{"id":2281,"date":"2021-08-28T01:54:24","date_gmt":"2021-08-28T01:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/selectednews.info\/de\/buerger-sollen-flughafentore-sofort-verlassen\/"},"modified":"2021-08-28T01:54:40","modified_gmt":"2021-08-28T01:54:40","slug":"buerger-sollen-flughafentore-sofort-verlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/selectednews.info\/de\/buerger-sollen-flughafentore-sofort-verlassen\/","title":{"rendered":"B\u00fcrger sollen Flughafentore &#8222;sofort&#8220; verlassen"},"content":{"rendered":"<p>Die Botschaft der USA in Afghanistan warnt vor einem neuen Anschlag. B\u00fcrger sollten die Flughafentore &#8222;sofort verlassen&#8220;, hei\u00dft es in einem neuen Sicherheitshinweis. Alle Informationen im Newsblog.<\/p>\n<p>Die radikal-islamischen Taliban beherrschen wieder Afghanistan, nur der Flughafen in der Hauptstadt Kabul ist noch unter US-Kontrolle. Die USA wollen bis zum 31. August abziehen, die Evakuierungsfl\u00fcge enden deswegen in dieser Woche. Am Donnerstag flog die Bundeswehr bereits die letzten schutzbed\u00fcrftigen Menschen aus \u2013 unter dramatischen Umst\u00e4nden. Mutma\u00dfliche IS-Attent\u00e4ter t\u00f6teten in einem Doppelanschlag vor dem Flughafen zahlreiche Menschen, darunter auch US-Soldaten. Die Lage bleibt angespannt.<\/p>\n<p>US-Botschaft warnt: B\u00fcrger sollen Flughafen-Umgebung verlassen<\/p>\n<p>Die US-Botschaft in Afghanistan hat eine neue Sicherheitswarnung f\u00fcr ihre Landsleute am Flughafen Kabul ver\u00f6ffentlicht und dazu aufgerufen, das Gebiet sofort zu verlassen. Das gelte f\u00fcr alle US-B\u00fcrger, &#8222;die sich am Abbey-Gate, Ost-Gate, Nord-Gate oder am Gate des neuen Innenministeriums aufhalten&#8220;, hie\u00df es in der Warnung der Botschaft in der Nacht zu Samstag. Alle anderen sollten aufgrund der Gefahrenlage auch weiterhin gar nicht erst zum Flughafen kommen.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he des Flughafens der afghanischen Hauptstadt waren bei einem Anschlag der Terrormiliz IS am Donnerstag Dutzende Menschen get\u00f6tet worden. Ein Selbstmordattent\u00e4ter hatte sich an einem Flughafentor in die Luft gesprengt, au\u00dferdem er\u00f6ffneten mehrere Sch\u00fctzen das Feuer.<\/p>\n<p>Nach US-Medienberichten hat eine Drohne der amerikanischen Streitkr\u00e4fte einen Planer der vergangenen Anschl\u00e4ge in Kabul getroffen und get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Taliban weiten Einfluss am Flughafen aus<\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben die Kontrolle \u00fcber Teile des Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul \u00fcbernommen. Am Freitag habe das US-Milit\u00e4r &#8222;drei wichtige Bereiche&#8220; im milit\u00e4rischen Teil des Flughafens verlassen, erkl\u00e4rte der Taliban-Sprecher Bilal Karimi auf Twitter. Diese Bereiche seien nun &#8222;unter der Kontrolle des Islamischen Emirats&#8220; und nur noch &#8222;ein sehr kleiner Teil&#8220; des Airports werde von US-Soldaten kontrolliert.<\/p>\n<p>Das US-Verteidigungsministerium erkl\u00e4rte daraufhin, die Zug\u00e4nge zum Flughafengel\u00e4nde und der Betrieb des Flughafens w\u00fcrden weiter von US-Soldaten kontrolliert. &#8222;Sie haben weder die Verantwortung f\u00fcr irgendeines der Tore noch f\u00fcr den Betrieb des Flughafens&#8220;, sagte der Pentagon-Sprecher John Kirby \u00fcber die Taliban. &#8222;Das steht weiter unter Kontrolle des US-Milit\u00e4rs.&#8220;<\/p>\n<p>US-Botschaft warnt vor weiterem Anschlag in Kabul <\/p>\n<p>Die US-Botschaft in Afghanistan hat eine neue Sicherheitswarnung f\u00fcr ihre Landsleute am Flughafen Kabul ver\u00f6ffentlicht und dazu aufgerufen, das Gebiet sofort zu verlassen. Das gelte f\u00fcr alle US-B\u00fcrger, &#8222;die sich am Abbey-Gate, Ost-Gate, Nord-Gate oder am Gate des neuen Innenministeriums aufhalten&#8220;, hie\u00df es in der Warnung der Botschaft in der Nacht zu Samstag.<\/p>\n<p>Die kommenden Tage werden nach Ansicht der US-Regierung die gef\u00e4hrlichste Phase des Evakuierungseinsatzes aus Afghanistan. Pr\u00e4sident Joe Biden sei bei einem Treffen mit seinem nationalen Sicherheitsteam davor gewarnt worden, dass ein weiterer Terroranschlag in Kabul wahrscheinlich sei, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Jen Psaki. Es w\u00fcrden maximale Schutzma\u00dfnahmen ergriffen.<\/p>\n<p>Psaki betonte die Entschlossenheit der US-Regierung, die Drahtzieher des Anschlags von Kabul t\u00f6ten zu lassen. &#8222;Er hat klar gemacht, dass er nicht will, dass sie noch auf der Erde leben&#8220;, sagte sie mit Blick auf Bidens j\u00fcngste Drohung gegen die Terroristen. Psaki reagierte auf die Frage, ob Biden die Urheber der Attacke t\u00f6ten lassen oder vor Gericht stellen wolle. Psaki sagte, die Regierung werde sich nicht zu Details \u00e4u\u00dfern, wie genau man gegen die Urheber des Anschlags vorgehen werde. Sie betonte aber, dieses Bekenntnis dazu bleibe bestehen, &#8222;bis es erledigt ist&#8220;. Der Pr\u00e4sident und das Milit\u00e4r h\u00e4tten keinen Zweifel, dass sie jede Befugnis h\u00e4tten, Isis-K anzugreifen.<\/p>\n<p>Isis-K ist ein \u00f6rtlicher Ableger der Terrororganisation &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS). Die Amerikaner sprachen von Isis statt vom IS \u2013 daher bezeichnen sie den Zweig als Isis-K. Biden hatte den Terroristen wenige Stunden nach der Attacke mit Vergeltung gedroht und gesagt: &#8222;Wir werden euch jagen und euch daf\u00fcr bezahlen lassen.&#8220; Die Evakuierung der US-B\u00fcrger, die sich noch in Afghanistan aufhielten, habe aber Vorrang. Es w\u00fcrden verschiedene Ma\u00dfnahmen ergriffen, um diese sicher zum Flughafen zu bringen.\u00a0<\/p>\n<p>Bericht:\u00a0BND bringt eigene Ortskr\u00e4fte in Sicherheit<\/p>\n<p>An der deutschen Evakuierungsmission in Afghanistan ist laut einem Bericht der &#8222;Bild&#8220; auch der Bundesnachrichtendienst (BND) beteiligt gewesen. Der Auslandsgeheimdienst habe bis zuletzt im \u00e4u\u00dferen Umfeld des Flughafens von Kabul gearbeitet, berichtete die &#8222;Bild&#8220; am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach halfen BND-Mitarbeiter beim Abgleichen von Listen und dem Auffinden schutzw\u00fcrdiger Menschen. Zudem habe der BND alle eigenen afghanischen Ortskr\u00e4fte in Sicherheit gebracht.<\/p>\n<p>Laut &#8222;Bild&#8220; schickte der BND vor einigen Tagen ein frisches Team nach Kabul, um die Arbeit bis zum Schluss der Evakuierungsmission fortzusetzen. Dieses habe in der letzten deutschen A400M-Maschine Afghanistan verlassen.<\/p>\n<p>Tausende noch auf deutscher Ausreiseliste <\/p>\n<p>Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist beendet. Doch es warten\u00a0noch Tausende Menschen auf eine Ausreise nach Deutschland. Die Bundesregierung verhandelt mit den Taliban. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.<\/p>\n<p>Trotz Terror \u2013 USA wollen noch 5.400 Menschen aus Kabul ausfliegen <\/p>\n<p> Weiterlesen<\/p>\n<p>Trotz des verheerenden Selbstmordanschlags mit mindestens 85 Todesopfern am Flughafen von Kabul wollen die USA weiter &#8222;bis zum letzten Moment&#8220; Menschen ausfliegen. Mehr als 5.400 Menschen warteten noch am Airport, erkl\u00e4rte Pentagon-Sprecher John Kirby. Der Einsatz sei nach wie vor &#8222;konkreten und glaubw\u00fcrdigen Bedrohungen&#8220; ausgesetzt. Das Ministerium korrigierte derweil seine Angaben zum Anschlag. Demnach war es die Tat eines einzelnen Selbstmordattent\u00e4ters.<\/p>\n<p>Eine Familie aus Afghanistan nach ihrer Ankunft in Washington: Wie viele Menschen kann die US-Armee noch aus Kabul ausfliegen? (Quelle: Jose Luis Magana\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Unter den Opfern seien viele Frauen\u00a0und Kinder, sagten zwei fr\u00fchere Mitarbeiter des afghanischen Gesundheitsministeriums. Mehr als 150 Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben des britischen Au\u00dfenministeriums sind\u00a0unter den Toten auch zwei britische Staatsb\u00fcrger sowie das Kind eines Briten oder einer Britin.\u00a0Derweil suchten in Kabul viele Menschen nach dem Anschlag verzweifelt ihre Angeh\u00f6rigen. In einem Krankenhaus der Hilfsorganisation Emergency operierten die \u00c4rzte bis in die fr\u00fchen Morgenstunden. Die Situation sei nach wie vor kritisch, berichteten sie auf Twitter.<\/p>\n<p>Der afghanische Ableger der Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat Provinz Chorasan&#8220; (IS-K) bekannte sich zu dem Anschlag am Flughafentor Abbey Gate, wo Tausende Menschen auf einen Platz in einem der letzten westlichen Evakuierungsflugzeuge warteten. Der Anschlag war die verlustreichste Attacke auf die US-Armee am Hindukusch seit zehn Jahren.\u00a0US-Pr\u00e4sident Joe Biden k\u00fcndigte Vergeltung f\u00fcr den Anschlag an, bei dem auch 13 US-Soldaten starben und 18 verletzt wurden. &#8222;Wir werden euch jagen und euch b\u00fc\u00dfen lassen&#8220;, sagte Biden an die Drahtzieher gerichtet.<\/p>\n<p>Erste Bundeswehr-Soldaten von Evakuierungsmission zur\u00fcckgekehrt\u00a0 <\/p>\n<p>Die ersten Soldaten der Bundeswehr sind von ihrer Evakuierungsmission in Afghanistan nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt. Auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Wunstorf bei Hannover landete am Freitagabend die erste von drei Milit\u00e4rmaschinen. Die zwei weiteren Flugzeuge wurden wenig sp\u00e4ter erwartet. An Bord eines Flugzeugs war nach Milit\u00e4rangaben auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).<\/p>\n<p>Die Einsatzkr\u00e4fte waren in Taschkent gestartet, der Hauptstadt von Usbekistan. Dort hatte die Bundeswehr ein Drehkreuz eingerichtet, um in kurzen Shuttlefl\u00fcgen Deutsche und bedrohte Afghanen aus Kabul auszufliegen. F\u00fcr den R\u00fcckflug der Soldaten nach Deutschland wurden ein Airbus A310 der Luftwaffe und zwei Milit\u00e4rtransporter A400M eingesetzt. Nach Bundeswehrangaben waren an der Evakuierungsmission 454 Einsatzkr\u00e4fte beteiligt, darunter 19 Soldatinnen.<\/p>\n<p>Biden genehmigt Eins\u00e4tze gegen Islamistengruppe IS-Chorassan <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat einem Insider zufolge seinen Kommandeuren die Erlaubnis zu Angriffen auf Ziele der Islamistengruppe IS-Chorassan erteilt. Diese wird f\u00fcr den Anschlag am Flughafen verantwortlich gemacht. Berater des Pr\u00e4sidenten h\u00e4tten Biden zudem gewarnt, dass ein weiterer Terrorangriff in Kabul wahrscheinlich sei, sagt der Insider.<\/p>\n<p>Frankreich will Fl\u00fcge \u00fcber Freitagabend hinaus fortsetzen <\/p>\n<p>Frankreich verhandelt seit Tagen mit den Taliban \u00fcber die Evakuierung. Es gebe Kontakte, um die Ausreise von Menschen zu erleichtern, best\u00e4tigte das franz\u00f6sische Au\u00dfenministerium. Frankreich will die Fl\u00fcge \u00fcber Freitagabend hinaus fortsetzen.<\/p>\n<p>Verletzte US-Soldaten werden in Deutschland versorgt<\/p>\n<p>Bei dem Anschlag am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul verletzte US-Soldaten sind nach Deutschland geflogen worden. Zwei Maschinen mit den Verletzten seien am Freitag am US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz gelandet, erkl\u00e4rte das US-Verteidigungsministerium in Washington.<\/p>\n<p>Die Soldaten seien zum nahegelegenen US-Milit\u00e4rkrankenhaus in Landstuhl gebracht worden und w\u00fcrden dort behandelt. In Landstuhl westlich von Kaiserslautern befindet sich das gr\u00f6\u00dfte US-Milit\u00e4rkrankenhaus au\u00dferhalb der USA.<\/p>\n<p>UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk rechnet mit 500.000 Schutzsuchenden <\/p>\n<p>Das UN-Fl\u00fcchtlingshilfswerk UNHCR geht bei seinen Planungen davon aus, dass bis zu einer halben Million Afghanen zu Fl\u00fcchtlingen werden. Die Organisation ruft alle Nachbarl\u00e4nder in der Region dazu auf, Schutzsuchende aufzunehmen.<\/p>\n<p>Deutsche Helfer sehen kaum noch Chancen f\u00fcr Ortskr\u00e4fte in Afghanistan <\/p>\n<p>Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische\u00a0Ortskr\u00e4fte\u00a0sieht\u00a0kaum\u00a0noch\u00a0Chancen, die ehemaligen\u00a0Helfer\u00a0der\u00a0deutschen Truppen\u00a0noch\u00a0aus Kabul zu evakuieren. &#8222;Die M\u00f6glichkeit\u00a0f\u00fcr\u00a0Ortskr\u00e4fte\u00a0Deutschlands rauszufliegen, ist jetzt nicht mehr vorhanden&#8220;, sagte der Leiter der Organisation, Marcus Grotian, im\u00a0Interview mit Reuters TV am Freitag.<\/p>\n<p>Alle seien nach dem Ende der\u00a0deutschen Luftbr\u00fccke und den Anschl\u00e4gen vom Donnerstag &#8222;verbittert und frustriert und auch hoffnungslos, denn so richtig, wie es jetzt weitergehen soll, wissen sie alle nicht&#8220;. Wichtig\u00a0f\u00fcr\u00a0eine Ausreise seien vor allem Papiere wie ein\u00a0Visum und ein\u00a0g\u00fcltiger Reisepass. &#8222;Schnell und einfach wird es da gar nichts geben&#8220;, sagte Grotian.<\/p>\n<p>Ankunft von Verletzten aus Kabul in Rheinland-Pfalz erwartet <\/p>\n<p>Im Rahmen der Amtshilfe f\u00fcr die Air Base Ramstein\u00a0hat sich der Landkreis Kaiserslautern am Freitag mit seinem Rettungsdienst auf die\u00a0Ankunft\u00a0zahlreicher Verletzter\u00a0aus\u00a0Kabul\u00a0vorbereitet. Es k\u00f6nne sich um etwa 30 bis 40 Verletzte durch den Anschlag am Vortag am Flughafen\u00a0Kabul\u00a0handeln, sagte Landrat Ralf Le\u00dfmeister (CDU). Genaue Zahlen waren zun\u00e4chst nicht bekannt.<\/p>\n<p>Afghanische Fl\u00fcchtlinge aus Afghanistan kommen in Rheinland-Pfalz an (Archiv): Die UN ruft die Nachbarl\u00e4nder Afghanistans auf, Schutzsuchende aufzunehmen.  (Quelle: Emma James\/dpa)<\/p>\n<p>Bei den\u00a0Verletzten\u00a0und zum Teil Schwerstverletzten\u00a0soll es sich um M\u00e4nner, Frauen und Kinder handeln. Ob darunter Soldaten, Zivilisten oder Deutsche sind, konnte Le\u00dfmeister nicht sagen. Die Rettungsdienste und umliegenden Kliniken seien\u00a0in\u00a0Abstimmung mit dem rheinland-pf\u00e4lzischen\u00a0Innenministerium alarmiert, sagte der Landrat.<\/p>\n<p>Zahl der Opfer von Anschlag in Kabul steigt weiter <\/p>\n<p>Die\u00a0Zahl\u00a0der\u00a0bei dem\u00a0Anschlag\u00a0am Flughafen\u00a0Kabul\u00a0ums Leben gekommenen Menschen\u00a0steigt\u00a0weiter. Afghanische Gesundheitsbeh\u00f6rden sprechen jetzt\u00a0von\u00a079 get\u00f6teten Einheimischen, nachdem zuletzt\u00a0von\u00a072 Toten die Rede war. Da zudem 13 US-Soldaten starben,\u00a0steigt\u00a0die Gesamtzahl\u00a0der\u00a0Opfer\u00a0nun auf mindestens 92.<\/p>\n<p>Britische Botschaft in Kabul l\u00e4sst sensible Dokumente von Ortskr\u00e4ften zur\u00fcck <\/p>\n<p>Bei der \u00fcberst\u00fcrzten Evakuierung des\u00a0britischen\u00a0Botschaftsgel\u00e4ndes\u00a0in\u00a0Kabul\u00a0sollen Diplomaten einem Medienbericht zufolge die Kontaktdaten afghanischer Ortskr\u00e4fte\u00a0zur\u00fcckgelassen haben. Die Zeitung &#8222;Times&#8220; berichtete am Freitag\u00a0in\u00a0einer Titelgeschichte des langj\u00e4hrigen Kriegsberichterstatters Anthony Loyd, dass er bei einem Rundgang durch das nun\u00a0von\u00a0Taliban-K\u00e4mpfern bewachte Gel\u00e4nde nicht geschredderte\u00a0Dokumente\u00a0mit den Kontaktdaten afghanischer Mitarbeiter und Stellenbewerber fand.<\/p>\n<p>Die &#8222;Times&#8220; rief die Nummern an und stellte fest, dass einige Mitarbeiter noch\u00a0in\u00a0Afghanistan waren und versuchten zu fliehen. Die Zeitung leitete die Kontakte nach eigenen Angaben an das\u00a0britische\u00a0Au\u00dfenministerium weiter, damit die Menschen noch\u00a0in\u00a0Sicherheit gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>UN-Sicherheitsrat: Terrorismus im Land muss bek\u00e4mpft werden <\/p>\n<p>Der UN-Sicherheitsrat fordert eine Bek\u00e4mpfung des\u00a0Terrorismus\u00a0in Afghanistan. Das\u00a0Land\u00a0d\u00fcrfe nicht dazu genutzt\u00a0werden, um andere Staaten zu bedrohen oder anzugreifen, verlangt der Sicherheitsrat. Zivilisten\u00a0im\u00a0Land\u00a0m\u00fcssten respektiert und eine Ausreise gesichert sein. Der Anschlag am Flughafen sei besonders absto\u00dfend, da gezielt Zivilisten angegriffen worden seien.<\/p>\n<p>Vier vormals Abgeschobene aus Afghanistan zur\u00fcck\u00a0\u2013 Haft oder Duldung <\/p>\n<p>\u00dcber die Evakuierungsfl\u00fcge aus Afghanistan ist es nach Kenntnis der Beh\u00f6rden vier vormals Abgeschobenen gelungen, nach Deutschland zur\u00fcckzukehren. Aufgrund der Notlage habe sich die Bundesregierung bei der Evakuierung f\u00fcr ein &#8222;sehr pragmatisches Verfahren&#8220; entschieden, das auch mit Risiken verbunden sei, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Freitag in Berlin. Dazu geh\u00f6re, dass die Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung, die normalerweise vor Erteilung des Visums erfolgt, erst bei der Einreise vorgenommen werde.<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Donnerstag gesagt, von Abgeschobenen seien gef\u00e4lschte Dokumente vorgelegt worden, um an Bord der Evakuierungsflugzeuge zu gelangen. Mindestens einer der vormals abgeschobenen Afghanen sei direkt wieder in Haft genommen worden, berichtete der Sprecher. Andere erhielten eine Duldung, weil keine Bedenken gegen ihren Aufenthalt in Deutschland best\u00fcnden.\u00a0<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt: Lage am Flughafen Kabul &#8222;hochgef\u00e4hrlich&#8220; <\/p>\n<p>Das Krisenreaktionszentrum des Ausw\u00e4rtigen Amts sch\u00e4tzt die Sicherheitslage am Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul als &#8222;hochgef\u00e4hrlich&#8220; ein. Es bestehe weiterhin ein hohes Anschlagsrisiko rund um den Flughafen, hie\u00df es am Freitag in einem Schreiben an deutsche Staatsb\u00fcrger, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. &#8222;Wir raten Ihnen deshalb dringend, sich derzeit nicht zum Flughafen zu begeben.&#8220; Es sei noch nicht absehbar, wann der regul\u00e4re Flugbetrieb wieder aufgenommen werde.<\/p>\n<p>Wallace: Zeit verschwendet mit Diskussion \u00fcber Evakuierung von Tieren <\/p>\n<p>Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat nach eigenen Angaben zu viel Zeit mit der Diskussion \u00fcber die Evakuierung von Haustieren aus Afghanistan verbracht. Das sagte der konservative Politiker am Freitag in einem Interview des Senders &#8222;Times Radio&#8220;. Der ehemalige britischer Soldat Paul Farthing hatte zuvor eine Kampagne in sozialen Medien gestartet, um mehr als 150 Katzen und Hunde aus einem von ihm gegr\u00fcndeten Tierheim in Kabul ausfliegen zu k\u00f6nnen. Wallace hatte das zun\u00e4chst unter Verweis auf den Vorrang f\u00fcr von den Taliban gef\u00e4hrdete Menschen abgelehnt, aber schlie\u00dflich dem Druck nachgegeben.<\/p>\n<p>Der Versuch Farthings, mit rund 70 Mitarbeitern und den Tieren am Donnerstag zu einer Maschine an den Flughafen zu gelangen, die von Unterst\u00fctzern gechartert worden war, scheiterte jedoch an fehlenden Dokumenten, die Aktion musste wegen des Chaos nach dem blutigen Anschlag mit Dutzenden Toten abgebrochen werden. Die britische Rettungsmission sollte nach Angaben von Wallace noch am Freitag zu Ende gehen. Ob Farthing mit seinen Mitarbeitern und Tieren die Ausreise vor dem Ende des US-Milit\u00e4reinsatzes am 31. August noch gelingen wird, scheint inzwischen mehr als fraglich.<\/p>\n<p>Islam-Expertin:\u00a0Taliban hatte Unterst\u00fctzung in Bev\u00f6lkerung <\/p>\n<p>Die Taliban hat bei ihrem Kampf gegen die Nato und auch auf ihrem j\u00fcngsten Eroberungszug\u00a0teilweise Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung gehabt.\u00a0Schon unter der sowjetischen Besatzung seien sie manchen als eine Art Befreiungsbewegung erschienen, sagte die Islamwissenschaftlerin Susanne Schr\u00f6ter,\u00a0Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, am Freitag im ZDF-&#8222;Morgenmagazin&#8220;.<\/p>\n<p>Der Anschlag in Kabul zeigte laut Schr\u00f6ter allerdings auch, dass der IS selbst in der Hauptstadt zuschlagen k\u00f6nne und die Taliban nicht das ganze Land vollst\u00e4ndig kontrollieren. Sie bef\u00fcrchte, dass es nun zu &#8222;b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden&#8220; kommen k\u00f6nnte.\u00a0Die neuen islamistischen Machthaber, die Taliban, und die mit ihnen verfeindete Terrormiliz Islamischer Staat, die sich zu dem Anschlag bekannte, konkurrierten um Macht, Einfluss und die religi\u00f6se Deutungshoheit.<\/p>\n<p>Au\u00dfenministerium: Immer mehr Desinformation in Kabul <\/p>\n<p>In Afghanistan wurden nach Angaben eines Sprechers des Au\u00dfenministeriums in den letzten Tagen Deutsche immer wieder Opfer von gezielter Desinformation. Immer wieder w\u00fcrden Personen von gef\u00e4lschten E-Mailadressen aus aufgefordert, sich zu bestimmten Punkten in der Hauptstadt zu begeben, was mit erheblichen Gef\u00e4hrdungen verbunden sei. &#8222;Leider handelt es sich um ein Ph\u00e4nomen, das in den letzten Tagen erheblich zugenommen hat&#8220;, sagt der Sprecher.<\/p>\n<p>Schweden hat Einsatz beendet <\/p>\n<p>Schweden hat den Einsatz zur Rettung Schutzsuchender beendet. &#8222;Alles in allem hat das Au\u00dfenministerium rund 1.100 Menschen evakuiert&#8220;, sagt Ressortchefin Ann Linde bei einer Pressekonferenz. &#8222;Alle Ortskr\u00e4fte der Botschaft und ihre Familienangeh\u00f6rigen sind evakuiert worden.&#8220;<\/p>\n<p>Noch 300 Deutsche in Afghanistan <\/p>\n<p>Ein Sprecher des deutschen Au\u00dfenministeriums sagt, es seien noch etwa 300 Deutsche in Afghanistan. Deutschland habe insgesamt \u00fcber 10.000 Afghanen als schutzw\u00fcrdig identifiziert. Von deutscher Seite seien keine Listen mit Namen an die Taliban \u00fcbergeben worden.<\/p>\n<p>Scholz verspricht Zur\u00fcckgelassenen Hilfe <\/p>\n<p>Vizekanzler Olaf Scholz hat versprochen, die Bem\u00fchungen um die Rettung von in Afghanistan zur\u00fcckgelassenen Menschen fortzusetzen. &#8222;Wir tun weiter alles daf\u00fcr, die in Sicherheit zu bringen, f\u00fcr die wir in Afghanistan Verantwortung tragen&#8220;, schrieb der SPD-Kanzlerkandidat am Freitag auf Twitter. Deutschland habe mehr als 5.000 Menschen aus Afghanistan evakuieren k\u00f6nnen. &#8222;Das war ein hochgef\u00e4hrlicher Einsatz, f\u00fcr den ich den Kr\u00e4ften der Bundeswehr und des Ausw\u00e4rtigen Amtes zutiefst dankbar bin.&#8220;<\/p>\n<p>Scholz verurteilte den Anschlag, zu dem sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte, aufs Sch\u00e4rfste. &#8222;Meine Gedanken sind bei den Angeh\u00f6rigen der Opfer und den vielen Verletzten dieses menschenverachtenden Terrors&#8220;, schrieb er.<\/p>\n<p>World Vision: Acht Millionen Kinder auf Hilfe angewiesen <\/p>\n<p>\u00a0Mehr als acht Millionen Kinder in Afghanistan sind nach Angaben des internationalen Kinderhilfswerks World Vision dringend auf humanit\u00e4re Hilfe und Schutz angewiesen. 8,2 Millionen Minderj\u00e4hrige in dem Krisenland seien &#8222;in h\u00f6chstem Ma\u00dfe gef\u00e4hrdet&#8220;, teilte die Organisation am Freitag mit. Insgesamt ben\u00f6tigten demnach 18,4 Millionen Menschen und damit fast die H\u00e4lfte der afghanischen Bev\u00f6lkerung Hilfe und Schutz.<\/p>\n<p>Die humanit\u00e4re Lage im Land habe sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. &#8222;Kinder konnten nicht zur Schule gehen, Lebensmittel sind knapp und die Zahl der Binnenvertriebenen ist steil angestiegen&#8220;, teilte World Vision mit. Aufgrund einer D\u00fcrre h\u00e4tten mehr als zw\u00f6lf Millionen Afghaninnen und Afghanen nicht gen\u00fcgend zu essen, viele Kinder seien schwer unterern\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&#8222;Kinder sind einem gr\u00f6\u00dferen Risiko von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt&#8220;, erkl\u00e4rte die nationale Direktorin der Hilfsorganisation in Afghanistan, Asuntha Charles. &#8222;Die Menschen sind jetzt am verwundbarsten, und wir k\u00f6nnen sie jetzt nicht im Stich lassen.&#8220; Die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse ihre Pr\u00e4senz vor Ort aufrechterhalten, um eine humanit\u00e4re Katastrophe zu verhindern. &#8222;Wir appellieren an die Staats- und Regierungschefs der Welt, die dringend ben\u00f6tigten Mittel dauerhaft und flexibel bereitzustellen, damit die afghanischen Kinder nicht vergessen werden&#8220;, erkl\u00e4rte Charles.<\/p>\n<p>Medizinisches Material wird knapp <\/p>\n<p>In Afghanistan wird das medizinische Material zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung knapp. Geplante Versorgungsfl\u00fcge der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konnten wegen der Sicherheitslage nicht stattfinden, wie Rick Brennan, WHO-Nothilfekoordinator f\u00fcr die Region, am Freitag per Video zu Journalisten in Genf sagte. &#8222;Die Vorr\u00e4te reichen nur noch f\u00fcr ein paar Tage&#8220;, sagte Brennan.<\/p>\n<p>Die WHO versuche, mit Unterst\u00fctzung Pakistans den Flughafen von Mazar-i-Scharif zu erreichen. Fl\u00fcge waren f\u00fcr Anfang kommender Woche geplant. Ein gro\u00dfe H\u00fcrde seien die Kosten: Die Preise f\u00fcr die Versicherung solcher Fl\u00fcge sei in nie da gewesene H\u00f6hen geschnellt, sagte Brennan. Knapp werde praktisch alles: Material zur Versorgung von Verletzungen, zur Behandlung von Unterern\u00e4hrten und Arzneimittel f\u00fcr chronisch Kranke.<\/p>\n<p>Nahe Masar-i-Scharif war der deutsche St\u00fctzpunkt zur Unterst\u00fctzung des Nato-Einsatzes. Die letzten deutschen Soldaten zogen im Juni ab.<\/p>\n<p>Als Lichtblick bezeichnete Brennan die Tatsache, dass 97 Prozent der rund 2 200 Gesundheitseinrichtungen, die die WHO unterst\u00fctzt, weiter funktionierten. Allerdings blieben den Kliniken hier und da sowohl Frauen und Kinder als Patienten als auch weibliches Personal fern. Nach ersten Eindr\u00fccken gehe das auf Angst und Vorsicht der Frauen zur\u00fcck. Es gebe bislang keine Berichte, dass sie von den machthabenden islamistischen Taliban am Besuch der Kliniken gehindert werden. Unter den Evakuierten und Gefl\u00fcchteten sei auch Gesundheitspersonal, sagte Brennan. Der Verlust von Fachkr\u00e4ften (&#8222;brain drain&#8220;) sei ein enormes Problem f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>\u00dcber 18.700 Menschen in Ramstein angekommen <\/p>\n<p>Auf der Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz sind bis Freitag mehr als 18.700 Evakuierte aus Afghanistan gelandet. Das teilte der weltweit gr\u00f6\u00dfte US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt au\u00dferhalb Amerikas mit. Ramstein nahe Kaiserslautern ist seit vergangenem Freitag (20.8.) ein US-Drehkreuz f\u00fcr Gefl\u00fcchtete aus Afghanistan.<\/p>\n<p>Auf der Air Base seien etwa 76 Flugzeuge der United States Air Force eingetroffen, berichtete eine Sprecherin des St\u00fctzpunkts. In die USA weitergereist seien mehr als 4.100 Evakuierte mit etwa 18 Fl\u00fcgen. Die Fl\u00fcge werden voraussichtlich das ganze Wochenende \u00fcber fortgesetzt.<\/p>\n<p>Schutzsuchende wie etwa ehemalige Ortskr\u00e4fte der USA in Afghanistan und ihre Familien, die aus Angst vor den Taliban ihre Heimat verlassen, kommen zun\u00e4chst in Zelten und Flugzeughangars der Air Base unter. Sie werden registriert und bei Bedarf medizinisch behandelt. In der US-Milit\u00e4ranlage Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern werden Menschen aus Afghanistan ebenfalls vor\u00fcbergehend beherbergt.<\/p>\n<p>Afghanische Fl\u00fcchtlinge kommen in Ramstein an: Mehr als 18.700 Menschen sind bislang auf den St\u00fctzpunkt gebracht worden.  (Quelle: ZUMA Wire\/imago images)<\/p>\n<p>T\u00fcrkei f\u00fchrt erste Gespr\u00e4che mit Taliban <\/p>\n<p>Die t\u00fcrkische Regierung hat nach eigenen Angaben erste Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan in Kabul gef\u00fchrt. Die Gespr\u00e4che auf dem milit\u00e4rischen Teil des Flughafens in der afghanischen Hauptstadt dauerten rund dreieinhalb Stunden, wie Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan am Freitag mitteilte. Dabei sei \u00fcber den Vorschlag der Taliban gesprochen worden, dass die T\u00fcrkei k\u00fcnftig den Flughafen in der afghanischen Stadt betreibt.<\/p>\n<p>In den Wochen vor der Macht\u00fcbernahme der Taliban hatte die T\u00fcrkei mit den USA dar\u00fcber verhandelt, dass sie sich nach dem vollst\u00e4ndigen US-Abzug aus Afghanistan an der Absicherung und dem Betrieb des Kabuler Flughafens beteiligen k\u00f6nnte. Die schnelle Einnahme Kabuls durch die Taliban brachte die Pl\u00e4ne allerdings durcheinander. Die T\u00fcrkei, die zuletzt 500 Soldaten in Afghanistan stationiert hatte, begann am Mittwoch mit dem Abzug ihrer Soldaten aus dem Land.<\/p>\n<p>H\u00f6gl: Soldaten haben alles gegeben <\/p>\n<p>Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H\u00f6gl, hat der Bundeswehr f\u00fcr den Einsatz zur Evakuierung aus Afghanistan gedankt. Sie sei sehr erleichtert, dass Soldaten und Diplomaten das Land wohlbehalten verlassen h\u00e4tten, teilte H\u00f6gl am Freitag mit. Sie war mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Vorabend nach Taschkent in Usbekistan geflogen, wo die Truppe ihr Drehkreuz hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Buchst\u00e4blich bis zur letzten Minute haben sie alles gegeben, um noch so viele Schutzbed\u00fcrftige wie m\u00f6glich aus Kabul herauszuholen. F\u00fcr diesen herausragenden Einsatz geb\u00fchrt ihnen unser allergr\u00f6\u00dfter Respekt und Anerkennung&#8220;, so H\u00f6gl weiter. &#8222;Wichtig wird es nun sein, auf diplomatischem Weg weiteren Ortskr\u00e4ften und Schutzbed\u00fcrftigen, die es nicht geschafft haben, eine Ausreise zu erm\u00f6glichen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Wehrbeauftragte forderte, es m\u00fcsse nun f\u00fcr Soldatinnen und Soldaten die n\u00f6tige Zeit und gen\u00fcgend Betreuungsangebote geben, &#8222;damit sie ihre Erlebnisse verarbeiten k\u00f6nnen und der gr\u00f6\u00dfte Evakuierungseinsatz in der Geschichte der Bundeswehr aufgearbeitet werden kann&#8220;.<\/p>\n<p>Mehrheit der Deutschen findet: Ortskr\u00e4ften nicht genug geholfen <\/p>\n<p>Deutschland tut zu wenig f\u00fcr Ortskr\u00e4fte deutscher Einrichtungen in Afghanistan, sagen 57 Prozent der Befragten im ZDF-Politbarometer. 27 Prozent sind zufrieden, sieben Prozent sind der Meinung, es werde zu viel f\u00fcr sie getan. 43 Prozent geben an, den Afghanistan-Einsatz seit 2001 f\u00fcr grunds\u00e4tzlich richtig zu halten. 43 Prozent sind hier gegenteiliger Meinung.<\/p>\n<p>Spanien zieht sich aus Afghanistan vollst\u00e4ndig zur\u00fcck <\/p>\n<p>ach den Anschl\u00e4gen von Kabul am Donnerstag hat Spanien die Evakuierungen von Schutzsuchenden beendet und sich vollst\u00e4ndig aus dem Konfliktland zur\u00fcckgezogen. Die letzten 81 Spanier, die sich zuletzt noch im Land aufgehalten h\u00e4tten, seien am Freitag in einem Transportflugzeug Airbus A400M der Luftwaffe nach Dubai ausgeflogen worden, teilte die Regierung in Madrid mit. Es handele sich um Botschafter Gabriel Ferr\u00e1n, Botschaftsmitarbeiter und Milit\u00e4rpersonal, hie\u00df es. Au\u00dferdem seien in den letzten beiden Evakuierungsfl\u00fcgen auch vier Milit\u00e4rangeh\u00f6rige aus Portugal und 85 afghanische Mitarbeiter Spaniens, Portugals und der Nato aus dem Land gebracht worden.<\/p>\n<p>Bei den von Spanien organisierten Fl\u00fcgen wurden den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 1.900 Schutzsuchende aus Afghanistan evakuiert. Man habe nicht nur eigene Mitarbeiter und deren Familien, sondern auch einheimische Mitarbeiter anderer L\u00e4nder, der Europ\u00e4ischen Union, der Vereinten Nationen und der Nato ausgeflogen, lie\u00df Madrid wissen.<\/p>\n<p>DRK rechnet mit deutlich mehr Suchanfragen <\/p>\n<p>Die dramatische Situation in Afghanistan spiegelt sich auch in der Suche nach Vermissten beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) wider. &#8222;Aufgrund der aktuellen Ereignisse erwarten wir, dass die Zahl der Suchanfragen mit Bezug auf Afghanistan in den n\u00e4chsten Wochen deutlich zunehmen werden&#8220;, erkl\u00e4rte DRK-Pr\u00e4sidentin Gerda Hasselfeldt. Bei Anfragen in den Beratungsstellen zur Familienzusammenf\u00fchrung sei schon seit Tagen &#8222;ein drastischer Anstieg zu verzeichnen&#8220;.<\/p>\n<p>Steinmeier kondoliert Joe Biden <\/p>\n<p>Nach dem Tod von 13 US-Soldaten bei dem Anschlag am Kabuler Flughafen hat Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier US-Pr\u00e4sident Joe Biden kondoliert. &#8222;Wir trauern mit Ihnen um die Opfer des brutalen Anschlags in Kabul&#8220;, schrieb Steinmeier am Freitag. &#8222;Unsere Gedanken sind bei den Angeh\u00f6rigen der tapferen amerikanischen Soldaten, die ihr Leben gaben, um das Leben anderer zu retten.&#8220;<\/p>\n<p>Mit ihrem mutigen Einsatz h\u00e4tten sie auch die Evakuierung vieler Deutscher und tausender afghanischer Ortskr\u00e4fte erst m\u00f6glich gemacht, erkl\u00e4rte Steinmeier. &#8222;Wir beklagen mit Ihnen auch die vielen Toten und Verletzten unter der afghanischen Zivilbev\u00f6lkerung, die unseren Schutz gesucht haben.&#8220; Deutschland stehe in &#8222;dieser schweren Stunde fest an der Seite der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Terrorismus, der so viel Leid \u00fcber so viele Menschen bringt&#8220;.<\/p>\n<p>Maas: Taliban signalisieren Entgegenkommen <\/p>\n<p>Die Taliban signalisieren nach Angaben von Au\u00dfenminister Heiko Maas die Bereitschaft, auch nach Ende der Evakuierungen Ausreisen von Afghanen zuzulassen. Erste \u00c4u\u00dferungen der Taliban deuteten darauf hin, dass Afghanen mit g\u00fcltigen Ausweispapieren das Land verlassen k\u00f6nnten, schreibt Maas in einem Reuters vorliegenden Brief an die Mitglieder der SPD-Fraktion.<\/p>\n<p>Neun Bundespolizisten sind zur\u00fcck in Berlin <\/p>\n<p>Die neun Bundespolizisten, die bis zum Ende der Evakuierungsmission in Kabul waren, sind in Berlin eingetroffen, wie das Bundesinnenministerium mitteilt. &#8222;Sie haben unter Einsatz ihres Lebens einen gef\u00e4hrlichen und f\u00fcr unser Land sehr wichtigen Dienst getan, um andere zu sch\u00fctzen und zu retten&#8220;, erkl\u00e4rt Minister Horst Seehofer.<\/p>\n<p>Journalist in Kabul: &#8222;Bislang haben Taliban noch nichts gemacht&#8220; <\/p>\n<p>Die Situation in Afghanistan sei derzeit nicht bedrohlicher, als in den vergangenen Tagen. Das erkl\u00e4rte Franz Marty, Journalist in Kabul, in einer Sondersendung der &#8222;Tagesschau&#8220;. Es gebe zwar Checkpoints, doch abgesehen von der Region rundum den Flughafen in Kabul, w\u00fcrden die Menschen nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig kontrolliert werden.<\/p>\n<p>&#8222;Sie werden den Staat sicher umbauen und neue Gesetze erlassen. Das ist bisher aber nicht passiert&#8220;, erkl\u00e4rte er. Marty rechne damit, dass die Taliban mit einem Propagandaprogramm die Medienarbeit lenken wollen. &#8222;Bisher gab es noch keinen fl\u00e4chendeckenden Eingriff in die Medienarbeit, wie einschneidend das sein wird, kann man derzeit noch nicht sagen.&#8220;<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer kommt in Taschkent an <\/p>\n<p>Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Bundeswehrsoldaten nach dem Ende ihres Evakuierungseinsatzes in Kabul in der usbekischen Hauptstadt Taschkent in Empfang genommen. Kramp-Karrenbauer und Generalinspekteur Eberhard Zorn seien am Donnerstagabend nach Taschkent geflogen, teilte das Verteidigungsministerium am Freitagmorgen mit. Auch die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva H\u00f6gl (SPD), war nach Angaben ihres B\u00fcros bei der Begr\u00fc\u00dfung der Soldaten in Taschkent dabei.<\/p>\n<p>&#8222;Die Evakuierungsoperation in Kabul war hochgef\u00e4hrlich. Die Bundeswehr hat unter schwersten Bedingungen vor Ort so viele Menschen wie m\u00f6glich in Sicherheit gebracht&#8220;, erkl\u00e4rte das Ministerium auf Twitter.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien beendet in &#8222;wenigen Stunden&#8220; Evakuierungsmission <\/p>\n<p>Nach mehreren anderen westlichen L\u00e4ndern haben nun auch Gro\u00dfbritannien und Spanien das Ende ihrer Evakuierungen aus Kabul angek\u00fcndigt. In &#8222;wenigen Stunden&#8220; w\u00fcrden die Evakuierungsfl\u00fcge f\u00fcr britische und afghanische Staatsb\u00fcrger beendet, sagte Verteidigungsminister Ben Wallace am Freitagmorgen dem Sender Sky News. Die Armee werde sich nun noch um etwa tausend Menschen k\u00fcmmern, die sich bereits auf dem Flughafengel\u00e4nde befinden.<\/p>\n<p>Zwar hielten die Soldaten noch Ausschau nach ausreiseberechtigten Menschen in der Menge, die sich vor dem Flughafen versammelt habe. Grunds\u00e4tzlich sei der Prozess aber nun abgeschlossen, sagte Wallace. Der Verteidigungsminister bezeichnete den verheerenden Doppelanschlag am Kabuler Flughafen als &#8222;entsetzlich&#8220;. Der Angriff habe den Abzug der britischen Soldaten aber nicht beschleunigt. Bei dem Attentat am Donnerstagabend waren mindestens 85 Menschen get\u00f6tet worden, unter ihnen 13 US-Soldaten.<\/p>\n<p>Afghanische Ministerin flieht nach Norwegen <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban konnte sich die ehemalige afghanische Ministerin f\u00fcr Mineralien und Erd\u00f6l, Nargis Nehan, nach Norwegen retten. Auf Twitter schrieb sie am Donnerstag, sie sei endlich mit ihrer Familie in Norwegen gelandet, h\u00e4tte aber ihren Vater und ihre Schwester zur\u00fccklassen m\u00fcssen. &#8222;Ich bin nicht l\u00e4nger eine stolze, robuste und hoffnungsvolle Afghanin&#8220;, schrieb sie. &#8222;Ich bin wieder ein hoffnungsloser und hilfloser Fl\u00fcchtling, dessen Suche nach einer Identit\u00e4t, einem Zuhause und Frieden nie aufh\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>Britische Botschaftsmitarbeiter hinterlie\u00dfen Dokumente \u00fcber Angestellte <\/p>\n<p>Wie die Zeitung &#8222;The Times&#8220; berichtet, haben Mitarbeiter des britischen Au\u00dfenministeriums in der Botschaft in Kabul, Dokumente mit Kontaktdaten ihrer afghanischen Angestellten zur\u00fcckgelassen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Abzug unserer Botschaft erfolgte gro\u00dfer Eile, weil sich die Lage in Kabul verschlechterte. Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um sensibles Material zu vernichten&#8220;, sagt ein Sprecher des Au\u00dfenministeriums gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>Australien stoppt Evakuierungsfl\u00fcge <\/p>\n<p>Australien hat Evakuierungsfl\u00fcge aus Kabul gestoppt. Laut Ministerpr\u00e4sident Scott Morrison seien australische Milit\u00e4rs nur wenige Stunden vor den Selbstmordanschl\u00e4gen aus Kabul ausgeflogen worden. Angesichts der prek\u00e4ren Sicherheitslage sei es nicht mehr sicher, die Evakuierungen fortzusetzen. Morrison r\u00e4umte ein, dass sich noch einige australische Visuminhaber in Afghanistan aufhielten, Canberra aber keine genauen Zahlen kenne.<\/p>\n<p>Soldatinnen und Soldaten nach Einsatz in Deutschland erwartet <\/p>\n<p>Die Einsatzkr\u00e4fte der Bundeswehr werden nach dem Evakuierungseinsatz am Flughafen Kabul am Freitagnachmittag in Deutschland erwartet. Wie das Verteidigungsministerium am sp\u00e4ten Donnerstagabend mitteilte, sollen die etwa 600 Soldatinnen und Soldaten, die am Einsatz beteiligt waren, um 16 Uhr am Milit\u00e4rflugplatz in Wunstorf empfangen werden.<\/p>\n<p>Bei der Ankunft werden Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Generalinspekteur Eberhard Zorn, die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Eva H\u00f6gl, sowie weitere Politikerinnen und Politiker anwesend sein.<\/p>\n<p>Taliban: Mindestens 28 K\u00e4mpfer ums Leben gekommen <\/p>\n<p>Bei den Explosionen vor dem Flughafen von Kabul sollen mindestens 28 Taliban-Mitglieder ums Leben gekommen sein, wie ein Mitglied der Taliban gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Reuters erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Zahl get\u00f6teter US-Soldaten steigt auf 13 <\/p>\n<p>Nach dem Anschlag in Kabul ist ein weiterer US-Soldat seinen Verletzungen erlegen. Die Zahl der get\u00f6teten Soldaten stieg damit auf 13, wie ein Sprecher des US-Milit\u00e4rs am Donnerstag (Ortszeit) sagte. Die Zahl der verletzten Truppenmitglieder sei auf 18 angestiegen. Sie alle w\u00fcrden mit medizinisch ausger\u00fcsteten Transportflugzeugen vom Typ Boeing C-17 aus Kabul ausgeflogen. Nach dem Anschlag an einem Tor des Flughafens der afghanischen Hauptstadt hatte das US-Verteidigungsministerium zun\u00e4chst von zw\u00f6lf get\u00f6teten und 15 verletzten Soldaten gesprochen.<\/p>\n<p>Joe Biden (Quelle: Evan Vucci\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Biden verspricht Vergeltung: &#8222;Wir werden euch jagen&#8220; <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat den Terroristen nach dem Anschlag am Flughafen in Kabul mit Vergeltung gedroht. &#8222;Wir werden Euch jagen und Euch daf\u00fcr bezahlen lassen&#8220;, sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) im Wei\u00dfen Haus. Das US-Milit\u00e4r werde Eins\u00e4tze gegen die f\u00fcr den Anschlag verantwortliche Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) durchf\u00fchren, k\u00fcndigte er an. &#8222;Wir werden Wege finden, um die Terroristen zu finden, wo auch immer sie sind.&#8220; Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Letztes Flugzeug mit Gefl\u00fcchteten in Deutschland gelandet <\/p>\n<p>Das letzte Flugzeug mit Gefl\u00fcchteten aus Kabul ist vor wenigen Minuten in Frankfurt gelandet.<\/p>\n<p>Norwegen stoppt Evakuierungseinsatz in Kabul <\/p>\n<p>Der norwegische Au\u00dfenministerin Ine Eriksen Soreide zufolge, hat Norwegen seinen Evakuierungseinsatz in Kabul vorerst gestoppt. Wie Soreide dem Fernsehsender TV2 sagt, seien die T\u00fcren des Flughafens nun wegen der j\u00fcngsten Anschl\u00e4ge geschlossen worden.<\/p>\n<p>Flaggen in den USA nach t\u00f6dlichem Anschlag in Kabul auf halbmast <\/p>\n<p>Nach dem t\u00f6dlichen Terroranschlag in Kabul werden die Flaggen in den USA auf halbmast gesetzt. Damit sollen die Opfer der &#8222;sinnlosen Gewaltakte&#8220; geehrt werden, wie die Sprecherin von US-Pr\u00e4sident Joe Biden, Jen Psaki, am Donnerstag sagte. Die Flaggen-Anordnung werde bis zum Montagabend f\u00fcr das Wei\u00dfe Haus, alle \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude und Milit\u00e4reinrichtungen in den USA sowie US-Botschaften und konsularische Vertretungen weltweit gelten.<\/p>\n<p>Soldaten kehren Freitagnachmittag vom Afghanistan-Einsatz zur\u00fcck <\/p>\n<p>Die Bundeswehr plant die R\u00fcckkehr der bei der Evakuierungsmission in Afghanistan eingesetzten Soldatinnen und Soldaten f\u00fcr Freitagnachmittag. Ihre Ankunft sei gegen 16.00 Uhr auf dem nieders\u00e4chsischen Fliegerhorst Wunstorf geplant, teilte die Bundeswehr am sp\u00e4ten Donnerstagabend mit. Empfangen werden sie demnach unter anderem von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU).<\/p>\n<p>Taliban: Haben vor Risiken bei gro\u00dfen Menschenmengen gewarnt <\/p>\n<p>Die Taliban haben nach eigenen Angaben die ausl\u00e4ndischen Streitkr\u00e4fte vor den Auswirkungen gro\u00dfer Menschenmengen am Flughafen in Kabul gewarnt. Das sagte ein Taliban-Sprecher dem Sender Al-Jazeera. Die Ansammlung von vielen Personen habe angemessene Sicherheitsma\u00dfnahmen verhindert.<\/p>\n<p>Macron verurteilt Terroranschl\u00e4ge in Kabul &#8222;auf das Sch\u00e4rfste&#8220; <\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat die Terroranschl\u00e4ge in Kabul &#8222;auf das Sch\u00e4rfste&#8220; verurteilt. Der Pr\u00e4sident spreche den Familien der amerikanischen und afghanischen Opfer sein Beileid aus sowie den Verletzten seine Unterst\u00fctzung, hie\u00df es in einer Mitteilung des \u00c9lys\u00e9epalasts am Donnerstagabend. Zugleich hob Macron den &#8222;heldenhaften Einsatz&#8220; derjenigen hervor, die sich vor Ort um den Erfolg der Evakuierungsoperationen bem\u00fchten. &#8222;Frankreich wird sie bis zum Ende durchziehen und seine humanit\u00e4ren und Schutzbem\u00fchungen f\u00fcr die bedrohten Afghanen fortsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Zuvor hatte Macron von mehreren Hundert Menschen gesprochen, die in Kabul noch auf ihre Evakuierung nach Frankreich warteten. &#8222;Wir werden ein Maximum tun, damit diese Menschen, um die wir uns bereits k\u00fcmmern, die aber noch nicht auf dem Gel\u00e4nde des Milit\u00e4rflughafens eingetroffen sind, dort hingelangen k\u00f6nnen und evakuiert werden k\u00f6nnen in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate und nach Frankreich.&#8220;<\/p>\n<p>US-Armee sprengt angeblich Ausr\u00fcstung <\/p>\n<p>Die letzte Explosion in Kabul in der Nacht war angeblich eine kontrollierte Sprengung der US-Truppen, wie mehrere Journalisten berichten. Ein angeblicher Taliban-Sprecher schrieb auf Twitter, dass US-Soldaten Ausr\u00fcstung vernichtet h\u00e4tten. F\u00fcr die Bewohner von Kabul bestehe kein Anlass zur Sorge. Die Angaben konnten zun\u00e4chst nicht von unabh\u00e4ngiger Seite best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Berichte \u00fcber weitere Explosionen in Kabul <\/p>\n<p>Die afghanische Hauptstadt Kabul ist am fr\u00fchen Freitagmorgen (Ortszeit) nach Angaben von Mitarbeitern der Nachrichtenagentur AFP erneut von einer starken Explosion ersch\u00fcttert worden. Die Ursache der Explosion, die sich wenige Stunden nach dem Doppelanschlag vor dem Flughafen von Kabul ereignete, war zun\u00e4chst unklar.<\/p>\n<p>Auch mehrere Twitternutzer berichteten von weiteren Explosionen. Best\u00e4tigen lie\u00df sich das bislang nicht. Auch \u00fcber weitere Opfer liegen keine Angaben vor.\u00a0Da es seit der Macht\u00fcbernahme durch die radikalislamischen Taliban keine funktionierenden Beh\u00f6rden in dem Land gibt, waren zun\u00e4chst keine n\u00e4heren Informationen zu erhalten.\u00a0Mehr zum Terror in Kabul lesen Sie hier.<\/p>\n<p>US-Armee will Einsatz fortsetzen \u2013 trotz Terror am Flughafen <\/p>\n<p>Die Terroranschl\u00e4ge au\u00dferhalb des Flughafens von Kabul werden das US-Milit\u00e4r nach Angaben von Verteidigungsminister Lloyd Austin nicht davon abhalten, seinen Aufgaben weiter nachzukommen. Alles andere w\u00fcrde das von den get\u00f6teten Soldaten erbrachte Opfer entehren, teilte Austin mit.<\/p>\n<p>Ein US-Soldat hinter einer Mauer am Flughafen in Kabul: Mindestens zw\u00f6lf US-Soldaten wurden bei den Anschl\u00e4gen am Donnerstag get\u00f6tet. (Quelle: Wali Sabawoon\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Er sprach den Familienangeh\u00f6rigen und Kameraden der get\u00f6teten und verletzten US-Soldaten sein Beileid aus. &#8222;Wir bedauern ihren Tod. Wir werden ihre Wunden behandeln. Und wir werden die Familien unterst\u00fctzen bei dem, was sicher vernichtende Trauer sein wird. Aber wird werden uns nicht von unserer Aufgabe abbringen lassen&#8220;, erkl\u00e4rte Austin.<\/p>\n<p>Bei dem Doppelanschlag am Flughafen von Kabul sind mindestens zw\u00f6lf US-Soldaten get\u00f6tet worden. 15 weitere Soldaten seien verletzt worden, sagte der Chef des Zentralkommandos der US-Streitkr\u00e4fte, General Kenneth McKenzie, am Donnerstag. Er machte die Dschihadistenmiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) f\u00fcr den Doppelanschlag verantwortlich und stellte klar, die USA w\u00fcrden ihren Evakuierungseinsatz fortsetzen.\u00a0Inzwischen hat sich der IS \u00fcber den Internet-Dienst Telegram zu dem Angriff bekannt.\u00a0<\/p>\n<p>Merkel: &#8222;Wir werden Sie nicht vergessen&#8220; <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht angesichts der Anschl\u00e4ge vor dem Flughafen Kabul von einer &#8222;bedr\u00fcckenden Nachricht&#8220;. &#8222;Dies ist ein absolut niedertr\u00e4chtiger Anschlag&#8220;, sagt sie. Es habe offenbar auch US-Soldaten getroffen.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Merkel: &#8222;Dies ist ein absolut niedertr\u00e4chtiger Anschlag.&#8220; (Quelle: Wolfgang Kumm \/dpa)<\/p>\n<p>&#8222;Wir beenden die Luftbr\u00fccke mit dem heutigen Tag&#8220;, sagte Merkel. Auch nach dem Ende der Evakuierung werde sich Deutschland um von den Taliban bedrohte Menschen k\u00fcmmern, betonte sie. An die Menschen gerichtet, die bisher von deutscher Seite aus nicht gerettet werden konnten, sagte sie: &#8222;Wir werden Sie nicht vergessen&#8220;. F\u00fcr die Rettung dieser Menschen sollen auf dem Verhandlungsweg L\u00f6sungen gefunden werden: &#8222;Wir sind mit Hochdruck und Nachdruck dabei, eben Bedingungen auszuhandeln mit den Taliban dar\u00fcber, wie weitere Ausreisen auch m\u00f6glich sein werden.&#8220;<\/p>\n<p>Maas: Bundesregierung arbeitet an Ausreisem\u00f6glichkeiten f\u00fcr verbliebene Ortskr\u00e4fte <\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas zufolge arbeitet die Bundesregierung daran, Ausreisem\u00f6glichkeiten f\u00fcr verbliebene Ortskr\u00e4fte und besonders gef\u00e4hrdete Menschen zu schaffen. Als Teil seines Asien-Besuchs werde er auch in die T\u00fcrkei und nach Katar reisen, um \u00fcber die Lage in Afghanistan zu sprechen, sagt Maas. Er k\u00fcndigt zudem ab Sonntag Besuche in Pakistan, Usbekistan und Tadschikistan an, wie bereits von Reuters gemeldet. Dabei solle sichergestellt werden, dass Afghanen schnell und sicher von der Grenze zu den deutschen Botschaften gelangen k\u00f6nnen, sagt der Minister.<\/p>\n<p>Bei den Anschl\u00e4gen vor dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es nach den bisherigen Erkenntnissen des Ausw\u00e4rtigen Amts keine deutschen Opfer gegeben. &#8222;Wir haben zurzeit keine Informationen \u00fcber deutsche Opfer&#8220;, sagte Au\u00dfenminister Heiko Maas am Donnerstag in Berlin. Er sprach von zwei aufeinanderfolgenden Anschl\u00e4gen. Ein erster &#8222;ekelhafter Anschlag&#8220; mit zahlreichen Toten und Verletzten habe sich Minuten vor dem Start der letzten Evakuierungsmaschine der Bundeswehr in Kabul ereignet. &#8222;Kurz danach gab es noch einen weiteren Anschlag.&#8220; Die Bilder aus Kabul seien &#8222;grauenhaft, und sie gehen jedem bis ins Mark&#8220;.<\/p>\n<p>Britische Rettungsmission wird trotz Anschlag fortgesetzt <\/p>\n<p>Die britischen Streitkr\u00e4fte wollen ihre Evakuierungsmission trotz des t\u00f6dlichen Anschlags am Flughafen in Kabul fortsetzen. Das sagte Premierminister Boris Johnson nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts am Donnerstagabend. Der Premier verurteilte die Tat als &#8222;barbarisch&#8220; und sprach den USA sowie &#8222;dem afghanischen Volk&#8220; sein Beileid aus.<\/p>\n<p>Es habe sich wohl um eine Serie von Attacken gehandelt, so Johnson weiter. Zu geheimdienstlichen Erkenntnissen \u00fcber die Hintergr\u00fcnde wollte er sich nicht \u00e4u\u00dfern. Es sei aber &#8222;beinahe sicher&#8220;, dass auch Mitglieder der Taliban unter den Opfern seien, so Johnson. Mit dem Fortschritt der Evakuierungen zeigte sich Johnson zufrieden. Der gr\u00f6\u00dfte Teil derjenigen, die evakuiert werden sollten, sei bereits au\u00dfer Landes gebracht.<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer: Alle deutschen Soldaten, Diplomaten und Polizisten ausgeflogen <\/p>\n<p>Die Luftwaffe hat am Donnerstag alle deutschen Soldaten, Diplomaten und verbliebenen Polizisten aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen. Das sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Berlin nach dem Start der letzten Maschine. Damit ist der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan nach elf Tagen beendet.<\/p>\n<p>Bundeswehr schickte ein Flugzeug zur\u00fcck nach Kabul <\/p>\n<p>Nach dem Anschlag in Kabul hat die Bundeswehr am Donnerstag ein f\u00fcr die Versorgung von Verletzten ausger\u00fcstetes Transportflugzeug A400M zur\u00fcck zum Flughafen der afghanischen Hauptstadt geschickt. Die f\u00fcr m\u00f6gliche Notf\u00e4lle im Luftraum \u00fcber Kabul bereitgehaltene Maschine landete am Abend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig und bot den US-Amerikanern Hilfe bei der Versorgung an. Zudem wurden zwei deutsche Soldaten aufgenommen, die w\u00e4hrend des Chaos nach der Explosion vor dem Flughafen noch am Boden geblieben waren.<\/p>\n<p>Bundeswehr schlie\u00dft Evakuierungen am Flughafen Kabul ab <\/p>\n<p>Die Bundeswehr schlie\u00dft die Evakuierungsfl\u00fcge am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul an diesem Donnerstag ab. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Sicherheitskreisen. Die letzten Bundeswehrflieger seien abgeflogen.<\/p>\n<p>Die Luftbr\u00fccke soll sp\u00e4testens am Dienstag kommender Woche mit dem Abzug der US-Soldaten vom Flughafen aufgel\u00f6st werden. Am Nachmittag waren noch einmal vier A400M der Bundeswehr in Kabul gelandet. Parallel dazu ereignete sich vor den Toren des Airports nach US-Informationen ein Selbstmordanschlag, bei dem nach Angaben der jetzt in Afghanistan regierenden Taliban mehrere Menschen get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Generalinspekteur Eberhard Zorn hatte am Mittag gesagt, die Bundeswehr habe bislang mehr als 5.200 Menschen aus Kabul evakuiert. Unter den Personen aus insgesamt 45 Nationen seien 4.200 Afghanen und 505 Deutsche.<\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r verurteilt Terroranschlag am Flughafen von Kabul <\/p>\n<p>Jens Stoltenberg, der Generalsekret\u00e4r der Nato, hat sich entsetzt \u00fcber die j\u00fcngsten Ereignisse in der afghanischen Hauptstadt ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Ich verurteile den grausamen Terroranschlag vor dem Flughafen Kabul auf das Sch\u00e4rfste&#8220;, teilte er am Donnerstag mit. Priorit\u00e4t der Nato bleibe es, m\u00f6glichst schnell m\u00f6glichst viele Menschen in Sicherheit zu bringen. Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen des Anschlags und ihren Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>Tote bei Anschlag am Flughafen Kabul\u00a0\u2013 Berichte \u00fcber zweite Explosion <\/p>\n<p>Am Donnerstag ereigneten sich mindestens zwei Explosionen vor dem Flughafen Kabul. Dabei gab es zahlreiche Tote und Verletze. Ersten Erkenntnissen zufolge soll die Ursache die Tat eines Selbstmordattent\u00e4ters sein, wie ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte.<\/p>\n<p>Kanzlerin sagt Israel-Reise ab <\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre geplante Reise nach Israel wegen der Krise in Afghanistan abgesagt. Die von Samstag bis Montag geplante Reise sei in Absprache mit dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Afghanistan abgesagt worden, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag mit. Der Besuch soll demnach nachgeholt werden.<\/p>\n<p>Merkel wollte kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit auf Einladung des neuen israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Naftali Bennett Israel besuchen. Auf dem Plan standen zudem Treffen mit dem israelischen Kabinett und mit Pr\u00e4sident Isaac Herzog sowie ein Besuch in der Holocaust-Gedenkst\u00e4tte Yad Vashem. Zudem sollte der Kanzlerin die Ehrendoktorw\u00fcrde des Haifa Technion \u2013 Israel Institute of Technology verliehen werden.<\/p>\n<p>Angesicht der dramatischen Lage in Afghanistan und kurz vor dem Ende der milit\u00e4rischen Evakuierungsfl\u00fcge aus Kabul sagte Merkel diese Reise nun ab. Am Mittwoch hatte sie sich in einer Regierungserkl\u00e4rung im Bundestag zu der Lage dort ge\u00e4u\u00dfert und dabei f\u00fcr Gespr\u00e4che mit den radikalislamischen Taliban pl\u00e4diert, um die Not der Menschen in Afghanistan zu lindern.<\/p>\n<p>Italienisches Milit\u00e4rflugzeug offenbar versehentlich beschossen <\/p>\n<p>Ein italienisches Milit\u00e4rflugzeug\u00a0wurde beim Start vom Flughafen Kabul laut italienischen Sicherheitskreisen\u00a0beschossen. Das\u00a0Flugzeug\u00a0sei dabei aber nicht besch\u00e4digt worden. Ein italienischer Journalist an Bord sagt dem Sender Sky 24 TG, das\u00a0Flugzeug\u00a0habe 100 afghanische Zivilisten ausgeflogen. Die Sch\u00fcsse h\u00e4tten nicht dem\u00a0Flugzeug\u00a0gegolten, verlautet aus Regierungskreisen.<\/p>\n<p>Vielmehr seien sie nach Einsch\u00e4tzung des italienischen Geheimdienstes wohl abgefeuert worden, um die Menschenmenge nahe des Flughafens auseinanderzutreiben.<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer warnt vor Terroranschlag in Kabul <\/p>\n<p>Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor einer immer weiter wachsenden Terrorgefahr um den Flughafen im afghanischen Kabul gewarnt. &#8222;Wir wissen, dass die Terrordrohungen sich massiv versch\u00e4rft haben, dass sie deutlich konkreter geworden sind&#8220;, sagte sie am Donnerstag in Berlin. &#8222;Wir befinden uns jetzt in der sicherlich hektischsten, in der gef\u00e4hrlichsten, in der sensibelsten Phase.&#8220;<\/p>\n<p>Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr soll wegen des bevorstehenden Abzugs der US-Streitkr\u00e4fte vom Flughafen und der wachsenden Terrorgefahr in K\u00fcrze enden. Am Donnerstag flog die Bundeswehr aber Kabul noch an. Die deutsche Botschaft hat bereits am Mittwoch davor gewarnt, zum Flughafen zu kommen. Laut Informationen von &#8222;Bild&#8220; und dpa sollen f\u00fcr Donnerstag noch vier Rettungsfl\u00fcge vorgesehen sein, ein Flug mit 154 Passagieren ist bereits erfolgreich in Taschkent gelandet.<\/p>\n<p>Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn sagte, dass inzwischen 5.200 Menschen aus 45 Nationen von der Bundeswehr ausgeflogen worden seien. Darunter seien 4.200 Afghanen und 505 deutsche Staatsb\u00fcrger. Zwei Hubschrauber, die f\u00fcr die Evakuierungsaktionen nach Kabul transportiert worden waren, sind bereits wieder ins usbekische Taschkent gebracht worden. Dort befindet sich das Drehkreuz der Bundeswehr f\u00fcr die Evakuierung.<\/p>\n<p>Journalisten in Afghanistan offenbar von Taliban geschlagen <\/p>\n<p>Zwei Mitarbeiter\u00a0des beliebten afghanischen Fernsehsenders Tolonews sind\u00a0in Afghanistan eigenen Angaben zufolge von militant-islamistischen Taliban misshandelt\u00a0worden. Der Reporter Siar Jad und sein Kameramann seien am Mittwoch im Zentrum der Hauptstadt Kabul\u00a0geschlagen\u00a0worden, als sie gerade an einem Bericht arbeiteten, teilte Tolonews am Donnerstag auf Twitter mit.<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter h\u00e4tten Tagel\u00f6hner und Arbeitslose f\u00fcr einen Beitrag gefilmt, als Talibank\u00e4mpfer sie pl\u00f6tzlich schlugen. Der Grund daf\u00fcr sei unbekannt. Der Reporter Jad selbst schrieb auf Twitter, die Taliban seien pl\u00f6tzlich aus ihrem gepanzerten Landcruiser ausgestiegen und h\u00e4tten ihn mit vorgehaltener Waffe\u00a0geschlagen. Auch Kameras, technische Ger\u00e4te und sein pers\u00f6nliches Handy seien\u00a0gekapert worden.\u00a0Ein Vertreter der Taliban habe zu Tolonews gesagt, der Fall werde &#8222;ernsthaft&#8220; untersucht.\u00a0<\/p>\n<p>Die Taliban haben Mitte August nach einem rasanten Eroberungszug im ganzen Land auch Kabul eingenommen. Die Islamisten\u00a0hatten nach ihrer Ankunft erkl\u00e4rt, dass Medien normal weiter arbeiten k\u00f6nnten. W\u00e4hrend ihrer\u00a0fr\u00fcheren\u00a0Herrschaft in den 1990er-Jahren gab\u00a0es keine Medienfreiheit.\u00a0<\/p>\n<p>Britische Regierung h\u00e4lt Anschlag am Flughafen f\u00fcr m\u00f6glich <\/p>\n<p>Ein Vertreter der britischen\u00a0Regierung h\u00e4lt einen Terroranschlag am Flughafen in Kabul binnen Stunden f\u00fcr m\u00f6glich. Auf die Frage des Senders Sky News, ob sich ein Anschlag innerhalb der n\u00e4chsten Stunden ereignen k\u00f6nne, sagte Verteidigungsstaatssekret\u00e4r James\u00a0Heappey\u00a0am Donnerstagmorgen ausdr\u00fccklich &#8222;Ja&#8220;. Im Laufe der Woche seien sich die Geheimdienste immer sicherer dar\u00fcber geworden, dass ein &#8222;ernsthafter, unmittelbarer, t\u00f6dlicher Angriff&#8220; auf den Flughafen oder die von westlichen Truppen genutzten Zentren drohe.<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hrend die Uhr bis zum Ende des Monats weiter tickt, m\u00fcssen wir diese sehr, sehr reelle Bedrohung mit den Menschen in Kabul teilen und ihnen raten, sich vom Flughafen zu entfernen, anstatt dorthin zu kommen&#8220;, sagte der Staatssekret\u00e4r.<\/p>\n<p>Der Sender zitiert zudem eine nicht genannte, hochrangige britische Quelle, die von einem &#8222;sehr hohen Risiko eines Terroranschlags&#8220; auf die Evakuierungsmission in Kabul sprach. Auch deutsche und US-Beh\u00f6rden hatten davor bereits gewarnt. Wann die britischen Evakuierungsfl\u00fcge enden sollen, wollte Staatssekret\u00e4r\u00a0Heappey\u00a0nicht genauer bekanntgeben. In den n\u00e4chsten 24 Stunden sollten aber elf Fl\u00fcge stattfinden, sofern m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Frankreich beendet am Freitag Evakuierungsfl\u00fcge aus Kabul <\/p>\n<p>Regierungschef Jean Castex sagte am Donnerstag im Radiosender RTL, die franz\u00f6sische Armee werde den Einsatz &#8222;bis morgen Abend fortf\u00fchren&#8220;. Zur Begr\u00fcndung sagte er: &#8222;Ab morgen Abend k\u00f6nnen wir keine Evakuierungen mehr vom Flughafen Kabul aus vornehmen.&#8220; Die Zahl der bisher aus Afghanistan Ausgeflogenen bezifferte Castex auf &#8222;rund 2.500&#8220; Menschen. Darunter seien Franzosen, Ortskr\u00e4fte und ihre Familien sowie &#8222;K\u00fcnstler und Journalisten&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Mein Sohn darf dort nicht sterben&#8220; <\/p>\n<p>Sie sind hier, doch ihre Familien schweben in Afghanistan in Lebensgefahr: Eine Gruppe von Afghanen demonstriert seit Tagen vor dem Au\u00dfenministerium. Sie sind w\u00fctend auf die Taliban \u2013 und auf die Deutschen. Den ganzen Text lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>Tausende Menschen dr\u00e4ngen sich an der Grenze zu Pakistan <\/p>\n<p>Nachdem die Lage am Flughafen von Kabul immer dramatischer wird, versuchen offenbar viele Menschen \u00fcber den Landweg Afghanistan zu verlassen. Aufnahmen eines Journalisten auf Twitter sollen chaotischen Szenen aus der Stadt Spin Boldak zeigen, die an Pakistan grenzt. Dort dr\u00e4ngen sich offenbar tausende Menschen vor dem Grenz\u00fcbergang.<\/p>\n<p>&#8222;Die Situation ist hier deutlich schlimmer als am Flughafen von Kabul, weil es hier keine ausl\u00e4ndischen Streitkr\u00e4fte gibt&#8220;, schreibt der Journalist Natiq Malikzada.<\/p>\n<p>D\u00e4nemark, Belgien und Polen beenden Evakuierung aus Kabul <\/p>\n<p>D\u00e4nemark, Belgien\u00a0 und Polen haben die Evakuierung aus der afghanischen Hauptstadt Kabul eingestellt. &#8222;Es ist nicht mehr sicher, vom Flughafen Kabul zu fliegen&#8220;, sagte die d\u00e4nische Verteidigungsministerin Trine Bramsen der Nachrichtenagentur Ritzau. Die letzte Maschine sei am Mittwochabend in Islamabad gelandet. An Bord waren 90 Evakuierte, die letzten d\u00e4nischen Angestellten, Soldaten und Diplomaten aus Kabul, so die Ministerin. D\u00e4nemark hat in den letzten Tagen rund 1.000 Menschen aus Afghanistan evakuiert.<\/p>\n<p>Der letzte belgische Flug sei\u00a0vergangene Nacht in Islamabad angekommen,\u00a0sagt Ministerpr\u00e4sident Alexander De Croo.\u00a0Grund f\u00fcr den Abbruch der Transporte seien Warnungen vor drohenden Anschl\u00e4gen. Man habe rund 1.400 Menschen evakuieren k\u00f6nnen, sagt De Croo.<\/p>\n<p>Polen flog mit 14 Flugzeugen 1.300 Menschen aus, 200 davon auf Bitten anderer L\u00e4nder und Organisationen, wie Vize-Au\u00dfenminister Marcin Przydacz am Donnerstag in Warschau sagte. Am Vormittag traf laut der Nachrichtenagentur PAP das letzte Flugzeug mit Geretteten auf dem Warschauer Flughafen ein.<\/p>\n<p>Britische Regierung h\u00e4lt Anschlag in Kabul binnen Stunden f\u00fcr m\u00f6glich <\/p>\n<p>Ein Vertreter der britischen Regierung h\u00e4lt einen Terroranschlag am Flughafen in Kabul binnen Stunden f\u00fcr m\u00f6glich. Auf die Frage des Senders Sky News, ob sich ein Anschlag innerhalb der n\u00e4chsten Stunden ereignen k\u00f6nne, sagte Verteidigungsstaatssekret\u00e4r James Heappey am Donnerstagmorgen ausdr\u00fccklich &#8222;Ja&#8220;. Im Laufe der Woche seien sich die Geheimdienste immer sicherer dar\u00fcber geworden, dass ein &#8222;ernsthafter, unmittelbarer, t\u00f6dlicher Angriff&#8220; auf den Flughafen oder die von westlichen Truppen genutzten Zentren drohe.<\/p>\n<p>Draghi: G20 m\u00fcssen sich f\u00fcr Frauen in Afghanistan einsetzen <\/p>\n<p>Italiens Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi fordert die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl\u00e4nder (G20) auf, sich f\u00fcr die Einhaltung der Grundrechte von Frauen in Afghanistan unter der Herrschaft der radikal-islamischen Taliban einzusetzen.<\/p>\n<p>&#8222;Der in den vergangenen 20 Jahren erzielte Fortschritt muss erhalten bleiben&#8220;, sagt Draghi zum Auftakt der G20-Konferenz zur St\u00e4rkung der Frauenrechte. Italien hat derzeit die Pr\u00e4sidentschaft der Gruppe inne.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Evakuierungsmaschine auf dem Weg nach Kabul <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat ihre Evakuierungsmission f\u00fcr Deutsche und einheimische Ortskr\u00e4fte in Afghanistan am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Gegen 7.15 Uhr deutscher Zeit startete in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein Transportflugzeug A400M in Richtung Kabul, wie das Einsatzf\u00fchrungskommando auf Twitter mitteilte. Es soll dort weitere Schutzsuchende aufnehmen.<\/p>\n<p>Am Vorabend hatte die Bundeswehr mit dem letzten von mehreren Fl\u00fcgen am Mittwoch 167 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen. &#8222;Insgesamt 5.193 Personen konnten seit Beginn der Evakuierungsmission durch die Bundeswehr in Sicherheit gebracht werden\u00a0\u2013\u00a0allein gestern waren es 539 zu Sch\u00fctzende&#8220;, schrieb das Verteidigungsministerium am Donnerstag auf Twitter. &#8222;Wir evakuieren bis zur letzten Sekunde.&#8220;<\/p>\n<p>Diplomat: Umgebung des Flughafens &#8222;unglaublich \u00fcberf\u00fcllt&#8220; <\/p>\n<p>Trotz der Warnungen der USA und ihrer Verb\u00fcndeten vor Angriffen der IS-Miliz dr\u00e4ngen sich riesige Menschenmengen vor den Zug\u00e4ngen zum Flughafen Kabul. Die Umgebung sei &#8222;unglaublich \u00fcberf\u00fcllt&#8220;, sagt ein westlicher Diplomat.<\/p>\n<p>Soldaten sind am Flughafen Kabul im Einsatz. Rund um den Flughafen Kabul harren weiter Tausende Menschen in der Hoffnung auf einen Evakuierungsflug ins Ausland aus. (Quelle: Stfw Schueller\/Bundeswehr\/dpa)<\/p>\n<p>Allein sch\u00e4tzungsweise 1.500 Menschen, die US-P\u00e4sse oder Visa f\u00fcr die USA h\u00e4tten, versuchten weiterhin, auf das Flughafengel\u00e4nde zu gelangen. Der Flugbetrieb, der sich am Mittwoch verlangsamt habe, werde nun wieder beschleunigt.<\/p>\n<p>US-Botschaft: Sicherheitswarnung f\u00fcr Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Die US-Botschaft in Kabul hat US-B\u00fcrgern laut einer Sicherheitswarnung geraten, sich derzeit nicht zum internationalen Flughafen Hamid Karzai zu begeben. B\u00fcrger, die sich bereits am Abbey Gate, East Gate und North Gate des Flughafens aufhielten, sollen den Flughafen sofort verlassen, hei\u00dft es in dem Sicherheitshinweis.<\/p>\n<p>Auch Gro\u00dfbritannien forderte seine bis jetzt in Afghanistan verbliebenen Staatsb\u00fcrger wegen der Gefahr von Anschl\u00e4gen auf, sich vom Kabuler Flughafen fernzuhalten. Es gebe eine &#8222;anhaltende und hohe Gefahr terroristischer Angriffe&#8220;.<\/p>\n<p>Die australische Regierung in Canberra forderte australische Staatsb\u00fcrger und Visa-Inhaber am Flughafen in Kabul auf, das Gebiet sofort zu verlassen. &#8222;Es besteht eine anhaltende und sehr hohe Bedrohung durch einen Terroranschlag&#8220;, sagt Au\u00dfenministerin Marise Payne.<\/p>\n<p>Soldaten sind am Flughafen Kabul im Einsatz. Rund um den Flughafen Kabul harren weiter Tausende Menschen in der Hoffnung auf einen Evakuierungsflug ins Ausland aus. (Quelle: Stfw Schueller\/Bundeswehr\/dpa)<\/p>\n<p>\u00a0 <\/p>\n<p>Letzter Bundeswehr-Rettungsflug schon am Donnerstag? <\/p>\n<p>In Afghanistan warten noch Tausende auf Rettung. Die Bundeswehr will einem Bericht zufolge ihre Luftbr\u00fccke schon an diesem Donnerstag beenden. Die Taliban haben Ausreisem\u00f6glichkeiten auch nach dem US-Abzug zugesagt. Mehr dazu lesen Sie hier.\u00a0<\/p>\n<p>UN-Bericht: Sicherheitslage in Afghanistan weitgehend ruhig <\/p>\n<p>Die Sicherheitslage in Afghanistan ist seit der Macht\u00fcbernahme der Taliban weitgehend ruhig. Das geht aus einem w\u00f6chentlichen Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanit\u00e4rer Hilfe (OCHA) hervor, der am Mittwochabend ver\u00f6ffentlicht wurde. In den allermeisten Regionen des Landes sei die Sicherheitssituation im Berichtszeitraum &#8211; der Woche nach der Taliban-Macht\u00fcbernahme \u2013 vergleichsweise ruhig.<\/p>\n<p>In dem Bericht hie\u00df es, im S\u00fcden seien Zivilistinnen und Zivilisten weiter von Explosionen durch am Stra\u00dfenrand versteckte Bomben betroffen gewesen oder von Kugeln durch Freudensch\u00fcsse in den Provinzhauptst\u00e4dten. Die gro\u00dfen Krankenh\u00e4user in der s\u00fcdlichen Region h\u00e4tten zudem eine gro\u00dfe Zahl an Patienten aufgenommen, die bereits fr\u00fcher verletzt worden waren, wegen andauernder Gefechte und Stra\u00dfensperren aber keine M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tten, in Krankenh\u00e4user zu kommen.<\/p>\n<p>Im Nordosten habe es Berichte \u00fcber Gefechte in den Bezirken Pul-i Hisar, Dih Salah und Bano der Provinz Baghlan gegeben. Einem Bericht der &#8222;New York Times&#8220; zufolge hatten Hausdurchsuchungen durch die Taliban diese Gefechte mit lokalen Milizen ausgel\u00f6st. Aus den Provinzen Kabul und Pandschir seien mehrere Sicherheitsvorf\u00e4lle und Gewalttaten gemeldet worden. Allerdings gibt es in dem Bericht keine Details hierzu.<\/p>\n<p>In der Stadt Dschalalabad im Osten seien Berichten zufolge zwei Zivilisten get\u00f6tet und sechs weitere im Zuge eines Protests am Nationalfeiertag verletzt worden, hie\u00df es weiter. Lokale Journalisten berichteten, Taliban-K\u00e4mpfer h\u00e4tten das Feuer er\u00f6ffnet. Vergangenen Samstag habe es bewaffnete Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen K\u00e4mpfern der Taliban und der Terrormiliz &#8222;Islamischer Staat&#8220; (IS) im Bezirk Alingar der Provinz Laghman im Osten gegeben.<\/p>\n<p>Afghanisches Baby nach Flugzeug benannt <\/p>\n<p>Das an Bord eines US-Transportflugzeugs zur Welt gekommene afghanische Baby ist nach Milit\u00e4rangaben von den Eltern nach dem Flugzeug benannt worden. Das M\u00e4dchen, das auf dem deutschen US-St\u00fctzpunkt Ramstein geboren wurde, hei\u00dfe nun nach dem Rufzeichen der Maschine &#8222;Reach&#8220;, erkl\u00e4rte der Kommandeur der US-Streitkr\u00e4fte in Europa, General Tod Wolters, am Mittwoch. Die Transportflugzeuge vom Typ Boeing C-17 der US-Luftwaffe nutzen oft das Rufzeichen &#8222;Reach&#8220;, gefolgt von einer Zahlenkombination.<\/p>\n<p>&#8222;Wie sie sich gut vorstellen k\u00f6nnen, als Pilot der Luftwaffe ist es mein Traum, dass junge Kind namens Reach als US-Staatsb\u00fcrgerin aufwachsen zu sehen und dass sie (sp\u00e4ter) Kampflugzeuge der US-Luftwaffe f\u00fcr die Luftwaffe fliegen wird&#8220;, sagte Wolters, der \u00fcber Video ins US-Verteidigungsministerium zugeschaltet war. Das Milit\u00e4r habe mit den Eltern gesprochen, sagte Wolters. Zudem seien zwei weitere S\u00e4uglinge von Evakuierten im nahen Milit\u00e4rkrankenhaus in Landstuhl zur Welt gekommen, sagte er. Den Babys gehe es gut.<\/p>\n<p>US-Regierung: Keine &#8222;Frist&#8220; f\u00fcr Hilfe bei Ausreise aus Afghanistan <\/p>\n<p>Die US-Regierung will auch nach dem 31. August US-Amerikaner und Afghanen bei der Ausreise aus Afghanistan unterst\u00fctzen. &#8222;Wir und die internationale Gemeinschaft erwarten, dass die Menschen, die Afghanistan nach dem Abzug des US-Milit\u00e4rs verlassen wollen, dies auch tun k\u00f6nnen. Daran arbeiten wir&#8220;, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Jen Psaki, am Mittwochnachmittag (Ortszeit). Man pr\u00fcfe eine Reihe von M\u00f6glichkeiten, wie man etwa weiter konsularische Unterst\u00fctzung leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenminister Antony Blinken sprach davon, dass es keine &#8222;Frist&#8220; f\u00fcr die Bem\u00fchungen gebe, ausreisewilligen US-Amerikanern oder Afghanen zu helfen. Die militant-islamistischen Taliban h\u00e4tten sich verpflicht, Menschen \u00fcber den 31. August hinaus sicheres Geleit zu erm\u00f6glichen. &#8222;Und wir haben sicherlich Anreize und Druckmittel gegen\u00fcber einer zuk\u00fcnftigen afghanischen Regierung, um sicherzustellen, dass dies geschieht&#8220;, sagte Blinken weiter ohne ins Detail zu gehen.<\/p>\n<p>Bruder von ber\u00fchmtem Taliban-Gegner berichtet von wachsendem Widerstand <\/p>\n<p>In Afghanistan weitet sich die Widerstandsbewegung gegen die radikalislamischen Taliban nach den Worten des Bruders des legend\u00e4ren afghanischen Kriegsherrn und Taliban-Gegners Ahmed Schah Massud aus. Der Widerstand habe sich \u00fcber das Land verbreitet, sagte Ahmed Wali Massud am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.<\/p>\n<p>Die Einstellungen der Afghanen h\u00e4tten sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt, sagte Massud. &#8222;Die Frauen Afghanistans sind der Widerstand, denn ihre Werte unterscheiden sich sehr von denen der Taliban.&#8220; Auch die j\u00fcngeren Generationen, die einen Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung ausmachten, seien Teil der Widerstandsbewegung. &#8222;Egal was passiert, der Widerstand wird weitergehen. Es ist ein Freiheitskampf f\u00fcr universelle Rechte und \u00dcberzeugungen. Das wird niemals sterben&#8220;, sagte Ahmed Wali Massud.<\/p>\n<p>Der Sohn des fr\u00fcheren Kriegsherrn Massud, Ahmed Massud, hatte in der vergangenen Woche zum Widerstand gegen die Taliban aufgerufen. Nach seinen Angaben haben sich ihm im Pandschir-Tal tausende K\u00e4mpfer angeschlossen. Das Pandschir-Tal war in den 90er Jahren eine Hochburg des Widerstands gegen die Taliban und fiel nie unter die Kontrolle der Islamisten.<\/p>\n<p>US-Soldaten sollen Journalisten Zugang nach Kabul verwehrt haben <\/p>\n<p>Journalisten am Kabuler Flughafen soll nach eigenen Angaben am Mittwoch durch US-Soldaten der Zugang in die Stadt verwehrt worden sein. Der stellvertretende Chefredakteur der Boulevardzeitung &#8222;Bild&#8220;, Paul Ronzheimer, selbst vor Ort, berichtete auf Twitter: &#8222;Unter Androhung von Milit\u00e4rpolizei zwingt US-Milit\u00e4r uns und zehn weitere internationale Journalisten, Flieger nach Doha zu nehmen. Obwohl wir einen gesicherten Weg raus aus dem Airport hatten Richtung Stadt. Krasser Angriff auf die Pressefreiheit.&#8220; Im weiteren Verlauf berichtete Ronzheimer, man werde zum Flieger nach Doha eskortiert.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich berichtete auf Twitter am Mittwoch eine freischaffende Journalistin, die unter anderem regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den &#8222;Guardian&#8220; arbeitete: Sie sei Teil einer Gruppe von Journalisten, die von US-Kr\u00e4ften gezwungen w\u00fcrden, in ein Flugzeug zu steigen. Alles, was man wolle, sei in Kabul zu bleiben. Sie schrieb auch: &#8222;Wer kann helfen?&#8220;<\/p>\n<p>Ronzheimer war am Mittwochnachmittag dann auch in einer Sondersendung des TV-Senders Bild per Telefon zugeschaltet. Er sagte, er gehe davon aus, in wenigen Stunden im Flugzeug nach Doha, der Hauptstadt von Katar, zu sitzen. Von dort sei er am Mittwochmorgen gekommen.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt: Noch mehr als 200 Deutsche in Kabul <\/p>\n<p>In der afghanischen Hauptstadt Kabul halten sich nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amts noch mehr als 200 deutsche Staatsb\u00fcrger auf. Die Zahl liege h\u00f6her als noch am Vortag, &#8222;weil sich weiterhin Menschen bei uns melden&#8220;, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts am Mittwoch in Berlin. 540 Deutsche seien bereits ausgeflogen worden. Am Dienstag hatte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) von rund 100 Deutschen vor Ort und ihren Familien gesprochen.<\/p>\n<p>Es gebe eine &#8222;gewisse Unsch\u00e4rfe&#8220; bei den Zahlen, weil teils auch Angeh\u00f6rige deutsche Staatsb\u00fcrger seien, sagte der Sprecher. Wie viele der Betroffenen neben der deutschen auch die afghanische Staatsb\u00fcrgerschaft haben, werde nicht erfasst, weil es f\u00fcr die Frage, ob jemand zur Teilnahme an der Evakuierungsmission berechtigt sei, keinen Unterschied mache. Er r\u00e4umte aber ein, dass es f\u00fcr die Bewegungsfreiheit der Betroffenen im von den Taliban kontrollierten Kabul relevant sein k\u00f6nne. &#8222;Das ist ein Faktor, den man ber\u00fccksichtigen muss.&#8220;<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt geht davon aus, dass sich in Kabul insgesamt noch eine &#8222;hohe vierstellige oder niedrige f\u00fcnfstellige Zahl&#8220; schutzbed\u00fcrftiger Menschen befindet, die grunds\u00e4tzlich f\u00fcr eine Evakuierung infrage k\u00e4men.<\/p>\n<p>Bundestag stimmt Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul zu <\/p>\n<p>Mehr als eine Woche nach Beginn der Evakuierungsaktion der Bundeswehr im afghanischen Kabul hat der Bundestag dem Einsatz von bis zu 600 Soldaten zugestimmt. Die Abgeordneten billigten das bis zum 30. September befristete Mandat mit gro\u00dfer Mehrheit. 539 stimmten daf\u00fcr, 9 dagegen, 90 enthielten sich.<\/p>\n<p>Mit dem Mandat schafft der Bundestag nachtr\u00e4glich die rechtliche Grundlage f\u00fcr den Einsatz. Das Parlament muss jedem bewaffneten Einsatz der Bundeswehr zustimmen. In Ausnahmef\u00e4llen ist das auch nachtr\u00e4glich m\u00f6glich, vor allem, wenn Gefahr in Verzug ist. Das trifft nach Ansicht der Bundesregierung auf die Evakuierung deutscher Staatsb\u00fcrger und afghanischer Helfer von Bundeswehr und Bundesministerien zu.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit f\u00fcr den Einsatz war erwartet worden. Die Linksfraktion hatte allerdings am Dienstag wegen einiger Kritikpunkte am Mandatstext beschlossen, sich zu enthalten.\u00a0<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt will auch nach Fristenende evakuieren <\/p>\n<p>Die Bundesregierung spricht nach eigenen Angaben weiter mit Vertretern der Taliban, um auch nach dem 31. August Menschen au\u00dfer Landes bringen zu k\u00f6nnen. Das Ende der Luftbr\u00fccke sei nicht gleichbedeutend mit einem Ende dieser Bem\u00fchungen, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts in Berlin. M\u00f6glich sei etwa eine Evakuierung mit zivilen Fl\u00fcgen oder auch ein Transport von Menschen auf dem Landweg in die Nachbarl\u00e4nder Afghanistans.<\/p>\n<p>Bereits am Dienstag hatte Au\u00dfenminister Heiko Maas verdeutlicht, dass ein Ende der Luftbr\u00fccke nicht bedeute, dass keine Menschen mehr gerettet werden. Gegen\u00fcber &#8222;Bild&#8220; nannte er m\u00f6gliche Verhandlungen mit den Taliban &#8222;schlimmer als verkehrte Welt&#8220;. Allerdings habe man &#8222;\u00fcberhaupt keine Alternative. Daf\u00fcr muss man Wege gehen, die man nicht gehen will.&#8220;<\/p>\n<p>Bericht: KSK rettete Deutsche per Hubschrauber <\/p>\n<p>Spezialkr\u00e4fte der Bundeswehr haben offenbar erstmals Deutsche aus Afghanistan mit Hubschraubern gerettet. Das berichtet die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220;. Demnach haben Soldaten des &#8222;Kommando Spezialkr\u00e4fte&#8220; (KSK) in einer Geheimoperation in der Nacht zum Mittwoch gemeinsam mit US-Kr\u00e4ften mehr als ein Dutzend deutsche Staatsb\u00fcrger aus Kabul geflogen, die auf der Flucht vor den islamistischen Taliban waren.<\/p>\n<p>Nach Informationen der Zeitung war es offenbar bereits die vierte Operation der Spezialeinheit. Genutzt wurden allerdings keine eigenen, sondern amerikanische Hubschrauber des Typen MH-6. Ein Lufteinsatz galt zuletzt noch als zu gef\u00e4hrlich. Bisher waren die Soldaten nur am Boden t\u00e4tig. Aufgrund des geplanten Abzugs der US-Truppen dr\u00fccke auch die Bundeswehr aufs Tempo.\u00a0&#8222;Das Fenster, Leute zu retten, schlie\u00dft sich&#8220;, hei\u00dft es aus Bundeswehrkreisen.<\/p>\n<p>USA fliegen in 24 Stunden mehr als 11.000 Menschen aus <\/p>\n<p>Bei der Evakuierungsmission am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die USA zuletzt innerhalb von 24 Stunden mehr als 11.000 Menschen au\u00dfer Landes gebracht. Zwischen dem fr\u00fchen Dienstagmorgen und dem fr\u00fchen Mittwochmorgen h\u00e4tten 42 Flugzeuge des US-Milit\u00e4rs rund 11.200 Menschen ausgeflogen, teilte das Wei\u00dfe Haus am Mittwoch in Washington mit. Im gleichen Zeitraum h\u00e4tten au\u00dferdem 48 Maschinen internationaler Partner rund 7.800 Menschen evakuiert. Insgesamt waren es innerhalb der 24-Stunden-Spanne also etwa 19.000 Menschen.<\/p>\n<p>Seit dem Start der Evakuierungsmission Mitte August haben die Vereinigten Staaten insgesamt rund 82.300 Menschen entweder selbst aus Afghanistan ausgeflogen oder deren Ausreise erm\u00f6glicht, wie es weiter hie\u00df. Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hatten die USA und ihre Verb\u00fcndeten begonnen, in gro\u00dfer Eile ihre Staatsb\u00fcrger sowie afghanische Helfer und andere Schutzbed\u00fcrftige au\u00dfer Landes zu bringen.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hatte am Dienstag nach einer Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G7-L\u00e4nder erkl\u00e4rt, dass er an dem Plan festhalte, die amerikanischen Truppen bis zum 31. August aus Kabul abzuziehen. Ohne die Unterst\u00fctzung der USA gilt auch eine Fortsetzung der Evakuierungsfl\u00fcge anderer westlicher Staaten als undenkbar. Das US-Milit\u00e4r kontrolliert den Flughafen in Kabul und hat dort mehrere Tausend Soldaten stationiert, die den internationalen Evakuierungseinsatz absichern.<\/p>\n<p>Verteidigungsministerium: Schwerste Stunden stehen noch bevor <\/p>\n<p>Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagt in Berlin mit Blick auf das bevorstehende Ende der Evakuierungsmission: &#8222;Jetzt beginnen f\u00fcr uns die anspruchvollsten und auch die gef\u00e4hrlichsten Stunden.&#8220; Die Sicherheitslage am Kabuler Flughafen habe sich immer weiter versch\u00e4rft und versch\u00e4rfe sich weiter.<\/p>\n<p>Briten holen Hunde und Katzen aus Kabuler Tierheim <\/p>\n<p>Nach tagelanger Debatte hat die britische Regierung einen Rettungsflug f\u00fcr Hunde und Katzen aus einem Kabuler Tierheim vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt genehmigt. &#8222;Wenn er mit seinen Tieren kommt, werden wir einen Slot f\u00fcr sein Flugzeug finden&#8220;, schrieb der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Mittwoch auf Twitter \u00fcber Paul Farthing, einen ehemaligen Soldaten, der in Kabul ein Tierheim f\u00fcr Hunde und Katzen betreute.<\/p>\n<p>Farthing will nun mit einem gecharterten Flugzeug rund 140 Hunden und 60 Katzen zusammen mit seinen afghanischen Mitarbeitern und deren Familien die Ausreise erm\u00f6glichen. Bereits am Montag hatte die britische Regierung laut Farthing allen Mitarbeitern des Vereins &#8222;Nowsad&#8220; und ihren Familienmitgliedern Visa erteilt. Es handele sich insgesamt um 68 Menschen.<\/p>\n<p>Wallace hatte noch am Dienstag erkl\u00e4rt, dass er &#8222;Tieren keinen Vorrang vor verzweifelten M\u00e4nnern, Frauen und Kindern, die an die T\u00fcr klopfen&#8220;, einr\u00e4umen werde. Daf\u00fcr musste der Verteidigungsminister harte Kritik von Tiersch\u00fctzern einstecken. Nun folgte die Wende.<\/p>\n<p>Mindestens 12 von 78 Afghanistan-R\u00fcckkehrern nach Indien haben Corona <\/p>\n<p>Mindestens 12 Personen einer Gruppe von 78 Menschen, die aus Kabul in Afghanistan evakuiert und nach Indien gebracht wurden, sind mit dem Coronavirus infiziert. Sie zeigten keine Symptome, sagte ein Mitarbeiter der Organisation India World Forum, die dem indischen Au\u00dfenministerium bei ihrer Evakuierungsmission hilft, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Gruppe sei am Dienstag in Indien angekommen und die Positiv-Getesteten bef\u00e4nden sich in Quarant\u00e4ne. Indien hat seit der Macht\u00fcbernahme der Taliban in Afghanistan mehr als 600 Menschen ausgeflogen\u00a0\u2013 darunter mehr als 200 indische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Kritische Soldaten: \u00dcberraschung \u00fcber Ende des Einsatzes &#8222;geheuchelt&#8220; <\/p>\n<p>Der kritische Soldatenarbeitskreis &#8222;Darmst\u00e4dter\u00a0Signal&#8220; bewertet Deutschlands Beteiligung am Einsatz in Afghanistan als &#8222;riesigen Fehler&#8220;. &#8222;Der Einsatz war so verlogen wie die \u00dcberraschung [\u00fcber das Ende] geheuchelt&#8220;, sagte der Sprecher des Arbeitskreises, Florian Pfaff, dem S\u00fcdwestrundfunk am Mittwoch.<\/p>\n<p>&#8222;Man wurde im Grunde herausgeworfen. Man hatte die Standorte aufgeben m\u00fcssen, weil der Druck zu gro\u00df war.&#8220; Wer jetzt so tue, als h\u00e4tte man sich auf die afghanische Armee verlassen, sei unehrlich, erg\u00e4nzte Pfaff im Radioprogramm SWR Aktuell. Die Kriege im Irak und in Afghanistan bezeichnete er als sinnlos und verlogen.<\/p>\n<p>Der eher linksgerichtete Arbeitskreis &#8222;Darmst\u00e4dter\u00a0Signal&#8220; bezeichnet sich als &#8222;das einzige kritische Sprachrohr von ehemaligen und aktiven Offizieren und Unteroffizieren sowie Soldatinnen und Soldaten und zivilen Angeh\u00f6rigen der Bundeswehr&#8220;. Das erste Treffen des Arbeitskreises gab es 1983. Zu den Grunds\u00e4tzen geh\u00f6rt laut Homepage die kritische Begleitung der &#8222;hinsichtlich des Auftrags der Streitkr\u00e4fte, deren Bindung an Moral und Gesetze, die Umsetzung des Staatsb\u00fcrgers in Uniform sowie nichtmilit\u00e4rische Alternativen der Konfliktbew\u00e4ltigung&#8220;.<\/p>\n<p>Sorge um Radikalisierung in der Bundeswehr <\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Einsatzveteranen, Bernhard Drescher, hat angesichts der Entwicklungen in Afghanistan nach dem Abzug der Bundeswehr vor einer\u00a0Radikalisierung\u00a0altgedienter Soldaten gewarnt. &#8222;Die Stimmung unter den Veteranen ist grottenschlecht&#8220;, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).<\/p>\n<p>Sie h\u00e4tten das Gef\u00fchl, dass ihre Belange &#8222;noch nie interessiert&#8220; h\u00e4tten. Angesichts der Bilder aus Kabul entstehe nun der Eindruck, dass ihre Arbeit zunichte gemacht werde. Schlie\u00dflich ziehe man Schutzkr\u00e4fte nicht ab, bevor nicht alles Sch\u00fctzenswerte in Sicherheit gebracht worden sei, so Drescher. Und die Helfer der Bundeswehr, also die afghanischen Ortskr\u00e4fte, w\u00fcrden offenbar nicht f\u00fcr sch\u00fctzenswert gehalten. Die Vorg\u00e4nge w\u00fcrden &#8222;hochemotional aufgenommen&#8220;.<\/p>\n<p>Drescher warnte: &#8222;Man verliert emotional eine Gruppe von Menschen, die f\u00fcr den Staat wichtig ist.&#8220; In der Folge entst\u00fcnden neuerdings rechtsorientierte Gruppen wie &#8222;Veteranen 5 n 12&#8220; oder der &#8222;Veteranen Pool&#8220;. &#8222;Ich mache mir Sorgen, wie sich das weiterentwickelt.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr hat 4.650 Menschen aus Kabul ausgeflogen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat mittlerweile mehr als 4.650 Bundesb\u00fcrger, Afghanen und B\u00fcrger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am sp\u00e4ten Dienstagabend landete ein Milit\u00e4rtransporter des Typs A400M mit 178 schutzbed\u00fcrftigen Menschen an Bord in der usbekischen Hauptstadt Taschkent, wie die Bundeswehr in der Nacht zu Mittwoch twitterte. &#8222;Damit wurden bisher insgesamt mehr als 4.650 Menschen aus Afghanistan evakuiert&#8220;, hie\u00df es weiter. Von Taschkent aus geht es dann weiter nach Deutschland.<\/p>\n<p>Derweil teilten die USA mit, vorerst an dem Plan festzuhalten, ihre Truppen bis zum 31. August aus Afghanistan abzuziehen. Der laufende internationale Milit\u00e4reinsatz zur Evakuierung westlicher Staatsb\u00fcrger, afghanischer Ortskr\u00e4fte und anderer Schutzbed\u00fcrftiger ist von der US-Truppenpr\u00e4senz abh\u00e4ngig. Bereits am Montag hatte ein Taliban-Vertreter die f\u00fcr den 31. August gesetzte Frist als &#8222;rote Linie&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p>Nato-Diplomat: Nachbarl\u00e4nder sollen Grenzen \u00f6ffnen <\/p>\n<p>Angesichts des nahenden Endes von Evakuierungsfl\u00fcgen aus Kabul werden Forderungen nach einem verst\u00e4rkten Engagement der Nachbarl\u00e4nder Afghanistans laut. &#8222;Iran, Pakistan und Tadschikistan sollten mehr Menschen \u00fcber Land oder Luft herausholen&#8220;, sagte ein in Kabul ans\u00e4ssiger Nato-Diplomat am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die L\u00e4nder sollten ihre Grenzen \u00f6ffnen.\u00a0<\/p>\n<p>Aus Diplomatenkreisen hie\u00df es in den vergangenen Tagen,\u00a0nach Einstellung der Evakuierungsfl\u00fcge k\u00f6nnten die zu Evakuierenden m\u00f6glicherweise auf dem Landweg in Drittstaaten ausreisen und von dort nach Europa geflogen werden. Beide Grenz\u00fcberg\u00e4nge nach Pakistan etwa sind aktuell ge\u00f6ffnet, allerdings brauchen Afghanen Visa f\u00fcr das Nachbarland.<\/p>\n<p>In einem in der Nacht zu Mittwoch versandten Landsleutebrief der deutschen Botschaft in Kabul hie\u00df es,\u00a0Deutschland plane zun\u00e4chst weiterhin Evakuierungsfl\u00fcge mit der Bundeswehr und zudem mit anderen befreundeten Staaten Fl\u00fcge von Kabul ins Ausland. Gleichzeitig pr\u00fcfe man\u00a0weitere konkrete Ma\u00dfnahmen zur Erm\u00f6glichung der Ausreise.<\/p>\n<p>Bundeswehr-Luftbr\u00fccke endet wohl sp\u00e4testens am Wochenende <\/p>\n<p>Laut mehreren Medienberichten plant die Bundeswehr, ihre Rettungsfl\u00fcge aus Afghanistan bereits Ende der Woche einzustellen. Mehr dazu lesen Sie hier.<\/p>\n<p>Biden warnt vor Anschlagsgefahr <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat vor einer wachsenden Terrorgefahr am Flughafen in Kabul gewarnt. Jeder Tag, den man wegen der Evakuierungen l\u00e4nger vor Ort bleibe, sei ein weiterer Tag, an dem ein \u00f6rtlicher Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat versuche, den Flughafen anzugreifen, sagte Biden. Es gebe die &#8222;akute und wachsende Gefahr eines Anschlags&#8220;, sagte er am Dienstag in Washington (Ortszeit) nach einer Videoschalte der G7-Staats- und Regierungschefs zur Lage in Afghanistan. Die USA halten daher vorerst an ihrem Plan fest, ihre Truppen bis zum 31. August aus Afghanistan abzuziehen. &#8222;Je fr\u00fcher wir es abschlie\u00dfen, desto besser&#8220;, sagte Biden.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r zieht &#8222;mehrere Hundert&#8220; Soldaten vom Flughafen Kabul ab <\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r hat seine Truppenpr\u00e4senz am Flughafen Kabul nach eigenen Angaben um &#8222;mehrere Hundert&#8220; Soldatinnen und Soldaten reduziert. Dies sei bei einem laufenden Einsatz Teil der normalen Entscheidungsgewalt des \u00f6rtlichen Kommandeurs, erkl\u00e4rte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Es handle sich dabei unter anderem um Besch\u00e4ftigte der Zentrale, Spezialisten f\u00fcr Wartungsarbeiten und andere Soldaten, deren Mission am Flughafen abgeschlossen sei, erkl\u00e4rte er am Dienstag (Ortszeit). Das US-Milit\u00e4r hatte dort zuletzt rund 5.800 Soldaten im Einsatz.<\/p>\n<p>Kirby betonte, der routinem\u00e4\u00dfige Abzug einiger Truppen stelle nicht den Beginn des Abzugs aller Soldaten aus\u00a0Afghanistan\u00a0dar. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht befohlen worden, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p>M\u00e4dchen des Robotik-Teams fl\u00fcchten nach Mexiko <\/p>\n<p>Eine Gruppe von Computer-Spezialistinnen ist nach ihrer Flucht aus Afghanistan vor den Taliban in Mexiko eingetroffen. &#8222;Wir hei\u00dfen Sie herzlich in Mexiko willkommen&#8220;, sagt Martha Delgado, Unterstaatssekret\u00e4rin f\u00fcr multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte im mexikanischen Au\u00dfenministerium bei einer Pressekonferenz zur Ankunft des Robotik-Teams. Das j\u00fcngste Mitglied ist 14 Jahre alt. Die international ausgezeichnete Gruppe hatte im M\u00e4rz mit der Arbeit an einem kosteng\u00fcnstigen Open-Source-Beatmungsger\u00e4t begonnen, um die Krankenh\u00e4user ihres Heimatlandes im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Putin: Westen hinterl\u00e4sst Chaos und Terrorgefahr in Afghanistan <\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, Chaos in\u00a0Afghanistan\u00a0hinterlassen sowie eine gro\u00dfe Terrorbedrohung f\u00fcr andere L\u00e4nder verursacht zu haben. &#8222;Es gibt die Gefahr, dass Terroristen und verschiedene Gruppierungen, die in\u00a0Afghanistan\u00a0Zuflucht gefunden haben, das von unseren westlichen Partnern hinterlassene Chaos nutzen&#8220;, sagte Putin am Dienstag in Moskau. Terroristen k\u00f6nnten in den Nachbarl\u00e4ndern f\u00fcr eine Eskalation der Lage sorgen.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine direkte Bedrohung f\u00fcr unsere Verb\u00fcndeten und f\u00fcr unser Land&#8220;, sagte Putin mit Blick etwa auf die Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan und Usbekistan, direkte Nachbarn\u00a0Afghanistans. Es bestehe die Gefahr, dass der Drogenschmuggel und die illegale Migration zunehmen, meinte er bei einer Veranstaltung der Kremlpartei Geeintes Russland vor der Parlamentswahl am 19. September. &#8222;Das sind alles Bedrohungen f\u00fcr uns. Sie sind absolut real.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Schreckliche hygienische Zust\u00e4nde in Katar&#8220;: USA geloben Besserung <\/p>\n<p>Die USA haben nach Berichten \u00fcber schlechte hygienische Zust\u00e4nde auf dem Milit\u00e4rflugplatz nahe der katarischen Hauptstadt Doha eine schnelle Besserung versprochen. Der Flugplatz ist ein wichtiges Drehkreuz f\u00fcr die Evakuierungsfl\u00fcge aus Afghanistan. &#8222;Wir sind uns dessen bewusst und arbeiten schnell daran, die Situation zu verbessern, und wir wollen nat\u00fcrlich, dass die Menschen, die evakuiert werden, mit Respekt behandelt werden&#8220;, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag (Ortszeit). Zuvor hatte etwa das Nachrichtenportal &#8222;Axios&#8220; unter Berufung auf eine E-Mail eines US-Beamten von Ratten, Urin und F\u00e4kalien berichtet.<\/p>\n<p>Selbst wenn Afghanen ein Sondervisum f\u00fcr die USA haben, kommen sie nicht direkt in das Land. Milit\u00e4rfl\u00fcge bringen sie zun\u00e4chst auf US-St\u00fctzpunkte oder in andere Transitzentren in Drittstaaten \u2013wie etwa nach Katar. Von diesen Zwischenstationen sollen die Menschen nach einer Sicherheitspr\u00fcfung in die USA gebracht werden. Axios zufolge sind auf dem St\u00fctzpunkt in Katar Tausende Afghanen vorl\u00e4ufig untergebracht. Nach dem Bericht ist die Situation dort &#8222;die H\u00f6lle auf Herden&#8220;. Psaki betonte, dass der Bericht des Portals sich auf die Lage vor einigen Tagen beziehe.<\/p>\n<p>Man sei sich der &#8222;schrecklichen hygienischen Zust\u00e4nde in Katar&#8220; bewusst, die dort geherrscht h\u00e4tten, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Man habe bereits daran gearbeitet, sie zu verbessern. &#8222;Ich werde mich hier nicht hinstellen und sagen, dass sie perfekt sind, denn das sind sie nicht, weil die Evakuierten weiterhin nach Katar str\u00f6men, und im Moment eine Menge vor Ort sind&#8220;, so Kirby weiter. Niemand suche nach Ausreden. &#8222;Wir erkennen an, dass die sanit\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse und die Hygiene in vielerlei Hinsicht noch nicht das Niveau erreicht haben, das wir uns w\u00fcnschen.&#8220;<\/p>\n<p>Evakuierte von Ramstein auf anderen US-St\u00fctzpunkt in Deutschland verlegt <\/p>\n<p>Weil die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Unterbringung tausender Evakuierter aus Afghanistan auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz an ihre Grenzen sto\u00dfen, hat die US-Armee mit der \u00dcberf\u00fchrung der Menschen zu anderen St\u00fctzpunkten in Deutschland begonnen. Erste Evakuierte seien am Dienstag in den Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern eingetroffen, gaben die US-Streitkr\u00e4fte bekannt. Dort k\u00f6nnten rund 2.000 Menschen vor\u00fcbergehend untergebracht werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus seien die Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze Grafenw\u00f6hr und Hohenfels bereit, bei Bedarf Gerettete aus Afghanistan aufzunehmen. An diesen Standorten k\u00f6nnen laut US-Armee vor\u00fcbergehend etwa 3.000 beziehungsweise 2.000 Menschen untergebracht werden.<\/p>\n<p>Auch Weltbank legt Hilfszahlungen f\u00fcr Afghanistan auf Eis <\/p>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan legt auch die Weltbank ihre Hilfen f\u00fcr das Land auf Eis. Die Zahlungen seien ausgesetzt worden, sagte ein Weltbank-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die internationale Finanzorganisation beobachte die Entwicklungen vor Ort genau. Die Weltbank unterh\u00e4lt in Afghanistan nach eigenen Angaben mehr als zwei Dutzend Entwicklungsprojekte und hat dem Land seit 2002 5,3 Milliarden Dollar zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Afghanistan ist als eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt stark auf Hilfsgelder angewiesen. Nach Angaben der Weltbank belief sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes im Jahr 2020 auf 19,81 Milliarden US-Dollar, davon machten Hilfsgelder fast 43 Prozent aus.<\/p>\n<p>Merkel nach G7-Gipfel: Keine Verl\u00e4ngerung der Evakuierungen vereinbart <\/p>\n<p>Die sieben gr\u00f6\u00dften westlichen Industriel\u00e4nder (G7) wollen von den Taliban freies Geleit f\u00fcr Ausreisewillige \u00fcber den 31. August hinaus verlangen. Das erkl\u00e4rte der britische Premierminister Boris Johnson am Dienstag nach dem G7-Sondergipfel zu Afghanistan. Man plane ein Abkommen mit den Islamisten, in der diese Forderung die wichtigste Bedingung f\u00fcr eine Einigung sein solle.<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach der Video-Konferenz der Staats- und Regierungschefs, man habe keine Verl\u00e4ngerung der Evakuierungen vereinbart. Bereits zuvor hatte ein Mitarbeiter der US-Regierung Reuters gegen\u00fcber erkl\u00e4rt, US-Pr\u00e4sident Joe Biden bleibe dabei, die Evakuierungen am 31. August abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Taliban hatten mit Konsequenzen gedroht, sollten ausl\u00e4ndische Soldaten bis Ende August nicht abgezogen werden. Kritiker warnen, bis dahin k\u00f6nnten nicht alle Menschen ausgeflogen werden, die Schutz vor den Islamisten suchen.<\/p>\n<p>Die G7-Staaten beschlossen, ihre Afghanistan-Politik mit anderen Staaten abzustimmen. Deshalb solle auch mit den G20 zusammengearbeitet werden. In dieser Staaten-Gruppe sind auch Russland und China Mitglieder. Der italienische Ministerpr\u00e4sident Mario Draghi forderte auch eine gemeinsame Immigrationspolitik Europas f\u00fcr Menschen aus Afghanistan.\u00a0<\/p>\n<p>Bundeswehr warnt vor IS-Selbstmordattent\u00e4tern in Kabul <\/p>\n<p>Die Bundeswehr sieht eine zunehmende Anschlagsgefahr durch IS-Terroristen in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Man habe Signale aus amerikanischen Quellen, aber auch eigene Erkenntnisse, dass zunehmend potenzielle Selbstmordattent\u00e4ter der Terrororganisation Islamischer Staat &#8222;in die Stadt einsickern&#8220;, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn am Montag in Berlin. Man habe von den Amerikanern bereits in der vergangenen Woche Hinweise darauf bekommen. &#8222;Das nimmt jetzt zu.&#8220;<\/p>\n<p>Die US-Regierung hatte am Sonntag erstmals \u00f6ffentlich Sorgen vor einem IS-Anschlag am Flughafen oder in der Umgebung ge\u00e4u\u00dfert. &#8222;Die Bedrohung ist real, sie ist akut, sie ist anhaltend&#8220;, sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Pr\u00e4sident Joe Biden, Jake Sullivan, im Sender CNN. Man nehme die Warnungen &#8222;absolut todernst&#8220;. Die militant-islamistischen Taliban und der regional aktive Zweig des IS sind verfeindet und haben in der Vergangenheit gegeneinander gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Maas: &#8222;Zeit wird nicht reichen, um alle auszufliegen&#8220; <\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) hat w\u00e4hrend eines Live-Interviews mit dem neuen Fernsehsender Bild eine ersch\u00fctternde Prognose\u00a0abgegeben. Trotz aller Bem\u00fchungen, so viele Ortskr\u00e4fte wie m\u00f6glich schnell aus Afghanistan auszufliegen, vermutet er: &#8222;Die Zeit wird nicht reichen, um alle auszufliegen.&#8220; Er gehe nicht davon aus, dass &#8222;wir alle ausfliegen k\u00f6nnen, die wir ausfliegen wollen.&#8220; Das Gleiche gelte wohl f\u00fcr die USA. Weiter erkl\u00e4rte er: &#8222;Wir stehen noch mit 100 Staatsb\u00fcrgern und ihren Familien in Kontakt, deren Standort wir auch kennen. Die versuchen wir heute wieder einigerma\u00dfen sicher an den Flughafen zu bringen, um sie dann auf eine unserer Maschinen zu verteilen.&#8220;<\/p>\n<p>Es gehe jetzt darum, die Probleme in Afghanistan zu l\u00f6sen und nicht um seine politische Zukunft, betonte Maas auf Nachfrage. &#8222;Gehen Sie mal davon aus, dass auch ich meine Schl\u00fcsse daraus ziehen w\u00fcrde, was zurzeit geschieht und wie damit umzugehen ist und wie auch ich pers\u00f6nlich damit umgehe&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Heiko Maas: Der Au\u00dfenminister hat in Aussicht gestellt, dass nicht alle Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan gerettet werden k\u00f6nnen. (Quelle: Annegret Hilse\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Ab 2013 besch\u00e4ftigte Entwicklungshelfer auf Evakuierungsliste <\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat den Kreis der afghanischen Ortskr\u00e4fte in der Entwicklungshilfe ausgeweitet, die f\u00fcr eine Evakuierung im Gefahrenfall infrage kommen: Grunds\u00e4tzlich sei am Wochenende entschieden worden, dass ab jetzt auch Ortskr\u00e4fte der Entwicklungszusammenarbeit aufgrund einer Gef\u00e4hrdung f\u00fcr eine Ausreise infrage k\u00e4men, deren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis schon mehr als zwei Jahre zur\u00fcckliege, teilt ein Sprecher des Entwicklungsministeriums mit. Analog zur Regelung des Bundesministeriums der Verteidigung sei nun eine Besch\u00e4ftigung ab 2013 ausschlaggebend.<\/p>\n<p>Brandenburg will Ortskr\u00e4fte dauerhaft aufnehmen <\/p>\n<p>Brandenburg will die im Land angekommenen Ortskr\u00e4fte aus Afghanistan auch dauerhaft aufnehmen. Das erkl\u00e4rte Innenminister Michael St\u00fcbgen am Dienstag. &#8222;Wir hoffen, damit einen Beitrag leisten zu k\u00f6nnen, die weiteren Belastungen f\u00fcr die geretteten Menschen m\u00f6glichst gering zu halten und aufwendige B\u00fcrokratie zu vermeiden.&#8220; Die Verteilung aller in Deutschland angekommenen Ortskr\u00e4fte obliege aber dem Bundesinnenministerium, so St\u00fcbgen weiter. Brandenburg tausche sich derzeit eng mit dem Bund und den anderen Bundesl\u00e4ndern aus, um weitere Abl\u00e4ufe zur Aufnahme der Ortskr\u00e4fte zu kl\u00e4ren. Zun\u00e4chst hatten die &#8222;Potsdamer Neuesten Nachrichten&#8220; berichtet, dass Land wolle 300 Ortskr\u00e4fte dauerhaft aufnehmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Innenministeriums sind mittlerweile 265 Menschen, davon 125 Kinder und Jugendliche, in Brandenburg angekommen und werden erstversorgt. &#8222;Wir wollen, dass die Menschen zur Ruhe kommen k\u00f6nnen und k\u00fcmmern uns um die Erledigung aller notwendigen Formalit\u00e4ten der Erstaufnahme&#8220;, sagte St\u00fcbgen.<\/p>\n<p>USA fliegen an einem Tag mehr als 12.000 Menschen aus <\/p>\n<p>\u00a0Die Evakuierungsmission am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gewinnt weiter an Tempo. Die USA flogen bei dem Einsatz erstmals innerhalb von 24 Stunden mehr als 12.000 Menschen aus Kabul aus. Zwischen dem fr\u00fchen Montagmorgen und dem fr\u00fchen Dienstagmorgen h\u00e4tten 37 Flugzeuge des US-Milit\u00e4rs rund 12.700 Menschen au\u00dfer Landes gebracht, teilte das Wei\u00dfe Haus am Dienstag in Washington mit. Im gleichen Zeitraum h\u00e4tten au\u00dferdem 57 Maschinen internationaler Partner rund 8900 Menschen evakuiert. Seit dem Start der Evakuierungsmission Mitte August h\u00e4tten die Vereinigten Staaten insgesamt rund 58 700 Menschen entweder selbst aus Afghanistan ausgeflogen oder deren Ausreise erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r kontrolliert den Flughafen in Kabul und hat dort mehrere Tausend Soldaten stationiert, die den internationalen Evakuierungseinsatz absichern. Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan hatten die USA und ihre Verb\u00fcndeten begonnen, in gro\u00dfer Eile ihre Staatsb\u00fcrger sowie afghanische Ortskr\u00e4fte au\u00dfer Landes zu bringen.<\/p>\n<p>CIA-Chef ber\u00e4t sich mit Taliban-Anf\u00fchrer <\/p>\n<p>CIA-Chef William Burns hat einem Zeitungsbericht zufolge den Anf\u00fchrer der Taliban, Abdul Ghani Baradar, zu einem Gespr\u00e4ch getroffen. Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes und Baradar seien sich am Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul begegnet, berichtet die &#8222;Washington Post&#8220;. Das Blatt beruft sich auf nicht n\u00e4her bezeichnete US-Beamte, die sich nur anonym \u00e4u\u00dfern wollten.<\/p>\n<p>Taliban lassen Sprengschutzw\u00e4nde entfernen <\/p>\n<p>Die militant-islamistischen Taliban lassen in der afghanischen Hauptstadt Kabul die f\u00fcr das Stadtbild bislang typischen Sprengschutzw\u00e4nde abbauen. Das ist auf Videos und Fotos zu sehen, die am Dienstag in sozialen Medien kursierten.<\/p>\n<p>Die oft drei Meter hohen und einen halben Meter dicken grauen Betonw\u00e4nde sollten in der Vergangenheit die Auswirkungen von Autobomben oder anderen Explosionen vermindern. Sie standen bisher praktisch \u00fcberall in der Stadt, vor allem rund um Regierungseinrichtungen wie Ministerien oder ausl\u00e4ndischen Botschaften.<\/p>\n<p>Am Sonntag hatten die Taliban \u00fcber die Facebook-Seite der Stadtverwaltung die B\u00fcrger der Stadt dazu aufgerufen, binnen einer Woche Sprengschutzw\u00e4nde rund um Privath\u00e4user zu entfernen. B\u00fcrger, die keinen Platz h\u00e4tten, k\u00f6nnten sich an die Stadtverwaltung wenden, die ihnen einen Deponieplatz zur Verf\u00fcgung stelle.<\/p>\n<p>WHO bef\u00fcrchtet Engpass bei medizinischen G\u00fctern <\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verf\u00fcgt nach eigenen Angaben nur noch \u00fcber medizinische Vorr\u00e4te f\u00fcr eine Woche. Mehr als 500 Tonnen solcher G\u00fcter wie OP-Ausr\u00fcstungen oder Mittel zur Versorgung von Unterern\u00e4hrten gelangten wegen der Einschr\u00e4nkungen am Kabuler Flughafen derzeit nicht ins Land, sagt ein WHO-Vertreter. Auch werde ein Anstieg der Corona-Infektionen bef\u00fcrchtet, weil die Zahl der durchgef\u00fchrten Tests in der vergangenen Woche um 77 Prozent gesunken sei. Dagegen hielten 95 Prozent der medizinischen Einrichtungen ihren Betrieb aufrecht. Allerdings seien mehrere weibliche Angestellte nicht mehr zum Dienst erschienen und einige Patientinnen wagten nicht, ihre H\u00e4user zu verlassen und zum Arzt zu gehen.<\/p>\n<p>Zweij\u00e4hrige am Flughafen Kabul get\u00f6tet <\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer Massenpanik am Flughafen Kabul ist am Samstag ein zweij\u00e4hriges Kind gestorben. Es handelt sich um die Tochter einer Dolmetscherin, die f\u00fcr eine amerikanische Firma in Kabul gearbeitet hatte. Die Frau, ihre Tochter und weitere Familienmitglieder wurden von der Menge zu Boden geworfen. Menschen trampelten auf ihnen herum, wie die Frau der &#8222;New York Times&#8220; erz\u00e4hlte. &#8222;Ich f\u00fchlte puren Terror. Ich konnte sie nicht retten.&#8220;<\/p>\n<p>Die deutschen Beh\u00f6rden haben wegen der Sicherheitslage davor gewarnt, selbstst\u00e4ndig zum Flughafen zu gehen. Am Wochenende starben am Flughafen in Kabul sieben Menschen.<\/p>\n<p>US-Truppen an einem Eingang zum Flughafen: Vor den Toren dr\u00e4ngen sich Hunderte Menschen. (Quelle: Victor Mancilla\/imago images)<\/p>\n<p>Bundeswehr fliegt 200 weitere Menschen aus <\/p>\n<p>Mit einer Bundeswehr-Maschine sind abermals mehr als 200 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden. Der Milit\u00e4rtransporter des Typs A400M startete am Dienstag vom Flughafen der Hauptstadt Kabul ins Nachbarland Usbekistan, wie die Bundeswehr am Dienstag mitteilte. Von dort geht es dann weiter nach Deutschland.<\/p>\n<p>Insgesamt hat die Bundeswehr inzwischen mehr als 3.650 Bundesb\u00fcrger, Afghanen und B\u00fcrger anderer Staaten aus Kabul evakuiert. Am Sonntag vergangener Woche hatten die militant-islamistischen Taliban die afghanische Hauptstadt erobert und wieder die Macht \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Maas: USA werden bald \u00fcber Ende der Evakuierungen entscheiden <\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die USA noch am Dienstag entscheiden werden, ob sie ihr Milit\u00e4r zum 31. August abziehen werden. Sollte die Operation tats\u00e4chlich Ende des Monats auslaufen, w\u00fcrden die Amerikaner alleine ein bis zwei Tage brauchen, um ihre eigenen Soldaten auszufliegen. Deutschland habe bislang etwa 3.800 Personen evakuiert, sagt der SPD-Politiker bei &#8222;Bild TV.&#8220;<\/p>\n<p>Von der Leyen vervierfacht Hilfsgelder <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union vervierfacht ihre Hilfsgelder f\u00fcr afghanische Staatsb\u00fcrger auf mehr als 200 Millionen Euro, wie EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen auf Twitter ank\u00fcndigt. Die Mittel w\u00fcrden zus\u00e4tzlich zu den Hilfszusagen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zur Verf\u00fcgung gestellt. Offiziell werde sie das Vorhaben beim virtuellen G7-Gipfel vorstellen.<\/p>\n<p>Das Geld solle den Menschen innerhalb und au\u00dferhalb ihres Heimatlandes zugutekommen, erkl\u00e4rt die Kommissionspr\u00e4sidentin. Ein EU-Vertreter f\u00fcgt hinzu, zur Bedingung f\u00fcr die Auszahlung werde die Achtung der Menschenrechte und insbesondere der Rechte von Frauen gemacht. Danach werde entschieden, ob das Geld direkt nach Afghanistan oder in benachbarte Regionen flie\u00dfe.<\/p>\n<p>Taliban ernennen Finanz- und Innenminister <\/p>\n<p>Die Taliban stellen einem Medienbericht zufolge eine neue Regierung zusammen. Finanzminister werde Gul Agha, meldet die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok. Zum amtierenden Innenminister sei Sadr Ibrahim ernannt worden. Auch der Geheimdienst erhalte eine neue Spitze. Neuer Gouverneur der Provinz Kabul sei Mullah Schirin, B\u00fcrgermeister der gleichnamigen Hauptstadt sei Hamdullah Nomani. Weitere Details wurden zun\u00e4chst nicht bekannt.<\/p>\n<p>EU-Abgeordneter organisiert Charterflug <\/p>\n<p>Der Europaabgeordnete der Gr\u00fcnen, Erik Marquardt, hat mit mehreren Hilfsorganisationen und in Absprache mit der Bundesregierung einen Charterflug nach Kabul organisiert, wie er auf Twitter mitteilt. Um weitere Fl\u00fcge zu realisieren, bittet der Politiker um Spenden.<\/p>\n<p>Druck auf Biden zur Verl\u00e4ngerung der Abzugsfrist w\u00e4chst <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson und US-Pr\u00e4sident Joe Biden haben miteinander gesprochen. Die Politiker h\u00e4tten vereinbart, weiter daran zu arbeiten, dass alle Ausreiseberechtigten Afghanistan verlassen k\u00f6nnten, teilte die britische Regierung am Montag mit. Gro\u00dfbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace sagte, Johnson werde bei dem virtuellen Gipfel der G7-Staats- und Regierungschefs an diesem Dienstag &#8222;versuchen, die M\u00f6glichkeit einer Verl\u00e4ngerung&#8220; des bis zum 31. August befristeten US-Einsatzes am Kabuler Flughafen zu ergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden. (Quelle: Michael Brochstein\/imago images)<\/p>\n<p>Johnson erkl\u00e4rte, die Rettung &#8222;unserer B\u00fcrger und jener Afghanen, die uns w\u00e4hrend der vergangenen 20 Jahre geholfen haben&#8220;, habe nun &#8222;oberste Priorit\u00e4t&#8220;. Die G7-Staaten m\u00fcssten aber bereits jetzt &#8222;die n\u00e4chste Phase&#8220; in den Blick nehmen, in der es darum gehen m\u00fcsse, als internationale Gemeinschaft einen &#8222;gemeinsamen Ansatz&#8220; gegen\u00fcber\u00a0Afghanistan\u00a0zu definieren.<\/p>\n<p>Laut seinem B\u00fcro will Johnson seine G7-Kollegen dazu aufrufen, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus\u00a0Afghanistan\u00a0zu erh\u00f6hen und den Partnern die Selbstverpflichtung abnehmen, &#8222;den Schutz der Fortschritte der vergangenen 20 Jahre in\u00a0Afghanistan\u00a0sicherzustellen \u2013 insbesondere die M\u00e4dchenbildung und die Rechte von Frauen und Minderheiten&#8220;.<\/p>\n<p>US-Truppen am Kabuler Flughafen: Die USA sichern den Flughafen derzeit mit 6.000 Soldaten ab. (Quelle: Sgt. Samuel Ruiz\/U.S. Marine Corps\/AP\/dpa)<\/p>\n<p>Harris verteidigt Afghanistan-Abzug <\/p>\n<p>US-Vizepr\u00e4sidentin Kamala Harris hat den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan verteidigt. Pr\u00e4sident Joe Biden habe &#8222;die mutige und richtige Entscheidung&#8220; getroffen, einen seit 20 Jahren dauernden Krieg zu beenden, sagte Harris am Dienstag bei einem Besuch in Singapur. &#8222;Wir hatten das erreicht, wof\u00fcr wir dorthin gegangen waren.&#8220; Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamistischen Taliban liege der Focus nun auf der Evakuierung von US-Amerikanern, von B\u00fcrgern aus Partnerl\u00e4ndern und von Afghanen, die mit den USA zusammengearbeitet haben.<\/p>\n<p>Zugleich kritisierte Harris Chinas Auftreten im Streit um mehrere Gebiete im rohstoffreichen S\u00fcdchinesischen Meer. Peking setze Mittel wie &#8222;N\u00f6tigung&#8220; und &#8222;Einsch\u00fcchterung&#8220; ein, um rechtswidrige Anspr\u00fcche durchzusetzen. Die Biden-Stellvertreterin f\u00fcgte hinzu: &#8222;Pekings Aktionen untergraben weiterhin die regelbasierte Ordnung und bedrohen die Souver\u00e4nit\u00e4t von Nationen.&#8220; Bei dem Besuch in Singapur wurden eine Verst\u00e4rkung der US-Pr\u00e4senz in dem s\u00fcdostasiatischen Stadtstaat sowie eine engere Zusammenarbeit bei Cybersicherheit und im Finanzsektor vereinbart. N\u00e4chste Station der Reise ist Vietnam.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r evakuierte schon mehr als 10.000 Menschen\u00a0 <\/p>\n<p>Trotz Gewalt und chaotischen Zust\u00e4nden an den Gates zum Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul schreitet die Evakuierungsmission voran. Das Tempo der Abfl\u00fcge habe sich im Vergleich zu Sonntag fast verdoppelt, schrieb der zivile Repr\u00e4sentant der Nato in Afghanistan, Stefano Pontecorvo, auf Twitter. Das US-Milit\u00e4r flog zwischen dem fr\u00fchen Sonntagmorgen und dem fr\u00fchen Montagmorgen rund 10.400 Menschen aus Kabul aus, teilte das Wei\u00dfe Haus in Washington mit.<\/p>\n<p>Insider: Bidens Entscheidung \u00fcber Abzugsdatum binnen Tagesfrist <\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden will einem Insider zufolge binnen 24 Stunden \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung der Abzugsfrist entscheiden. Biden wolle dem Pentagon Zeit zur Vorbereitung einr\u00e4umen, erkl\u00e4rt ein Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Repr\u00e4sentantenhauses, Adam Schiff, geht nicht von einem Abschluss der Evakuierungen bis zum 31. August aus. &#8222;Ich halte es zwar f\u00fcr m\u00f6glich, aber angesichts der Zahl der Amerikaner, die noch evakuiert werden m\u00fcssen, f\u00fcr sehr unwahrscheinlich&#8220;, sagt Schiff nach einem Briefing von Geheimdienstmitarbeitern zu Reportern.<\/p>\n<p>Bundeswehr flog bislang mehr als 3.650 Menschen aus <\/p>\n<p>Der um 22.29 Uhr MESZ in Kabul gestartete A400M ist um 23.48 Uhr MESZ nach Angaben der Bundeswehr mit 211 weiteren Schutzbed\u00fcrftigen in Taschkent gelandet. Seit Beginn der Operation seien damit bislang mehr als 3.650 Menschen durch die Bundeswehr aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen worden.<\/p>\n<p>Afghanische Frauenrechtlerin Ghafari in Deutschland eingetroffen <\/p>\n<p>Die aus Afghanistan geflohene Frauenrechtlerin Zarifa Ghafari ist am Montagabend in Deutschland eingetroffen. Wie die nordrhein-westf\u00e4lische Staatskanzlei berichtete, landete sie zusammen mit Familienmitgliedern am Flughafen K\u00f6ln\/Bonn. Anschlie\u00dfend traf sie in D\u00fcsseldorf den NRW-Ministerpr\u00e4sidenten und Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU). Hier lesen Sie mehr.<\/p>\n<p>Zarifa Ghafari: Die geflohene Frauenrechtlerin ist in Deutschland eingetroffen. (Quelle: Federico Gambarini\/\/dpa)<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4r: Mindestens drei Babys w\u00e4hrend Evakuierungsaktion geboren <\/p>\n<p>Im Rahmen der Evakuierungen aus Afghanistan sind nach Angaben des US-Milit\u00e4rs mindestens drei Babys auf die Welt gekommen. Seines Wissens nach seien es bislang drei gewesen, aber es gebe keine formelle Z\u00e4hlung, sagte General Steve Lyons am Montag bei einer Pressekonferenz des Pentagons. Lyons sprach \u00fcber die afghanische Frau, die an Bord eines US-Evakuierungsflugzeugs ein Baby zur Welt gebracht hatte. Die Maschine war auf dem Weg zum US-St\u00fctzpunkt im pf\u00e4lzischen Ramstein in Deutschland. Nach der Landung in Ramstein hat die Frau im Laderaum der Maschine mit Hilfe von Soldaten ein M\u00e4dchen zur Welt gebracht.<\/p>\n<p>&#8222;Es gab tats\u00e4chlich mehr&#8220;, sagte Lyons, der Chef des Transportkommandos der USA ist. Auf Nachfrage erkl\u00e4rte er, ihm sei die Geburt von insgesamt drei Babys bekannt. Er konnte aber keine Details nennen. Offen blieb, ob die anderen beiden Babys ebenfalls in einem Flugzeug, in einer Einrichtung zur tempor\u00e4ren Unterbringung wie Ramstein oder noch am Kabuler Flughafen zur Welt gekommen waren. Insgesamt sei das aber ein Zeichen der &#8222;beeindruckenden Arbeit unser gro\u00dfartigen Soldaten der Luftstreitkr\u00e4fte&#8220;, so Lyons.<\/p>\n<p>Habeck erwartet langfristigen Afghanistan-Abschiebestopp <\/p>\n<p>Deutschland wird nach Einsch\u00e4tzung von Gr\u00fcnen-Co-Chef Robert Habeck f\u00fcr lange Zeit keine abgelehnten oder straff\u00e4lligen Asylbewerber nach Afghanistan abschieben k\u00f6nnen. &#8222;Ich sehe nicht, wie wir Menschen in ein Taliban-Regime abschieben k\u00f6nnten, zumal dem Land nun ein B\u00fcrgerkrieg droht. Wir werden Islamisten und Straft\u00e4ter also bei uns verurteilen und ihre Strafe hier weiterhin absitzen lassen m\u00fcssen&#8220;, sagte Habeck der D\u00fcsseldorfer &#8222;Rheinischen Post&#8220; (Dienstag).<\/p>\n<p>Bericht: G7-Staaten wollen Taliban geeint gegen\u00fcbertreten <\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs der G7 wollen einem Insider zufolge den radikal-islamischen Taliban geeint gegen\u00fcbertreten. &#8222;Die Staats- und Regierungschefs der G7 werden sich koordinieren, ob und wann sie die Taliban anerkennen&#8220;, sagte ein europ\u00e4ischer Diplomat.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wollten sie sich darauf verst\u00e4ndigen, weiterhin eng zusammenzuarbeiten. Auch bei m\u00f6glichen Sanktionen wollten sie mit einer Stimme sprechen. Der virtuelle Sondergipfel der G7-Staaten zur Lage in Afghanistan soll an diesem Dienstag stattfinden.<\/p>\n<p>Auch Ischinger f\u00fcr Nationalen Sicherheitsrat <\/p>\n<p>Der Vorsitzende der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat sich hinter die Forderung von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) nach einem Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt gestellt. &#8222;Schwierige oder gar gef\u00e4hrliche au\u00dfenpolitische Situationen, in denen die Bundesregierung eine gemeinsame tragf\u00e4hige Strategie ben\u00f6tigt, werden uns in der Zukunft h\u00e4ufiger bevorstehen. Darauf m\u00fcssen wir organisatorisch und ressourcenm\u00e4\u00dfig vorbereitet sein&#8220;, sagte Ischinger der D\u00fcsseldorfer &#8222;Rheinischen Post&#8220; (Dienstag).<\/p>\n<p>Er freue sich, dass die Forderung, den Bundessicherheitsrat auszubauen und Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik systematisch besser zu koordinieren, nun auch partei\u00fcbergreifend auf Zustimmung sto\u00dfe. &#8222;Man hat ja den Eindruck, dass die Ministerien nicht sonderlich gut zusammengearbeitet haben \u2013 und das hat nun gravierende Konsequenzen f\u00fcr viele Menschen, aber eben auch f\u00fcr die au\u00dfenpolitischen Interessen und das Gewicht der Bundesrepublik&#8220;, sagte Ischinger.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien flog bislang \u00fcber 7.000 Menschen aus <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat mehr als 7.000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, sollen die Rettungsfl\u00fcge weitergehen, solange es die Sicherheitslage zul\u00e4sst. Ein festes Datum f\u00fcr ein Ende der Fl\u00fcge sei nicht bestimmt worden.<\/p>\n<p>Dobrindt zu Afghanistan: Schlimmste Bilder stehen noch bevor <\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat vor einer weiteren Eskalation der Lage in Afghanistan gewarnt. &#8222;Ich bef\u00fcrchte, dass die schlimmsten Bilder aus Afghanistan uns noch bevorstehen werden&#8220;, sagte Dobrindt &#8222;Focus Online&#8220;. &#8222;Es ist bisher nicht absehbar, wie lange die Situation am Flughafen in Kabul aufrechterhalten werden kann. Die Amerikaner jedenfalls sind in der Lage, Kabul innerhalb weniger Stunden zu verlassen. Damit w\u00e4re der Einsatz dort beendet\u00a0\u2013\u00a0mit vermutlich sehr schwierigen Bildern f\u00fcr uns.&#8220;<\/p>\n<p>CSU-Landesgruppenvorsitzender Alexander Dobrindt: &#8222;Ich glaube nicht daran, dass sich die Taliban von 2021 von den Taliban von 2001 unterscheiden.&#8220; (Quelle: Peter Kneffel\/dpa)<\/p>\n<p>Dobrindt vertrat die Ansicht, nun k\u00e4men zwei gro\u00dfe Herausforderungen auf den Westen zu. &#8222;Das eine ist die neue Terrorgefahr durch die Taliban. Ich glaube nicht daran, dass sich die Taliban von 2021 von den Taliban von 2001 unterscheiden. Darauf m\u00fcssen wir uns einstellen und unsere F\u00e4higkeiten international anpassen&#8220;, sagte er. &#8222;Die zweite ist eine langanhaltende Fluchtbewegung durch die Macht\u00fcbernahme der Taliban. Auf diese Herausforderungen m\u00fcssen wir uns vorbereiten.&#8220;<\/p>\n<p>KSK-Soldaten retten M\u00fcnchner Familie aus Kabul <\/p>\n<p>Am Sonntag haben Soldaten des Kommandos Spezialkr\u00e4fte (KSK) eine M\u00fcnchner Familie aus Afghanistan gerettet.\u00a0Die Einsatzkr\u00e4fte haben eine Mutter, deren 19-j\u00e4hrige Tochter und ihren 12-j\u00e4hrigen Sohn an den Flughafen von Kabul gebracht. Von dort wurden sie nach Taschkent im sicheren Nachbarland Usbekistan geflogen, berichtet der &#8222;Spiegel&#8220;.<\/p>\n<p>Chaos am Flughafen in Kabul: Auf eigene Faust ist es einer Familie aus M\u00fcnchen nicht gelungen, einen Platz in einer Evakuierungsmaschine zu erlangen. (Quelle: Rahmatullah Alizadah\/XinHua\/dpa)<\/p>\n<p>Die Rettungsaktion war demnach seit dem fr\u00fchen Samstagmorgen geplant worden. Die M\u00fcnchner Familie hatte schon mehrmals versucht, auf eigene Faust durch ein Gate in den Flughafen zu kommen. Als dies nicht gelang, entschied sich das KSK zur Rettungsaktion, so der &#8222;Spiegel&#8220;. Per Telefon habe man vereinbart, dass sich die Familie zwischen 21 und 23 Uhr dem sogenannten Abbey Gate n\u00e4hern sollte, wo sie das KSK im Schutz der Dunkelheit abholen sollte.<\/p>\n<p>Die Operation habe rund eine Stunde gedauert, neun Soldaten sollen beteiligt gewesen sein. Bisher hatte sich die Evakuierungsmission der Bundeswehr auf das Flughafengel\u00e4nde beschr\u00e4nkt. Zwei Hubschrauber, die zur Evakuierung von gef\u00e4hrdeten Menschen aus dem Stadtgebiet nach Afghanistan gebracht worden waren, kamen bisher nicht zum Einsatz.\u00a0Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei &#8222;Bild TV&#8220;, es sei im Moment fast nicht mehr m\u00f6glich, zum Flughafen zu gelangen. &#8222;Deswegen m\u00fcssen wir sehr viel st\u00e4rker dazu \u00fcbergehen, die Leute sozusagen abzuholen. Das tun wir.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeswehr evakuiert mehr als 300 Personen <\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat weitere 378 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Um 11.53 Uhr und 13.00 Uhr landete jeweils eine A400M mit den Geretteten in Taschkent in Usbekistan. Nach eigenen Angaben hat die Bundeswehr bereits mehr um die 3.000 Menschen evakuiert.<\/p>\n<p>Kramp-Karrenbauer: &#8222;Ich halte den Kopf hin&#8220; <\/p>\n<p>Nach der Eskalation der Lage in Afghanistan hat Annegret Kramp-Karrenbauer bereits gravierende Fehler einger\u00e4umt. Nun spricht die Verteidigungsministerin von &#8222;pers\u00f6nlichen Konsequenzen&#8220;. Mehr dazu hier.<\/p>\n<p>Taliban drohen den USA: Verl\u00e4ngerung der Besatzung &#8222;wird Konsequenzen haben&#8220; <\/p>\n<p>Am 31. August sollen die Rettungsaktionen der USA aus Afghanistan enden. Nun sagte ein Sprecher der Taliban in Doha, der Hauptstadt Katars, dem Fernsehnetzwerk Sky News, eine Verl\u00e4ngerung der Frist zu Evakuierung k\u00e4me einer Verl\u00e4ngerung der milit\u00e4rischen Besatzung seines Landes gleich. Das sei weder notwendig noch werde man sich darauf einlassen. Sollten sich die USA dazu entscheiden, werde das Konsequenzen haben, so der Sprecher weiter.<\/p>\n<p>Johnson will Biden um Verl\u00e4ngerung bei Evakuierungseinsatz bitten <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritanniens Premierminister Boris Johnson will sich bei US-Pr\u00e4sident Joe Biden f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung des Evakuierungseinsatzes in Afghanistan \u00fcber die bisherige Deadline Ende August hinaus einsetzen. Das sagte Verteidigungs-Staatssekret\u00e4r James Heappey dem Nachrichtensender Sky News am Montag. Johnson werde das Thema an diesem Dienstag bei einem Sondergipfel der G7-Staats- und Regierungschefs ansprechen.<\/p>\n<p>Bericht: Helikopter werden vorerst nicht eingesetzt <\/p>\n<p>Die nach Kabul gebrachten Helikopter der Spezialkr\u00e4fte (KSK) werden wohl vorerst nicht eingesetzt. Das sagte ein Bundeswehr-Offizier dem &#8222;Focus&#8220;. Der Einsatz sei zu gef\u00e4hrlich, da die Taliban von den Helikoptern w\u00fcssten, hie\u00df es. Die Ger\u00e4te wurden angefordert, da sie klein und wendig sind und damit auch Menschen aus dem Stadtgebiet von Kabul evakuieren k\u00f6nnten. Die Bundeswehr hatte den Transport der Helikopter selbst fotografiert und in den sozialen Netzwerken verbreitet.<\/p>\n<p>Bundeswehr meldet Feuergefecht am Eingang zum Flughafen Kabul <\/p>\n<p>Am Flughafen von Kabul hat es laut Angaben der Bundeswehr am Montagmorgen ein Feuergefecht zwischen afghanischen Sicherheitskr\u00e4ften und unbekannten Angreifern gegeben. Dabei seien eine afghanische Sicherheitskraft get\u00f6tet und drei weitere verletzt worden, meldete die Bundeswehr im Onlinedienst Twitter. Im weiteren Verlauf des Gefechts seien auch US- und deutsche Soldaten beteiligt gewesen. Alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr seien unverletzt. Nach Angaben der Bundeswehr kam es zu dem Schusswechsel gegen 4.15 Uhr (MESZ) am Nordtor des Airports.<\/p>\n<p>\n<!--noindex--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_90671874\/afghanistan-i-us-botschaft-warnt-buerger-sollen-flughafentore-sofort-verlassen.html\" rel=\"nofollow\">Source link <\/a><br \/>\n<!--\/noindex--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Botschaft der USA in Afghanistan warnt vor einem neuen Anschlag. B\u00fcrger sollten die Flughafentore &#8222;sofort verlassen&#8220;, hei\u00dft es in einem neuen Sicherheitshinweis. Alle Informationen im Newsblog. 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