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Hochwasser: Großeinsatz im Raum Berchtesgaden
Starker Regen hat in Oberbayern für eine Hochwasserlage gesorgt. Besonders betroffen sind Berchtesgaden und Anrainers des Flusses Ache. Häuser mussten bereits geräumt werden.
Häuser evakuiert, Erdrutsche, überflutete Straßen, voll gelaufene Keller – in Oberbayern ist die Feuerwehr nach starkem Regen seit Samstagabend im Dauereinsatz. Die Lage sei dramatisch, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein. Mittlerweile wurde der Katastrophenfall ausgerufen.
Betroffen seien vor allem die Orte Berchtesgaden und Bischofswiesen im äußersten Südosten Bayerns. Dort schieße das Wasser aus den Bergen, gleichzeitig stiegen die Pegelstände des Flusses Ache an. Wegen abrutschender Hänge seien schon einzelne Häuser geräumt worden. Der Landkreis koordiniere ab sofort den Einsatz. Die Menschen in den Orten seien dazu aufgerufen worden, ihre Keller nicht mehr zu betreten.
„Es kommen ständig Notrufe rein“, sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim. Im Landkreis Berchtesgadener Land seien sämtliche Feuerwehren gefordert. „Die Lage ist unübersichtlich“, sagte der Sprecher. „Es regnet stark.“ Bundesstraßen seien überflutet oder wegen Murenabgängen gesperrt worden.
Bahnstrecke in Sachsen gesperrt
Nach starken Regenfällen ist die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und dem tschechischen Decin gesperrt. „Züge des Fernverkehrs enden und beginnen in Dresden Hauptbahnhof“, informierte die Deutsche Bahn am Samstagabend im Internet. Im Fernverkehr ist die Verbindung Hamburg-Berlin-Dresden-Prag betroffen. Es seien keine Reisenden mehr auf freier Strecke, versicherte eine Bahnsprecherin am späten Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Störung werde voraussichtlich bis Sonntagnachmittag dauern.
Wegen der Sperrung kam es auch im Nahverkehr zu Zugausfällen. Ersatzverkehr durch Busse habe wegen der witterungsbedingt schwierigen Straßenverhältnisse nicht eingerichtet werden können, hieß es. Betroffen waren den Angaben zufolge Abschnitte der S1 Meißen-Dresden-Bad Schandau/Schöna sowie U28 Decin-Bad Schandau-Rumburk.
Holz und Geröll hat die Kirnitzsch auf einer Brücke in Bad Schandau angespült. (Quelle: Robert Michael/dpa)
Extreme Regenfälle von teils mehr als 100 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden haben am Samstag in der Sächsischen Schweiz zu Überflutungen geführt. Einzelne Ortslagen seien nicht mehr erreichbar, teilte das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Abend mit. Besonders betroffen seien Neustadt, Sebnitz, Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna und Gohrisch. Die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und dem tschechischen Decin wurde gesperrt. „Die Situation ist angespannt, aber beherrschbar“, erklärte das Lagezentrum in Sachsens Innenministerium am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
