sagte Steinmeier. &#8222;Das Scheitern unserer jahrelangen Anstrengungen in Afghanistan, ein stabiles, tragf\u00e4higes Gemeinwesen aufzubauen, wirft grundlegende Fragen f\u00fcr Vergangenheit und Zukunft unseres au\u00dfenpolitischen und milit\u00e4rischen Engagements auf&#8220;, sagte der ehemalige Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>11.25 Uhr Unicef: Bislang keine Probleme in Zusammenarbeit mit Taliban <\/p>\n<p>Das UN-Kinderhilfswerk Unicef gibt sich zuversichtlich, auch mit den Taliban zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen. Man k\u00f6nne in fast alle Teile Afghanistans Hilfsg\u00fcter liefern, erkl\u00e4rt der Verantwortliche f\u00fcr die Verteilung der Hilfen, Mustapha Ben Messaoud. &#8222;Wir haben fortlaufend Gespr\u00e4che und sind auf der Grundlage dieser Gespr\u00e4che recht optimistisch. Wir haben kein einziges Problem mit den Taliban in den Au\u00dfenstellen.&#8220;<\/p>\n<p>11.22 Uhr Frankreich fliegt 45 Menschen aus Afghanistan aus <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan hat Frankreich 45 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Ein Airbus unter anderem mit Franzosen und afghanischen Ortskr\u00e4ften werde am Dienstagnachmittag auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle erwartet, teilte das franz\u00f6sische Verteidigungsministerium mit. Sie waren zuvor auf der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rbasis Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischengelandet.<\/p>\n<p>Verteidigungsministerin Florence Parly sagte dem Radiosender RTL, &#8222;nach einer sehr chaotischen Lage&#8220; am Flughafen Kabul habe die franz\u00f6sische Milit\u00e4r-Transportmaschine in der Nacht Richtung Golfregion starten k\u00f6nnen. Franz\u00f6sische Eliteeinheiten h\u00e4tten den Abflug gesichert. \u00dcber die Luftbr\u00fccke sollen nach ihren Worten in den kommenden Tagen noch weitere Menschen ausgeflogen werden.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer Fernsehansprache angek\u00fcndigt, Dutzende Franzosen sowie afghanische Helfer w\u00fcrden ausgeflogen. Der franz\u00f6sische Botschafter in Kabul, David Martinon, sagte vor dem Start des Evakuierungsfluges, auch indische und nepalesische Soldaten seien an Bord. Sie hatten geholfen, die Botschaft zu sichern.<\/p>\n<p>11.17 Uhr Zweite Evakuierungs-Maschine der Bundeswehr soll bald starten <\/p>\n<p>Die zweite Evakuierungs-Maschine der Bundeswehr soll noch am Dienstagvormittag vom usbekischen Taschkent aus Richtung Kabul starten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Milit\u00e4rkreisen. Der erste Evakuierungsflieger vom Typ A400M war am Montagabend unter dramatischen Umst\u00e4nden in der afghanischen Hauptstadt gelandet. Wegen der gef\u00e4hrlichen Lage am Flughafen konnte er nur sieben Menschen ausfliegen: F\u00fcnf Deutsche, eine Person aus einem anderen europ\u00e4ischen Land und eine afghanische Ortskraft.<\/p>\n<p>11.08 Uhr Taliban-Vize: Kein K\u00e4mpfer darf H\u00e4user in Kabul betreten\u00a0 <\/p>\n<p>Der Vizechef der radikalislamischen Taliban hat seine K\u00e4mpfer angewiesen, keine Privath\u00e4user in der afghanischen Hauptstadt Kabul zu betreten. Unter keinen Umst\u00e4nden sollte irgendjemand in die H\u00e4user von Menschen gehen oder ihre Fahrzeuge mitnehmen, hie\u00df es in einer vom lokalen TV-Sender ToloNews ver\u00f6ffentlichten Audionachricht, die dem Taliban-Vizechef Mullah Jakub zugeschrieben wurde. Sollte dies ein Beamter oder eine Einzelperson tun, sei das ein &#8222;Verrat am System&#8220; und man ziehe sie zur Rechenschaft.<\/p>\n<p>Hintergrund der Botschaft ist offensichtlich, dass sich seit der faktischen Macht\u00fcbernahme der Taliban in Kabul Berichte mehrten, dass Taliban-K\u00e4mpfer sich Zutritt zu Wohnh\u00e4usern verschafften und Autos mitnahmen. Gleichzeitig sagten mehrere Bewohner Kabuls auch, dass einfache Kriminelle die Ankunft der Taliban ausnutzten und wohl vorgaben, Taliban zu sein.<\/p>\n<p>Bereits am Dienstag hatte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid auf Twitter erkl\u00e4rt, dass niemand die H\u00e4user von ehemaligen Regierungsbeamten betreten und sie bedrohen d\u00fcrfte oder ihre Autos mitnehmen k\u00f6nne. Vor allem Menschen, die f\u00fcr die Regierung oder Ausl\u00e4nder gearbeitet haben, haben gro\u00dfe Sorgen, die Taliban k\u00f6nnten zu ihnen nach Hause kommen und sich an ihnen r\u00e4chen oder ihr Verm\u00f6gen pl\u00fcndern.<\/p>\n<p>11.02 Uhr Maas: Lage am Kabuler Flughafen hat sich stabilisiert <\/p>\n<p>Die Lage am Flughafen Kabul hat sich nach Angaben von Au\u00dfenminister Heiko Maas stabilisiert. &#8222;Die Bundeswehr sichert nun den Zugang&#8220;, twittert der SPD-Politiker. &#8222;Weitere Evakuierungsfl\u00fcge erwarten wir im Laufe des Tages. Die Botschaft hat daher eine erste Gruppe zu Evakuierender kontaktiert, um ihren Abflug zu erm\u00f6glichen.&#8220;<\/p>\n<p>10.57 Uhr T\u00fcrkei: Taliban senden &#8222;positive&#8220; Signale <\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei gibt sich zuversichtlich mit Bezug auf die Taliban. Die Mitteilungen der Islamisten seit der Macht\u00fcbernahme seien positiv, erkl\u00e4rt der t\u00fcrkische Au\u00dfenminister Mevlut Cavusoglu. Sein Land befinde sich in Gespr\u00e4chen mit allen afghanischen Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>10.50 Uhr Laschet: Bei Auslandseins\u00e4tzen an deren Ende denken\u00a0 <\/p>\n<p>Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet fordert eine \u00dcberpr\u00fcfung der Strategie bei Auslandseins\u00e4tzen. &#8222;Die Lehre aus letzten 20 Jahren ist, dass das Ziel des Systemwechsels, milit\u00e4risch einzugreifen, um eine Diktatur zu beenden, um eine Demokratie aufzubauen, fast durchg\u00e4ngig gescheitert ist&#8220;, sagt der CDU-Chef auf einer Veranstaltung in Rostock. Man m\u00fcsse bei Auslandseins\u00e4tzen der Bundeswehr kl\u00e4ren, was genau das Ziel ist, wie lange sie dauern sollen und m\u00fcsse vor allem an das Ende der Eins\u00e4tze denken. Laschet bekennt sich aber zu dem Mali-Einsatz der Bundeswehr.<\/p>\n<p>10.48 Uhr Nachbarland Usbekistan will Fluchtbewegungen verhindern <\/p>\n<p>Nach der faktischen Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan will das Nachbarland Usbekistan Fluchtbewegungen in das eigene Staatsgebiet verhindern. Jeder Versuch, die Grenze zu verletzen, werde gem\u00e4\u00df usbekischem Recht strikt unterbunden, teilte das Au\u00dfenministerium am Dienstag in der Hauptstadt Taschkent mit. Die Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien stehe in Fragen des Grenzschutzes und zur Lage an der Grenze eng in Kontakt mit den radikalislamischen Taliban.<\/p>\n<p>Am vergangenen Wochenende hatten nach usbekischen Angaben 22 Milit\u00e4rflugzeuge und 24 Hubschrauber mit zusammen 585 afghanischen Soldaten das Land erreicht. 84 afghanische Soldaten waren au\u00dferdem auf dem Landweg in die Ex-Sowjetrepublik geflohen. Dar\u00fcber hinaus hatten 158 Zivilisten laut Staatsanwaltschaft illegal die Grenze \u00fcberquert. Ein afghanisches Milit\u00e4rflugzeug wurde abgeschossen.<\/p>\n<p>Dem Au\u00dfenministerium zufolge will Usbekistan an den traditionell freundschaftlichen und guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu Afghanistan festhalten. Man wolle sich weiterhin nicht in die inneren Angelegenheiten des Nachbarlandes einmischen und hoffe, dass die Macht\u00fcbernahme friedlich verlaufe auf Grundlage &#8222;der allgemein anerkannten Normen des V\u00f6lkerrechts&#8220;, teilte das Ministerium mit.<\/p>\n<p>10.35 Uhr Griechenland will m\u00f6glichen Migrantenstrom an der Grenze stoppen <\/p>\n<p>Griechenland wird einen m\u00f6glichen Migrantenzustrom aus Afghanistan an den Grenzen des Landes, die auch EU-Grenzen sind, stoppen. Dies sagte Migrationsminister Notis Mitarakis am Dienstag angesichts der dramatischen Entwicklungen in Afghanistan. &#8222;Wir wollen nicht, dass unser Land das Einfallstor der EU f\u00fcr Menschen wird, die nach Europa aufbrechen wollen&#8220;, sagte Mitarakis im griechischen Staatsfernsehen (ERT).<\/p>\n<p>\u00dcber die neue Lage in Afghanistan werden am Mittwoch die Innenminister der EU beraten. Eine gemeinsame Migrationspolitik sei notwendig, sagte Mitarakis. Sein Land werde weiterhin scharf die See- und Landesgrenzen zur T\u00fcrkei \u00fcberwachen: &#8222;Wir wollen kein neues 2015 erleben.&#8220; Auf dem H\u00f6hepunkt der Fl\u00fcchtlingskrise vor sechs Jahren in der \u00c4g\u00e4is waren binnen eines Jahres mehr als 850.000 Migranten aus der T\u00fcrkei nach Griechenland und damit in die EU gekommen. Der Gro\u00dfteil dieser Menschen reiste dann nach Deutschland weiter.<\/p>\n<p>10.25 Uhr Bericht: Zweiter deutscher Rettungsflug verz\u00f6gert sich offenbar <\/p>\n<p>Die Ankunft des zweiten deutschen Flugzeugs auf dem Kabuler Flughafen soll sich laut Informationen der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung verz\u00f6gern. Demnach soll ein deutscher Flieger um 11.30 Uhr deutscher Zeit aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent starten.\u00a0<\/p>\n<p>9.27 Uhr Gro\u00dfbritannien fordert pragmatische Beziehungen zu den Taliban <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien fordert pragmatische Beziehungen zu den neuen Machthabern in Afghanistan. Zur Einsch\u00e4tzung eines Reporters des Senders Sky, die Taliban seien ein Haufen von Schl\u00e4gern, sagt Au\u00dfenminister Dominic Raab: &#8222;Ich werde dieser Ansicht nicht widersprechen, aber sie sind jetzt an der Macht, und wir m\u00fcssen uns jetzt mit dieser Realit\u00e4t auseinandersetzen.&#8220; Es gehe darum, einen positiven Einfluss auf das &#8222;neue Regime&#8220; auszu\u00fcben. Raab warnt die Taliban, Afghanistan d\u00fcrfe nie wieder Basis f\u00fcr Angriffe von Terroristen auf den Westen werden.<\/p>\n<p>9.15 Uhr Japan: Haben alle Botschaftsmitglieder ausgeflogen <\/p>\n<p>Japan hat sein gesamtes Botschaftspersonal aus Afghanistan abgezogen. &#8222;Wegen der raschen Verschlechterung der Sicherheitslage schlie\u00dfen wir zeitweise unsere dortige Botschaft&#8220;, teilt das Au\u00dfenministerium in Tokio mit. Die zw\u00f6lf letzten Botschaftsmitarbeiter seien von einer befreundeten Nation von Kabul nach Dubai geflogen worden.<\/p>\n<p>8.31 Uhr Bericht: Auch KSK-Soldaten in Kabul <\/p>\n<p>Auch Soldaten der Eliteeinheit KSK sollen am Kabuler Flughafen vor Ort sein. Gemeinsam mit Fallschirmj\u00e4gern seien sie seit Montagnacht im Einsatz. Das berichtet die &#8222;Bild&#8220;-Zeitung.\u00a0Die deutschen Soldaten seien mit dem A400M der Luftwaffe in Kabul eingetroffen.<\/p>\n<p>8.05 Uhr Taliban verk\u00fcnden Generalamnestie f\u00fcr afghanische Regierungsmitarbeiter\u00a0 <\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban haben eine Generalamnestie f\u00fcr alle afghanischen Regierungsmitarbeiter verk\u00fcndet. Die Islamisten forderten die Beamten am Dienstag auf, zu ihrem Arbeitsplatz zur\u00fcckzukehren. &#8222;Sie sollten mit vollem Vertrauen in Ihren Alltag zur\u00fcckkehren&#8220;, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Islamisten, die am Sonntag wieder die Macht in Afghanistan an sich gerissen hatten.<\/p>\n<p>8.02 Uhr T\u00fcrkei baut eine Mauer, um afghanische Fl\u00fcchtlinge abzuhalten <\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei gab bekannt, eine Mauer an der Grenze zum Iran zu bauen \u2013 um eventuelle Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me aus Afghanistan abzuhalten. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.\u00a0<\/p>\n<p>Am Ende soll die Absperrung 297 Kilometer lang sein, verst\u00e4rkt mit Stacheldraht und Gr\u00e4ben.\u00a0<\/p>\n<p>7.10 Uhr Bundeswehr wartet auf Freigabe f\u00fcr Kabul-Flug <\/p>\n<p>Eine Maschine der Bundeswehr warte derzeit auf die Freigabe der Amerikaner, um nach Kabul fliegen zu k\u00f6nnen, sagt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD. Sie hoffe, dass in den kommenden Tagen eine Luftbr\u00fccke aufgebaut werden k\u00f6nne. Die Lage am Flughafen Kabul sei aber sehr un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>6.40 Uhr China kritisiert die USA <\/p>\n<p>Chinas Au\u00dfenminister Wang Yi hat in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Antony Blinken nach chinesischen Angaben das Vorgehen der USA und den &#8222;\u00fcberhasteten&#8220; R\u00fcckzug der US-Streitkr\u00e4fte kritisiert.\u00a0Auch zeige Afghanistan, dass es schwierig sei, ein ausl\u00e4ndisches Modell in einem Land mit anderer Geschichte und Kultur anzuwenden. &#8222;Probleme mit Gewalt und milit\u00e4rischen Mitteln zu l\u00f6sen, f\u00fchrt nur zu neuen Problemen&#8220;, wurde Wang Yi auch zitiert.<\/p>\n<p>China sei bereit, einen Dialog mit den USA zu f\u00fchren, um einen reibungslosen \u00dcbergang in Afghanistan zu f\u00f6rdern und einen neuen B\u00fcrgerkrieg und eine humanit\u00e4re Katastrophe zu verhindern. Das Land d\u00fcrfe kein Zufluchtsort und N\u00e4hrboden f\u00fcr Terrorismus werden. Es m\u00fcsse ermutigt werden, ein &#8222;offenes und inklusives politisches System&#8220; aufzubauen, das zu seinen nationalen Bedingungen passe. Als st\u00e4ndige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und wichtige Akteure im internationalen System m\u00fcssten die USA und China kooperieren.<\/p>\n<p>Chinas Au\u00dfenminister wies aber auch auf die Spannungen zwischen beiden L\u00e4ndern hin, deren Beziehungen auf den schlechtesten Stand seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 gefallen sind. &#8222;Die USA k\u00f6nnen China aber nicht einerseits eind\u00e4mmen, unterdr\u00fccken und dessen legitimen Rechten und Interessen schaden und andererseits Kooperation und Unterst\u00fctzung von China erwarten.&#8220; Die USA m\u00fcssten die &#8222;Kerninteressen&#8220; Chinas respektieren.<\/p>\n<p>Bundeswehr bringt erste Menschen aus Kabul in Sicherheit <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat eine erste Gruppe von Menschen aus der Hauptstadt Kabul in Sicherheit gebracht. In der Nacht zum Dienstag startete ein A400M-Transportflugzeug in Richtung Taschkent in Usbekistan, wie das Bundesverteidigungsministerium im Onlinedienst Twitter mitteilte. Wie viele Menschen an Bord waren, wurde zun\u00e4chst nicht mitgeteilt.<\/p>\n<p>Die &#8222;Bild&#8220; berichtete, es seien sieben Menschen\u00a0von der offiziellen Ausflugsliste an Bord\u00a0der Maschine gewesen. Mehr habe die Botschaft nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen bringen k\u00f6nnen, auch weil in Kabul ab 21 Uhr eine Ausgangssperre herrscht, hei\u00dft es in dem Bericht, der zun\u00e4chst nicht offiziell best\u00e4tigt wurde.<\/p>\n<p>Wegen der chaotischen Lage auf dem Flughafen Kabul hatte sich die Evakuierungsmission der deutschen Luftwaffe zuvor stundenlang verz\u00f6gert. Der A400M kreiste nach Angaben des Einsatzf\u00fchrungskommandos in Potsdam lange \u00fcber Kabul, weil er zun\u00e4chst vergeblich auf eine Landegenehmigung wartete. Das Flugzeug musste dann noch zum Tanken in ein Nachbarland fliegen. Bundeswehr-Soldaten blieben vor Ort in Kabul, um weitere Evakuierungsfl\u00fcge vorzubereiten.<\/p>\n<p>Entwicklungsministerium will noch tausend afghanische Ortskr\u00e4fte ausfliegen <\/p>\n<p>Das Bundesentwicklungsministerium will noch rund tausend afghanische Helfer von Entwicklungsprojekten aus Kabul ausfliegen. Entwicklungsminister Gerd M\u00fcller (CSU) sagte der &#8222;Augsburger Allgemeinen&#8220;, 13 deutsche und internationale Mitarbeiter der Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) seien bereits ausgeflogen worden. Es m\u00fcssten aber noch rund tausend afghanische Ortskr\u00e4fte, die in laufenden Projekten arbeiteten, sowie deren Familien gerettet werden. Der Minister forderte, auch fr\u00fchere Mitarbeiter zu ber\u00fccksichten.<\/p>\n<p>&#8222;Die afghanischen Ortskr\u00e4fte der Entwicklungshilfe werden bei der Ausreise gleich behandelt, wie die der Bundeswehr&#8220;, versicherte M\u00fcller, der zugleich mehr Hilfe f\u00fcr afghanische Frauen forderte. Bei der Evakuierung Kabuls d\u00fcrften auch &#8222;engagierte Menschenrechtlerinnen und Journalistinnen nicht vergessen werden&#8220;.<\/p>\n<p>Bis zu\u00a0600\u00a0Bundeswehrsoldaten\u00a0sollen Evakuierung absichern <\/p>\n<p>Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will bis zu\u00a0600\u00a0Bundeswehrsoldaten\u00a0zur Absicherung der Evakuierungsaktion in Afghanistan bereitstellen. Das sagte die CDU-Politikerin am Montag in Berlin in der Unterrichtung der Fraktionsvorsitzenden des Bundestags, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm.<\/p>\n<p>Neben den speziell f\u00fcr solche Eins\u00e4tze ausgebildeten Fallschirmj\u00e4gern der Division Schnelle Kr\u00e4fte sollen beispielsweise auch Feldj\u00e4ger und Sanit\u00e4ter zum Einsatz gekommen. Am Mittwoch will das Bundeskabinett ihren Mandatsentwurf beschlie\u00dfen, der Bundestag soll in der kommenden Woche dar\u00fcber entscheiden. Darin k\u00f6nnten die\u00a0600\u00a0Soldaten, \u00fcber die zuerst der &#8222;Spiegel&#8220; berichtete, als Obergrenze festgeschrieben werden.<\/p>\n<p>Laschet k\u00fcndigt Aufarbeitung der Fehleinsch\u00e4tzung zu Afghanistan an <\/p>\n<p>Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat eine &#8222;schonungslose&#8220; Aufarbeitung dazu angek\u00fcndigt, warum die Lage in Afghanistan auch von der Bundesregierung falsch eingesch\u00e4tzt wurde. Er sagte am Montagabend in den ARD-&#8222;Tagesthemen&#8220;: &#8222;Ich sage zu: Es wird alles aufgekl\u00e4rt, wir m\u00fcssen Konsequenzen ziehen.&#8220; Die Bundesregierung habe &#8211; wie alle internationalen Institutionen und Dienste \u2013 eine &#8222;Fehlkalkulation&#8220; gemacht.<\/p>\n<p>So m\u00fcsse sich Deutschland bei solchen Eins\u00e4tzen \u00fcberlegen, was das Ziel sei. &#8222;Wie geht man geordnet hinein? Und wie geht man geordnet hinaus? Wie k\u00f6nnen wir Europ\u00e4er selbst handlungsf\u00e4higer werden?&#8220; Im Fall Afghanistan sei Deutschland fast ausschlie\u00dflich von der Entscheidung der Amerikaner abh\u00e4ngig. &#8222;Das Bundestagsmandat f\u00fcr den Einsatz ging noch bis 2022. Aber nachdem die Amerikaner gesagt haben, sie ziehen sich zur\u00fcck, ist Europa, ist die Bundeswehr nicht in der Lage, alleine in einem solchen Land zu bleiben&#8220;, erkl\u00e4rte Laschet.<\/p>\n<p>&#8222;Alles das wird zu analysieren sein, auch schonungslos, auch ohne R\u00fccksicht auf Parteien&#8220;, sagte Laschet, der auch CDU-Bundeschef und nordrhein-westf\u00e4lischer Ministerpr\u00e4sident ist. &#8222;Nur im Moment steht wirklich dieser Rettungseinsatz im Mittelpunkt, und darauf sollten wir uns konzentrieren&#8220;, sagte er mit Blick auf den laufenden Einsatz, um deutsche Bundesb\u00fcrger und afghanische Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan zu holen. &#8222;Ob Wahlkampf ist oder nicht: Das ist jetzt einer der gef\u00e4hrlichsten Eins\u00e4tze der Bundeswehr, ein robustes Mandat.&#8220;<\/p>\n<p>Seehofer erwartet bis zu f\u00fcnf Millionen mehr afghanische Fl\u00fcchtlinge <\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis f\u00fcnf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen. Das sagte der CSU-Politiker nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs. Einen Zeitraum nannte er demnach nicht. Auch der &#8222;Spiegel&#8220;-Journalist Matthias Gebauer berichtete auf Twitter \u00fcber die Aussage Seehofers. In der Vergangenheit haben insbesondere Nachbarl\u00e4nder wie der Iran und Pakistan Fl\u00fcchtlinge aus Afghanistan aufgenommen. Ein weiteres wichtiges Transit- und Zielland ist die T\u00fcrkei.<\/p>\n<p>Bundeswehr-Maschine \u00fcber Kabul dreht ab und wird ersetzt <\/p>\n<p>Eine Bundeswehr-Maschine, die in einer Warteschleife im Luftraum \u00fcber Kabul kreiste, ist wieder abgedreht. Zivilisten auf dem Flugfeld verhinderten die Landung der Maschine, hie\u00df es aus Milit\u00e4rkreisen. Am Abend musste sie demnach in Richtung der usbekischen Hauptstadt Taschkent abdrehen, um nachzutanken. Sie sollte \u00fcber dem Kabuler Luftraum durch eine andere Maschine ersetzt werden. Auf diese Weise bleibe die Luftwaffe in der Lage, jede Gelegenheit zur Landung zu nutzen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Mauer zum Flughafen in Kabul: Tausende Afghanen versuchen, die Evakuierungsfl\u00fcge zu erreichen.  (Quelle: NurPhoto\/imago images)<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die US-Streitkr\u00e4fte auf dem Flughafen Kabul die Landebahn in den n\u00e4chsten Stunden r\u00e4umen werden, so dass wieder Flugzeuge zur Evakuierung von Menschen landen k\u00f6nnen. Derzeit sei dies nicht der Fall, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Es sei mit den USA vereinbart, dass US-Milit\u00e4rflugzeuge auch Deutsche aus Kabul ausfliegen w\u00fcrden. Deutsche Flugzeuge wiederum w\u00fcrden neben afghanischen Ortskr\u00e4ften auch B\u00fcrger anderer Staaten mit an Bord nehmen k\u00f6nnen, wenn sie landen k\u00f6nnten, hatten Verteidigungs- und Au\u00dfenministerium zuvor betont.<\/p>\n<p>Scholz: Gefl\u00fcchtete aus Afghanistan nicht allein lassen <\/p>\n<p>Vizekanzler Olaf Scholz hat die Macht\u00fcbernahme durch die Taliban in Afghanistan als bedr\u00fcckende Entwicklung bezeichnet. &#8222;Es ist sehr bedr\u00fcckend zu sehen, was jetzt in Afghanistan passiert&#8220;, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Montag bei einem Wahlkampfauftritt in Berlin. In dem Land w\u00fcrden nun viele Hoffnungen zerst\u00f6rt, Hoffnungen etwa auf mehr Schulbildung, mehr Frauenrechte, auf mehr Demokratie und Rechtsstaat. &#8222;Das alles geht jetzt kaputt. Das ist eine furchtbare, das ist eine schreckliche Botschaft.&#8220;<\/p>\n<p>Nun gehe es zun\u00e4chst darum, Deutsche aus Kabul zu evakuieren und auch die Ortskr\u00e4fte, die den Deutschen geholfen haben. Auch den Helfern, die auf andere Weise das Land verlassen und sich in Nachbarl\u00e4ndern bei den deutschen Konsulaten oder Botschaften meldeten, m\u00fcsse geholfen werden, &#8222;dass sie sich nach Deutschland begeben k\u00f6nnen&#8220;. Das betreffe ebenfalls Menschen, die in Afghanistan mit Hilfsorganisationen zusammengearbeitet h\u00e4tten, Journalisten oder Menschen, die sich f\u00fcr Freiheit, Demokratie und Frauenrechte eingesetzt haben.<\/p>\n<p>&#8222;Und dann werden wir diesmal daf\u00fcr Sorge tragen m\u00fcssen, dass diejenigen, die dar\u00fcber hinaus Schutz suchen in den Nachbarl\u00e4ndern, nicht, wie das fr\u00fcher oft der Fall war, alleine gelassen werden&#8220;, so Scholz. &#8222;Sondern dass wir jetzt sofort mit allen M\u00f6glichkeiten und Mitteln daf\u00fcr sorgen, dass dort Integrationsperspektiven bestehen, dass man dort bleiben kann, dass man dort eine sichere Zukunft gewinnen kann.&#8220; Hier gelte es, aus fr\u00fcheren Fehlern zu lernen.<\/p>\n<p>Pentagon: Derzeit rund 2.500 US-Soldaten am Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r ist am Flughafen Kabul nach eigenen Angaben inzwischen mit rund 2.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Im Lauf des Dienstags solle deren Zahl auf mehr als 3.000 ansteigen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Montag. In einigen Tagen sollten dann rund 6.000 US-Soldaten vor Ort sein, sagte er weiter. Sie sollen die Sicherheit des Flughafens gew\u00e4hren und die Evakuierung von Amerikanern und fr\u00fcheren afghanischen Mitarbeitern der US-Streitkr\u00e4fte organisieren.<\/p>\n<p>Kirby best\u00e4tigte auch Berichte, wonach es am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Zwischenf\u00e4lle gegeben habe, bei denen US-Soldaten auf Bewaffnete geschossen h\u00e4tten. Zwei Personen, die ersten Erkenntnissen nach nicht zu den Taliban geh\u00f6rten, seien dabei get\u00f6tet worden. Die Soldaten h\u00e4tten von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch gemacht, sagte Kirby \u2013 ohne weitere Einzelheiten zu dem Zwischenfall zu nennen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien schickt 200 zus\u00e4tzliche Soldaten nach Kabul <\/p>\n<p>Im Zuge der Evakuierung von britischen Staatsb\u00fcrgern und afghanischen Helfern will London 200 zus\u00e4tzliche Soldaten nach Kabul schicken. Das teilte das britische Verteidigungsministerium am Montag mit, nachdem in der vergangenen Woche bereits 600 milit\u00e4rische Kr\u00e4fte nach Afghanistan entsandt wurden. Die Soldaten sollen dabei helfen, die verbliebenen britischen Staatsb\u00fcrger und afghanischen Helfer des britischen Milit\u00e4rs m\u00f6glichst schnell aus dem Land zu holen.<\/p>\n<p>Macron warnt vor Wiedererstarken des Terrorismus in Afghanistan <\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat vor einem Wiedererstarken des Terrorismus in Afghanistan nach dem Fall des Landes an die Taliban gewarnt. &#8222;Afghanistan darf nicht wieder zu dem Zufluchtsort des Terrorismus werden, der es einmal war&#8220;, sagte Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache. Islamistische Terroristen w\u00fcrden versuchen, von der aktuellen Situation zu profitieren. Macron k\u00fcndigte eine Initiative Frankreichs mit den europ\u00e4ischen Partnern gegen diese Bedrohung an. Dazu habe er sich bereits mit dem britischen Premierminister Boris Johnson ausgetauscht.<\/p>\n<p>&#8222;Die Destabilisierung Afghanistans droht au\u00dferdem zu ungesteuerten Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men Richtung Europa zu f\u00fchren.&#8220; Diese wolle Frankreich mit Deutschland und anderen europ\u00e4ischen Partnern kanalisieren, k\u00fcndigte Macron an. Er habe dazu bereits mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen.<\/p>\n<p>Usbekistan: 46 Flugzeuge und Hubschrauber aus Afghanistan zur Landung gezwungen <\/p>\n<p>Nach Angaben der usbekischen Generalstaatsanwaltschaft vom Montag wurden am Wochenende 46 afghanische Milit\u00e4rflugzeuge und Hubschrauber mit 585 Soldaten an Bord nach illegalen Grenz\u00fcberquerungen zur Landung auf dem Flughafen Termes gezwungen. Dabei sei eines der Flugzeuge mit einer usbekischen Maschine zusammengesto\u00dfen und abgest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Die Piloten h\u00e4tten sich mit Fallschirmen aus den Maschinen gerettet, hie\u00df es weiter. Den Angaben zufolge laufen Ermittlungen gegen weitere 158 Zivilisten und Soldaten, die am Sonntag \u00fcber den Fluss Amu Darja nach\u00a0Usbekistan\u00a0gelangt waren.<\/p>\n<p>Bangladesch will keine Menschen aus Afghanistan aufnehmen <\/p>\n<p>Bangladesch hat nach eigenen Angaben ein Ersuchen der USA abgelehnt, zeitweise Menschen aus Afghanistan aufzunehmen. Der Au\u00dfenminister A. K. Abdul Momen begr\u00fcndete die Entscheidung am Montag damit, dass das 160-Millionen-Einwohner-Land in S\u00fcdasien bereits dicht besiedelt sei und M\u00fche habe, Hunderttausende andere Fl\u00fcchtlinge zu beherbergen.<\/p>\n<p>2017 flohen Hunderttausende Menschen der muslimischen Rohingya-Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Nachbarland Myanmar nach Bangladesch. Sie fl\u00fcchteten aus Furcht vor brutalen \u00dcbergriffen des Milit\u00e4rs in Myanmar. Jetzt leben sie in Bangladesch in \u00fcberf\u00fcllten Camps.<\/p>\n<p>Deutsche Ortskr\u00e4fte in Kabul verlassen Sammelunterk\u00fcnfte <\/p>\n<p>In Kabul haben rund 350 Ortskr\u00e4fte\u00a0ihre von einer deutschen gemeinn\u00fctzigen Organisation organisierten\u00a0Sammelunterk\u00fcnfte verlassen. Das teilte ein ehemaliger \u00dcbersetzer der Bundeswehr in Masar-i-Scharif am Montag der Deutschen Presse-Agentur\u00a0mit. Demnach haben die Ortskr\u00e4fte eine Anordnung bekommen, ihre drei\u00a0&#8222;Safe Houses&#8220; zu verlassen, sagte der ehemalige Sprachmittler. Zuerst hatte das ZDF-Magazin &#8222;Frontal&#8220; berichtet. Mehr dazu hier.<\/p>\n<p>Bericht: Afghanischer Pr\u00e4sident soll mit Autos und Hubschrauber voller Geld geflohen sein <\/p>\n<p>Afghanistans Pr\u00e4sident Aschraf Ghani soll mit vier Autos und einem Hubschrauber voller Bargeld aus dem Land geflohen sein. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf einen Sprecher der russischen Botschaft in Kabul. Nachrichtenagentur Reuters griff den Bericht auf, konnte aber zun\u00e4chst keine Best\u00e4tigung erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Johnson will virtuellen G7-Gipfel zu Afghanistan ausrichten <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson will angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan nach der Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban einen G7-Gipfel ausrichten. W\u00e4hrend eines Telefonats mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron habe Johnson die Absicht ge\u00e4u\u00dfert, &#8222;in den kommenden Tagen&#8220; ein virtuelles Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7 zu organisieren, teilte die Downing Street am Montag mit. Die Regierung in London hat derzeit die rotierende G7-Pr\u00e4sidentschaft inne. Neben Gro\u00dfbritannien geh\u00f6ren der Gruppe Deutschland, die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada an.<\/p>\n<p>Bundeswehrmaschine in Warteschleife \u00fcber Kabul <\/p>\n<p>Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in der afghanischen Hauptstadt Kabul verz\u00f6gert sich. Eine Bundeswehr-Maschine befindet sich derzeit in einer Warteschleife im Luftraum \u00fcber Kabul. Zivilisten auf dem Flugfeld verhinderten weiterhin die Landung der Maschine, hie\u00df es aus Milit\u00e4rkreisen.<\/p>\n<p>Krisensitzung der EU-Au\u00dfenminister zur Lage in Afghanistan <\/p>\n<p>Die EU-Au\u00dfenminister beraten am Dienstag um 16 Uhr in einer Krisensitzung \u00fcber die Lage in Afghanistan. Der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell setzte angesichts der j\u00fcngsten Entwicklungen eine Video-Konferenz an. Die EU-Staaten versuchen nach der Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban laut Borrell, die Evakuierung von Personal aus Afghanistan zu beschleunigen.\u00a0<\/p>\n<p>Hamas gratuliert Taliban zur Macht\u00fcbernahme in Afghanistan <\/p>\n<p>Die im Gazastreifen regierende radikalislamische Hamas hat den Taliban zu ihrem &#8222;Sieg&#8220; in Afghanistan gratuliert. Er sei das &#8222;Ergebnis ihres langen Kampfes der vergangenen 20 Jahre&#8220;, erkl\u00e4rte die pal\u00e4stinensische Gruppe am Montag. Die Hamas w\u00fcnsche &#8222;dem afghanischen Volk und seiner F\u00fchrung Einheit, Stabilit\u00e4t und Wohlstand&#8220;. Der Sieg der Taliban mache deutlich, dass &#8222;der Widerstand der V\u00f6lker&#8220;, auch des pal\u00e4stinensischen Volkes, &#8222;zum Sieg bestimmt&#8220; sei. Die pal\u00e4stinensische Hamas wird von westlichen L\u00e4ndern und Israel als &#8222;terroristisch&#8220; eingestuft.\u00a0<\/p>\n<p>Maas zu Afghanistan: &#8222;Wir haben die Lage falsch eingesch\u00e4tzt&#8220; <\/p>\n<p>Nach der faktischen Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hat Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas Fehler einger\u00e4umt. &#8222;Es gibt auch nichts zu besch\u00f6nigen: Wir alle\u00a0\u2013\u00a0die Bundesregierung, die Nachrichtendienste, die internationale Gemeinschaft\u00a0\u2013\u00a0wir haben die Lage falsch eingesch\u00e4tzt&#8220;, r\u00e4umte er am Montag ein.<\/p>\n<p>Ex-Pr\u00e4sident Trump: Biden hat sich den Taliban &#8222;ergeben&#8220; <\/p>\n<p>Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe Biden vorgeworfen, sich den Taliban &#8222;ergeben&#8220; zu haben. Biden habe mit seiner Afghanistan-Politik &#8222;das Vertrauen in die Macht und den Einfluss Amerikas zerst\u00f6rt&#8220;, erkl\u00e4rte Trump am Montag. Die Folgen des Abzugs der US-Truppen w\u00e4ren unter F\u00fchrung seiner Regierung &#8222;komplett anders&#8220; gewesen, behauptete Trump.<\/p>\n<p>Ex-Pr\u00e4sident Donald Trump: Er wollte auch raus aus Afghanistan, wirft Biden den Truppenabzug aber jetzt vor.  (Quelle: LM Otero\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Trump hatte den Abzug der US-Truppen als Pr\u00e4sident durch ein Abkommen mit den Taliban auf den Weg gebracht. Wenn es nach Trump gegangen w\u00e4re, h\u00e4tten die US-Soldaten Afghanistan schon im Mai verlassen. Biden verz\u00f6gerte den Abzug, hielt im Grunde aber an dem Vorhaben seines Vorg\u00e4ngers fest. Im Fr\u00fchjahr k\u00fcndigte er an, dass die damals noch rund 2.500 verbliebenen Soldaten bis zum 20. Jahrestag der Anschl\u00e4ge vom 11. September Afghanistan verlassen sollten. Zuletzt wurde das Abzugsdatum auf Ende August vorgezogen.<\/p>\n<p>Trumps fr\u00fcherer nationaler Sicherheitsberater John Bolton sagte dem Radiosender NPR am Montag, dieser h\u00e4tte vermutlich genauso gehandelt wie nun Biden. Der Pr\u00e4sident habe an der von Trump vorgegebenen &#8222;falschen&#8220; Politik festgehalten, sagte Bolton. Trump hatte Bolton 2019 wegen Meinungsverschiedenheiten rausgeworfen.<\/p>\n<p>Evakuierungsfl\u00fcge aus Kabul sollen wieder aufgenommen werden <\/p>\n<p>Die milit\u00e4rischen Evakuierungsfl\u00fcge am Flughafen in Kabul sollen nach US-Angaben in K\u00fcrze wieder aufgenommen werden. Dies sagt ein Regierungsvertreter in Washington. Die Fl\u00fcge waren wegen der chaotischen Lage an dem Airport vor\u00fcbergehend ausgesetzt worden.<\/p>\n<p>UN-Chef Guterres: &#8222;Berichte \u00fcber schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen&#8220;\u00a0 <\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres spricht vor dem Sicherheitsrat in New York von &#8222;erschreckenden Berichten \u00fcber schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen im ganzen Land&#8220;. Besonders betroffen seien demnach Frauen und M\u00e4dchen. Der Sicherheitsrat m\u00fcsse &#8222;alle verf\u00fcgbaren Mittel nutzen, um die weltweite terroristische Bedrohung in Afghanistan zu bek\u00e4mpfen&#8220;.<\/p>\n<p>Fluggesellschaften setzen \u00dcberfl\u00fcge \u00fcber Afghanistan aus <\/p>\n<p>Nach der \u00dcbernahme der Macht in Afghanistan durch die Taliban hat die Zivilluftfahrtbeh\u00f6rde des Landes alle Fluggesellschaften aufgefordert, den Luftraum zu meiden. Die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften, British Airways, Virgin Atlantic, Air France sowie Singapore Airlines teilten am Montag mit, sie w\u00fcrden \u00dcberfl\u00fcge \u00fcber Afghanistan bis auf Weiteres aussetzen. Fl\u00fcge in bestimmte asiatische L\u00e4nder verl\u00e4ngern sich deshalb.<\/p>\n<p>Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul verz\u00f6gert sich\u00a0\u2013 Flieger auf dem Weg nach Kabul\u00a0 <\/p>\n<p>Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in der afghanischen Hauptstadt Kabul verz\u00f6gert sich. Zwei Milit\u00e4rtransporter vom Typ A400M wurden am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aufgehalten, weil sie wegen des Chaos auf dem Flughafen Kabul derzeit dort nicht landen k\u00f6nnen. Sie hingen deswegen nach einer Zwischenlandung zun\u00e4chst aufgetankt im aserbaidschanischen Baku fest. Eine der Maschinen startete dann am Nachmittag von dort nach Kabul, um sich im Luftraum f\u00fcr eine Landung bereitzuhalten, wenn das Flugfeld daf\u00fcr wieder freigegeben wird.<\/p>\n<p>USA setzen zun\u00e4chst alle Evakuierungsfl\u00fcge vom Kabuler Flughafen aus <\/p>\n<p>Die USA setzen zun\u00e4chst alle Evakuierungsfl\u00fcge vom Kabuler Flughafen aus. Diese Ma\u00dfnahme sei n\u00f6tig, weil Menschen auf die Pisten gelaufen seien, sagt ein Mitglied der US-Armee Reuters. Der Armee-Angeh\u00f6rige, der nicht namentlich genannt werden will, sagt nicht, wie lange die Flugpause dauern soll.<\/p>\n<p>Afghanisches Milit\u00e4rflugzeug in Usbekistan abgest\u00fcrzt <\/p>\n<p>Ein afghanisches Kampfflugzeug ist im S\u00fcden des Nachbarlandes Usbekistan in Zentralasien abgest\u00fcrzt. Zu dem Vorfall sei es am Sonntagabend nach der Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die radikalislamischen Taliban gekommen, teilte das usbekische Au\u00dfenministerium am Montag der russischen Staatsagentur Tass mit.<\/p>\n<p>&#8222;Das Milit\u00e4rflugzeug hat illegal die Grenze zu Usbekistan \u00fcberquert. Eine Untersuchung ist im Gange&#8220;, sagte Bachrom Sulfikarow, Sprecher des usbekischen Verteidigungsministeriums, der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Zuvor hatten usbekische Medien berichtet, dass am Sonntagabend eine Maschine in der an Afghanistan grenzenden s\u00fcdlichen Provinz Surchondarjo abgest\u00fcrzt sei.\u00a0Russische Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf Vertreter des Verteidigungsministeriums hingegen, die Maschine sei von der usbekischen Luftabwehr abgeschossen worden.<\/p>\n<p>Das usbekische Nachrichtenportal &#8222;Gazeta.uz&#8220; berichtete, mindestens ein Pilot habe sich mit einem Fallschirm retten k\u00f6nnen. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Unklar war, ob der Pilot vor den Taliban fliehen wollte oder weshalb das Flugzeug \u00fcber Usbekistan flog.<\/p>\n<p>USA schicken Einsatzkr\u00e4fte zu Kabuler Flughafen <\/p>\n<p>Die USA werden heute und morgen zus\u00e4tzliche Einsatzkr\u00e4fte an den Kabuler Flughafen verlegen. Das k\u00fcndigt der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater Jon Finer in einem MSNBC-Interview an. Er r\u00e4umt ein, die Situation habe sich schneller verschlechtert als erwartet. Seinen Angaben nach verhandeln die USA weiter mit Vertretern der Taliban in Doha in Katar. Die USA machten den Taliban klar, dass sie zu leiden h\u00e4tten, falls die Aggressionen gegen die USA zunehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ex-Pr\u00e4sident: Gespr\u00e4che zwischen Politikern und den Taliban sollen laufen <\/p>\n<p>Nach der faktischen Macht\u00fcbernahme durch die radikalislamischen Taliban in Afghanistan sollen Gespr\u00e4che zwischen Politikern und Vertretern der Islamisten laufen. Das teilte ein Sprecher des ehemaligen Pr\u00e4sidenten Hamid Karsai der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. In einem ersten Schritt habe man betont, dass das Leben und das Verm\u00f6gen der Bev\u00f6lkerung sowie die \u00f6ffentliche Infrastruktur gesch\u00fctzt werden m\u00fcssten, sagte der Sprecher weiter. Einen Kommentar von Taliban-Seite gab es dazu zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>Nach der Flucht des Pr\u00e4sidenten Aschraf Ghani am Sonntag ist nach Angaben Karsais ein Koordinierungsrat f\u00fcr eine friedliche \u00dcbergabe der Macht gebildet worden. Ihm geh\u00f6ren der Vorsitzende des Nationalen Vers\u00f6hnungsrates, Abdullah Abdullah, der ehemalige Kriegsf\u00fcrst Gulbuddin Hekmatjar und Karsai selbst an.<\/p>\n<p>Es gab keine Angaben dazu, wo die Gespr\u00e4che stattfinden und wer von Taliban-Seite daran teilnimmt. Es ist zudem insgesamt unklar, ob die Islamisten dazu bereit sind, nach ihrem rasanten milit\u00e4rischen Erfolg die Macht mit anderen Politikern im Land zu teilen.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt warnt deutsche Helfer in Kabul <\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt fordert afghanische Ortskr\u00e4fte in Kabul dazu auf, sich nicht eigenst\u00e4ndig zum Flughafen zu begeben. Dies sei derzeit zu gef\u00e4hrlich, sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Sie sollten vielmehr an einem sicheren Ort bleiben und darauf warten, bis sie von der deutschen Botschaft kontaktiert w\u00fcrden. Wer nicht auf einer Ausflugsliste stehe, werde nicht in das Flughafengeb\u00e4ude gelassen. Die Lage am Flughafen Kabul sei derzeit zudem sehr un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde gibt keine Prognose ab zu der Frage, wie lange Evakuierungen aus Kabul noch m\u00f6glich seien. Die Lage sei sehr un\u00fcbersichtlich, sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Derzeit gebe es am Flughafen in der afghanischen Hauptstadt wegen der chaotischen Zust\u00e4nde keine Flugbewegungen. Auch der Zugang zum Flughafen sei un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>Krisensitzung der EU-Au\u00dfenminister am Dienstag <\/p>\n<p>Die Au\u00dfenminister der Europ\u00e4ischen Union werden am Dienstag auf einer Krisensitzung \u00fcber die Lage in Afghanistan nach der Macht\u00fcbernahme der radikal-islamischen Taliban beraten. Nach der j\u00fcngsten Entwicklung und intensiven Kontakten mit den Partnern in den vergangenen Tagen und Stunden habe er ein Sondertreffen per Videokonferenz einberufen, teilt der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell am Montag auf Twitter mit. &#8222;Afghanistan steht an einem Scheideweg. Die Sicherheit und das Wohlergehen seiner B\u00fcrger sowie die internationale Sicherheit stehen auf dem Spiel&#8220;, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p>Berichte \u00fcber K\u00e4mpfe und mindestens f\u00fcnf Tote am Flughafen\u00a0 <\/p>\n<p>Die Lage am Flughafen von Kabul spitzt sich zu. Anscheinend sind K\u00e4mpfer der Taliban in das Flughafengeb\u00e4ude gelangt. Dort sollen sie sich Gefechte mit US-Sicherheitskr\u00e4ften liefern. Das berichtet die ARD-Korrespondentin Natalie Amiri auf Twitter mit Verweis auf eine Quelle vor Ort. Auf Videos sind Sch\u00fcsse zu h\u00f6ren.\u00a0<\/p>\n<p>Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, mindestens f\u00fcnf Menschen seien bei den chaotischen Zust\u00e4nden dort get\u00f6tet worden. Ein Augenzeuge sagte, f\u00fcnf Leichen seien zu einem Wagen getragen worden. Ein anderer Zeuge berichtete, es sei unklar, ob sie in der Massenpanik gestorben oder ob sie erschossen worden seien.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt: Ortskr\u00e4fte sollen nicht zum Flughafen <\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt ruft die afghanischen Ortskr\u00e4fte in Kabul auf, sich nicht eigenst\u00e4ndig zum Flughafen zu begeben. Dies sei derzeit zu gef\u00e4hrlich, sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Sie sollten vielmehr an einem sicheren Ort bleiben und darauf warten, bis sie von der deutschen Botschaft kontaktiert w\u00fcrden. Wer nicht auf einer Ausflugsliste stehe, werde nicht in das Flughafengeb\u00e4ude gelassen. Die Lage am Flughafen Kabul sei derzeit zudem sehr un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p>Bericht: Botschaft in Kabul warnte schon l\u00e4nger vor Gefahrenlage <\/p>\n<p>Offenbar wusste die deutsche Botschaft in Kabul schon l\u00e4nger um die Gefahrenlage f\u00fcr Mitarbeiter und Helfer in Afghanistan. Das Ausw\u00e4rtige Amt reagierte trotzdem sp\u00e4t. Das geht aus einem ver\u00f6ffentlichten Lagebericht hervor. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Zweite Bundeswehr-Maschine unterwegs <\/p>\n<p>Ein zweites Transportflugzeug der deutschen Luftwaffe ist auf dem Weg nach Kabul. Es soll deutsche Staatsb\u00fcrger und afghanische Helfer ausfliegen, sagt ein Luftwaffensprecher. Ein erstes Transportflugzeug vom Typ A400M ist am fr\u00fchen Montagmorgen vom Fliegerhorst Wunstdorf aus gestartet. Sicherheitskreisen zufolge soll es zwischen Kabul und der usbekischen Hauptstadt Taschkent hin- und herfliegen, um so viele Menschen wie m\u00f6glich zu evakuieren.<\/p>\n<p>Bericht: Regierung will &#8222;einige hundert Soldaten&#8220; entsenden <\/p>\n<p>F\u00fcr den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr sollen laut Pl\u00e4nen der Regierung mehrere hundert Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. Auch eine Luftbr\u00fccke ist vorgesehen. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Afghanische Medien nur eingeschr\u00e4nkt in Betrieb <\/p>\n<p>Afghanische Medien und Fernsehsender arbeiten seit der \u00dcbernahme der Hauptstadt Kabul durch die militant-islamistischen Taliban nur noch sehr eingeschr\u00e4nkt. Die beliebten Fernsehkan\u00e4le ToloNews oder Ariana etwa senden nicht mehr live. Am Sonntag bereits zeigten sie praktisch nur Wiederholungen.<\/p>\n<p>Reine Musik-Kan\u00e4le sind momentan in Kabul Bewohnern der Stadt zufolge nicht mehr zu empfangen. Auch Programme mit Frauen werden nur eingeschr\u00e4nkt gezeigt. T\u00fcrkische Serien, die bereits vor der Taliban-\u00dcbernahme von konservativen Afghanen als nicht mit afghanischen Werten \u00fcbereinstimmend kritisiert wurden, seien auch aus den Programmen genommen worden.\u00a0<\/p>\n<p>Laschet verlangt breit angelegte Luftbr\u00fccke <\/p>\n<p>CDU-Chef Armin Laschet hat eine breit angelegte Luftbr\u00fccke der Bundeswehr verlangt, die neben Deutschen und Ortskr\u00e4ften etwa auch Frauenrechtlerinnen aus Afghanistan holt. Es sei wichtig, dass die Bundeswehr ihre Luftbr\u00fccke so lange wie m\u00f6glich aufrechterhalte, sagte der Unions-Kanzlerkandidat am Montag bei Beratungen der CDU-Spitzengremien.<\/p>\n<p>Armin Laschet: Der CDU-Vorsitzende will nicht nur Ortskr\u00e4fte und Deutsche aus Afghanistan retten. (Quelle: Kay Nietfeld\/dpa)<\/p>\n<p>&#8222;Diese Luftbr\u00fccke darf sich nicht nur beziehen auf Ortskr\u00e4fte, nicht nur auf deutsche Staatsangeh\u00f6rige, die noch in Afghanistan sind, sondern muss auch aktive Frauen-, Menschenrechtlerinnen, Aktivistinnen, B\u00fcrgermeisterinnen und andere umfassen. Das muss im Mandat mit vermerkt sein&#8220;, sagte Laschet. Das Kabinett will an diesem Mittwoch ein Mandat f\u00fcr den Hilfseinsatz der Bundeswehr beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wut \u00fcber gefl\u00fcchteten Pr\u00e4sidenten <\/p>\n<p>Viele Afghanen dr\u00fccken in sozialen Medien gro\u00dfe Wut \u00fcber den gefl\u00fcchteten Pr\u00e4sidenten Aschraf Ghani aus. Er habe Afghanistan zerst\u00f6rt, durch ihn seien Tausende Kinder nun vaterlos, er habe dem Land jegliche Sicherheit genommen und schlie\u00dflich dem Feind \u00fcbergeben, schrieb die S\u00e4ngerin Sedika Madadgar auf Facebook. Er werde als das &#8222;schmutzigste Tier&#8220; in die Geschichte des Landes eingehen.<\/p>\n<p>Eine junge Frau schrieb auf Facebook, dass wegen Ghani nun ihre Familie B\u00fccher und Musikinstrumente verbrennen m\u00fcsse, mit denen auch so viele Kindheitserinnerungen verbunden seien. Wieder andere teilten Bilder von Ghani und versahen diese lediglich mit Schimpfw\u00f6rtern.<\/p>\n<p>Dramatische Bilder vom Flughafen Kabul: US-Soldaten geben Warnsch\u00fcsse ab <\/p>\n<p>Viele Menschen versuchen verzweifelt Kabul zu verlassen \u2013 und str\u00f6men zum Flughafen. Dort wird die Lage immer un\u00fcbersichtlicher. Auf verschiedenen Bildern und Videos in sozialen Netzwerken sind Menschenmassen auf dem Rollfeld zu sehen. Ein Video zeigt, wie Dutzende versuchen, in ein parkendes Flugzeug zu klettern. Die Bilder sehen Sie hier oder direkt oben im Artikel.<\/p>\n<p>US-Soldaten feuerten Warnsch\u00fcsse in die Luft. Man wolle damit Hunderte Afghanen davon abhalten, das Rollfeld zu st\u00fcrmen, um an Bord von Milit\u00e4rflugzeugen zu gelangen, sagt ein US-Vertreter. Die milit\u00e4rischen Fl\u00fcge seinen nur f\u00fcr Diplomaten, Botschaftspersonal und einheimische Ortskr\u00e4fte der Botschaft gedacht.<\/p>\n<p>Der Journalist Matthieu Aikins, der f\u00fcr die &#8222;New York Times&#8220; von vor Ort berichtet, schreibt auf Twitter, die Menschen seien aufgrund falscher Informationen zum Flughafen gest\u00fcrmt. Demnach gebe es Ger\u00fcchte, wonach Flugzeuge auch Menschen ohne Visum nach Kanada ausfliegen w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p>Auf Twitter kursieren zudem Berichte \u00fcber Tote am Flughafen Kabul. Demnach seien mindestens zwei Menschen erschossen und weitere verletzt worden. Eine offizielle Best\u00e4tigung gibt es nicht, die Hintergr\u00fcnde sind noch v\u00f6llig unklar.<\/p>\n<p>Afghanische Flugaufsicht r\u00e4t vom \u00dcberfliegen des Landes ab\u00a0 <\/p>\n<p>Die zivile Flugverkehr-Aufsicht ACAA in Afghanistan teilt mit, dass der Luftraum f\u00fcr das Milit\u00e4r freigegeben worden sei. Die Beh\u00f6rde r\u00e4t von \u00dcberfl\u00fcgen Afghanistans im Transitverkehr ab. Das Flugdatenportal &#8222;FlightRadar24&#8220; twittert, ein Air-India-Flug von Chicago nach Neu-Delhi habe den afghanischen Luftraum kurz nach dem Eintritt wieder verlassen, auch ein Terra-Avia-Flug von Baku in Aserbaidschan in die indische Hauptstadt habe seinen Kurs ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Britischer Verteidigungsminister: &#8222;Werden nicht zur\u00fcckkehren&#8220;\u00a0 <\/p>\n<p>Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace lehnt einen erneuten Kampfeinsatz gegen die Taliban ab. &#8222;Wir werden nicht zur\u00fcckgehen&#8220;, sagt er dem Sender Sky News. &#8222;Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die Taliban das Land kontrollieren&#8220;, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p>Bundeswehrmaschine startet in Richtung Kabul <\/p>\n<p>Die Bundeswehr ist zur Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger und afghanischer Ortskr\u00e4fte mit einem ersten Transportflugzeug nach Afghanistan aufgebrochen. Am nieders\u00e4chsischen Fliegerhorst in Wunstorf startete am Montagmorgen eine Maschine des Typs A400M nach Kabul.<\/p>\n<p>Fallschirmj\u00e4ger der Bundeswehr sollen am Montag in den Milit\u00e4rtransportern in der afghanischen Hauptstadt ankommen, um deutsche Staatsb\u00fcrger und einheimische Helfer vor den K\u00e4mpfern der militant-islamistischen Taliban in Sicherheit zu bringen. Am selben Tag trifft nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein sogenanntes Krisenunterst\u00fctzungsteam (KuT) aus Experten verschiedener Ministerien in der afghanischen Hauptstadt ein.<\/p>\n<p>In der usbekischen Hauptstadt Taschkent soll ein zweites Team eine Drehscheibe (&#8222;Hub&#8220;) f\u00fcr die Rettung von Menschen vor den Islamisten organisieren. Es geht um den bislang wohl gr\u00f6\u00dften Evakuierungseinsatz der Bundeswehr \u2013 und um einen gef\u00e4hrlichen, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Sonntagabend in Berlin deutlich machte.<\/p>\n<p>Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger aus Kabul hat begonnen <\/p>\n<p>Die Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger aus der afghanischen Hauptstadt Kabul hat begonnen. In der Nacht zu Montag landeten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 40 Mitarbeiter der deutschen Botschaft mit einem US-Flugzeug in Doha im Golfemirat Katar. An Bord der Maschine waren auch vier Angeh\u00f6rige der Schweizer Vertretung in Afghanistan.<\/p>\n<p>Der erste Evakuierungsflug wurde mit einer US-Maschine absolviert, da die Bundeswehr erst in der Nacht zu Montag zwei Transportmaschinen vom Typ A400M vom nieders\u00e4chsischen Wunstorf aus nach Kabul losschicken wollte. Sie sollen in den n\u00e4chsten Tagen zentraler Bestandteil einer &#8222;Luftbr\u00fccke&#8220; sein, \u00fcber die neben den Botschaftsmitarbeitern auch andere deutsche Staatsb\u00fcrger sowie Ortskr\u00e4fte, die f\u00fcr die Bundeswehr oder Bundesministerien in Afghanistan gearbeitet haben oder noch arbeiten, nach Deutschland gebracht werden sollen.<\/p>\n<p>Die beiden A400M, die Platz f\u00fcr 114 Passagiere bieten und \u00fcber besonderen Schutz gegen Angriffe beispielsweise mit Raketen verf\u00fcgen, fliegen die Betroffenen in ein &#8222;Drittland&#8220; aus, das von der Bundesregierung aus Sicherheitsgr\u00fcnden noch nicht genannt wird. Von dort geht es mit zivilen Maschinen weiter nach Deutschland. Wie viele Menschen insgesamt ausgeflogen werden sollen ist noch unklar.<\/p>\n<p>Evakuierung der US-Botschaft in Kabul abgeschlossen \u2013 Flughafen gesichert <\/p>\n<p>Die Evakuierung der US-Botschaft in Kabul ist nach Angaben des Au\u00dfenministeriums abgeschlossen. Das gesamte Botschaftspersonal befinde sich auf dem Gel\u00e4nde des Flughafens von Kabul, dessen Umgebung vom US-Milit\u00e4r gesichert werde, erkl\u00e4rte das Ministerium am Sonntagabend (Ortszeit). Von dort soll fr\u00fcheren Angaben nach ein Gro\u00dfteil des Personals ausgeflogen werden. Offen war, welche und wie viele Mitarbeiter noch in Kabul bleiben sollten.<\/p>\n<p>Medienberichten zufolge war zuvor bereits die US-amerikanische Flagge auf dem Gel\u00e4nde eingeholt worden. Ende vergangener Woche hatte das Au\u00dfenministerium betont, dass das Botschaftspersonal zwar auf ein Minimum reduziert werden sollte, es sich aber nicht um eine Evakuierung der Botschaft handele. Zun\u00e4chst hie\u00df es auch, dass der Standort der Botschaft in Kabul erhalten bleibe. Dies \u00e4nderte sich dann im Laufe des Wochenendes. Die militant-islamistischen Taliban marschierten am Sonntag in die afghanische Hauptstadt Kabul ein.<\/p>\n<p>Auch Deutschland und weitere westliche Staaten hatten zuvor ihre Botschaften in Kabul ger\u00e4umt und ihre Mitarbeiter an den Flughafen gebracht, um sie auszufliegen.<\/p>\n<p>Republikaner greifen Biden f\u00fcr &#8222;verpfuschten&#8220; Afghanistan-Abzug an <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden steht nach dem Eroberungszug der Taliban in\u00a0 im Kreuzfeuer f\u00fchrender Republikaner. Der &#8222;verpfuschte Abzug&#8220; aus Afghanistan und die &#8222;hektische Evakuierung&#8220; von Amerikanern und afghanischen Helfern sei ein &#8222;besch\u00e4mendes Versagen der amerikanischen F\u00fchrung&#8220;, sagte der Minderheitsf\u00fchrer der Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, am Sonntag (Ortszeit). Lesen Sie hier mehr dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Joe Biden ber\u00e4t zur Lage in Afghanistan: Die US-Botschaft wurde evakuiert. Nun soll der Flughafen gesichert werden. (Quelle: @WhiteHouse\/Reuters)<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Airlines meiden afghanischen Luftraum <\/p>\n<p>Gro\u00dfe Fluggesellschaften wie United Airlines, British Airways und Virgin Atlantic erkl\u00e4ren, sie w\u00fcrden den Luftraum Afghanistans nicht mehr \u00fcberfliegen. Grund sei die aktuelle Entwicklung im Land. Die Airlines sind nach dem Abschuss eines Verkehrsflugzeugs \u00fcber der Ukraine im Jahr 2014 und dem Abschuss einer Maschine im Iran im Jahr 2020 bei Fl\u00fcgen \u00fcber Konfliktzonen vorsichtiger geworden.<\/p>\n<p>Ausl\u00e4ndische Milit\u00e4rs m\u00fcssen Afghanistan verlassen <\/p>\n<p>Alle ausl\u00e4ndischen Streitkr\u00e4fte m\u00fcssen Afghanistan verlassen, bevor mit dem Umbau der Regierung begonnen werde, sagt ein Taliban-F\u00fchrer, der namentlich nicht genannt werden will, der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon. Es sei aber noch zu fr\u00fch, um zu sagen, wie man die Regierung \u00fcbernehmen werde. Er f\u00fcgte hinzu, die Taliban-K\u00e4mpfer in Kabul seien gewarnt worden, Zivilisten nicht zu ver\u00e4ngstigen. Zudem solle den B\u00fcrgern erlaubt werden, ihre normalen Tagesaktivit\u00e4ten wieder aufzunehmen.<\/p>\n<p>60 L\u00e4nder fordern Offenhaltung von Airport und Grenzen <\/p>\n<p>Mehr als 60 L\u00e4nder fordern in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung, Afghanen und andere Staatsb\u00fcrger, die das Land verlassen wollen, m\u00fcsse die Ausreise erlaubt werden. Auch Flugh\u00e4fen und Grenz\u00fcberg\u00e4nge m\u00fcssten ge\u00f6ffnet bleiben, teilt das US-Au\u00dfenministerium mit.<\/p>\n<p>Die Forderung sei unter anderem von den USA, Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Kanada, Japan, Italien, S\u00fcdkorea, Australien und Katar unterzeichnet worden.<\/p>\n<p>Die Machthaber in Afghanistan tr\u00fcgen die Verantwortung f\u00fcr den Schutz von Menschenleben und Eigentum sowie die sofortige Wiederherstellung von Sicherheit und b\u00fcrgerlicher Ordnung. Das afghanische Volk verdiene es, in Sicherheit und W\u00fcrde zu leben. Die internationale Gemeinschaft stehe bereit, ihnen zu helfen.<\/p>\n<p>Pentagon: Mehrere hundert Zivilisten aus Afghanistan ausgeflogen <\/p>\n<p>Die US-Streitkr\u00e4fte haben nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums die Flugverkehrskontrolle auf dem Flughafen von Kabul \u00fcbernommen. Dabei w\u00fcrden sie von afghanischen Helfern unterst\u00fctzt, erkl\u00e4rte der Sprecher des Ministeriums, John Kirby, am Sonntagabend (Ortszeit). Der kommerzielle Flugverkehr laufe weiter, auch wenn es zwischendurch zu Unterbrechungen und Verz\u00f6gerungen gekommen sei. Mehrere hundert Botschaftsmitarbeiter und private US-B\u00fcrger wurden dem Ministerium zufolge bisher aus Afghanistan ausgeflogen.<\/p>\n<p>Taliban-Sprecher: &#8222;Der Krieg in Afghanistan ist vorbei&#8220; <\/p>\n<p>Ein Sprecher des Politb\u00fcros der Taliban erkl\u00e4rt den Krieg in Afghanistan f\u00fcr beendet. &#8222;Der Krieg in Afghanistan ist vorbei&#8220;, sagt der Sprecher des Taliban-Politb\u00fcros, Mohammad Naeem, dem Sender Al Dschasira. &#8222;Wir versichern allen, dass wir f\u00fcr die Sicherheit der B\u00fcrger und der diplomatischen Vertretungen sorgen werden&#8220;, f\u00fcgt er hinzu. &#8222;Wir sind bereit, einen Dialog mit allen afghanischen Pers\u00f6nlichkeiten zu f\u00fchren, und werden ihnen den notwendigen Schutz garantieren.&#8220; Die Form der Regierung werde bald feststehen.<\/p>\n<p>Die Taliban erwarten nach Angaben eines Sprechers, dass ausl\u00e4ndische M\u00e4chte &#8222;ihre gescheiterte Erfahrung in\u00a0Afghanistan&#8220; nicht wiederholen werden. &#8222;Wir sind bereit, uns mit den Sorgen der internationalen Gemeinschaft im Dialog zu befassen&#8220;, sagte Naeem weiter.<\/p>\n<p>US-Medien: USA wollen weitere Verst\u00e4rkung nach Kabul schicken <\/p>\n<p>Die USA wollen Berichten zufolge angesichts des rasanten Eroberungszug der Taliban rund 1.000 weitere Soldaten nach Afghanistan schicken. Das berichteten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) mehrere Medien wie etwa der Sender CNN und die Zeitung &#8222;Washington Post&#8220; \u00fcbereinstimmend unter Berufung auf Beamte im Verteidigungsministerium.<\/p>\n<p>Das Ministerium best\u00e4tigte dies auf Anfrage zun\u00e4chst nicht. Es soll sich um Soldaten der 82. Luftlandedivision handeln, die eigentlich nach Kuwait unterwegs waren, schrieb CNN. Damit w\u00fcrde die Zahl der US-Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen, die in Kabul oder auf dem Weg dorthin sind, auf rund 6.000 steigen.<\/p>\n<p>Chaotische Szenen am Zivilflughafen von Kabul \u2013 Berichte von Sch\u00fcssen <\/p>\n<p>Augenzeugen zufolge spielen sich derzeit chaotische Szenen am Zivilflughafen von Kabul ab. Hunderte Menschen mit Koffern versammelten sich demnach auf dem Rollfeld und versuchten an Bord der Flieger zu gelangen. Zivilfl\u00fcge konnten daher offenbar nicht abheben, wie mehrere Menschen in den sozialen Netzwerken berichteten. Sicherheitspersonal sei nicht vor Ort gewesen. Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten aber bislang nicht verifiziert sind, zeigten die dramatischen Szenen.\u00a0<\/p>\n<p>Diese auf Twitter geteilten Videos sollen am Abend auf dem Flughafen Kabul entstanden sein:<\/p>\n<p>Die US-Botschaft in Kabul hatte zuvor Landsleute angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen. &#8222;Die Sicherheitslage in Kabul \u00e4ndert sich schnell, auch auf dem Flughafen. Es gibt Berichte, dass der Flughafen unter Beschuss geraten ist; daher weisen wir US-B\u00fcrger an, sich in Sicherheit zu bringen&#8220;, hie\u00df es in einer am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Warnung.\u00a0Auf dem Flughafen wird nach Nato-Angaben die zivile Luftfahrt eingestellt. Es seien nur noch Milit\u00e4rfl\u00fcge erlaubt, sagte ein Nato-Vertreter.<\/p>\n<p>Der sichere Betrieb des Flughafens ist Voraussetzung daf\u00fcr, dass etliche Staaten, darunter Deutschland, ihr Personal wie geplant schnell ausfliegen k\u00f6nnen. Die Bundesregierung hatte am Sonntag wegen des Vormarsches der militant-islamistischen Taliban ihre Botschaft in Kabul dichtgemacht und die Mitarbeiter zum milit\u00e4rischen Teil des Flughafens verlegt. Auch die USA begannen mit der R\u00e4umung ihrer Botschaft und brachten ihr Personal zum Flughafen.<\/p>\n<p>23 Uhr: UN-Chef Guterres fordert Taliban zum Schutz von Leben auf <\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres ruft die Taliban und alle anderen Parteien zu gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Zur\u00fcckhaltung auf, um Leben zu sch\u00fctzen. Guterres fordere sie auf, sicherzustellen, dass humanit\u00e4re Bed\u00fcrfnisse bedient werden k\u00f6nnten, sagt der Sprecher von Guterres.<\/p>\n<p>21.46 Uhr: Taliban im Pr\u00e4sidentenpalast in Kabul <\/p>\n<p>Die Taliban haben die Kontrolle \u00fcber den Pr\u00e4sidentenpalast in Kabul \u00fcbernommen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sich dutzende bewaffnete K\u00e4mpfer der Miliz in dem Geb\u00e4ude aufhielten. &#8222;Unser Land wurde befreit und die Mudschaheddin haben in Afghanistan gesiegt&#8220;, sagte einer von ihnen dem TV-Sender Al-Dschasira.<\/p>\n<p>Unterdessen erkl\u00e4rte ein f\u00fchrender Repr\u00e4sentant der Taliban den Sieg der Miliz in Afghanistan. Dieser unerwartete Erfolg sei beispiellos in der Welt, sagte Mullah Baradar am Sonntag in einer Videobotschaft.<\/p>\n<p>20.47 Uhr\u00a0Ghani: &#8222;Die Taliban haben gesiegt&#8220; <\/p>\n<p>Der afghanische Pr\u00e4sident Aschraf Ghani hat die milit\u00e4rische Niederlage gegen die radikalislamischen Taliban eingestanden. &#8222;Die Taliban haben gesiegt&#8220;, schrieb Ghani auf Facebook. Die Islamisten seien nun verantwortlich f\u00fcr &#8222;die Ehre, das Eigentum und die Selbsterhaltung ihrer Landsleute&#8220;.<\/p>\n<p>Ghani sagte nicht, in welchem Land er sich inzwischen aufh\u00e4lt. Einem Medienbericht zufolge ist er nach Usbekistan gefl\u00fcchtet. Wie der Sender Al Dschasira unter Berufung auf einen Leibw\u00e4chter des Politikers berichtet, machte sich Ghani unter anderem mit seinem Stabschef auf den Weg in die usbekische Hauptstadt Taschkent.<\/p>\n<p>Er sei geflohen, um &#8222;eine Flut des Blutvergie\u00dfens zu verhindern&#8220;, erkl\u00e4rte Ghani in seinem Facebook-Post. Wenn er geblieben w\u00e4re, w\u00e4ren &#8222;zahllose Patrioten&#8220; get\u00f6tet und Kabul zerst\u00f6rt worden, f\u00fcgte er hinzu.\u00a0<\/p>\n<p>20.10 Uhr Berichte \u00fcber Explosionen in Kabul <\/p>\n<p>In Kabul sollen sich afghanischen Medienberichten zufolge mehrere Explosionen ereignet haben. N\u00e4here Informationen liegen zun\u00e4chst nicht vor.<\/p>\n<p>19.40 Uhr\u00a0Maas: Evakuierung von Botschaftsangeh\u00f6rigen beginnt umgehend <\/p>\n<p>Deutschland beginnt noch am Sonntag mit der Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger aus Kabul. &#8222;Ein Teil von ihnen wird noch im weiteren Verlauf des Tages ausgeflogen&#8220;, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend in Berlin. In der Nacht sollen dann nach Angaben des Ministers die Flugzeuge der Bundeswehr in die afghanische Hauptstadt starten, um bei der weiteren Evakuierung zu helfen.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD): &#8222;Wir setzen jetzt alles daran, unseren Staatsangeh\u00f6rigen und unseren Ortskr\u00e4ften eine Ausreise zu erm\u00f6glichen&#8220;. (Quelle: Christoph Soeder\/dpa)<\/p>\n<p>&#8222;Wir setzen jetzt alles daran, unseren Staatsangeh\u00f6rigen und unseren ehemaligen Ortskr\u00e4ften eine Ausreise in den kommenden Tagen zu erm\u00f6glichen&#8220;, sagte Maas. &#8222;Die Umst\u00e4nde, unter denen das stattfinden kann, sind aber derzeit schwer vorherzusehen.&#8220; Deshalb stehe die Bundesregierung auch in einem engen Austausch mit den USA und anderen internationalen Partnern. &#8222;Wir haben uns darauf verst\u00e4ndigt, dass wir uns bei den Evakuierungsma\u00dfnahmen in den kommenden Tagen gegenseitig und wechselseitig unterst\u00fctzen werden.&#8220;<\/p>\n<p>Bereits zuvor hatte Deutschland seine Botschaft in Afghanistan wegen des Vorr\u00fcckens der Taliban auf Kabul geschlossen und das Personal zum milit\u00e4rischen Teil des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt verlegt. Das teilte Au\u00dfenminister Maas auf Twitter mit. &#8222;Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort inzwischen eingetroffen und stellen ihre Arbeitsf\u00e4higkeit her&#8220;, erkl\u00e4rte Maas.<\/p>\n<p>19.09 Uhr Johnson:\u00a0Afghanistan darf nicht wieder zur Brutst\u00e4tte f\u00fcr Terrorismus werden <\/p>\n<p>Der britische Premierminister Boris Johnson hat westliche Staaten davor gewarnt, die Taliban ohne vorherige Absprache als neue Regierung Afghanistans anzuerkennen. Es sei klar, dass es demn\u00e4chst eine neue Regierung in Kabul geben werde, sagte Johnson nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitskabinetts in London. Es sei aber &#8222;sehr wichtig, dass der Westen zusammenarbeitet, um dieser neuen Regierung \u2013 ob es Taliban sind oder jemand anderes \u2013 klarzumachen, dass niemand will, dass Afghanistan wieder zur Brutst\u00e4tte f\u00fcr Terrorismus wird&#8220;, so Johnson weiter.<\/p>\n<p>Die Situation in Afghanistan beschrieb Johnson als sehr schwierig. H\u00f6chste Priorit\u00e4t habe es nun, britische Staatsangeh\u00f6rige und Afghanen, die mit Gro\u00dfbritannien zusammengearbeitet h\u00e4tten, au\u00dfer Landes zu bringen. &#8222;Wir werden so viele wie m\u00f6glich in den n\u00e4chsten paar Tagen rausbringen&#8220;, so der konservative Politiker weiter.<\/p>\n<p>17.54 Uhr Frankreich verlegt Botschaft zum Kabuler Flughafen <\/p>\n<p>Auch Frankreich verlegt seine Botschaft in die N\u00e4he des Flughafens von Kabul. Der Betrieb werde f\u00fcr die Evakuierung aller franz\u00f6sischen Staatsb\u00fcrger aufrechtgehalten, teilt Au\u00dfenminister Jean-Yves Le Drian mit. Er k\u00fcndigt an, dass in den kommenden Stunden milit\u00e4rische Verst\u00e4rkung in die Vereinigten Arabischen Emirate entsandt werde, um wom\u00f6glich die ersten Evakuierungen nach Abu Dhabi auf den Weg zu bringen.<\/p>\n<p>17.42 Uhr Iran richtet Pufferzonen f\u00fcr afghanische Fl\u00fcchtlinge ein <\/p>\n<p>Der Iran hat angesichts des Eroberungszugs der radikalislamischen Taliban im Nachbarland Afghanistan Pufferzonen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus dem Krisenstaat eingerichtet. &#8222;Wir haben schon vor zwei Monaten mit einer neuen Fl\u00fcchtlingswelle aus Afghanistan gerechnet und daher schon damals mit der Einrichtung von provisorischen Pufferzonen an den drei Grenz\u00fcberg\u00e4ngen begonnen&#8220;, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.<\/p>\n<p>Die drei Pufferzonen an den Grenz\u00fcberg\u00e4ngen im Nord- sowie S\u00fcdosten des Landes sollen afghanischen Fl\u00fcchtlingen vorerst Schutz und Sicherheit bieten. &#8222;Sobald sich die aktuelle Situation wieder entspannt hat, k\u00f6nnen die Fl\u00fcchtlinge dann von dort aus wieder in ihre Heimat zur\u00fcckkehren&#8220;, sagte Sprecher Hussein Ghassemi. Wegen der akuten Corona-Krise im Iran werden laut Ghassemi auch Vertreter des iranischen Gesundheitsministeriums in den Pufferzonen t\u00e4tig.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Iran ist die erneute Fl\u00fcchtlingswelle aus Afghanistan nicht neu. Das Land hatte nach der sowjetischen Invasion in Afghanistan 1979 \u00fcber drei Millionen afghanische Fl\u00fcchtlinge einreisen lassen. Wegen der Corona-Pandemie und der schweren Wirtschaftskrise gilt es laut Beobachtern jedoch als eher unwahrscheinlich, dass Teheran dies erneut erlaubt.<\/p>\n<p>17.41 Uhr: Taliban: Haben Kontrolle \u00fcber Pr\u00e4sidentenpalast \u00fcbernommen <\/p>\n<p>Die Taliban sind nach eigenen Angaben in den Pr\u00e4sidentenpalast eingedrungen und haben die Kontrolle \u00fcber das Geb\u00e4ude \u00fcbernommen. Die afghanische Regierung best\u00e4tigte die Angaben der zwei Taliban-Befehlshaber zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>17.31 Uhr Frankreich, Italien und die Niederlande beschleunigen R\u00fcckf\u00fchrungen aus Kabul <\/p>\n<p>Angesichts der bevorstehenden Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan beschleunigen auch Frankreich, Italien und die Niederlande die R\u00fcckf\u00fchrung ihres zivilen Personals aus Kabul. Kanada hat sein Personal bereits ausgeflogen.<\/p>\n<p>&#8222;Absolute Priorit\u00e4t in den kommenden Stunden&#8220; habe die Sicherheit von Franzosen und afghanischen Ortskr\u00e4ften in Kabul, teilte der Elys\u00e9e-Palast am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mit. Der Einsatz zur Ausreise der Menschen dauere an. Am Freitag hatte Paris angek\u00fcndigt, auch bedrohte afghanische Aktivisten, Journalisten und K\u00fcnstler aufnehmen zu wollen. Nach offiziellen Angaben hat Frankreich seit Mai die Aufnahme von 625 afghanischen Ortskr\u00e4ften und ihren Familien organisiert.<\/p>\n<p>Nach Angaben des niederl\u00e4ndischen Au\u00dfenministeriums wurde die Botschaft am Samstagabend in die N\u00e4he des Flughafens von Kabul verlegt. Ein Milit\u00e4rflugzeug sei bereits im Einsatz, um einen Teil des Personals sowie Dolmetscher und ihre Familien in die Niederlande zu holen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Verteidigungsministerin Ank Bijleveld bot allen Dolmetschern, die auf der Mitarbeiterliste stehen, an, in den Niederlanden Asyl zu beantragen, wie der Sender NOS berichtete.<\/p>\n<p>17.20 Uhr Taliban-Vertreter: Es wird keine \u00dcbergangsregierung geben <\/p>\n<p>Zwei Vertreter der Taliban widersprechen Darstellungen der Regierung, wonach es eine \u00dcbergangsregierung geben solle. Das werde nicht der Fall sein, sagen sie zu Reuters. Die Gruppe erwarte eine vollst\u00e4ndige Macht\u00fcbergabe. Der kommissarische Innenminister Abdul Sattar Mirsakawal hatte zuvor gesagt, die Macht werde an eine \u00dcbergangsregierung \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>17.15 Uhr Dutzende Verletzte bei K\u00e4mpfen am Stadtrand von Kabul <\/p>\n<p>Mehr als 40 Menschen sind nach Angaben eines Krankenhauses in Kabul bei K\u00e4mpfen am Stadtrand verletzt worden. Details wurden nicht genannt.<\/p>\n<p>17.04 Uhr Merkel will Fraktionsvorsitzende \u00fcber Lage in Kabul unterrichten\u00a0 <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag noch an diesem Sonntag \u00fcber die dramatische Zuspitzung der Lage in Afghanistan unterrichten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen. Dabei d\u00fcrfte es auch um die Evakuierung des deutschen Botschaftspersonals, anderer deutscher Staatsb\u00fcrger und afghanischer Ortskr\u00e4fte durch die Bundeswehr gehen. Die Unterrichtung soll den Angaben zufolge um 18.30 Uhr stattfinden. Zuerst hatte das ZDF \u00fcber den Termin berichtet.<\/p>\n<p>Deutschland hat seine Botschaft in Afghanistan wegen des Vorr\u00fcckens der Taliban auf Kabul am Sonntag geschlossen und das Personal zum milit\u00e4rischen Teil des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt verlegt. Das teilte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter mit. &#8222;Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort inzwischen eingetroffen und stellen ihre Arbeitsf\u00e4higkeit her&#8220;, erkl\u00e4rte Maas.<\/p>\n<p>16.50 Uhr Britischer Au\u00dfenminister ruft Taliban zur Gewaltlosigkeit auf <\/p>\n<p>Der britische Au\u00dfenminister Dominic Raab hat die Taliban zur Gewaltlosigkeit und zur Einhaltung der Menschenrechte aufgerufen. &#8222;Habe meine gro\u00dfe Besorgnis \u00fcber die Zukunft Afghanistans mit (dem pakistanischen) Au\u00dfenminister Qureshi geteilt&#8220;, schrieb Raab am Sonntag auf Twitter.\u00a0Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft in dem Aufruf an die Taliban zur Gewaltlosigkeit und zum Schutz der Menschenrechte vereint sei, so der konservative Politiker weiter.\u00a0<\/p>\n<p>Der britische Premierminister hatte angesichts des rasanten Eroberungszugs der islamistischen Extremisten in Afghanistan eine Sitzung des nationalen Sicherheitskabinetts Cobra einberufen. Am kommenden Mittwoch soll das Unterhaus in London zu einer Sondersitzung zusammentreten.<\/p>\n<p>16.45 Uhr Trittin wirft Maas pers\u00f6nliches Versagen in Afghanistan vor <\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnen-Au\u00dfenpolitiker J\u00fcrgen Trittin hat Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) ein beispielloses Versagen bei der Rettung afghanischer Ortskr\u00e4fte vorgeworfen. Maas habe &#8222;hier viel Schuld auf sich geladen&#8220;, sagte Trittin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montagsausgaben). Trittin warf dem von Maas gef\u00fchrten Ausw\u00e4rtigen Amt vor, eine Rettung und unb\u00fcrokratische Aufnahme der afghanischen Ortskr\u00e4fte in Deutschland blockiert zu haben.<\/p>\n<p>&#8222;So ein Versagen, das so viel Leid mit sich bringen wird, ist beispiellos&#8220;, sagte Trittin, der dem Ausw\u00e4rtigen Ausschuss des Bundestags angeh\u00f6rt. Er wies dem Au\u00dfenminister eine pers\u00f6nliche Verantwortung f\u00fcr das Schicksal der Betroffenen zu: Wenn die Ortskr\u00e4fte nun &#8222;nicht mehr gerettet werden k\u00f6nnen, ist er daf\u00fcr verantwortlich&#8220;.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Trittin (Archivfoto): Der Gr\u00fcnen-Au\u00dfenpolitiker warf dem von Maas gef\u00fchrten Ausw\u00e4rtigen Amt vor, eine Rettung und unb\u00fcrokratische Aufnahme der afghanischen Ortskr\u00e4fte in Deutschland blockiert zu haben. (Quelle: Imago\/Political-Moments)<\/p>\n<p>Bei den Ortskr\u00e4ften handelt es sich um einheimische Mitarbeiter deutscher Stellen in Afghanistan. Es besteht die Bef\u00fcrchtung, dass sie zum Ziel von Racheakten der radikalislamischen Taliban werden k\u00f6nnen. Eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe Ortskr\u00e4fte wurde bereits nach Deutschland ausgeflogen, mehrere Hundert sitzen aber noch in Afghanistan fest.<\/p>\n<p>16.44 Uhr T\u00fcrkei will Kooperation mit Pakistan st\u00e4rken <\/p>\n<p>Angesichts einer drohenden Fluchtbewegung aus Afghanistan hat der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan eine verst\u00e4rkte Zusammenarbeit mit Pakistan angek\u00fcndigt. &#8222;Der T\u00fcrkei droht eine wachsende Migrantenwelle von Afghanen, die \u00fcber den Iran einwandern&#8220;, sagte Erdogan bei einem Treffen mit Pakistans Staatschef Arif Alvi am Sonntag in Istanbul. Ankara wolle sich f\u00fcr &#8222;Stabilit\u00e4t in der Region&#8220; einsetzen und zu diesem Zweck die &#8222;Kooperation mit Pakistan st\u00e4rken&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind entschlossen, alle zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel zu mobilisieren, um erfolgreich zu sein&#8220;, sagte Erdogan weiter. Wegen der erwarteten massiven Zunahme von Fl\u00fcchtlingen aus Afghanistan hatte die t\u00fcrkische Regierung in den vergangenen Tagen bereits den Bau einer Grenzmauer zum Iran vorangetrieben. &#8222;Mit dieser Mauer werden wir die Ankunft von Migranten komplett stoppen&#8220;, betonte Erdogan am Sonntag.<\/p>\n<p>In Afghanistan sind noch mehrere hundert t\u00fcrkische Soldaten stationiert. Erdogan hatte angeboten, nach dem vollst\u00e4ndigen Abzug der Nato-Truppen aus dem Land die Sicherung des internationalen Flughafens von Kabul zu gew\u00e4hrleisten, sollten die USA dies finanziell und logistisch unterst\u00fctzen. Auch ein Treffen mit der Taliban-F\u00fchrung hatte Erdogan vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Die voraussichtliche Ankunft zahlreicher afghanischer Fl\u00fcchtlinge an der t\u00fcrkischen Grenze ist in der T\u00fcrkei, die bereits viele syrische Fl\u00fcchtlinge beherbergt, ein hochsensibles Thema. Die Opposition forderte Erdogan zuletzt auf, die Einreise weiterer Migranten zu stoppen.<\/p>\n<p>16.41 Uhr \u00c9lys\u00e9ekreise: Sicherheit von Franzosen in Kabul &#8222;absolute Priorit\u00e4t&#8220; <\/p>\n<p>Angesichts der drohenden Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistans Hauptstadt Kabul hat die Regierung in Paris sich besorgt \u00fcber die dort verbliebenen franz\u00f6sischen Staatsb\u00fcrger und einheimischen Ortskr\u00e4fte ge\u00e4u\u00dfert. Pr\u00e4sident Emmanuel Macron verfolge rund um die Uhr die &#8222;sehr besorgniserregende Verschlechterung der Situation in Afghanistan&#8220;, hie\u00df es am Sonntag aus \u00c9lys\u00e9ekreisen. Die Sicherheit der Franzosen und der afghanischen Ortskr\u00e4fte habe &#8222;absolute Priorit\u00e4t&#8220;. Frankreich sei in den vergangenen Wochen eins der wenigen L\u00e4nder gewesen, die gef\u00e4hrdeten Menschen vor Ort noch Schutz geboten h\u00e4tten. Diese Operationen w\u00fcrden fortgef\u00fchrt, hie\u00df es. Frankreich stehe an der Seite des afghanischen Volks.<\/p>\n<p>16.31 Uhr Berichte: Schusswechsel in Kabul <\/p>\n<p>Augenzeugen und auch das Innenministerium berichteten von Schusswechseln in mehreren Teilen der afghanischen Hauptstadt Kabuls, so die BBC.\u00a0<\/p>\n<p>16.18 Uhr Taliban-Sprecher: K\u00e4mpfer sollen in Kabul einr\u00fccken um Pl\u00fcnderungen zu verhindern <\/p>\n<p>Die Taliban haben nach Angaben eines Sprechers ihre K\u00e4mpfer angewiesen, in die Hauptstadt\u00a0Kabul\u00a0einzur\u00fccken, um Pl\u00fcnderungen zu verhindern.<\/p>\n<p>16.07 Uhr Italien fliegt Botschaftsangeh\u00f6rige aus <\/p>\n<p>Mitarbeiter der italienischen Botschaft in Kabul sollen nach Angaben des Au\u00dfenministeriums noch am Sonntag nach Rom ausgeflogen werden. Ein Milit\u00e4rflugzeug werde in Kabul am Abend abheben. Von einer Schlie\u00dfung der Botschaft k\u00f6nnen aber noch keine Rede sein.\u00a0<\/p>\n<p>16.04 Uhr Taliban-Sprecher: Werden keine Rache \u00fcben <\/p>\n<p>Ein an Gespr\u00e4chen mit der afghanischen Regierung in Katar beteiligter Taliban-Unterh\u00e4ndler hat Bef\u00fcrchtungen vor Gewalttaten bei einer \u00dcbernahme der Macht in Kabul zur\u00fcckgewiesen. &#8222;Wir versichern den Menschen (&#8230;) in der Stadt Kabul, dass ihr Hab und Gut und ihre Leben sicher sind&#8220;, sagte Suhail Schahin der BBC in einem Telefonat aus Doha. Es werde &#8222;keine Rache an irgendjemandem&#8220; geben. Die Taliban-K\u00e4mpfer seien vor den Toren der afghanischen Hauptstadt und h\u00e4tten den Befehl erhalten, die Stadt nicht zu betreten. &#8222;Wir warten auf eine friedliche \u00dcbergabe der Macht&#8220;, so Schahin weiter. Das bedeute, dass die Stadt dem &#8222;Islamischen Emirat von Afghanistan&#8220; \u00fcbergeben werden solle.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen aus Afghanistan im Mai haben die radikalislamischen Taliban gewaltige Gebietsgewinne verzeichnet. In einem rasanten Vormarsch haben sie mittlerweile mehr als zwei Drittel der Provinzhauptst\u00e4dte des Landes eingenommen und stehen vor Kabul. Derzeit laufen Gespr\u00e4che zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung.<\/p>\n<p>16.02 Uhr Niederlande haben Botschaft verlegt <\/p>\n<p>Die Niederlande haben ihre Botschaft in Kabul nach Angaben eines Sprechers des Au\u00dfenministeriums in die N\u00e4he des internationalen Flughafens der afghanischen Hauptstadt verlegt. Der Betrieb solle so lange wie m\u00f6glich aufrecht gehalten werden. Das Verteidigungsministerium teilt mit, f\u00fcr Evakuierungen sei ein Milit\u00e4rflugzeug nach Kabul geschickt worden.<\/p>\n<p>16.01 Uhr Deutsche Medien schreiben Hilfe-Ruf\u00a0 <\/p>\n<p>Zahlreiche deutsche Medien, darunter &#8222;Die Zeit&#8220;, &#8222;Der Spiegel&#8220;, &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; und die Nachrichtenagentur dpa haben einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin ver\u00f6ffentlicht. In ihrem Appell fordern sie die Bundesregierung dazu auf, die Mitarbeiter ihrer Medien vor Ort in Afghanistan zu retten. Die langj\u00e4hrige Berichterstattung aus dem Land sei nicht denkbar gewesen, ohne die vielen Mitarbeiter vor Ort. &#8222;Das Leben dieser freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist nun akut gef\u00e4hrdet.&#8220; Sie fordern deshalb ein &#8222;Visa-Notprogramm f\u00fcr afghanische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutscher Medienh\u00e4user&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>15.56 Uhr Norwegen und Estland beantragen UN-Sicherheitsrats-Sitzung <\/p>\n<p>Estland und Norwegen haben Diplomaten zufolge eine Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt. Das Gremium solle so bald wie m\u00f6glich zusammentreten.<\/p>\n<p>15.54 Uhr Afghanischer Pr\u00e4sident soll das Land verlassen haben <\/p>\n<p>Der afghanische Pr\u00e4sident Aschraf Ghani hat nach Angaben seines fr\u00fcheren Stellvertreters angesichts der erfolgreichen Taliban-Offensive das Land verlassen. &#8222;Der fr\u00fchere afghanische Pr\u00e4sident hat die Nation verlassen&#8220;, sagte der Vorsitzende des afghanischen Friedensrats, Abdullah Abdullah, in einem am Sonntag auf seiner Facebook-Seite ver\u00f6ffentlichten Video.\u00a0<\/p>\n<p>Der &#8222;Ex-Pr\u00e4sident&#8220; habe in dieser Situation das Land verlassen, und Gott m\u00f6ge ihn zur Rechenschaft ziehen, sagte Abdullah weiter. Auch das Volk werde \u00fcber ihn richten. Angaben dazu, wohin der Pr\u00e4sident das Land verlassen habe, machte Abdullah nicht. Lokale Medien berichteten, er sei nach Tadschikistan geflogen<\/p>\n<p>15.31 Uhr US-Au\u00dfenminister Blinken weist Kabul-Saigon-Vergleich zur\u00fcck <\/p>\n<p>F\u00fcr US-Au\u00dfenminister Antony Blinken ist die Evakuierung des Botschaftspersonals aus Afghanistans Hauptstadt Kabul die &#8222;Aufgabe Nummer eins&#8220;. &#8222;Daran arbeiten wir gerade&#8220;, sagte Blinken im US-Fernsehen am Sonntagmorgen (Ortszeit). Das gelte auch f\u00fcr afghanische Helfer, die US-Truppen w\u00e4hrend des Einsatzes unterst\u00fctzt haben.<\/p>\n<p>Blinken betonte: &#8222;Das ist nicht Saigon.&#8220; Damit spielte auf die Niederlage der USA im Vietnamkrieg 1975 an. Damals gingen Bilder einer chaotischen Rettung des Botschaftspersonals aus Hanoi um die Welt. Blinken \u00e4u\u00dferte sich nicht zum Stand der Evakuierung in Kabul.<\/p>\n<p>Blinken verteidigte den Truppenabzug. &#8222;Wir sind vor 20 Jahren nach Afghanistan gegangen, mit einer Mission&#8220;, sagte er. Es sei darum gegangen, sich mit den Leuten zu befassen, welche die USA am 11. September 2001 angegriffen h\u00e4tten. &#8222;Und wir haben diese Mission erfolgreich erf\u00fcllt&#8220;, sagte Blinken. Er r\u00e4umte allerdings ein, dass auch die USA von den Ereignissen in Afghanistan \u00fcberrascht worden seien. &#8222;Wir sehen, das die Streitkr\u00e4fte nicht in der Lage waren, das Land zu verteidigen &#8211; und zwar schneller, als wir es erwartet hatten&#8220;, so der Minister.<\/p>\n<p>Biden hatte am Samstag eine weitere Verst\u00e4rkung von 1000 Soldaten nach Kabul angeordnet. Sie sollen Berichten nach aus dem Nahen Osten kommen. Dort waren zuvor zus\u00e4tzliche Milit\u00e4rs stationiert worden, um als Verst\u00e4rkung bereitzustehen. Damit sind insgesamt rund 5000 US-Soldaten mit der Sicherung des Flughafens in Kabul sowie der Evakuierung des Botschaftspersonals und der afghanischen Hilfskr\u00e4fte befasst. Dazu z\u00e4hlen 3000 Milit\u00e4rs, deren Verlegung in der vergangenen Woche angek\u00fcndigt wurde, und rund 1000 Soldaten, die bereits vor Ort waren.<\/p>\n<p>14.52 Uhr Maas: Personal der deutschen Botschaft an Flughafen Kabul verlegt <\/p>\n<p>Deutschland hat seine Botschaft in Afghanistan wegen des Vorr\u00fcckens der Taliban auf Kabul geschlossen und das Personal zum milit\u00e4rischen Teil des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt verlegt. Das teilte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntag auf Twitter mit. &#8222;Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort inzwischen eingetroffen und stellen ihre Arbeitsf\u00e4higkeit her&#8220;, erkl\u00e4rte Maas.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Nachmittag habe er erneut den Krisenstab der Bundesregierung einberufen. Es gehe darum, &#8222;Sofortma\u00dfnahmen zur Sicherung und zur Ausreise deutscher Bediensteter und weiterer gef\u00e4hrdeter Personen aus Afghanistan auf den Weg zu bringen&#8220;.<\/p>\n<p>Zuvor hatte bereits das Nachrichtenmagazin &#8222;Der Spiegel&#8220; \u00fcber die Evakuierung der deutschen Botschaft berichtet. Nach ersten Meldungen \u00fcber das Eindringen von Taliban-Einheiten in die Stadt seien die etwa 20 Botschaftsangeh\u00f6rigen und die Bundespolizisten, die zum Schutz der diplomatischen Vertretung abgestellt sind, aus Sicherheitsgr\u00fcnden zum milit\u00e4risch gesicherten Flughafen gebracht worden.<\/p>\n<p>14.43 Uhr Afghanische Regierungsdelegation soll mit Taliban in Katar beraten <\/p>\n<p>Eine Delegation der afghanischen Regierung soll noch am Sonntag zu Verhandlungen mit den Taliban nach Katar fliegen. Dies teilt ein Mitglied des Verhandlungsteams der Regierung mit. Bei den Gespr\u00e4chen soll es um eine Macht\u00fcbergabe gehen, sagte eine mit Pl\u00e4nen vertraute Person. Auch US-Vertreter w\u00fcrden daran beteiligt sein.<\/p>\n<p>14.42 Uhr &#8222;Wir haben Angst davor, was passieren wird&#8220; <\/p>\n<p>Farzana Kocha, Mitglied des Parlaments in Kabul, schilderte der BBC Eindr\u00fccke aus der Stadt: &#8222;Manche rennen, manche verstecken sich in ihren H\u00e4usern&#8220;. Immer wieder k\u00f6nne man Sch\u00fcsse au\u00dferhalb Kabuls h\u00f6ren.\u00a0Sie h\u00e4tten Angst davor, was passieren wird. &#8222;Die Menschen denken, alles kann passieren, in einer Minute, oder in einer Stunde&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Bewohner Kabuls laufen auf den Flughafen zu: Viele Afghanen str\u00f6mten aus Angst vor Gewalt und Racheakten der Taliban zum Flughafen.  (Quelle: Reuters)<\/p>\n<p>14.27 Uhr Ausw\u00e4rtiges Amt: Deutsche Botschaft in Kabul ist geschlossen <\/p>\n<p>Deutschland hat wegen des Vorr\u00fcckens der Taliban auf Kabul seine Botschaft in der afghanischen Hauptstadt geschlossen. Das teilte das Ausw\u00e4rtige Amt am Sonntag mit. Die Sicherheitslage habe sich drastisch verschlechtert, hie\u00df es in einer Reisewarnung. Deutsche Staatsangeh\u00f6rige werden aufgefordert, Afghanistan zu verlassen.<\/p>\n<p>Nach Informationen des Nachrichtenmagazins &#8222;Der Spiegel&#8220; wurde die Botschaft bereits evakuiert. Nach ersten Meldungen \u00fcber das Eindringen von Taliban-Einheiten in die Stadt seien die etwa 20 Botschaftsangeh\u00f6rigen und die Bundespolizisten, die zum Schutz der diplomatischen Vertretung abgestellt sind, aus Sicherheitsgr\u00fcnden zum milit\u00e4risch gesicherten Flughafen gebracht worden.<\/p>\n<p>14.25 Uhr Caritas in Afghanistan: &#8222;gro\u00dfe Unruhe&#8220; in Kabul <\/p>\n<p>Von einer &#8222;gro\u00dfen Unruhe&#8220; in der afghanischen Hauptstadt Kabul berichtet Stefan Recker, der Leiter des Afghanistan-B\u00fcros der Hilfsorganisation Caritas, im Gespr\u00e4ch mit tagesschau24. Er schildert, dass es vor den Banken lange Schlangen gebe \u2013 in den Gesch\u00e4ften komme es zu Panikk\u00e4ufen.\u00a0<\/p>\n<p>14.12 Uhr Bericht: Deutsche Botschaft in Kabul evakuiert <\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat am Sonntag die deutsche Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul evakuiert. Das berichtet der &#8222;Spiegel&#8220;. Nach den ersten Meldungen \u00fcber die vorr\u00fcckenden Taliban seien aus Sicherheitsgr\u00fcnden etwa 20 Botschaftsangeh\u00f6rige und Bundespolizisten zum Flughafen gebracht worden. Dieser ist milit\u00e4risch abgesichert.\u00a0<\/p>\n<p>Das Tempo des Taliban-Vorsto\u00dfes auf Kabul hat die Bundesregierung offenbar \u00fcberrascht. Noch am Donnerstag hatte Maas angek\u00fcndigt, bis Ende August Chartermaschinen nach Kabul zu schicken, um Ortskr\u00e4fte aus dem Land zu holen. Das Vorr\u00fccken der Miliz bis an die Tore Kabuls zwang die Bundesregierung nun aber zu gr\u00f6\u00dferer Eile. Am Sonntag wurde &#8222;unter Hochdruck&#8220; an Evakuierungspl\u00e4nen gearbeitet, verlautete aus Regierungskreisen.<\/p>\n<p>13.58 Uhr US-Vertreter: Taliban r\u00fccken derzeit in Kabul nicht vor <\/p>\n<p>Ein gr\u00f6\u00dferes Vordringen der Taliban in die afghanische Hauptstadt Kabul ist nach den Worten eines US-Vertreters derzeit nicht zu erkennen. Er f\u00fcgte hinzu, dass eine \u00c4nderung der US-Milit\u00e4rstrategie unwahrscheinlich sei, solange die Islamisten die Evakuierung der amerikanischen Botschaft nicht st\u00f6rten. Zuvor hatte das afghanische Innenministerium mitgeteilt, dass die Taliban von allen Seiten in die Stadt vorstie\u00dfen. Die Taliban erkl\u00e4rten dagegen, sie h\u00e4tten ihre K\u00e4mpfer angewiesen, nicht nach Kabul hinein vorzudringen, sondern an den Toren der Stadt Stellung zu beziehen, bis eine friedliche und zufriedenstellende Macht\u00fcbergabe vereinbart sei.<\/p>\n<p>13.31 Uhr Afghanistans Pr\u00e4sident mahnt Einhaltung von Sicherheit in Kabul an\u00a0 <\/p>\n<p>Nach dem Vorsto\u00df der radikalislamischen Taliban bis an den Stadtrand von Kabul hat Afghanistans Pr\u00e4sident Aschraf\u00a0Ghani\u00a0die Regierungstruppen aufgefordert, in der Hauptstadt weiterhin f\u00fcr &#8222;die Sicherheit aller B\u00fcrger&#8220; zu sorgen. Die Verbreitung von &#8222;Chaos&#8220; oder Pl\u00fcnderungen w\u00fcrden nicht geduldet, erkl\u00e4rte\u00a0Ghani\u00a0in einer am Sonntag verbreiteten Videobotschaft.<\/p>\n<p>13.24 Uhr Bericht: Bundeswehr startet noch am Sonntag nach Afghanistan\u00a0 <\/p>\n<p>Wie die &#8222;Bild&#8220; berichtet, sollen noch am Sonntag ein Airbus A400 der Bundeswehr und ein Airbus A310 der Luftwaffe nach Afghanistan fliegen, um rund 100 deutsche Staatsb\u00fcrger vor den Taliban in Sicherheit zu bringen. Von Kabul aus sollen sie in die usbekische Hauptstadt Taschkent gebracht werden.\u00a0<\/p>\n<p>Bereits seit gestern seien die deutschen Flugzeuge sowie 200 Fallschirmj\u00e4ger einsatzbereit gewesen. &#8222;Wir h\u00e4tten gestern fliegen k\u00f6nnen&#8220;, so ein ranghoher Offizier zu &#8222;Bild&#8220;. Das Ausw\u00e4rtige Amt habe aber mehrere Entscheidungen verz\u00f6gert.\u00a0<\/p>\n<p>Eigentlich war eine Evakuierung erst f\u00fcr Montag geplant. In Kabul sollen noch rund 100 Deutsche sein, darunter 30 Botschaftsmitarbeiter und Bundespolizisten. Die Deutschen sowie afghanischen Ortskr\u00e4fte sollten von der Luftwaffe zun\u00e4chst nach Taschkent in Usbekistan ausgeflogen werden. Gesch\u00fctzt w\u00fcrden sie von rund 200 Fallschirmj\u00e4ger, die in das Land fl\u00f6gen. &#8222;Bild&#8220; zufolge ist die Regierung mit dem Bundestag im Gespr\u00e4ch, der den Einsatz wegen der akuten Gefahr auch erst im Nachhinein genehmigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>13.04 Uhr Tschechien bringt Botschaftsmitarbeiter in Sicherheit <\/p>\n<p>Wegen des Vormarschs der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan will Tschechien die Diplomaten und Ortskr\u00e4fte seiner Botschaft in Kabul in Sicherheit bringen. Sie sollen in den kommenden Tagen von der Armee des Nato-Staats nach Europa ausgeflogen werden, wie das Verteidigungsministerium in Prag am Sonntag bekanntgab. Zwei tschechische Diplomaten harren derzeit noch am internationalen Flughafen in Kabul aus.<\/p>\n<p>Geholfen werden soll auch Dolmetschern, die f\u00fcr die tschechischen Nato-Kr\u00e4fte in dem zentralasiatischen Land t\u00e4tig gewesen waren. Man werde sich um sie und ihre Familien k\u00fcmmern, betonte Verteidigungsminister Lubomir Metnar nach einer Krisensitzung des Kabinetts. Ihre Arbeit sei f\u00fcr die tschechische Armee wichtig und wertvoll gewesen.<\/p>\n<p>Die Opposition in Prag kritisierte, dass die Regierung viel zu sp\u00e4t auf die Gefahren f\u00fcr die Ortskr\u00e4fte reagiert habe. &#8222;Es ist eine moralische Pflicht, denen zu helfen, die uns geholfen haben&#8220;, forderte der Vorsitzende der liberalen B\u00fcrgerdemokraten (ODS), Petr Fiala. &#8222;Andernfalls droht ihnen der sichere Tod&#8220;, warnte Ivan Bartos, der Chef der tschechischen Piratenpartei.<\/p>\n<p>13.00 Uhr Ex-Innenminister soll \u00dcbergangsregierung leiten <\/p>\n<p>Der ehemalige afghanische Innenminister und Botschafter in Deutschland, Ali Ahmad Jalali, ist Diplomatenkreisen zufolge im Gespr\u00e4ch, eine \u00dcbergangsregierung zu f\u00fchren. Ob die Taliban Jalalis Ernennung zustimmen, sei noch nicht klar. Er gelte aber als Kompromisskandidat, der potenziell von allen Seiten akzeptiert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>12.30 Uhr Taliban sollen die Bagram Air Base au\u00dferhalb Kabuls eingenommen haben <\/p>\n<p>Laut Aussagen der Taliban hat die radikalislamische Miliz die Bagram Air Base und das dort befindliche Gef\u00e4ngnis eingenommen. Das berichtet die BBC.\u00a0<\/p>\n<p>Die Basis befindet sich au\u00dferhalb der Hauptstadt Kabul und war der Hauptmilit\u00e4rst\u00fctzpunkt der USA und der Koalitionstruppen, und zugleich das Hauptquartier des US-Milit\u00e4rs w\u00e4hrend des Afghanistaneinsatzes. Im letzten Monat hatte das US-Milit\u00e4r den St\u00fctzpunkt verlassen.\u00a0<\/p>\n<p>In dem Gef\u00e4ngnis auf dem Gel\u00e4nde sollen rund 5.000 Taliban inhaftiert gewesen sein, so die BBC. Die Taliban behaupteten nun, sie h\u00e4tten die H\u00e4ftlinge freigelassen.\u00a0<\/p>\n<p>12.10 Uhr Albanien will afghanische Fl\u00fcchtlinge aufnehmen <\/p>\n<p>Albanien will Afghanen vor\u00fcbergehend aufnehmen, die vor den vorr\u00fcckenden Taliban aus ihrem Land fliehen. Man komme damit einer Bitte der USA nach, erkl\u00e4rte Ministerpr\u00e4sident Edi Rama am Sonntag bei Facebook. Auch sehe man sich als Nato-Mitglied dazu verpflichtet. Es gehe darum, Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, die sp\u00e4ter in die USA gebracht werden sollen.<\/p>\n<p>Rama betonte, dass Hilfe f\u00fcr Schutzsuchende in seinem Land Tradition habe. Unter anderem habe man im 20. Jahrhundert von den Nazis verfolgte Juden aufgenommen. Albanien ist seit 2009 Mitglied der Nato.<\/p>\n<p>12.05 Uhr Taliban: Ausl\u00e4nder k\u00f6nnen Kabul verlassen <\/p>\n<p>Ausl\u00e4nder k\u00f6nnen den Taliban zufolge die afghanische Hauptstadt Kabul verlassen, wenn sie dies w\u00fcnschten. Andernfalls m\u00fcssten sie sich in den kommenden Tagen bei von den Taliban eingerichteten Stellen registrieren lassen, sagt ein Taliban-Vertreter. Kabul sei eingeschlossen, der Flughafen bleibe aber in Funktion. Die Versorgung von Krankenh\u00e4usern werde nicht unterbunden. Mitglieder der afghanischen Armee k\u00f6nnten nach Hause gehen. Die Taliban h\u00e4tten zum jetzigen Zeitpunkt Freuden-Sch\u00fcsse als Siegeszeichen untersagt.<\/p>\n<p>12.01 Uhr Afghanen versuchen aus Kabul zu fliehen <\/p>\n<p>In ihren Autos versuchen Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul zu fliehen. Dies f\u00fchre zu langen Staus, berichtet die BBC. Einige Menschen sollen deshalb sogar ihre Autos verlassen haben und sich zu Fu\u00df zum Flughafen aufgemacht haben.\u00a0<\/p>\n<p>11.19 Uhr Ex-NATO-General hat Zweifel an der Loyalit\u00e4t der afghanischen Armee\u00a0 <\/p>\n<p>Der ehemalige NATO-General Hans-Lothar Domr\u00f6se geht davon aus, dass Kabul schnell an die Taliban fallen wird. Das sagte er im Gespr\u00e4ch mit tagesschau24. Wie schnell die afghanische Hauptstadt in die H\u00e4nde der radikalislamischen K\u00e4mpfer\u00a0falle, h\u00e4nge an der Frage, wie lang die afghanische Regierung durchhalte. &#8222;Ich habe da kein gro\u00dfes Vertrauen mehr, denn man wei\u00df nicht, auf was sie sich st\u00fctzt. Welche Sicherheitskr\u00e4fte sind denn jetzt noch loyal dem Pr\u00e4sidenten gegen\u00fcber?&#8220;. In dieser Auffassung sieht sich Domr\u00f6se best\u00e4tigt, da die Provinzhauptst\u00e4dte rasch kapituliert h\u00e4tten \u2013 die Loyalit\u00e4t zur Regierung sei offenbar sehr begrenzt.\u00a0<\/p>\n<p>11.15 Uhr Johnson will UK-Parlament aus der Sommerpause rufen <\/p>\n<p>Angesichts der dramatischen Entwicklungen in Afghanistan will der britische Premierminister Boris Johnson laut Medienberichten das Parlament f\u00fcr eine Dringlichkeitssitzung aus der Sommerpause zur\u00fcckholen. Wie der Sender Sky News und die britische Nachrichtenagentur Press Association am Sonntag unter Berufung auf Vertreter der Downing Street berichteten, sollen die Abgeordneten \u00fcber das weitere britische Vorgehen in Afghanistan beraten.<\/p>\n<p>11.11 Uhr Russland will Botschaft in Afghanistan vorerst nicht evakuieren <\/p>\n<p>Trotz des Vormarschs der Taliban auf Kabul will Russland seine Botschaft in der afghanischen Hauptstadt vorerst nicht r\u00e4umen. Eine Evakuierung sei nicht geplant, sagte der Afghanistan-Beauftragte des russischen Au\u00dfenministeriums, Samir Kabulow, am Sonntag der Agentur Interfax. &#8222;Der Botschafter und unsere Mitarbeiter nehmen ihre Aufgaben in aller Ruhe wahr.&#8220;<\/p>\n<p>Westliche Staaten beschleunigen dagegen ihre Bem\u00fchungen, eigenes Personal und afghanische Ortskr\u00e4fte vor den militant-islamistischen Taliban in Sicherheit zu bringen. Auch die zentralasiatische Republik Kasachstan wies am Sonntag an, den Schutz eigener Diplomaten zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Nach Angaben des russischen Diplomaten hat es bis dahin keine K\u00e4mpfe um Kabul gegeben. &#8222;Nun, das ist das traurige Bild der Folgen der amerikanischen Pr\u00e4senz&#8220;, sagte Kabulow. Seit der Entscheidung \u00fcber den Abzug der internationalen Truppen, darunter auch der Bundeswehr, haben die Taliban in Afghanistan gro\u00dfe Teile des Landes erobert. Russland setzt sich f\u00fcr eine diplomatische L\u00f6sung des Konflikts ein.<\/p>\n<p>In Moskau forderte der prominente Au\u00dfenpolitiker Leonid Sluzki ein sofortiges Handeln des UN-Sicherheitsrates. &#8222;Es ist wichtig, eine neue humanit\u00e4re Katastrophe zu verhindern&#8220;, sagte der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses der Staatsduma. Die Sicherheit und Stabilit\u00e4t in der Region d\u00fcrften nicht noch weiter bedroht werden.<\/p>\n<p>11.06 Uhr Pakistan schlie\u00dft wichtigen Grenz\u00fcbergang zu Afghanistan <\/p>\n<p>Pakistan hat angesichts des Vormarsches der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan einen wichtigen Grenz\u00fcbergang zu seinem Nachbarland geschlossen. Innenminister Sheikh Rashid verk\u00fcndete die Schlie\u00dfung des Grenz\u00fcbergangs Torkham im Nordwesten Pakistans am Sonntag, ohne einen Termin f\u00fcr die Wiederer\u00f6ffnung zu nennen. Die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem die afghanische Seite der Grenze nach der Eroberung von Dschalalabad nun unter der Kontrolle der Taliban stehe. Tausende Menschen s\u00e4\u00dfen auf beiden Seiten der Grenze fest.<\/p>\n<p>Am Freitag hatte Pakistan nach Gespr\u00e4chen mit den Taliban den f\u00fcr den Handel wichtigen Grenz\u00fcbergang Chaman wieder er\u00f6ffnet. Seit Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen im Mai haben die Taliban gewaltige Gebietsgewinne in Afghanistan verzeichnen. Seit vergangenem Freitag haben sie in einem rasanten Vormarsch mehr als zwei Drittel der Provinzhauptst\u00e4dte des Landes eingenommen.<\/p>\n<p>11.00 Uhr Innenminister Afghanistans k\u00fcndigt &#8222;friedliche Macht\u00fcbergabe&#8220; an <\/p>\n<p>Die afghanische Regierung hat angesichts der bis an den Stadtrand der Hauptstadt Kabul vorger\u00fcckten Taliban eine &#8222;friedliche Macht\u00fcbergabe&#8220; angek\u00fcndigt. &#8222;Es wird keinen Angriff auf die Stadt geben&#8220;, sagte Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal am Sonntag in einer aufgezeichneten Ansprache. Demnach soll eine &#8222;\u00dcbergangsregierung&#8220; gebildet werden.<\/p>\n<p>Mirsakwal rief die Menschen dazu auf, keinen Fehlinformationen zu vertrauen. &#8222;Die Leute brauchen sich keine Sorgen zu machen, die Stadt ist sicher&#8220;, erkl\u00e4rte er. Jeder, der Unordnung in der Stadt verursache, werde in \u00dcbereinstimmung mit dem Gesetz behandelt.<\/p>\n<p>Kurz zuvor hatte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der BBC gesagt, er k\u00f6nne best\u00e4tigen, dass es Gespr\u00e4che mit dem Pr\u00e4sidentenpalast \u00fcber eine friedliche Macht\u00fcbernahme gebe. Der Leiter des Hohen Rates f\u00fcr Nationale Vers\u00f6hnung, Abdullah Abdullah, organisiere diese.<\/p>\n<p>Auch Verteidigungsminister Bismillah Chan Mohammadi erkl\u00e4rte in einer auf Facebook ver\u00f6ffentlichten Videoansprache, er als Vertreter der Streitkr\u00e4fte garantiere die Sicherheit Kabuls. Die Menschen sollten nicht in Panik verfallen. Pr\u00e4sident Aschraf Ghani habe sich mit heimischen Politikern getroffen und ihnen die Verantwortung \u00fcbertragen, eine Delegation aufzustellen, die am Montag nach Qatar am Persischen Golf reisen solle, um dort mit der Taliban-F\u00fchrung eine Einigung \u00fcber die Afghanistan-Frage zu erzielen. Die Sicherheit Kabuls werde gew\u00e4hrleistet, bis eine Einigung erzielt wird, sagte er.\u00a0<\/p>\n<p>10.43 Uhr Taliban: Sprechen mit Regierung \u00fcber friedliche \u00dcbergabe <\/p>\n<p>Die Taliban sind nach eigenen Angaben in Gespr\u00e4chen mit der afghanischen Regierung \u00fcber eine friedliche \u00dcbergabe der Hauptstadt Kabul. Man werde keine Rache \u00fcben, sagte ein Taliban-Sprecher. Allen, die der Regierung oder im Milit\u00e4r gedient h\u00e4tten, werde vergeben. Zivilisten m\u00fcssten das Land nicht aus Angst verlassen.<\/p>\n<p>10.36 Uhr Taliban: K\u00e4mpfer sollen nicht nach Kabul eindringen <\/p>\n<p>Die militant-islamistischen Taliban haben ihre K\u00e4mpfer angewiesen, nicht in die Hauptstadt Kabul vorzudringen. Sie sollten vielmehr an den Toren der Stadt Stellung beziehen, hei\u00dft es in einer am Sonntag ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung der Islamisten.<\/p>\n<p>Da die Hauptstadt Kabul eine gro\u00dfe und dicht besiedelte Stadt sei, beabsichtigten die Taliban nicht, die Stadt mit Gewalt oder Krieg zu betreten. Man wolle vielmehr mit der anderen Seite \u00fcber einen friedlichen Einmarsch in Kabul verhandeln.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung wurde w\u00e4hrend unbest\u00e4tigter Berichte in sozialen Medien ver\u00f6ffentlicht, dass Taliban-K\u00e4mpfer bereits in die Stadt vorgedrungen seien. In Kabul spielten sich chaotische Szenen ab. Es kam zu einer Schie\u00dferei vor einer Bank, wie ein Bewohner der Stadt sagte. Viele Menschen versuchten, ihr Erspartes abzuheben, Lebensmittel zu kaufen und zu ihren Familien heimzukehren. Ein Soldat aus Kabul sagte, seine gesamte Einheit habe die Uniformen abgelegt.<\/p>\n<p>10.35 Uhr Taliban stehen am Stadtrand von Kabul <\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban sind bis an den Stadtrand der afghanischen Hauptstadt Kabul vorger\u00fcckt und teilweise auch auf Stadtgebiet vorgedrungen. Ein Sprecher der Islamisten erkl\u00e4rte am Sonntag auf Twitter, ihre K\u00e4mpfer h\u00e4tten Anweisung, an den Stadttoren Halt zu machen und nicht in die Stadt vorzudringen. Bewohner von Au\u00dfenbezirken Kabuls sagten der Nachrichtenagentur AFP jedoch, Taliban-K\u00e4mpfer seien bereits im Stadtgebiet.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt bewaffnete Taliban-K\u00e4mpfer in unserer Nachbarschaft, aber es wird nicht gek\u00e4mpft&#8220;, sagte ein Bewohner eines \u00f6stlichen Vororts der Hauptstadt. Die Islamisten hatten in den vergangenen Tagen eine afghanische Stadt nach der anderen oft kampflos eingenommen. Die Hauptstadt Afghanistans war am Wochenende die letzte noch verbliebene Bastion der Regierungstruppen.<\/p>\n<p>USA starten Evakuierung der Botschaft in Kabul <\/p>\n<p>Die USA haben mit der Evakuierung ihrer Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul begonnen. Die Evakuierung sei zun\u00e4chst mit einer kleinen Gruppe gestartet worden, aber auch der Gro\u00dfteil des Personals sei zum Abzug bereit, teilten zwei US-Vertreter mit.<\/p>\n<p>Biden verteidigt Afghanistan-Abzug <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe\u00a0Biden\u00a0hat trotz des rasanten Vormarsches der islamistischen und militanten Taliban in Afghanistan erneut den Abzug der US-Truppen aus dem Krisenstaat verteidigt.<\/p>\n<p>Joe Biden: Laut dem US-Pr\u00e4sidenten h\u00e4tte ein l\u00e4ngerer US-Milit\u00e4reinsatz in Afghanistan keinen Unterschied gemacht. (Quelle: Evan Vucci\/dpa)<\/p>\n<p>&#8222;Ein weiteres Jahr oder f\u00fcnf weitere Jahre US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz h\u00e4tten keinen Unterschied gemacht, wenn das afghanische Milit\u00e4r sein eigenes Land nicht halten kann oder will&#8220;, hie\u00df es am Samstag in einer Mitteilung des Pr\u00e4sidenten. Eine endlose amerikanische Pr\u00e4senz inmitten eines B\u00fcrgerkriegs in einem anderen Land sei f\u00fcr ihn nicht akzeptabel gewesen.<\/p>\n<p>&#8222;Ich war der vierte Pr\u00e4sident, der eine amerikanische Truppenpr\u00e4senz in Afghanistan geleitet hat\u00a0\u2013\u00a0zwei Republikaner, zwei Demokraten&#8220;, so\u00a0Biden. Er werde &#8222;diesen Krieg nicht an einen f\u00fcnften Pr\u00e4sidenten weitergeben&#8220;.<\/p>\n<p>Taliban haben Dschalalabad eingenommen <\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban haben auch die ostafghanische Stadt Dschalalabad eingenommen. Die Hauptstadt der Provinz Nangarhar sei kampflos an die Taliban gegangen, sagten Bewohner von Dschalalabad am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP und best\u00e4tigten damit entsprechende Behauptungen der Taliban in Online-Netzwerken. Damit ist die Hauptstadt Kabul die letzte gro\u00dfe Stadt des Landes, die nicht von der radikalislamischen Miliz kontrolliert wird. Lesen Sie hier mehr dar\u00fcber.\u00a0<\/p>\n<p>Bericht: Deutscher\u00a0Evakuierungsflug startet am Montag <\/p>\n<p>Zur Evakuierung des deutschen Botschaftspersonals in Kabul werden laut einem Zeitungsbericht am Montag Milit\u00e4rtransporter der deutschen Luftwaffe vom Typ A400M in die afghanische Hauptstadt fliegen. Diese Maschinen, die h\u00f6chsten Schutz b\u00f6ten, sollten die Deutschen sicher au\u00dfer Landes bringen, berichtet die &#8222;Bild am Sonntag&#8220;. Voraussichtlich werde in der usbekischen Hauptstadt Taschkent eine Drehscheibe f\u00fcr Zwischenlandungen der A400M-Maschinen eingerichtet. Lesen Sie hier mehr.<\/p>\n<p>Biden schickt mehr Soldaten nach Kabul <\/p>\n<p>Angesichts des raschen Vorr\u00fcckens der radikalislamischen Taliban-Miliz auf Kabul hat US-Pr\u00e4sident Joe Biden die Zahl der US-Soldaten erh\u00f6ht, die bei der Evakuierung der Botschaft in der afghanischen Hauptstadt helfen sollen. Statt der vorhergesehenen 3.000 Soldaten sollten nun &#8222;etwa 5.000 Soldaten&#8220; eingesetzt werden, um die Ausreise des Botschaftspersonals und unz\u00e4hliger ziviler Ortskr\u00e4fte zu sichern, erkl\u00e4rte Biden am Samstag nach R\u00fccksprache mit seinen nationalen Sicherheitsberatern. Nach Berichten des US-Fernsehsender CBS soll eine Evakuierung unmittelbar bevorstehen.\u00a0<\/p>\n<p>Biden warnte die Taliban davor, die Mission zu behindern. Angriffe auf US-Interessen w\u00fcrden rasch und energisch beantwortet.<\/p>\n<p>Berlin m\u00f6chte Fl\u00fcchtlinge aufnehmen <\/p>\n<p>Das Land Berlin ist zur Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen aus Afghanistan bereit. Gemeinsam mit anderen Bundesl\u00e4ndern w\u00fcrde Berlin ein Kontingent von Fl\u00fcchtlingen aufnehmen, &#8222;die sich in Afghanistan f\u00fcr den Aufbau der Demokratie eingesetzt haben&#8220;, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) dem &#8222;Tagesspiegel&#8220; (Sonntags-Ausgabe). &#8222;Wir brauchen daf\u00fcr dringend Entscheidungen auf Bundesebene.&#8220;<\/p>\n<p>Die Berliner Senatorin f\u00fcr Integration, Elke Breitenbach (Linke), forderte ebenfalls eine &#8222;humanit\u00e4re Hilfsaktion, an der sich Berlin selbstverst\u00e4ndlich beteiligen wird&#8220;. Auch die Gr\u00fcnen-Spitzenkandidatin in Berlin, Bettina Jarasch, sieht Deutschland und Berlin in der Verantwortung: &#8222;Berlin muss dem Bund ein Angebot machen, im Rahmen des deutschen Handelns ein Kontingent Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Taliban erobern Masar-i-Scharif <\/p>\n<p>Die islamistischen Taliban in Afghanistan haben auf ihrem rasanten Eroberungszug nun auch die Gro\u00dfstadt Masar-i-Scharif im Norden eingenommen. Dort war bis vor wenigen Wochen ein gro\u00dfes Feldlager der Bundeswehr, seit Ende Juni sind die deutschen Soldaten aus dem Krisenstaat abgezogen. Dass Masar-i-Scharif am Samstag gefallen ist, best\u00e4tigten eine Sicherheitsquelle und ein Provinzrat der Deutschen Presse-Agentur. Damit h\u00e4lt die Regierung lediglich noch zwei Gro\u00dfst\u00e4dte \u2013 Dschalalabad im Osten und die Hauptstadt Kabul.<\/p>\n<p>Die Islamisten hatten seit rund einer Woche Masar-i-Scharif intensiv angegriffen. Immer wieder versuchten sie von mehreren Seiten, in die auch wirtschaftlich starke Metropole mit gesch\u00e4tzt 500.000 Einwohnern einzudringen. Milizen des Ex-Gouverneurs Mohammad Atta Nur und des Ex-Kriegsf\u00fcrsten Abdul Raschid Dostum hatten zuletzt n\u00f6rdlich der Stadt eine zus\u00e4tzliche Verteidigungslinie zur Unterst\u00fctzung der Sicherheitskr\u00e4fte aufgebaut.<\/p>\n<p>In Masar-i-Scharif hatte die deutsche Bundeswehr bis vor kurzem ein gro\u00dfes Feldlager im Camp Marmal in der N\u00e4he des Flughafens. Dort waren bis zum Sommer noch rund 1.000 deutsche Soldaten stationiert. Ende Juni waren nach der US- und Nato-Abzugsentscheidung in vier Milit\u00e4rmaschinen die letzten verbliebenen Soldaten nachts ausgeflogen worden. Die Bundeswehr hatte zuletzt afghanische Sicherheitskr\u00e4fte im Zuge der Nato-Mission &#8222;Resolute Support&#8220; ausgebildet. Es k\u00f6nnten weitere Ortskr\u00e4fte der Bundeswehr in der Stadt sein. An ihnen werden Racheaktionen der Taliban bef\u00fcrchtet.\u00a0<\/p>\n<p>Tschechien nimmt Ortskr\u00e4fte auf <\/p>\n<p>Tschechien k\u00fcndigt die Aufnahme afghanischer Ortskr\u00e4fte seiner Botschaft in Kabul und seines Milit\u00e4rs an. &#8222;Diese Menschen haben der Tschechischen Republik gedient und wir tragen die volle Verantwortung f\u00fcr sie&#8220;, erkl\u00e4rt Au\u00dfenminister Jakub Kulhanek. Das gelte auch f\u00fcr deren Ehefrauen und Kinder. Die Evakuierungsfl\u00fcge seien in den kommenden Tagen geplant.<\/p>\n<p>Berichte: Taliban f\u00fchren mutma\u00dfliche Verbrecher am Strick durch die Stadt <\/p>\n<p>In Afghanistan sorgen Videos und Bilder von zwei mutma\u00dflichen Straft\u00e4tern f\u00fcr Aufregung, die Berichten zufolge von militant-islamistischen Talibank\u00e4mpfern an einem Strick durch die Stadt gef\u00fchrt wurden. In den in sozialen Netzwerken kursierenden Videos ist zu sehen, wie die M\u00e4nner, deren Gesichter mit schwarzer Farbe bemalt sind, erst auf ein Podest gestellt und dann an einem Strick \u00fcber eine Stra\u00dfe gef\u00fchrt werden. Eine unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung f\u00fcr die Echtheit der Aufnahmen gab es zun\u00e4chst nicht; zuerst hatte &#8222;Bild&#8220; berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>Taliban in Herat: Sie sollen zwei M\u00e4nner an einem Strick durch die Stadt gef\u00fchrt haben. (Quelle: Stringer\/Reuters)<\/p>\n<p>In einem Video, das von einem Wohnhaus aus die Szene filmt, kommentiert ein Mann, dass die Taliban einen Dieb festgenommen h\u00e4tten und sie nun in Richtung Mastufijat-Platz gehen w\u00fcrden. Bewohner der Stadt Herat im Westen des Landes best\u00e4tigten, dass die Aufnahmen in Herat gemacht wurden. Die Taliban hatten die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes am Donnerstag erobert. Ein bekannter afghanischer Journalist hatte die Bilder von dem Vorfall geteilt und kommentiert, dieser habe sich am Freitag nach dem Freitagsgebet zugetragen.<\/p>\n<p>Zuletzt gab es vereinzelt Berichte, dass die Taliban in den von ihnen eroberten Gebieten wie w\u00e4hrend ihrer fr\u00fcheren Herrschaft von 1996 bis 2001 wieder unmenschliche und drakonische Strafen verh\u00e4ngen. Die &#8222;New York Times&#8220; berichtete Ende Juli, dass Taliban in einer Stadt n\u00f6rdlich von Laschkargah zwei M\u00e4nner f\u00fcr alle sichtbar am Eingangstor zur Stadt geh\u00e4ngt h\u00e4tten. Die M\u00e4nner seien beschuldigt worden, Kinder entf\u00fchrt zu haben.<\/p>\n<p>Bundeswehr bereitet gro\u00dfen Evakuierungseinsatz in Kabul vor <\/p>\n<p>Die Bundeswehr bereitet angesichts des rasanten Vormarsches der radikal-islamischen Taliban einen Evakuierungseinsatz in Afghanistan vor. &#8222;Die Sicherheitslage in Afghanistan spitzt sich weiter zu. Wir werden das Ausw\u00e4rtige Amt bei der R\u00fcckf\u00fchrung deutscher Staatsb\u00fcrger und weiterer zu Sch\u00fctzender aus Afghanistan nach Deutschland unterst\u00fctzen&#8220;, teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit.\u00a0<\/p>\n<p>Reisende am Flughafen Kabul: Unklar ist noch, wie viele afghanische Mitarbeiter die Bundeswehr ausfliegen muss. (Quelle: Rahmat Gul\/dpa)<\/p>\n<p>In Afghanistan sind noch mehr als 100 Deutsche, darunter die Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft in Kabul sowie Experten anderer Ministerien und Organisationen. Auch Ortskr\u00e4fte sollen ausgeflogen werden. Deren genaue Zahl ist aber noch unklar. So haben allein Organisationen aus dem Gesch\u00e4ftsbereich des Bundesentwicklungsministeriums derzeit noch mehr als 1.000 einheimische Mitarbeiter in Afghanistan.<\/p>\n<p>CDU-Chef Armin Laschet sprach sich daf\u00fcr aus, dass die Bundeswehr afghanische Ortskr\u00e4fte schnell aus dem Land holt.\u00a0Notwendig sei rasch ein neues Mandat des Bundestages. &#8222;Diesen Leuten muss geholfen werden, sie m\u00fcssen jetzt rausgeholt werden&#8220;, sagte Laschet am Samstag beim Landestag der Jungen Union Hessen in Gie\u00dfen.\u00a0Ein Evakuierungseinsatz muss vom Bundestag genehmigt werden, weil es nach dem Ende des Nato-Einatzes &#8222;Resolute Support&#8220; keine rechtliche Grundlage mehr daf\u00fcr gibt.<\/p>\n<p>Taliban haben Kabul umstellt <\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban haben die afghanische Hauptstadt Kabul weitgehend umstellt. Am Samstag lagerten Taliban-K\u00e4mpfer rund 50 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Nach dem Fall der zweit- und der drittgr\u00f6\u00dften Stadt des Landes ist Kabul de facto die letzte Bastion der Regierungstruppen, die anderswo kaum oder gar keinen Widerstand leisteten.<\/p>\n<p>Taliban-K\u00e4mpfer patrouillieren in der Stadt Ghazni s\u00fcdwestlich von Kabul: Die Hauptstadt ist die letzte Bastion der Regierungstruppen.  (Quelle: Gulabuddin Amiri\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Deutschland und andere L\u00e4nder wie Gro\u00dfbritannien und Spanien k\u00fcndigten am Freitag die Ausreise von Botschaftspersonal an. Die USA sagten das Ausfliegen tausender Menschen t\u00e4glich zu und veranlassten die Zerst\u00f6rung sensiblen Materials in ihrer Botschaft in Kabul. Aus Washington hie\u00df es dennoch, Kabul befinde &#8222;sich im Moment nicht in einer unmittelbaren Bedrohungslage&#8220;. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums r\u00e4umte jedoch ein, dass &#8222;die Taliban-K\u00e4mpfer versuchen, die Stadt zu isolieren&#8220;.<\/p>\n<p>In Online-Netzwerken waren zahlreiche Fotos und Videos zu sehen, in denen K\u00e4mpfer der Islamisten mit erbeutetem Kriegsmaterial posierten. Den Aufst\u00e4ndischen fielen demnach zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge, schwere Waffen und andere hochwertige Ausr\u00fcstung in die H\u00e4nde.<\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r: &#8222;Entsetzliche Berichte&#8220; \u00fcber Behandlung von M\u00e4dchen und Frauen <\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres hat sich schockiert \u00fcber die Situation in Afghanistan gezeigt. Er sprach von schweren Menschenrechtsverletzungen, vor allem gegen Frauen.<\/p>\n<p>UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres: &#8222;Angriffe auf Zivilisten sind eine schwere Verletzung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts&#8220;. (Quelle: Xie E\/dpa)<\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban begehen in den von ihnen kontrollierten Regionen in Afghanistan nach UN-Informationen schwere Menschenrechtsverletzungen. Betroffen seien &#8222;ersten Anhaltspunkten zufolge&#8220; vor allem Frauen und Journalisten, sagte UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres am Freitag vor Journalisten.<\/p>\n<p>&#8222;Besonders entsetzlich und herzzerrei\u00dfend&#8220; sei es, &#8222;Berichte zu sehen, wonach den afghanischen M\u00e4dchen und Frauen ihre hart erk\u00e4mpften Rechte entrissen werden&#8220;, sagte Guterres. &#8222;Angriffe auf Zivilisten sind eine schwere Verletzung des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts und sind gleichbedeutend mit Kriegsverbrechen&#8220;, betonte er weiter.\u00a0<\/p>\n<p>US-Regierung wirft Afghanistan &#8222;fehlenden Widerstand&#8220; gegen Taliban vor <\/p>\n<p>Die US-Regierung hat der afghanischen F\u00fchrung und den Sicherheitskr\u00e4ften angesichts des Vormarsches der Taliban mangelnde Kampfbereitschaft vorgeworfen. Es sei &#8222;beunruhigend&#8220; zu sehen, dass die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrung nicht den &#8222;Willen&#8220; gehabt habe, sich dem Vormarsch der militanten Islamisten zu widersetzen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, dem Sender CNN. Die USA h\u00e4tten den &#8222;fehlenden Widerstand&#8220; durch die afghanischen Streitkr\u00e4fte nicht vorhersehen k\u00f6nnen, sagte Kirby am Freitag (Ortszeit) im Interview mit dem Sender.<\/p>\n<p>Die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte seien den Taliban in Bezug auf Ausr\u00fcstung, Training und Truppenst\u00e4rke \u00fcberlegen und verf\u00fcgten \u00fcber eine eigene Luftwaffe, sagte Kirby. Mit Blick auf die finanzielle Unterst\u00fctzung der US-Regierung f\u00fcr die Sicherheitskr\u00e4fte f\u00fcgte er hinzu: &#8222;Geld kann keinen Willen kaufen.&#8220; Daf\u00fcr sei die politische und milit\u00e4rische F\u00fchrung der Afghanen zust\u00e4ndig. Die Kampfbereitschaft sei n\u00f6tig, um zu verhindern, dass die Taliban das ganze Land unter ihre Kontrolle bringen, warnte Kirby.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hatte am Donnerstag angek\u00fcndigt, rund 3.000 Soldaten als Verst\u00e4rkung zum Flughafen Kabul zu verlegen, um die Reduzierung des Personals der US-Botschaft zu unterst\u00fctzen. Rund 5.000 weitere Soldaten werden zudem im Nahen Osten stationiert, um als m\u00f6gliche Verst\u00e4rkung bereitzustehen.<\/p>\n<p>Nato-General zweifelt an Konzept f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze <\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Nato-General Hans-Lothar Domr\u00f6se pl\u00e4diert nach dem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes f\u00fcr ein \u00dcberdenken des Vorgehens bei Milit\u00e4rengagements au\u00dferhalb Europas. &#8222;Unser gesamtes Konzept &#8222;train assist advise&#8220; (ausbilden, unterst\u00fctzen, beraten) werden wir \u00fcberpr\u00fcfen m\u00fcssen und wir m\u00fcssen fairerweise die Frage stellen: Funktioniert das au\u00dferhalb Europas? Scheinbar nicht&#8220;, sagte der Heeresgeneral am Samstag dem NDR. Man m\u00fcsse bei Auslandseins\u00e4tzen vorher politische Ziele klar setzen, langen Durchhaltewillen zeigen\u00a0\u2013\u00a0oder eben nicht hingehen.<\/p>\n<p>Der Westen habe in Afghanistan &#8222;350.000 Sicherheitskr\u00e4fte ausgebildet, recht gut ausger\u00fcstet. Da fliegen mehr Hubschrauber bei denen als bei der Bundeswehr. Also: Sie haben sie nicht eingesetzt, und warum nicht?&#8220; Es mangele an Kampfmoral und Loyalit\u00e4t, sagte Domr\u00f6se. Den Soldaten &#8222;fehlt das Wof\u00fcr&#8220;. Das stelle die Frage, ob es \u00fcberhaupt einen afghanischen Gesamtstaat gebe oder dort nur Kriegsherren und Stammesf\u00fcrsten ihr eigenes Spiel spielten.<\/p>\n<p>Am wichtigsten sei in Afghanistan jetzt, dass die blutigen Auseinandersetzungen sofort eingestellt werden. Bei der Frage, wer dazu beitragen k\u00f6nne, m\u00fcsse man auch auf L\u00e4nder wie China, Pakistan oder den Iran blicken. &#8222;Ich sehe, dass die Taliban auch Rat suchen in China&#8220;, sagte Domr\u00f6se. &#8222;China kann vielleicht die Taliban irgendwie z\u00fcgeln, m\u00e4\u00dfigen und zu einer Vernunftregierung f\u00fchren.&#8220; Die Europ\u00e4er sollten versuchen, sich \u00fcber die USA einzubringen. &#8222;Deutschland alleine, f\u00fcrchte ich, kann da nichts machen.&#8220;<\/p>\n<p>\n<!--noindex--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_90626142\/afghanistan-taliban-toeten-angehoerigen-eines-deutsche-welle-journalisten.html\" rel=\"nofollow\">Source link <\/a><br \/>\n<!--\/noindex--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Taliban f\u00fchren offenbar &#8222;Priorit\u00e4tslisten&#8220; und suchen nach Menschen, die sie festnehmen wollen. 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