{"id":2269,"date":"2021-08-26T01:49:59","date_gmt":"2021-08-26T01:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/selectednews.info\/de\/hohe-bedrohung-durch-einen-terroranschlag\/"},"modified":"2021-08-26T01:50:14","modified_gmt":"2021-08-26T01:50:14","slug":"hohe-bedrohung-durch-einen-terroranschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/selectednews.info\/de\/hohe-bedrohung-durch-einen-terroranschlag\/","title":{"rendered":"&#8222;Hohe Bedrohung durch einen Terroranschlag&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>In Kabul herrscht Sorge vor einem m\u00f6glichen Anschlag. Die USA, Gro\u00dfbritannien und Australien warnen nun vor einer akuten Gefahr. Menschen am Flughafen sollen das Gebiet verlassen. Alle Informationen im Newsblog.<\/p>\n<p>Die Taliban beherrschen Afghanistan wieder, nur der Flughafen in der Hauptstadt Kabul ist noch unter US-Kontrolle. Die Bundesregierung versucht, deutsche Staatsb\u00fcrger und\u00a0afghanische Helfer\u00a0zu evakuieren, hat dabei aber gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeiten. Die Taliban versprechen Milde, gehen in Wahrheit aber brutal gegen Frauen, Journalisten und Oppositionelle vor.\u00a0<\/p>\n<p>US-Botschaft: Sicherheitswarnung f\u00fcr Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Die US-Botschaft in Kabul hat US-B\u00fcrgern laut einer Sicherheitswarnung geraten, sich derzeit nicht zum internationalen Flughafen Hamid Karzai zu begeben.<\/p>\n<p>B\u00fcrger, die sich bereits am Abbey Gate, East Gate und North Gate des Flughafens aufhielten, sollen den Flughafen sofort verlassen, hei\u00dft es in dem Sicherheitshinweis.<\/p>\n<p>Auch Gro\u00dfbritannien forderte seine bis jetzt in Afghanistan verbliebenen Staatsb\u00fcrger wegen der Gefahr von Anschl\u00e4gen auf, sich vom Kabuler Flughafen fernzuhalten. &#8222;Wenn Sie sich beim Flughafen aufhalten, entfernen Sie sich zu einem sicheren Ort und warten Sie auf weitere Hinweise&#8220;, hie\u00df es auf der Webseite des britischen Au\u00dfenministeriums am Mittwoch. Es gebe eine &#8222;anhaltende und hohe Gefahr terroristischer Angriffe&#8220;.<\/p>\n<p>Die australische Regierung in Canberra forderte australische Staatsb\u00fcrger und Visa-Inhaber am Flughafen in Kabul auf, das Gebiet sofort zu verlassen. &#8222;Es besteht eine anhaltende und sehr hohe Bedrohung durch einen Terroranschlag&#8220;, sagt Au\u00dfenministerin Marise Payne.<\/p>\n<p>UN-Bericht: Sicherheitslage in Afghanistan weitgehend ruhig <\/p>\n<p>Die Sicherheitslage in Afghanistan ist seit der Macht\u00fcbernahme der Taliban weitgehend ruhig. Das geht aus einem w\u00f6chentlichen Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanit\u00e4rer Hilfe (OCHA) hervor, der am Mittwochabend ver\u00f6ffentlicht wurde. In den allermeisten Regionen des Landes sei die Sicherheitssituation im Berichtszeitraum &#8211; der Woche nach der Taliban-Macht\u00fcbernahme \u2013 vergleichsweise ruhig.<\/p>\n<p>In dem Bericht hie\u00df es, im S\u00fcden seien Zivilistinnen und Zivilisten weiter von Explosionen durch am Stra\u00dfenrand versteckte Bomben betroffen gewesen oder von Kugeln durch Freudensch\u00fcsse in den Provinzhauptst\u00e4dten. Die gro\u00dfen Krankenh\u00e4user in der s\u00fcdlichen Region h\u00e4tten zudem eine gro\u00dfe Zahl an Patienten aufgenommen, die bereits fr\u00fcher verletzt worden waren, wegen andauernder Gefechte und Stra\u00dfensperren aber keine M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tten, in Krankenh\u00e4user zu kommen.<\/p>\n<p>Im Nordosten habe es Berichte \u00fcber Gefechte in den Bezirken Pul-i Hisar, Dih Salah und Bano der Provinz Baghlan gegeben. Einem Bericht der &#8222;New York Times&#8220; zufolge hatten Hausdurchsuchungen durch die Taliban diese Gefechte mit lokalen Milizen ausgel\u00f6st. Aus den Provinzen Kabul und Pandschir seien mehrere Sicherheitsvorf\u00e4lle und Gewalttaten gemeldet worden. Allerdings gibt es in dem Bericht keine Details hierzu.<\/p>\n<p>In der Stadt Dschalalabad im Osten seien Berichten zufolge zwei Zivilisten get\u00f6tet und sechs weitere im Zuge eines Protests am Nationalfeiertag verletzt worden, hie\u00df es weiter. Lokale Journalisten berichteten, Taliban-K\u00e4mpfer h\u00e4tten das Feuer er\u00f6ffnet. Vergangenen Samstag habe es bewaffnete Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen K\u00e4mpfern der Taliban und der Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) im Bezirk Alingar der Provinz Laghman im Osten gegeben.<\/p>\n<p>Afghanisches Baby nach Flugzeug benannt <\/p>\n<p>Das an Bord eines US-Transportflugzeugs zur Welt gekommene afghanische Baby ist nach Milit\u00e4rangaben von den Eltern nach dem Flugzeug benannt worden. Das M\u00e4dchen, das auf dem deutschen US-St\u00fctzpunkt Ramstein geboren wurde, hei\u00dfe nun nach dem Rufzeichen der Maschine &#8222;Reach&#8220;, erkl\u00e4rte der Kommandeur der US-Streitkr\u00e4fte in Europa, General Tod Wolters, am Mittwoch. Die Transportflugzeuge vom Typ Boeing C-17 der US-Luftwaffe nutzen oft das Rufzeichen &#8222;Reach&#8220;, gefolgt von einer Zahlenkombination.<\/p>\n<p>&#8222;Wie sie sich gut vorstellen k\u00f6nnen, als Pilot der Luftwaffe ist es mein Traum, dass junge Kind namens Reach als US-Staatsb\u00fcrgerin aufwachsen zu sehen und dass sie (sp\u00e4ter) Kampflugzeuge der US-Luftwaffe f\u00fcr die Luftwaffe fliegen wird&#8220;, sagte Wolters, der \u00fcber Video ins US-Verteidigungsministerium zugeschaltet war. Das Milit\u00e4r habe mit den Eltern gesprochen, sagte Wolters. Zudem seien zwei weitere S\u00e4uglinge von Evakuierten im nahen Milit\u00e4rkrankenhaus in Landstuhl zur Welt gekommen, sagte er. Den Babys gehe es gut.<\/p>\n<p>US-Regierung: Keine &#8222;Frist&#8220; f\u00fcr Hilfe bei Ausreise aus Afghanistan <\/p>\n<p> Weiterlesen<\/p>\n<p>Die US-Regierung will auch nach dem 31. August US-Amerikaner und Afghanen bei der Ausreise aus Afghanistan unterst\u00fctzen. &#8222;Wir und die internationale Gemeinschaft erwarten, dass die Menschen, die Afghanistan nach dem Abzug des US-Milit\u00e4rs verlassen wollen, dies auch tun k\u00f6nnen. Daran arbeiten wir&#8220;, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Jen Psaki, am Mittwochnachmittag (Ortszeit). Man pr\u00fcfe eine Reihe von M\u00f6glichkeiten, wie man etwa weiter konsularische Unterst\u00fctzung leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenminister Antony Blinken sprach davon, dass es keine &#8222;Frist&#8220; f\u00fcr die Bem\u00fchungen gebe, ausreisewilligen US-Amerikanern oder Afghanen zu helfen. Die militant-islamistischen Taliban h\u00e4tten sich verpflicht, Menschen \u00fcber den 31. August hinaus sicheres Geleit zu erm\u00f6glichen. &#8222;Und wir haben sicherlich Anreize und Druckmittel gegen\u00fcber einer zuk\u00fcnftigen afghanischen Regierung, um sicherzustellen, dass dies geschieht&#8220;, sagte Blinken weiter ohne ins Detail zu gehen.<\/p>\n<p>Bruder von ber\u00fchmtem Taliban-Gegner berichtet von wachsendem Widerstand <\/p>\n<p>In Afghanistan weitet sich die Widerstandsbewegung gegen die radikalislamischen Taliban nach den Worten des Bruders des legend\u00e4ren afghanischen Kriegsherrn und Taliban-Gegners Ahmed Schah Massud aus. Der Widerstand habe sich \u00fcber das Land verbreitet, sagte Ahmed Wali Massud am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.<\/p>\n<p>Die Einstellungen der Afghanen h\u00e4tten sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt, sagte Massud. &#8222;Die Frauen Afghanistans sind der Widerstand, denn ihre Werte unterscheiden sich sehr von denen der Taliban.&#8220; Auch die j\u00fcngeren Generationen, die einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ausmachten, seien Teil der Widerstandsbewegung. &#8222;Egal was passiert, der Widerstand wird weitergehen. Es ist ein Freiheitskampf f\u00fcr universelle Rechte und \u00dcberzeugungen. Das wird niemals sterben&#8220;, sagte Ahmed Wali Massud.<\/p>\n<p>Der Sohn des fr\u00fcheren Kriegsherrn Massud, Ahmed Massud, hatte in der vergangenen Woche zum Widerstand gegen die Taliban aufgerufen. Nach seinen Angaben haben sich ihm im Pandschir-Tal tausende K\u00e4mpfer angeschlossen. Das Pandschir-Tal war in den 90er Jahren eine Hochburg des Widerstands gegen die Taliban und fiel nie unter die Kontrolle der Islamisten.<\/p>\n<p>US-Soldaten sollen Journalisten Zugang nach Kabul verwehrt haben <\/p>\n<p>Journalisten am Kabuler Flughafen soll nach eigenen Angaben am Mittwoch durch US-Soldaten der Zugang in die Stadt verwehrt worden sein. Der stellvertretende Chefredakteur der Boulevardzeitung &#8222;Bild&#8220;, Paul Ronzheimer, selbst vor Ort, berichtete auf Twitter: &#8222;Unter Androhung von Milit\u00e4rpolizei zwingt US-Milit\u00e4r uns und zehn weitere internationale Journalisten, Flieger nach Doha zu nehmen. Obwohl wir einen gesicherten Weg raus aus dem Airport hatten Richtung Stadt. Krasser Angriff auf die Pressefreiheit.&#8220; Im weiteren Verlauf berichtete Ronzheimer, man werde zum Flieger nach Doha eskortiert.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich berichtete auf Twitter am Mittwoch eine freischaffende Journalistin, die unter anderem regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den &#8222;Guardian&#8220; arbeitete: Sie sei Teil einer Gruppe von Journalisten, die von US-Kr\u00e4ften gezwungen w\u00fcrden, in ein Flugzeug zu steigen. Alles, was man wolle, sei in Kabul zu bleiben. Sie schrieb auch: &#8222;Wer kann helfen?&#8220;<\/p>\n<p>Ronzheimer war am Mittwochnachmittag dann auch in einer Sondersendung des TV-Senders Bild per Telefon zugeschaltet. Er sagte, er gehe davon aus, in wenigen Stunden im Flugzeug nach Doha, der Hauptstadt von Katar, zu sitzen. Von dort sei er am Mittwochmorgen gekommen.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt: Noch mehr als 200 Deutsche in Kabul<\/p>\n<p>In der afghanischen Hauptstadt Kabul halten sich nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amts noch mehr als 200 deutsche Staatsb\u00fcrger auf. Die Zahl liege h\u00f6her als noch am Vortag, &#8222;weil sich weiterhin Menschen bei uns melden&#8220;, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts am Mittwoch in Berlin. 540 Deutsche seien bereits ausgeflogen worden. Am Dienstag hatte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) von rund 100 Deutschen vor Ort und ihren Familien gesprochen.<\/p>\n<p>Es gebe eine &#8222;gewisse Unsch\u00e4rfe&#8220; bei den Zahlen, weil teils auch Angeh\u00f6rige deutsche Staatsb\u00fcrger seien, sagte der Sprecher. Wie viele der Betroffenen neben der deutschen auch die afghanische Staatsb\u00fcrgerschaft haben, werde nicht erfasst, weil es f\u00fcr die Frage, ob jemand zur Teilnahme an der Evakuierungsmission berechtigt sei, keinen Unterschied mache. Er r\u00e4umte aber ein, dass es f\u00fcr die Bewegungsfreiheit der Betroffenen im von den Taliban kontrollierten Kabul relevant sein k\u00f6nne. &#8222;Das ist ein Faktor, den man ber\u00fccksichtigen muss.&#8220;<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt geht davon aus, dass sich in Kabul insgesamt noch eine &#8222;hohe vierstellige oder niedrige f\u00fcnfstellige Zahl&#8220; schutzbed\u00fcrftiger Menschen befindet, die grunds\u00e4tzlich f\u00fcr eine Evakuierung infrage k\u00e4men.<\/p>\n<p>Bundestag stimmt Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul zu <\/p>\n<p>Mehr als eine Woche nach Beginn der Evakuierungsaktion der Bundeswehr im afghanischen Kabul hat der Bundestag dem Einsatz von bis zu 600 Soldaten zugestimmt. Die Abgeordneten billigten das bis zum 30. September befristete Mandat mit gro\u00dfer Mehrheit. 539 stimmten daf\u00fcr, 9 dagegen, 90 enthielten sich.<\/p>\n<p>Mit dem Mandat schafft der Bundestag nachtr\u00e4glich die rechtliche Grundlage f\u00fcr den Einsatz. Das Parlament muss jedem bewaffneten Einsatz der Bundeswehr zustimmen. In Ausnahmef\u00e4llen ist das auch nachtr\u00e4glich m\u00f6glich, vor allem, wenn Gefahr in Verzug ist. Das trifft nach Ansicht der Bundesregierung auf die Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger und afghanischer Helfer von Bundeswehr und Bundesministerien zu.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit f\u00fcr den Einsatz war erwartet worden. Die Linksfraktion hatte allerdings am Dienstag wegen einiger Kritikpunkte am Mandatstext beschlossen, sich zu enthalten.\u00a0<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt will auch nach Fristenende evakuieren <\/p>\n<p>Die Bundesregierung spricht nach eigenen Angaben weiter mit Vertretern der Taliban, um auch nach dem 31. August Menschen au\u00dfer Landes bringen zu k\u00f6nnen. Das Ende der Luftbr\u00fccke sei nicht gleichbedeutend mit einem Ende dieser Bem\u00fchungen, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts in Berlin. M\u00f6glich sei etwa eine Evakuierung mit zivilen Fl\u00fcgen oder auch ein Transport von Menschen auf dem Landweg in die Nachbarl\u00e4nder Afghanistans.<\/p>\n<p>Bereits am Dienstag hatte Au\u00dfenminister Heiko Maas verdeutlicht, dass ein Ende der Luftbr\u00fccke nicht bedeute, dass keine Menschen mehr gerettet werden. Gegen\u00fcber &#8222;Bild&#8220; nannte er m\u00f6gliche Verhandlungen mit den Taliban &#8222;schlimmer als verkehrte Welt&#8220;. Allerdings habe man &#8222;\u00fcberhaupt keine Alternative. Daf\u00fcr muss man Wege gehen, die man nicht gehen will.&#8220;<\/p>\n<p>Bericht: KSK rettete Deutsche per Hubschrauber <\/p>\n<p>Spezialkr\u00e4fte der Bundeswehr haben offenbar erstmals Deutsche aus Afghanistan mit Hubschraubern gerettet. Das berichtet die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220;. Demnach haben Soldaten des &#8222;Kommando Spezialkr\u00e4fte&#8220; (KSK) in einer Geheimoperation in der Nacht zum Mittwoch gemeinsam mit US-Kr\u00e4ften mehr als ein Dutzend deutsche Staatsb\u00fcrger aus Kabul geflogen, die auf der Flucht vor den islamistischen Taliban waren.<\/p>\n<p>Nach Informationen der Zeitung war es offenbar bereits die vierte Operation der Spezialeinheit. Genutzt wurden allerdings keine eigenen, sondern amerikanische Hubschrauber des Typen MH-6. Ein Lufteinsatz galt zuletzt noch als zu gef\u00e4hrlich. Bisher waren die Soldaten nur am Boden t\u00e4tig. Aufgrund des geplanten Abzugs der US-Truppen dr\u00fccke auch die Bundeswehr aufs Tempo.\u00a0&#8222;Das Fenster, Leute zu retten, schlie\u00dft sich&#8220;, hei\u00dft es aus Bundeswehrkreisen.<\/p>\n<p>USA fliegen in 24 Stunden mehr als 11.000 Menschen aus <\/p>\n<p>Bei der Evakuierungsmission am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die USA zuletzt innerhalb von 24 Stunden mehr als 11.000 Menschen au\u00dfer Landes gebracht. Zwischen dem fr\u00fchen Dienstagmorgen und dem fr\u00fchen Mittwochmorgen h\u00e4tten 42 Flugzeuge des US-Milit\u00e4rs rund 11.200 Menschen ausgeflogen, teilte das Wei\u00dfe Haus am Mittwoch in Washington mit. Im gleichen Zeitraum h\u00e4tten au\u00dferdem 48 Maschinen internationaler Partner rund 7.800 Menschen evakuiert. Insgesamt waren es innerhalb der 24-Stunden-Spanne also etwa 19.000 Menschen.<\/p>\n<p>Seit dem Start der Evakuierungsmission Mitte August haben die Vereinigten Staaten insgesamt rund 82.300 Menschen entweder selbst aus Afghanistan ausgeflogen oder deren Ausreise erm\u00f6glicht, wie es weiter hie\u00df. Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hatten die USA und ihre Verb\u00fcndeten begonnen, in gro\u00dfer Eile ihre Staatsb\u00fcrger sowie afghanische Helfer und andere Schutzbed\u00fcrftige au\u00dfer Landes zu bringen.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hatte am Dienstag nach einer Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G7-L\u00e4nder erkl\u00e4rt, dass er an dem Plan festhalte, die amerikanischen Truppen bis zum 31. August aus Kabul abzuziehen. Ohne die Unterst\u00fctzung der USA gilt auch eine Fortsetzung der Evakuierungsfl\u00fcge anderer westlicher Staaten als undenkbar. Das US-Milit\u00e4r kontrolliert den Flughafen in Kabul und hat dort mehrere Tausend Soldaten stationiert, die den internationalen Evakuierungseinsatz absichern.<\/p>\n<p>Verteidigungsministerium: Schwerste Stunden stehen noch bevor <\/p>\n<p>Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagt in Berlin mit Blick auf das bevorstehende Ende der Evakuierungsmission: &#8222;Jetzt beginnen f\u00fcr uns die anspruchvollsten und auch die gef\u00e4hrlichsten Stunden.&#8220; Die Sicherheitslage am Kabuler Flughafen habe sich immer weiter versch\u00e4rft und versch\u00e4rfe sich weiter.<\/p>\n<p>Briten holen Hunde und Katzen aus Kabuler Tierheim <\/p>\n<p>Nach tagelanger Debatte hat die britische Regierung einen Rettungsflug f\u00fcr Hunde und Katzen aus einem Kabuler Tierheim vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt genehmigt. &#8222;Wenn er mit seinen Tieren kommt, werden wir einen Slot f\u00fcr sein Flugzeug finden&#8220;, schrieb der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Mittwoch auf Twitter \u00fcber Paul Farthing, einen ehemaligen Soldaten, der in Kabul ein Tierheim f\u00fcr Hunde und Katzen betreute.<\/p>\n<p>Farthing will nun mit einem gecharterten Flugzeug rund 140 Hunden und 60 Katzen zusammen mit seinen afghanischen Mitarbeitern und deren Familien die Ausreise erm\u00f6glichen. Bereits am Montag hatte die britische Regierung laut Farthing allen Mitarbeitern des Vereins &#8222;Nowsad&#8220; und ihren Familienmitgliedern Visa erteilt. Es handele sich insgesamt um 68 Menschen.<\/p>\n<p>Wallace hatte noch am Dienstag erkl\u00e4rt, dass er &#8222;Tieren keinen Vorrang vor verzweifelten M\u00e4nnern, Frauen und Kindern, die an die T\u00fcr klopfen&#8220;, einr\u00e4umen werde. Daf\u00fcr musste der Verteidigungsminister harte Kritik von Tiersch\u00fctzern einstecken. Nun folgte die Wende.<\/p>\n<p>Mindestens 12 von 78 Afghanistan-R\u00fcckkehrern nach Indien haben Corona<\/p>\n<p>Mindestens 12 Personen einer Gruppe von 78 Menschen, die aus Kabul in Afghanistan evakuiert und nach Indien gebracht wurden, sind mit dem Coronavirus infiziert. Sie zeigten keine Symptome, sagte ein Mitarbeiter der Organisation India World Forum, die dem indischen Au\u00dfenministerium bei ihrer Evakuierungsmission hilft, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Gruppe sei am Dienstag in Indien angekommen und die Positiv-Getesteten bef\u00e4nden sich in Quarant\u00e4ne. Indien hat seit der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan mehr als 600 Menschen ausgeflogen\u00a0\u2013 darunter mehr als 200 indische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Kritische Soldaten: \u00dcberraschung \u00fcber Ende des Einsatzes &#8222;geheuchelt&#8220;<\/p>\n<p>Der kritische Soldatenarbeitskreis &#8222;Darmst\u00e4dter\u00a0Signal&#8220; bewertet Deutschlands Beteiligung am Einsatz in Afghanistan als &#8222;riesigen Fehler&#8220;. &#8222;Der Einsatz war so verlogen wie die \u00dcberraschung [\u00fcber das Ende] geheuchelt&#8220;, sagte der Sprecher des Arbeitskreises, Florian Pfaff, dem S\u00fcdwestrundfunk am Mittwoch.<\/p>\n<p>&#8222;Man wurde im Grunde herausgeworfen. Man hatte die Standorte aufgeben m\u00fcssen, weil der Druck zu gro\u00df war.&#8220; Wer jetzt so tue, als h\u00e4tte man sich auf die afghanische Armee verlassen, sei unehrlich, erg\u00e4nzte Pfaff im Radioprogramm SWR Aktuell. Die Kriege im Irak und in Afghanistan bezeichnete er als sinnlos und verlogen.<\/p>\n<p>Der eher linksgerichtete Arbeitskreis &#8222;Darmst\u00e4dter\u00a0Signal&#8220; bezeichnet sich als &#8222;das einzige kritische Sprachrohr von ehemaligen und aktiven Offizieren und Unteroffizieren sowie Soldatinnen und Soldaten und zivilen Angeh\u00f6rigen der Bundeswehr&#8220;. Das erste Treffen des Arbeitskreises gab es 1983. Zu den Grunds\u00e4tzen geh\u00f6rt laut Homepage die kritische Begleitung der &#8222;hinsichtlich des Auftrags der Streitkr\u00e4fte, deren Bindung an Moral und Gesetze, die Umsetzung des Staatsb\u00fcrgers in Uniform sowie nichtmilit\u00e4rische Alternativen der Konfliktbew\u00e4ltigung&#8220;.<\/p>\n<p>Sorge um Radikalisierung in der Bundeswehr <\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Einsatzveteranen, Bernhard Drescher, hat angesichts der Entwicklungen in Afghanistan nach dem Abzug der Bundeswehr vor einer\u00a0Radikalisierung\u00a0altgedienter Soldaten gewarnt. &#8222;Die Stimmung unter den Veteranen ist grottenschlecht&#8220;, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).<\/p>\n<p>Sie h\u00e4tten das Gef\u00fchl, dass ihre Belange &#8222;noch nie interessiert&#8220; h\u00e4tten. Angesichts der Bilder aus Kabul entstehe nun der Eindruck, dass ihre Arbeit zunichte gemacht werde. Schlie\u00dflich ziehe man Schutzkr\u00e4fte nicht ab, bevor nicht alles Sch\u00fctzenswerte in Sicherheit gebracht worden sei, so Drescher. Und die Helfer der Bundeswehr, also die afghanischen Ortskr\u00e4fte, w\u00fcrden offenbar nicht f\u00fcr sch\u00fctzenswert gehalten. Die Vorg\u00e4nge w\u00fcrden &#8222;hochemotional aufgenommen&#8220;.<\/p>\n<p>Drescher warnte: &#8222;Man verliert emotional eine Gruppe von Menschen, die f\u00fcr den Staat wichtig ist.&#8220; In der Folge entst\u00fcnden neuerdings rechtsorientierte Gruppen wie &#8222;Veteranen 5 n 12&#8220; oder der &#8222;Veteranen Pool&#8220;. &#8222;Ich mache mir Sorgen, wie sich das weiterentwickelt.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr hat 4.650 Menschen aus Kabul ausgeflogen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat mittlerweile mehr als 4.650 Bundesb\u00fcrger, Afghanen und B\u00fcrger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am sp\u00e4ten Dienstagabend landete ein Milit\u00e4rtransporter des Typs A400M mit 178 schutzbed\u00fcrftigen Menschen an Bord in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, wie die Bundeswehr in der Nacht zu Mittwoch twitterte. &#8222;Damit wurden bisher insgesamt mehr als 4.650 Menschen aus Afghanistan evakuiert&#8220;, hie\u00df es weiter. Von Taschkent aus geht es dann weiter nach Deutschland.<\/p>\n<p>Derweil teilten die USA mit, vorerst an dem Plan festzuhalten, ihre Truppen bis zum 31. August aus Afghanistan abzuziehen. Der laufende internationale Milit\u00e4reinsatz zur Evakuierung westlicher Staatsb\u00fcrger, afghanischer Ortskr\u00e4fte und anderer Schutzbed\u00fcrftiger ist von der US-Truppenpr\u00e4senz abh\u00e4ngig. Bereits am Montag hatte ein Taliban-Vertreter die f\u00fcr den 31. August gesetzte Frist als &#8222;rote Linie&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>Nato-Diplomat: Nachbarl\u00e4nder sollen Grenzen \u00f6ffnen <\/p>\n<p>Angesichts des nahenden Endes von Evakuierungsfl\u00fcgen aus Kabul werden Forderungen nach einem verst\u00e4rkten Engagement der Nachbarl\u00e4nder Afghanistans laut. &#8222;Iran, Pakistan und Tadschikistan sollten mehr Menschen \u00fcber Land oder Luft herausholen&#8220;, sagte ein in Kabul ans\u00e4ssiger Nato-Diplomat am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die L\u00e4nder sollten ihre Grenzen \u00f6ffnen.\u00a0<\/p>\n<p>Aus Diplomatenkreisen hie\u00df es in den vergangenen Tagen,\u00a0nach Einstellung der Evakuierungsfl\u00fcge k\u00f6nnten die zu Evakuierenden m\u00f6glicherweise auf dem Landweg in Drittstaaten ausreisen und von dort nach Europa geflogen werden. Beide Grenz\u00fcberg\u00e4nge nach Pakistan etwa sind aktuell ge\u00f6ffnet, allerdings brauchen Afghanen Visa f\u00fcr das Nachbarland.<\/p>\n<p>In einem in der Nacht zu Mittwoch versandten Landsleutebrief der deutschen Botschaft in Kabul hie\u00df es,\u00a0Deutschland plane zun\u00e4chst weiterhin Evakuierungsfl\u00fcge mit der Bundeswehr und zudem mit anderen befreundeten Staaten Fl\u00fcge von Kabul ins Ausland. Gleichzeitig pr\u00fcfe man\u00a0weitere konkrete Ma\u00dfnahmen zur Erm\u00f6glichung der Ausreise.<\/p>\n<p>Bundeswehr-Luftbr\u00fccke endet wohl sp\u00e4testens am Wochenende <\/p>\n<p>Laut mehreren Medienberichten plant die Bundeswehr, ihre Rettungsfl\u00fcge aus Afghanistan bereits Ende der Woche einzustellen. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Biden warnt vor Anschlagsgefahr <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat vor einer wachsenden Terrorgefahr am Flughafen in Kabul gewarnt. Jeder Tag, den man wegen der Evakuierungen l\u00e4nger vor Ort bleibe, sei ein weiterer Tag, an dem ein \u00f6rtlicher Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat versuche, den Flughafen anzugreifen, sagte Biden. Es gebe die &#8222;akute und wachsende Gefahr eines Anschlags&#8220;, sagte er am Dienstag in Washington (Ortszeit) nach einer Videoschalte der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage in Afghanistan. Die USA halten daher vorerst an ihrem Plan fest, ihre Truppen bis zum 31. August aus Afghanistan abzuziehen. &#8222;Je fr\u00fcher wir es abschlie\u00dfen, desto besser&#8220;, sagte Biden.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r zieht &#8222;mehrere Hundert&#8220; Soldaten vom Flughafen Kabul ab <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat seine Truppenpr\u00e4senz am Flughafen Kabul nach eigenen Angaben um &#8222;mehrere Hundert&#8220; Soldatinnen und Soldaten reduziert. Dies sei bei einem laufenden Einsatz Teil der normalen Entscheidungsgewalt des \u00f6rtlichen Kommandeurs, erkl\u00e4rte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Es handle sich dabei unter anderem um Besch\u00e4ftigte der Zentrale, Spezialisten f\u00fcr Wartungsarbeiten und andere Soldaten, deren Mission am Flughafen abgeschlossen sei, erkl\u00e4rte er am Dienstag (Ortszeit). Das US-Milit\u00e4r hatte dort zuletzt rund 5.800 Soldaten im Einsatz.<\/p>\n<p>Kirby betonte, der routinem\u00e4\u00dfige Abzug einiger Truppen stelle nicht den Beginn des Abzugs aller Soldaten aus\u00a0Afghanistan\u00a0dar. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht befohlen worden, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p>M\u00e4dchen des Robotik-Teams fl\u00fcchten nach Mexiko <\/p>\n<p>Eine Gruppe von Computer-Spezialistinnen ist nach ihrer Flucht aus Afghanistan vor den Taliban in Mexiko eingetroffen. &#8222;Wir hei\u00dfen Sie herzlich in Mexiko willkommen&#8220;, sagt Martha Delgado, Unterstaatssekret\u00e4rin f\u00fcr multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte im mexikanischen Au\u00dfenministerium bei einer Pressekonferenz zur Ankunft des Robotik-Teams. Das j\u00fcngste Mitglied ist 14 Jahre alt. Die international ausgezeichnete Gruppe hatte im M\u00e4rz mit der Arbeit an einem kosteng\u00fcnstigen Open-Source-Beatmungsger\u00e4t begonnen, um die Krankenh\u00e4user ihres Heimatlandes im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Putin: Westen hinterl\u00e4sst Chaos und Terrorgefahr in Afghanistan <\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, Chaos in\u00a0Afghanistan\u00a0hinterlassen sowie eine gro\u00dfe Terrorbedrohung f\u00fcr andere L\u00e4nder verursacht zu haben. &#8222;Es gibt die Gefahr, dass Terroristen und verschiedene Gruppierungen, die in\u00a0Afghanistan\u00a0Zuflucht gefunden haben, das von unseren westlichen Partnern hinterlassene Chaos nutzen&#8220;, sagte Putin am Dienstag in Moskau. Terroristen k\u00f6nnten in den Nachbarl\u00e4ndern f\u00fcr eine Eskalation der Lage sorgen.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine direkte Bedrohung f\u00fcr unsere Verb\u00fcndeten und f\u00fcr unser Land&#8220;, sagte Putin mit Blick etwa auf die Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan und Usbekistan, direkte Nachbarn\u00a0Afghanistans. Es bestehe die Gefahr, dass der Drogenschmuggel und die illegale Migration zunehmen, meinte er bei einer Veranstaltung der Kremlpartei Geeintes Russland vor der Parlamentswahl am 19. September. &#8222;Das sind alles Bedrohungen f\u00fcr uns. Sie sind absolut real.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schreckliche hygienische Zust\u00e4nde in Katar&#8220;: USA geloben Besserung <\/p>\n<p>Die USA haben nach Berichten \u00fcber schlechte hygienische Zust\u00e4nde auf dem Milit\u00e4rflugplatz nahe der katarischen Hauptstadt Doha eine schnelle Besserung versprochen. Der Flugplatz ist ein wichtiges Drehkreuz f\u00fcr die Evakuierungsfl\u00fcge aus Afghanistan. &#8222;Wir sind uns dessen bewusst und arbeiten schnell daran, die Situation zu verbessern, und wir wollen nat\u00fcrlich, dass die Menschen, die evakuiert werden, mit Respekt behandelt werden&#8220;, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag (Ortszeit). Zuvor hatte etwa das Nachrichtenportal &#8222;Axios&#8220; unter Berufung auf eine E-Mail eines US-Beamten von Ratten, Urin und F\u00e4kalien berichtet.<\/p>\n<p>Selbst wenn Afghanen ein Sondervisum f\u00fcr die USA haben, kommen sie nicht direkt in das Land. Milit\u00e4rfl\u00fcge bringen sie zun\u00e4chst auf US-St\u00fctzpunkte oder in andere Transitzentren in Drittstaaten \u2013wie etwa nach Katar. Von diesen Zwischenstationen sollen die Menschen nach einer Sicherheitspr\u00fcfung in die USA gebracht werden. Axios zufolge sind auf dem St\u00fctzpunkt in Katar Tausende Afghanen vorl\u00e4ufig untergebracht. Nach dem Bericht ist die Situation dort &#8222;die H\u00f6lle auf Herden&#8220;. Psaki betonte, dass der Bericht des Portals sich auf die Lage vor einigen Tagen beziehe.<\/p>\n<p>Man sei sich der &#8222;schrecklichen hygienischen Zust\u00e4nde in Katar&#8220; bewusst, die dort geherrscht h\u00e4tten, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Man habe bereits daran gearbeitet, sie zu verbessern. &#8222;Ich werde mich hier nicht hinstellen und sagen, dass sie perfekt sind, denn das sind sie nicht, weil die Evakuierten weiterhin nach Katar str\u00f6men, und im Moment eine Menge vor Ort sind&#8220;, so Kirby weiter. Niemand suche nach Ausreden. &#8222;Wir erkennen an, dass die sanit\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse und die Hygiene in vielerlei Hinsicht noch nicht das Niveau erreicht haben, das wir uns w\u00fcnschen.&#8220;<\/p>\n<p>Evakuierte von Ramstein auf anderen US-St\u00fctzpunkt in Deutschland verlegt <\/p>\n<p>Weil die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Unterbringung tausender Evakuierter aus Afghanistan auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz an ihre Grenzen sto\u00dfen, hat die US-Armee mit der \u00dcberf\u00fchrung der Menschen zu anderen St\u00fctzpunkten in Deutschland begonnen. Erste Evakuierte seien am Dienstag in den Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern eingetroffen, gaben die US-Streitkr\u00e4fte bekannt. Dort k\u00f6nnten rund 2.000 Menschen vor\u00fcbergehend untergebracht werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus seien die Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze Grafenw\u00f6hr und Hohenfels bereit, bei Bedarf Gerettete aus Afghanistan aufzunehmen. An diesen Standorten k\u00f6nnen laut US-Armee vor\u00fcbergehend etwa 3.000 beziehungsweise 2.000 Menschen untergebracht werden.<\/p>\n<p>Auch Weltbank legt Hilfszahlungen f\u00fcr Afghanistan auf Eis <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan legt auch die Weltbank ihre Hilfen f\u00fcr das Land auf Eis. Die Zahlungen seien ausgesetzt worden, sagte ein Weltbank-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die internationale Finanzorganisation beobachte die Entwicklungen vor Ort genau. Die Weltbank unterh\u00e4lt in Afghanistan nach eigenen Angaben mehr als zwei Dutzend Entwicklungsprojekte und hat dem Land seit 2002 5,3 Milliarden Dollar zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Afghanistan ist als eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt stark auf Hilfsgelder angewiesen. Nach Angaben der Weltbank belief sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes im Jahr 2020 auf 19,81 Milliarden US-Dollar, davon machten Hilfsgelder fast 43 Prozent aus.<\/p>\n<p>Merkel nach G7-Gipfel: Keine Verl\u00e4ngerung der Evakuierungen vereinbart <\/p>\n<p>Die sieben gr\u00f6\u00dften westlichen Industriel\u00e4nder (G7) wollen von den Taliban freies Geleit f\u00fcr Ausreisewillige \u00fcber den 31. August hinaus verlangen. Das erkl\u00e4rte der britische Premierminister Boris Johnson am Dienstag nach dem G7-Sondergipfel zu Afghanistan. Man plane ein Abkommen mit den Islamisten, in der diese Forderung die wichtigste Bedingung f\u00fcr eine Einigung sein solle.<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach der Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs, man habe keine Verl\u00e4ngerung der Evakuierungen vereinbart. Bereits zuvor hatte ein Mitarbeiter der US-Regierung Reuters gegen\u00fcber erkl\u00e4rt, US-Pr\u00e4sident Joe Biden bleibe dabei, die Evakuierungen am 31. August abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Taliban hatten mit Konsequenzen gedroht, sollten ausl\u00e4ndische Soldaten bis Ende August nicht abgezogen werden. Kritiker warnen, bis dahin k\u00f6nnten nicht alle Menschen ausgeflogen werden, die Schutz vor den Islamisten suchen.<\/p>\n<p>Die G7-Staaten beschlossen, ihre Afghanistan-Politik mit anderen Staaten abzustimmen. Deshalb solle auch mit den G20 zusammengearbeitet werden. In dieser Staaten-Gruppe sind auch Russland und China Mitglieder. Der italienische Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi forderte auch eine gemeinsame Immigrationspolitik Europas f\u00fcr Menschen aus Afghanistan.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeswehr warnt vor IS-Selbstmordattent\u00e4tern in Kabul<\/p>\n<p>Die Bundeswehr sieht eine zunehmende Anschlagsgefahr durch IS-Terroristen in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Man habe Signale aus amerikanischen Quellen, aber auch eigene Erkenntnisse, dass zunehmend potenzielle Selbstmordattent\u00e4ter der Terrororganisation Islamischer Staat &#8222;in die Stadt einsickern&#8220;, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn am Montag in Berlin. Man habe von den Amerikanern bereits in der vergangenen Woche Hinweise darauf bekommen. &#8222;Das nimmt jetzt zu.&#8220;<\/p>\n<p>Die US-Regierung hatte am Sonntag erstmals \u00f6ffentlich Sorgen vor einem IS-Anschlag am Flughafen oder in der Umgebung ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Die Bedrohung ist real, sie ist akut, sie ist anhaltend&#8220;, sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Pr\u00e4sident Joe Biden, Jake Sullivan, im Sender CNN. Man nehme die Warnungen &#8222;absolut todernst&#8220;. Die militant-islamistischen Taliban und der regional aktive Zweig des IS sind verfeindet und haben in der Vergangenheit gegeneinander gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Maas: &#8222;Zeit wird nicht reichen, um alle auszufliegen&#8220; <\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) hat w\u00e4hrend eines Live-Interviews mit dem neuen Fernsehsender Bild eine ersch\u00fctternde Prognose\u00a0abgegeben. Trotz aller Bem\u00fchungen, so viele Ortskr\u00e4fte wie m\u00f6glich schnell aus Afghanistan auszufliegen, vermutet er: &#8222;Die Zeit wird nicht reichen, um alle auszufliegen.&#8220; Er gehe nicht davon aus, dass &#8222;wir alle ausfliegen k\u00f6nnen, die wir ausfliegen wollen.&#8220; Das Gleiche gelte wohl f\u00fcr die USA. Weiter erkl\u00e4rte er: &#8222;Wir stehen noch mit 100 Staatsb\u00fcrgern und ihren Familien in Kontakt, deren Standort wir auch kennen. Die versuchen wir heute wieder einigerma\u00dfen sicher an den Flughafen zu bringen, um sie dann auf eine unserer Maschinen zu verteilen.&#8220;<\/p>\n<p>Es gehe jetzt darum, die Probleme in Afghanistan zu l\u00f6sen und nicht um seine politische Zukunft, betonte Maas auf Nachfrage. &#8222;Gehen Sie mal davon aus, dass auch ich meine Schl\u00fcsse daraus ziehen w\u00fcrde, was zurzeit geschieht und wie damit umzugehen ist und wie auch ich pers\u00f6nlich damit umgehe&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Heiko Maas: Der Au\u00dfenminister hat in Aussicht gestellt, dass nicht alle Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan gerettet werden k\u00f6nnen. (Quelle: Annegret Hilse\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Ab 2013 besch\u00e4ftigte Entwicklungshelfer auf Evakuierungsliste<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat den Kreis der afghanischen Ortskr\u00e4fte in der Entwicklungshilfe ausgeweitet, die f\u00fcr eine Evakuierung im Gefahrenfall infrage kommen: Grunds\u00e4tzlich sei am Wochenende entschieden worden, dass ab jetzt auch Ortskr\u00e4fte der Entwicklungszusammenarbeit aufgrund einer Gef\u00e4hrdung f\u00fcr eine Ausreise infrage k\u00e4men, deren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis schon mehr als zwei Jahre zur\u00fcckliege, teilt ein Sprecher des Entwicklungsministeriums mit. Analog zur Regelung des Bundesministeriums der Verteidigung sei nun eine Besch\u00e4ftigung ab 2013 ausschlaggebend.<\/p>\n<p>Brandenburg will Ortskr\u00e4fte dauerhaft aufnehmen <\/p>\n<p>Brandenburg will die im Land angekommenen Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan auch dauerhaft aufnehmen. Das erkl\u00e4rte Innenminister Michael St\u00fcbgen am Dienstag. &#8222;Wir hoffen, damit einen Beitrag leisten zu k\u00f6nnen, die weiteren Belastungen f\u00fcr die geretteten Menschen m\u00f6glichst gering zu halten und aufwendige B\u00fcrokratie zu vermeiden.&#8220; Die Verteilung aller in Deutschland angekommenen Ortskr\u00e4fte obliege aber dem Bundesinnenministerium, so St\u00fcbgen weiter. Brandenburg tausche sich derzeit eng mit dem Bund und den anderen Bundesl\u00e4ndern aus, um weitere Abl\u00e4ufe zur Aufnahme der Ortskr\u00e4fte zu kl\u00e4ren. Zun\u00e4chst hatten die &#8222;Potsdamer Neuesten Nachrichten&#8220; berichtet, dass Land wolle 300 Ortskr\u00e4fte dauerhaft aufnehmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Innenministeriums sind mittlerweile 265 Menschen, davon 125 Kinder und Jugendliche, in Brandenburg angekommen und werden erstversorgt. &#8222;Wir wollen, dass die Menschen zur Ruhe kommen k\u00f6nnen und k\u00fcmmern uns um die Erledigung aller notwendigen Formalit\u00e4ten der Erstaufnahme&#8220;, sagte St\u00fcbgen.<\/p>\n<p>USA fliegen an einem Tag mehr als 12.000 Menschen aus <\/p>\n<p>\u00a0Die Evakuierungsmission am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gewinnt weiter an Tempo. Die USA flogen bei dem Einsatz erstmals innerhalb von 24 Stunden mehr als 12.000 Menschen aus Kabul aus. Zwischen dem fr\u00fchen Montagmorgen und dem fr\u00fchen Dienstagmorgen h\u00e4tten 37 Flugzeuge des US-Milit\u00e4rs rund 12.700 Menschen au\u00dfer Landes gebracht, teilte das Wei\u00dfe Haus am Dienstag in Washington mit. Im gleichen Zeitraum h\u00e4tten au\u00dferdem 57 Maschinen internationaler Partner rund 8900 Menschen evakuiert. Seit dem Start der Evakuierungsmission Mitte August h\u00e4tten die Vereinigten Staaten insgesamt rund 58 700 Menschen entweder selbst aus Afghanistan ausgeflogen oder deren Ausreise erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r kontrolliert den Flughafen in Kabul und hat dort mehrere Tausend Soldaten stationiert, die den internationalen Evakuierungseinsatz absichern. Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hatten die USA und ihre Verb\u00fcndeten begonnen, in gro\u00dfer Eile ihre Staatsb\u00fcrger sowie afghanische Ortskr\u00e4fte au\u00dfer Landes zu bringen.<\/p>\n<p>CIA-Chef ber\u00e4t sich mit Taliban-Anf\u00fchrer <\/p>\n<p>CIA-Chef William Burns hat einem Zeitungsbericht zufolge den Anf\u00fchrer der Taliban, Abdul Ghani Baradar, zu einem Gespr\u00e4ch getroffen. Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes und Baradar seien sich am Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul begegnet, berichtet die &#8222;Washington Post&#8220;. Das Blatt beruft sich auf nicht n\u00e4her bezeichnete US-Beamte, die sich nur anonym \u00e4u\u00dfern wollten.<\/p>\n<p>Taliban lassen Sprengschutzw\u00e4nde entfernen <\/p>\n<p>Die militant-islamistischen Taliban lassen in der afghanischen Hauptstadt Kabul die f\u00fcr das Stadtbild bislang typischen Sprengschutzw\u00e4nde abbauen. Das ist auf Videos und Fotos zu sehen, die am Dienstag in sozialen Medien kursierten.<\/p>\n<p>Die oft drei Meter hohen und einen halben Meter dicken grauen Betonw\u00e4nde sollten in der Vergangenheit die Auswirkungen von Autobomben oder anderen Explosionen vermindern. Sie standen bisher praktisch \u00fcberall in der Stadt, vor allem rund um Regierungseinrichtungen wie Ministerien oder ausl\u00e4ndischen Botschaften.<\/p>\n<p>Am Sonntag hatten die Taliban \u00fcber die Facebook-Seite der Stadtverwaltung die B\u00fcrger der Stadt dazu aufgerufen, binnen einer Woche Sprengschutzw\u00e4nde rund um Privath\u00e4user zu entfernen. B\u00fcrger, die keinen Platz h\u00e4tten, k\u00f6nnten sich an die Stadtverwaltung wenden, die ihnen einen Deponieplatz zur Verf\u00fcgung stelle.<\/p>\n<p>WHO bef\u00fcrchtet Engpass bei medizinischen G\u00fctern <\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verf\u00fcgt nach eigenen Angaben nur noch \u00fcber medizinische Vorr\u00e4te f\u00fcr eine Woche. Mehr als 500 Tonnen solcher G\u00fcter wie OP-Ausr\u00fcstungen oder Mittel zur Versorgung von Unterern\u00e4hrten gelangten wegen der Einschr\u00e4nkungen am Kabuler Flughafen derzeit nicht ins Land, sagt ein WHO-Vertreter. Auch werde ein Anstieg der Corona-Infektionen bef\u00fcrchtet, weil die Zahl der durchgef\u00fchrten Tests in der vergangenen Woche um 77 Prozent gesunken sei. Dagegen hielten 95 Prozent der medizinischen Einrichtungen ihren Betrieb aufrecht. Allerdings seien mehrere weibliche Angestellte nicht mehr zum Dienst erschienen und einige Patientinnen wagten nicht, ihre H\u00e4user zu verlassen und zum Arzt zu gehen.<\/p>\n<p>Zweij\u00e4hrige am Flughafen Kabul get\u00f6tet <\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer Massenpanik am Flughafen Kabul ist am Samstag ein zweij\u00e4hriges Kind gestorben. Es handelt sich um die Tochter einer Dolmetscherin, die f\u00fcr eine amerikanische Firma in Kabul gearbeitet hatte. Die Frau, ihre Tochter und weitere Familienmitglieder wurden von der Menge zu Boden geworfen. Menschen trampelten auf ihnen herum, wie die Frau der &#8222;New York Times&#8220; erz\u00e4hlte. &#8222;Ich f\u00fchlte puren Terror. Ich konnte sie nicht retten.&#8220;<\/p>\n<p>Die deutschen Beh\u00f6rden haben wegen der Sicherheitslage davor gewarnt, selbstst\u00e4ndig zum Flughafen zu gehen. Am Wochenende starben am Flughafen in Kabul sieben Menschen.<\/p>\n<p>US-Truppen an einem Eingang zum Flughafen: Vor den Toren dr\u00e4ngen sich Hunderte Menschen. (Quelle: Victor Mancilla\/imago images)<\/p>\n<p>Bundeswehr fliegt 200 weitere Menschen aus <\/p>\n<p>Mit einer Bundeswehr-Maschine sind abermals mehr als 200 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden. Der Milit\u00e4rtransporter des Typs A400M startete am Dienstag vom Flughafen der Hauptstadt Kabul ins Nachbarland Usbekistan, wie die Bundeswehr am Dienstag mitteilte. Von dort geht es dann weiter nach Deutschland.<\/p>\n<p>Insgesamt hat die Bundeswehr inzwischen mehr als 3.650 Bundesb\u00fcrger, Afghanen und B\u00fcrger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am Sonntag vergangener Woche hatten die militant-islamistischen Taliban die afghanische Hauptstadt erobert und wieder die Macht \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Maas: USA werden bald \u00fcber Ende der Evakuierungen entscheiden <\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die USA noch am Dienstag entscheiden werden, ob sie ihr Milit\u00e4r zum 31. August abziehen werden. Sollte die Operation tats\u00e4chlich Ende des Monats auslaufen, w\u00fcrden die Amerikaner alleine ein bis zwei Tage brauchen, um ihre eigenen Soldaten auszufliegen. Deutschland habe bislang etwa 3.800 Personen evakuiert, sagt der SPD-Politiker bei &#8222;Bild TV.&#8220;<\/p>\n<p>Von der Leyen vervierfacht Hilfsgelder <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union vervierfacht ihre Hilfsgelder f\u00fcr afghanische Staatsb\u00fcrger auf mehr als 200 Millionen Euro, wie EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen auf Twitter ank\u00fcndigt. Die Mittel w\u00fcrden zus\u00e4tzlich zu den Hilfszusagen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zur Verf\u00fcgung gestellt. Offiziell werde sie das Vorhaben beim virtuellen G7-Gipfel vorstellen.<\/p>\n<p>Das Geld solle den Menschen innerhalb und au\u00dferhalb ihres Heimatlandes zugutekommen, erkl\u00e4rt die Kommissionspr\u00e4sidentin. Ein EU-Vertreter f\u00fcgt hinzu, zur Bedingung f\u00fcr die Auszahlung werde die Achtung der Menschenrechte und insbesondere der Rechte von Frauen gemacht. Danach werde entschieden, ob das Geld direkt nach Afghanistan oder in benachbarte Regionen flie\u00dfe.<\/p>\n<p>Taliban ernennen Finanz- und Innenminister <\/p>\n<p>Die Taliban stellen einem Medienbericht zufolge eine neue Regierung zusammen. Finanzminister werde Gul Agha, meldet die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok. Zum amtierenden Innenminister sei Sadr Ibrahim ernannt worden. Auch der Geheimdienst erhalte eine neue Spitze. Neuer Gouverneur der Provinz Kabul sei Mullah Schirin, B\u00fcrgermeister der gleichnamigen Hauptstadt sei Hamdullah Nomani. Weitere Details wurden zun\u00e4chst nicht bekannt.<\/p>\n<p>EU-Abgeordneter organisiert Charterflug <\/p>\n<p>Der Europaabgeordnete der Gr\u00fcnen, Erik Marquardt, hat mit mehreren Hilfsorganisationen und in Absprache mit der Bundesregierung einen Charterflug nach Kabul organisiert, wie er auf Twitter mitteilt. Um weitere Fl\u00fcge zu realisieren, bittet der Politiker um Spenden.<\/p>\n<p>Druck auf Biden zur Verl\u00e4ngerung der Abzugsfrist w\u00e4chst <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Pr\u00e4sident Joe Biden haben miteinander gesprochen. Die Politiker h\u00e4tten vereinbart, weiter daran zu arbeiten, dass alle Ausreiseberechtigten Afghanistan verlassen k\u00f6nnten, teilte die britische Regierung am Montag mit. Gro\u00dfbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace sagte, Johnson werde bei dem virtuellen Gipfel der G7-Staats- und Regierungschefs an diesem Dienstag &#8222;versuchen, die M\u00f6glichkeit einer Verl\u00e4ngerung&#8220; des bis zum 31. August befristeten US-Einsatzes am Kabuler Flughafen zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden. (Quelle: Michael Brochstein\/imago images)<\/p>\n<p>Johnson erkl\u00e4rte, die Rettung &#8222;unserer B\u00fcrger und jener Afghanen, die uns w\u00e4hrend der vergangenen 20 Jahre geholfen haben&#8220;, habe nun &#8222;oberste Priorit\u00e4t&#8220;. Die G7-Staaten m\u00fcssten aber bereits jetzt &#8222;die n\u00e4chste Phase&#8220; in den Blick nehmen, in der es darum gehen m\u00fcsse, als internationale Gemeinschaft einen &#8222;gemeinsamen Ansatz&#8220; gegen\u00fcber\u00a0Afghanistan\u00a0zu definieren.<\/p>\n<p>Laut seinem B\u00fcro will Johnson seine G7-Kollegen dazu aufrufen, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus\u00a0Afghanistan\u00a0zu erh\u00f6hen und den Partnern die Selbstverpflichtung abnehmen, &#8222;den Schutz der Fortschritte der vergangenen 20 Jahre in\u00a0Afghanistan\u00a0sicherzustellen \u2013 insbesondere die M\u00e4dchenbildung und die Rechte von Frauen und Minderheiten&#8220;.<\/p>\n<p>US-Truppen am Kabuler Flughafen: Die USA sichern den Flughafen derzeit mit 6.000 Soldaten ab. (Quelle: Sgt. Samuel Ruiz\/U.S. Marine Corps\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Harris verteidigt Afghanistan-Abzug <\/p>\n<p>US-Vizepr\u00e4sidentin Kamala Harris hat den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan verteidigt. Pr\u00e4sident Joe Biden habe &#8222;die mutige und richtige Entscheidung&#8220; getroffen, einen seit 20 Jahren dauernden Krieg zu beenden, sagte Harris am Dienstag bei einem Besuch in Singapur. &#8222;Wir hatten das erreicht, wof\u00fcr wir dorthin gegangen waren.&#8220; Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban liege der Focus nun auf der Evakuierung von US-Amerikanern, von B\u00fcrgern aus Partnerl\u00e4ndern und von Afghanen, die mit den USA zusammengearbeitet haben.<\/p>\n<p>Zugleich kritisierte Harris Chinas Auftreten im Streit um mehrere Gebiete im rohstoffreichen S\u00fcdchinesischen Meer. Peking setze Mittel wie &#8222;N\u00f6tigung&#8220; und &#8222;Einsch\u00fcchterung&#8220; ein, um rechtswidrige Anspr\u00fcche durchzusetzen. Die Biden-Stellvertreterin f\u00fcgte hinzu: &#8222;Pekings Aktionen untergraben weiterhin die regelbasierte Ordnung und bedrohen die Souver\u00e4nit\u00e4t von Nationen.&#8220; Bei dem Besuch in Singapur wurden eine Verst\u00e4rkung der US-Pr\u00e4senz in dem s\u00fcdostasiatischen Stadtstaat sowie eine engere Zusammenarbeit bei Cybersicherheit und im Finanzsektor vereinbart. N\u00e4chste Station der Reise ist Vietnam.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r evakuierte schon mehr als 10.000 Menschen\u00a0 <\/p>\n<p>Trotz Gewalt und chaotischen Zust\u00e4nden an den Gates zum Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul schreitet die Evakuierungsmission voran. Das Tempo der Abfl\u00fcge habe sich im Vergleich zu Sonntag fast verdoppelt, schrieb der zivile Repr\u00e4sentant der Nato in Afghanistan, Stefano Pontecorvo, auf Twitter. Das US-Milit\u00e4r flog zwischen dem fr\u00fchen Sonntagmorgen und dem fr\u00fchen Montagmorgen rund 10.400 Menschen aus Kabul aus, teilte das Wei\u00dfe Haus in Washington mit.<\/p>\n<p>Insider: Bidens Entscheidung \u00fcber Abzugsdatum binnen Tagesfrist <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden will einem Insider zufolge binnen 24 Stunden \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung der Abzugsfrist entscheiden. Biden wolle dem Pentagon Zeit zur Vorbereitung einr\u00e4umen, erkl\u00e4rt ein Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Repr\u00e4sentantenhauses, Adam Schiff, geht nicht von einem Abschluss der Evakuierungen bis zum 31. August aus. &#8222;Ich halte es zwar f\u00fcr m\u00f6glich, aber angesichts der Zahl der Amerikaner, die noch evakuiert werden m\u00fcssen, f\u00fcr sehr unwahrscheinlich&#8220;, sagt Schiff nach einem Briefing von Geheimdienstmitarbeitern zu Reportern.<\/p>\n<p>Bundeswehr flog bislang mehr als 3.650 Menschen aus <\/p>\n<p>Der um 22.29 Uhr MESZ in Kabul gestartete A400M ist um 23.48 Uhr MESZ nach Angaben der Bundeswehr mit 211 weiteren Schutzbed\u00fcrftigen in Taschkent gelandet. Seit Beginn der Operation seien damit bislang mehr als 3.650 Menschen durch die Bundeswehr aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen worden.<\/p>\n<p>Afghanische Frauenrechtlerin Ghafari in Deutschland eingetroffen <\/p>\n<p>Die aus Afghanistan geflohene Frauenrechtlerin Zarifa Ghafari ist am Montagabend in Deutschland eingetroffen. Wie die nordrhein-westf\u00e4lische Staatskanzlei berichtete, landete sie zusammen mit Familienmitgliedern am Flughafen K\u00f6ln\/Bonn. Anschlie\u00dfend traf sie in D\u00fcsseldorf den NRW-Ministerpr\u00e4sidenten und Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU). Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Zarifa Ghafari: Die geflohene Frauenrechtlerin ist in Deutschland eingetroffen. (Quelle: Federico Gambarini\/\/dpa)<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r: Mindestens drei Babys w\u00e4hrend Evakuierungsaktion geboren <\/p>\n<p>Im Rahmen der Evakuierungen aus Afghanistan sind nach Angaben des US-Milit\u00e4rs mindestens drei Babys auf die Welt gekommen. Seines Wissens nach seien es bislang drei gewesen, aber es gebe keine formelle Z\u00e4hlung, sagte General Steve Lyons am Montag bei einer Pressekonferenz des Pentagons. Lyons sprach \u00fcber die afghanische Frau, die an Bord eines US-Evakuierungsflugzeugs ein Baby zur Welt gebracht hatte. Die Maschine war auf dem Weg zum US-St\u00fctzpunkt im pf\u00e4lzischen Ramstein in Deutschland. Nach der Landung in Ramstein hat die Frau im Laderaum der Maschine mit Hilfe von Soldaten ein M\u00e4dchen zur Welt gebracht.<\/p>\n<p>&#8222;Es gab tats\u00e4chlich mehr&#8220;, sagte Lyons, der Chef des Transportkommandos der USA ist. Auf Nachfrage erkl\u00e4rte er, ihm sei die Geburt von insgesamt drei Babys bekannt. Er konnte aber keine Details nennen. Offen blieb, ob die anderen beiden Babys ebenfalls in einem Flugzeug, in einer Einrichtung zur tempor\u00e4ren Unterbringung wie Ramstein oder noch am Kabuler Flughafen zur Welt gekommen waren. Insgesamt sei das aber ein Zeichen der &#8222;beeindruckenden Arbeit unser gro\u00dfartigen Soldaten der Luftstreitkr\u00e4fte&#8220;, so Lyons.<\/p>\n<p>Habeck erwartet langfristigen Afghanistan-Abschiebestopp <\/p>\n<p>Deutschland wird nach Einsch\u00e4tzung von Gr\u00fcnen-Co-Chef Robert Habeck f\u00fcr lange Zeit keine abgelehnten oder straff\u00e4lligen Asylbewerber nach Afghanistan abschieben k\u00f6nnen. &#8222;Ich sehe nicht, wie wir Menschen in ein Taliban-Regime abschieben k\u00f6nnten, zumal dem Land nun ein B\u00fcrgerkrieg droht. Wir werden Islamisten und Straft\u00e4ter also bei uns verurteilen und ihre Strafe hier weiterhin absitzen lassen m\u00fcssen&#8220;, sagte Habeck der D\u00fcsseldorfer &#8222;Rheinischen Post&#8220; (Dienstag).<\/p>\n<p>Bericht: G7-Staaten wollen Taliban geeint gegen\u00fcbertreten <\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs der G7 wollen einem Insider zufolge den radikal-islamischen Taliban geeint gegen\u00fcbertreten. &#8222;Die Staats- und Regierungschefs der G7 werden sich koordinieren, ob und wann sie die Taliban anerkennen&#8220;, sagte ein europ\u00e4ischer Diplomat.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wollten sie sich darauf verst\u00e4ndigen, weiterhin eng zusammenzuarbeiten. Auch bei m\u00f6glichen Sanktionen wollten sie mit einer Stimme sprechen. Der virtuelle Sondergipfel der G7-Staaten zur Lage in Afghanistan soll an diesem Dienstag stattfinden.<\/p>\n<p>Auch Ischinger f\u00fcr Nationalen Sicherheitsrat <\/p>\n<p>Der Vorsitzende der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat sich hinter die Forderung von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) nach einem Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt gestellt. &#8222;Schwierige oder gar gef\u00e4hrliche au\u00dfenpolitische Situationen, in denen die Bundesregierung eine gemeinsame tragf\u00e4hige Strategie ben\u00f6tigt, werden uns in der Zukunft h\u00e4ufiger bevorstehen. Darauf m\u00fcssen wir organisatorisch und ressourcenm\u00e4\u00dfig vorbereitet sein&#8220;, sagte Ischinger der D\u00fcsseldorfer &#8222;Rheinischen Post&#8220; (Dienstag).<\/p>\n<p>Er freue sich, dass die Forderung, den Bundessicherheitsrat auszubauen und Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik systematisch besser zu koordinieren, nun auch partei\u00fcbergreifend auf Zustimmung sto\u00dfe. &#8222;Man hat ja den Eindruck, dass die Ministerien nicht sonderlich gut zusammengearbeitet haben \u2013 und das hat nun gravierende Konsequenzen f\u00fcr viele Menschen, aber eben auch f\u00fcr die au\u00dfenpolitischen Interessen und das Gewicht der Bundesrepublik&#8220;, sagte Ischinger.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien flog bislang \u00fcber 7.000 Menschen aus <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat mehr als 7.000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, sollen die Rettungsfl\u00fcge weitergehen, solange es die Sicherheitslage zul\u00e4sst. Ein festes Datum f\u00fcr ein Ende der Fl\u00fcge sei nicht bestimmt worden.<\/p>\n<p>Dobrindt zu Afghanistan: Schlimmste Bilder stehen noch bevor <\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat vor einer weiteren Eskalation der Lage in Afghanistan gewarnt. &#8222;Ich bef\u00fcrchte, dass die schlimmsten Bilder aus Afghanistan uns noch bevorstehen werden&#8220;, sagte Dobrindt &#8222;Focus Online&#8220;. &#8222;Es ist bisher nicht absehbar, wie lange die Situation am Flughafen in Kabul aufrechterhalten werden kann. Die Amerikaner jedenfalls sind in der Lage, Kabul innerhalb weniger Stunden zu verlassen. Damit w\u00e4re der Einsatz dort beendet\u00a0\u2013\u00a0mit vermutlich sehr schwierigen Bildern f\u00fcr uns.&#8220;<\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenvorsitzender Alexander Dobrindt: &#8222;Ich glaube nicht daran, dass sich die Taliban von 2021 von den Taliban von 2001 unterscheiden.&#8220; (Quelle: Peter Kneffel\/dpa)<\/p>\n<p>Dobrindt vertrat die Ansicht, nun k\u00e4men zwei gro\u00dfe Herausforderungen auf den Westen zu. &#8222;Das eine ist die neue Terrorgefahr durch die Taliban. Ich glaube nicht daran, dass sich die Taliban von 2021 von den Taliban von 2001 unterscheiden. Darauf m\u00fcssen wir uns einstellen und unsere F\u00e4higkeiten international anpassen&#8220;, sagte er. &#8222;Die zweite ist eine langanhaltende Fluchtbewegung durch die Macht\u00fcbernahme der Taliban. Auf diese Herausforderungen m\u00fcssen wir uns vorbereiten.&#8220;<\/p>\n<p>KSK-Soldaten retten M\u00fcnchner Familie aus Kabul <\/p>\n<p>Am Sonntag haben Soldaten des Kommandos Spezialkr\u00e4fte (KSK) eine M\u00fcnchner Familie aus Afghanistan gerettet.\u00a0Die Einsatzkr\u00e4fte haben eine Mutter, deren 19-j\u00e4hrige Tochter und ihren 12-j\u00e4hrigen Sohn an den Flughafen von Kabul gebracht. Von dort wurden sie nach Taschkent im sicheren Nachbarland Usbekistan geflogen, berichtet der &#8222;Spiegel&#8220;.<\/p>\n<p>Chaos am Flughafen in Kabul: Auf eigene Faust ist es einer Familie aus M\u00fcnchen nicht gelungen, einen Platz in einer Evakuierungsmaschine zu erlangen. (Quelle: Rahmatullah Alizadah\/XinHua\/dpa)<\/p>\n<p>Die Rettungsaktion war demnach seit dem fr\u00fchen Samstagmorgen geplant worden. Die M\u00fcnchner Familie hatte schon mehrmals versucht, auf eigene Faust durch ein Gate in den Flughafen zu kommen. Als dies nicht gelang, entschied sich das KSK zur Rettungsaktion, so der &#8222;Spiegel&#8220;. Per Telefon habe man vereinbart, dass sich die Familie zwischen 21 und 23 Uhr dem sogenannten Abbey Gate n\u00e4hern sollte, wo sie das KSK im Schutz der Dunkelheit abholen sollte.<\/p>\n<p>Die Operation habe rund eine Stunde gedauert, neun Soldaten sollen beteiligt gewesen sein. Bisher hatte sich die Evakuierungsmission der Bundeswehr auf das Flughafengel\u00e4nde beschr\u00e4nkt. Zwei Hubschrauber, die zur Evakuierung von gef\u00e4hrdeten Menschen aus dem Stadtgebiet nach Afghanistan gebracht worden waren, kamen bisher nicht zum Einsatz.\u00a0Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei &#8222;Bild TV&#8220;, es sei im Moment fast nicht mehr m\u00f6glich, zum Flughafen zu gelangen. &#8222;Deswegen m\u00fcssen wir sehr viel st\u00e4rker dazu \u00fcbergehen, die Leute sozusagen abzuholen. Das tun wir.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr evakuiert mehr als 300 Personen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat weitere 378 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Um 11.53 Uhr und 13.00 Uhr landete jeweils eine A400M mit den Geretteten in Taschkent in Usbekistan. Nach eigenen Angaben hat die Bundeswehr bereits mehr um die 3.000 Menschen evakuiert.<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer: &#8222;Ich halte den Kopf hin&#8220; <\/p>\n<p>Nach der Eskalation der Lage in Afghanistan hat Annegret Kramp-Karrenbauer bereits gravierende Fehler einger\u00e4umt. Nun spricht die Verteidigungsministerin von &#8222;pers\u00f6nlichen Konsequenzen&#8220;. Mehr dazu hier.<\/p>\n<p>Taliban drohen den USA: Verl\u00e4ngerung der Besatzung &#8222;wird Konsequenzen haben&#8220; <\/p>\n<p>Am 31. August sollen die Rettungsaktionen der USA aus Afghanistan enden. Nun sagte ein Sprecher der Taliban in Doha, der Hauptstadt Katars, dem Fernsehnetzwerk Sky News, eine Verl\u00e4ngerung der Frist zu Evakuierung k\u00e4me einer Verl\u00e4ngerung der milit\u00e4rischen Besatzung seines Landes gleich. Das sei weder notwendig noch werde man sich darauf einlassen. Sollten sich die USA dazu entscheiden, werde das Konsequenzen haben, so der Sprecher weiter.<\/p>\n<p>Johnson will Biden um Verl\u00e4ngerung bei Evakuierungseinsatz bitten <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson will sich bei US-Pr\u00e4sident Joe Biden f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung des Evakuierungseinsatzes in Afghanistan \u00fcber die bisherige Deadline Ende August hinaus einsetzen. Das sagte Verteidigungs-Staatssekret\u00e4r James Heappey dem Nachrichtensender Sky News am Montag. Johnson werde das Thema an diesem Dienstag bei einem Sondergipfel der G7-Staats- und Regierungschefs ansprechen.<\/p>\n<p>Bericht: Helikopter werden vorerst nicht eingesetzt <\/p>\n<p>Die nach Kabul gebrachten Helikopter der Spezialkr\u00e4fte (KSK) werden wohl vorerst nicht eingesetzt. Das sagte ein Bundeswehr-Offizier dem &#8222;Focus&#8220;. Der Einsatz sei zu gef\u00e4hrlich, da die Taliban von den Helikoptern w\u00fcssten, hie\u00df es. Die Ger\u00e4te wurden angefordert, da sie klein und wendig sind und damit auch Menschen aus dem Stadtgebiet von Kabul evakuieren k\u00f6nnten. Die Bundeswehr hatte den Transport der Helikopter selbst fotografiert und in den sozialen Netzwerken verbreitet.<\/p>\n<p>Bundeswehr meldet Feuergefecht am Eingang zum Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Am Flughafen von Kabul hat es laut Angaben der Bundeswehr am Montagmorgen ein Feuergefecht zwischen afghanischen Sicherheitskr\u00e4ften und unbekannten Angreifern gegeben. Dabei seien eine afghanische Sicherheitskraft get\u00f6tet und drei weitere verletzt worden, meldete die Bundeswehr im Onlinedienst Twitter. Im weiteren Verlauf des Gefechts seien auch US- und deutsche Soldaten beteiligt gewesen. Alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr seien unverletzt. Nach Angaben der Bundeswehr kam es zu dem Schusswechsel gegen 4.15 Uhr (MESZ) am Nordtor des Airports.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Nachrichten zur Lage in Afghanistan lesen Sie hier,\u00a0 in unserem vorherigen Newsblog.<\/p>\n<p>\n<!--noindex--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_90671874\/afghanistan-i-us-botschaft-sicherheitswarnung-fuer-flughafen-kabul.html\" rel=\"nofollow\">Source link <\/a><br \/>\n<!--\/noindex--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Kabul herrscht Sorge vor einem m\u00f6glichen Anschlag. Die USA, Gro\u00dfbritannien und Australien warnen nun vor einer akuten Gefahr. Menschen am Flughafen sollen das Gebiet verlassen. 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