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Russland warnt vor Einmischung in Myanmar

Russland warnt vor Einmischung in Myanmar

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Russland warnt vor Einmischung in Myanmar

Das Militär geht in Myanmar massiv gegen die Proteste vor. EU und USA haben Sanktionen verhängt. Russland aber ruft dazu auf, sich nicht einzumischen – und will weiter mit der myanmarischen Armee zusammenarbeiten.

Angesichts der blutigen Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar warnt Russland vor Sanktionen gegen das südostasiatische Land. Drohungen, Druck und die Anwendung von Sanktionsinstrumenten gegen die handelnden Behörden Myanmars seien aussichtslos und äußerst gefährlich, teilte das Außenministerium in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag mit. „Eine solche Linie trägt nur dazu bei, die Parteien gegeneinander aufzuhetzen.“ Zudem treibe es das Volk in einen Bürgerkrieg, hieß es.

Wie kam es zum Militärputsch in Myanmar? In Myanmar hat das ohnehin einflussreiche Militär Anfang Februar die Kontrolle übernommen und die zivile Regierung von Aung San Suu Kyi entmachtet. Die Militärs begründen das mit angeblichem Wahlbetrug bei der Wahl vom November, die die Partei der früheren Freiheitsikone Suu Kyi haushoch gewonnen hatte. Belege gibt es nicht. Seitdem kommt es regelmäßig zu Protesten, gegen die die Polizei immer massiver vorgeht.

Seit Wochen gehen Einsatzkräfte in Myanmar mit brutaler Gewalt gegen jeden Widerstand vor. Nach jüngsten Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden seit dem Umsturz vor zwei Monaten mindestens 564 Menschen getötet. Fast 2.700 Menschen sitzen demnach im Zuge des Putsches in Haft. Der UN-Sicherheitsrat hatte das Militär in der vergangenen Woche zur Zurückhaltung aufgerufen. Die EU und die USA hatten zuletzt Sanktionen gegen die Militärjunta von Myanmar verhängt. 

Russland rief dazu auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen. Gleichzeitig wolle Moskau die Zusammenarbeit auch in militärischer Hinsicht fortsetzen, hieß es. Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin hatte erst vor mehr als einer Woche an einer Militärparade in Myanmar teilgenommen.


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