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Mutige Passanten stoppten den Angreifer von Würzburg

Mutige Passanten stoppten den Angreifer von Würzburg

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Mutige Passanten stoppten den Angreifer von Würzburg

Ein psychisch kranker Mann ersticht in Würzburg drei Menschen, verletzt fünf weitere. Bei der schrecklichen Tat fällt aber auch eines auf: die Zivilcourage von Menschen, die den Täter in die Enge trieben. 

Mehrere Arme winkten dem Polizeiwagen entgegen und in die Richtung: Es war wenige Sekunden, bevor der Amokläufer von Würzburg überwältigt und die Gefahr gebannt wurde. Die winkenden Männer gehörten zu einer Gruppe beherzter Passanten, die vermutlich noch Schlimmeres verhindert hat. „Anerkennung vor denjenigen, die sich dem Täter entgegengeworfen haben!“, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt am Freitagabend.

Die Männer hielten Klappstühle und Schirme, sie schlugen mit Stangen in die Richtung des Angreifers oder stellten sich ihm nur mit Rucksack oder sogar bloßen Händen entgegen: Um den Angreifer von Würzburg abzulenken und zu stoppen, haben etliche Passanten ihr eigenes Leben riskiert. Videobilder zeigen, wie die Männer sich um den Täter scharen, wie er vor ihnen umringt vom Barbarossaplatz den Rückzug in die Oberthürstraße antritt. Er geht noch einmal vorbei an der Sparkasse, wo er ebenso auf Menschen eingestochen hatte, wie zuvor in einem Woolworth.

Die Oberthürstraße ist der Ort, wo er nach wenigen Metern überwältigt werden kann. Die herbeigesehnte und mit aufgeregtem Winken dirigierte Polizei ,hat ihn dort mit einem Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt. Ein „glatter Durchschuss“, heißt es später. Es stellt sich bald heraus, dass der Festgenommene ein 24-jähriger Somalier ist, polizeibekannt und in psychiatrischer Behandlung. Sein Motiv ist bisher unklar. 

Auf einem Video der Festnahme ist zu sehen, wie die Männer, die ihn eben noch verfolgt haben, um ihn stehen, während eine Polizist auf dem Mann kniet. Heftige Beschimpfungen sind zu hören, auf Deutsch mit Akzent, der nach Südosteuropa klingt. Der Täter mit Migrationshintergrund ist offenbar auch von Männern mit Migrationshintergrund gestellt worden. „Der Hurensohn, der Bastard hat eine Frau erstochen“, sagt einer. Die Zeugen wissen offenbar zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es drei Tote gibt. Aber sie haben mit ihrem Einsatz vielleicht verhindert, dass es noch mehr wurden.“

In sozialen Netzwerken rücken auch sie in den Mittelpunkt. „Ein großer Dank und Respekt für das beherzte Eingreifen vieler Bürger, die sich dem mutmaßlichen Angreifer entschlossen entgegenstellten“, twittert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Andere formulieren es noch einfacher: „Das sind Helden.“


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