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Hamas feuern 15 Raketen auf israelischen Atomreaktor

Hamas feuern 15 Raketen auf israelischen Atomreaktor

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Hamas feuern 15 Raketen auf israelischen Atomreaktor

Die Situation im Nahen Osten ist eskaliert. Nun hat Israel mitgeteilt, im Gazastreifen mehrere Mitglieder der dort herrschenden Hamas getötet zu haben. Alle Infos im Newsblog.

Seit Beginn der Woche eskaliert der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis wieder massiv. Palästinensische Terroristen feuerten Hunderte Raketen auf Israel ab, die israelische Luftwaffe antwortete mit massiven Angriffen auf den Gazastreifen. Beide Seiten haben Opfer zu beklagen.

Auslöser der neuen Gewalt waren Ausschreitungen an der Al-Aksa-Moschee in Ost-Jerusalem zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften, sowie Räumungspläne für Häuser palästinensischer Familien in Ost-Jerusalem, die auf von jüdischen Siedlern beanspruchtem Gebiet stehen. Die aktuelle Entwicklung in dem Konflikt verfolgen Sie im Newsblog. 

Israel verkündet Tötung ranghoher Hamas-Vertreter

Bei gezielten Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der israelischen Armee und des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet mehrere hochrangige Vertreter der dort herrschenden Hamas getötet worden. Diese stünden Mohammed Deif nahe und seien Teil des militärischen Stabs der Hamas, erklärten Armee und Geheimdienst am Mittwoch.

Deif ist ein legendärer Militärchef der islamistischen Hamas. Israel hat jahrelang immer wieder vergeblich versucht, ihn zu töten. Im August 2014 kamen bei einem Luftangriff Israels im Gazastreifen die Frau des Hamas-Führers sowie zwei seiner Kinder ums Leben. Die Hamas verkündete direkt anschließend, Deif habe überlebt. Zuletzt war Deif erstmals seit langem wieder öffentlich aktiv geworden und hatte Israel im Rahmen des Konflikts um Jerusalem gedroht.

Die Einsätze gegen die Hamas-Vertreter erfolgten den israelischen Angaben zufolge gleichzeitig in Chan Junis und Gaza. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Die Namen der Getöteten sollten später veröffentlicht werden.

USA blockieren gemeinsame Stellungnahme des Sicherheitsrats

Die USA haben eine gemeinsame Stellungnahme des UN-Sicherheitsrates zur eskalierenden Gewalt in Nahost Kreisen zufolge zunächst blockiert. Diplomatenangaben zufolge sehen die Vereinigten Staaten ein solches Statement als nicht hilfreich für eine Deeskalation zwischen Israelis und Palästinensern. Auch die Mitarbeit an einer kürzeren Mitteilung, sogenannten Elementen, lehnten die Amerikaner bei der Dringlichkeitssitzung des mächtigsten UN-Gremiums am Mittwoch in New York demnach erst einmal ab.

Der 15-köpfige Rat konnte sich wegen den USA bereits bei einer ersten Sitzung am Montag nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen. Ein Entwurf Norwegens vom Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sah die Erklärung der tiefen Besorgnis über die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern vor und forderte die sofortige Einstellung aller Kämpfe unter anderem in Gaza und Ost-Jerusalem. Bei der Sitzung am Mittwoch hatten die Vereinten Nationen den Sicherheitsrat laut Diplomaten zuvor vor einem großen Krieg gewarnt. 

Israelischer Soldat durch Rakete aus dem Gazastreifen getötet

In Israel ist ein Soldat durch eine Rakete aus dem Gazastreifen getötet worden. Wie die israelische Armee am Mittwoch mitteilte, wurde der 21-Jährige bei einem Einsatz zum Schutz von Dörfern nahe der Grenze von einer Panzerabwehrrakete aus dem Gazastreifen getroffen und tödlich verletzt.

Die Essedin-al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, hatte nach eigenen Angaben am Mittwochmorgen ein israelisches Armeefahrzeug mit einer Rakete beschossen.

Israels Verteidigungsminister: Gibt kein Enddatum für Gaza-Einsatz

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz hat die Bürger des Landes auf einen längeren Militäreinsatz im Gaza-Konflikt eingestimmt. Die Streitkräfte würden ihre Angriffe fortsetzen, um vollständige und langfristige Ruhe zu erzielen, schrieb Gantz am Mittwoch nach einem Besuch in der zuletzt stark mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossenen Stadt Aschkelon. Es gebe dafür kein Enddatum.

Putin und Erdogan verurteilen Gewalt

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin haben den Gewaltausbruch in Nahost verurteilt. Erdogan habe in einem Telefonat mit Putin deutlich gemacht, dass die Vereinten Nationen einschreiten müssten, bevor der Konflikt weiter eskaliere, teilte das türkische Präsidialamt am Mittwoch mit. Die UN müssten „entschlossene und klare Botschaften“ finden, um die „Angriffe Israels“ zu stoppen. Erdogan sprach sich zudem dafür aus, internationale Schutztruppen zum Schutz von palästinensischen Zivilsten in die Region zu senden.

Putin zeigte sich nach Kreml-Angaben „ernsthaft besorgt“ angesichts der anhaltenden Zusammenstöße und der wachsenden Zahl von Toten und Verletzten. Die beiden Präsidenten hätten die Konfliktparteien zum Abbau von Spannungen aufgerufen, hieß es aus Moskau. Probleme müssten friedlich gelöst werden. Zudem bekräftigten Russland und die Türkei beiden Seiten zufolge eine Zwei-Staaten-Lösung in dem Konflikt. Es sei eine wichtige Botschaft, dass die Türkei und Russland im Bezug auf die Entwicklungen in Jerusalem einer Meinung seien, hieß es aus dem türkischen Präsidialbüro.

Johnson ruft Israel und Palästinenser zu Zurückhaltung auf

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sowohl Israel als auch die Palästinenser zur Deeskalation aufgerufen. „Ich bitte sowohl Israel als auch die Palästinenser dringend, vom Rand des Abgrunds zurückzutreten und Zurückhaltung zu zeigen“, schrieb Johnson am Mittwoch auf Twitter. Großbritannien sei zutiefst besorgt über die wachsende Gewalt und zivile Opfer. „Wir wollen dringend eine Deeskalation der Spannungen sehen“, so der konservative Politiker.

Erneut Raketenalarm in Tel Aviv –  Todesopfer gemeldet

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Bei den bisher schwersten Raketenangriffen auf Israels Küstenmetropole Tel Aviv seit Beginn des Nahostkonflikts sind mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Rettungsorganisation Zaka starb am Dienstagabend eine Frau in der Stadt Rischon Lezion bei einem direkten Einschlag, bei einer zweiten Angriffswelle am frühen Mittwochmorgen wurden dann in Lod bei Tel Aviv eine Person und ein Kind getötet. In Jehud, ebenfalls im Großraum Tel Aviv, sei ein Haus direkt getroffen worden. Israels Luftwaffe reagierte nach eigenen Angaben mit dem umfangreichsten Bombardement des Gazastreifens seit dem Gaza-Krieg von 2014. Palästinensische Quellen sprachen von Dutzenden Toten in dem abgeschotteten Küstengebiet.

Auf israelischer Seite wurden infolge der massiven Raketenangriffe von militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen nach Angaben von Sanitätern mehrere Menschen verletzt. Die Nachrichtenseite „Ynet“ berichtete, ein 84-Jähriger in Tel Aviv sei auf dem Weg zu einem Schutzraum zusammengebrochen. In der bereits tagsüber besonders schwer beschossenen Küstenstadt Aschkelon waren nach Angaben der israelischen Polizei bereits Stunden zuvor zwei Frauen bei Raketenangriffen getötet worden.

Die Hamas werde keinen Rückzieher machen, sagte ein Sprecher der militanten Islamisten im Gazastreifen. „Wenn Israel zuschlägt, schlägt der bewaffnete Widerstand zurück.“ Die israelische Armee teilte in der Nacht mit, sie habe in den vergangenen Stunden „eine Reihe wichtiger Terrorziele und Terroraktivisten im Gazastreifen getroffen“.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza stieg die Zahl der seit Montag getöteten Palästinenser auf 35, darunter zwölf Kinder und drei Frauen. 233 Menschen seien verletzt worden. Nach Berichten von örtlichen Medien und Augenzeugen wurden einige Kinder durch israelische Luftangriffe getötet, andere durch fehlgeleitete Raketen der Extremisten. Nach Angaben der israelischen Armee wurden mindestens 20 Mitglieder der islamistischen Hamas und des militanten Islamischen Dschihads getötet, darunter hochrangige Vertreter.

Hamas: Mehr als 200 Raketen auf Israel abgefeuert

Die radikalislamische Hamas hat nach eigenen Angaben am Mittwoch erneut dutzende Raketen in Richtung Israel abgeschossen. Der bewaffnete Arm der Hamas teilte mit, er feuere derzeit 110 Geschosse auf Tel Aviv und 100 weitere auf die Stadt Beerscheva ab. Die Attacke sei eine Antwort auf den Angriff des israelischen Militärs auf ein Hochhaus im Gazastreifen.

Zuvor hatte die Hamas die Zerstörung eines neunstöckigen Gebäudes im Zentrum von Gaza-Stadt gemeldet. In dem Haus befanden sich demnach Wohnungen, Geschäfte und ein örtlicher Fernsehsender. Die Hamas hatte bereits am Dienstagabend 130 Raketen auf Tel Aviv abgefeuert.

Israelische Behörden verhängen Ausnahmezustand für Stadt Lod

Die israelischen Behörden haben in der Stadt Lod den Ausnahmezustand verhängt, nachdem es nach Polizeiangaben zu „Ausschreitungen“ der arabischen Minderheit gekommen war. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe am Mittwoch grünes Licht dafür gegeben, teilte sein Büro mit. 

Sicherheitskräfte sind während Zusammenstößen mit arabischen Israelis im Einsatz in Lod: Die islamistische Hamas erklärte, 130 Raketen aus dem Gazastreifen nach Tel Aviv und Zentralisrael abgefeuert zu haben. (Quelle: Heidi Levine/dpa)

Ausschreitungen in Stadt Lod bei Tel Aviv – Synagoge in Brand gesetzt  

In der Stadt Lod bei Tel Aviv, in der Juden und Araber gemeinsam leben, ist es am Dienstagabend zu schweren Ausschreitungen gekommen. Nach Medienberichten schändeten arabische Einwohner eine Synagoge und setzten sie in Brand. Außerdem seien Dutzende Autos in Brand gesetzt und Fenster von Geschäften eingeworfen worden. Der Bürgermeister von Lod, Jair Revivo, sprach im Fernsehen von einem „Bürgerkrieg“ in der Stadt und forderte eine sofortige Ausgangssperre. Auch in den arabisch geprägten Orten Akko im Norden des Landes und in Jaffa bei Tel Aviv kam es zu schweren Zusammenstößen.

Jüdische Einwohner warfen der Polizei einen kompletten Kontrollverlust vor und forderten die Entsendung von Soldaten in die Stadt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Benny Gantz einigten sich daraufhin auf die Entsendung mehrerer Bataillone von Grenzpolizisten, um in der Stadt die Ruhe wiederherzustellen.

In Lod war bei Unruhen ein 25-jähriger Araber durch Schüsse tödlich verletzt worden. Ein 34-Jähriger wurde daraufhin festgenommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Nach Medienberichten handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen jüdischen Einwohner der Stadt. Lod liegt in der Nähe des internationalen Flughafens Ben Gurion und gilt als sozialer Brennpunkt. Die Kriminalitätsrate in der Stadt ist besonders hoch.

Eskalation in Nahost: UN-Sicherheitsrat erneut mit Notfallsitzung

Angesichts der zunehmend entfesselten Gewalt in Nahost soll der UN-Sicherheitsrat zum zweiten Mal binnen weniger Tage zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Die für Mittwochvormittag (Ortszeit) in New York angesetzten Beratungen wurden Diplomaten zufolge von China, Tunesien, Norwegen, Frankreich, Estland, Irland, St. Vincent und die Grenadinen, Niger und Vietnam initiiert. Der UN-Nahostbeauftragte Tor Wennesland soll das mächtigste UN-Gremium bei dem Treffen hinter verschlossenen Türen über die Lage informieren.

Der 15-köpfige Rat konnte sich bei einer ersten Sitzung am Montag nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen. Ein Entwurf Norwegens sah Kreisen zufolge neben der Verurteilung der Gewaltspirale zwischen Israelis und Palästinensern auch die Erklärung der Besorgnis über mögliche Vertreibungen von palästinensischen Familien aus Ost-Jerusalem vor. Diese Positionierung sei aber am Widerstand der USA gescheitert, hieß es.

Zwei Tote bei Raketenangriffen

Bei einem Raketenangriff militanter Palästinenser im Gazastreifen auf die Umgebung von Tel Aviv sind dort am Dienstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Medienberichten kam in der Stadt Rischon Lezion eine Frau bei einem direkten Einschlag der Rakete ums Leben. Die Rettungsorganisation Zaka bestätigte den Todesfall.

In der Stadt Cholon südlich von Tel Aviv wurde am Dienstagabend ein Bus getroffen, er brannte aus. Dabei starb nach Angabe n von Zaka eine Frau. Mindestens sechs Menschen wurden bei dem Raketenangriff verletzt, wie die die Zeitung „Times of Israel“ unter Berufung auf Rettungsdienste berichtete.

Israel will Militäroperation gegen Gazastreifen notfalls ausweiten

Nach massiven Raketenangriffen militanter Palästinenser auf den Großraum Tel Aviv hat Israels politische und militärische Führung harte Gegenangriffe angekündigt. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Dienstagabend, die militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad würden einen hohen Preis für die jüngsten Angriffe auf Israel bezahlen. „Diese Operation wird Zeit brauchen, aber wir werden den Bürgern Israels die Sicherheit zurückbringen.“

Generalstabschef Aviv Kochavi sagte, Israel sei bereit, die Militäroperation „Wächter der Mauern“ notfalls auszuweiten. Israels Armee habe seit Montag „bereits 500 Ziele im Gazastreifen angegriffen und Dutzende Terroraktivisten getötet“, sagte er. Man sei fest entschlossen, den militanten Gruppierungen einen harten Schlag zu versetzen.

Ausschreitungen in mehreren Städten

Aus mehreren israelischen Städten werden Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern gemeldet. Das nachfolgende Video soll zeigen, wie Randalierer in der Stadt Ramla, südlich von Tel Aviv, ein Auto attackieren. In der Stadt soll tags zuvor eine Synagoge angegriffen worden sein.

Ölpipeline in Israel bei Raketenangriff getroffen

Bei einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen ist am Dienstag nach Medienberichten eine wichtige Ölpipeline im Süden Israels getroffen worden. Fernsehbilder zeigten einen großen Behälter, der in Flammen aufging. Die Leitung verläuft zwischen den Städten Aschkelon und Eilat.

Hamas: 130 Raketen auf Tel Aviv abgefeuert

Die radikal-islamische Hamas hat nach eigenen Angaben am Dienstagabend 130 Raketen auf die israelische Großstadt Tel Aviv abgefeuert. Dies sei eine Reaktion auf die Zerstörung eines 13-stöckigen Wohnblocks in Gaza durch einen israelischen Luftangriff, hieß es in einer Erklärung. Dem Sender Channel 12 zufolge traf eine Rakete ein Gebäude im Vorort Holon. Auf Bildern war auch ein brennender Bus zu sehen.

Hochhaus im Gazastreifen bei israelischem Luftangriff zerstört

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist am Dienstagabend ein Hochhaus zerstört worden. Das zwölfstöckige Haus im Stadtzentrum von Gaza, in dem sich auch mehrere Büros der radikalislamischen Hamas befanden, stürzte vollständig ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Die Anwohner des Gebäudes wurden vor dem Angriff von den israelischen Streitkräften gewarnt und angehalten, das Haus zu verlassen, wie Augenzeugen am Dienstagabend berichteten.

Rauch steigt von einem Gebäude in Gaza auf: Israel und die Hamas feuern seit Montag Hunderte Raketen aufeinander ab. (Quelle: Ibraheem Abu Mustafa/Reuters)

Maas verurteilt Raketenangriffe auf Israel scharf

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die massiven Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel scharf verurteilt. „Dass es jetzt noch eine derartige Eskalation der Gewalt gibt, ist weder zu tolerieren noch zu akzeptieren, und das haben wir auch gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde sehr deutlich gemacht“, sagte Maas am Dienstagabend bei seinem Italien-Besuch in Rom. Die Raketenangriffe müssten sofort beendet werden. „Israel hat in dieser Situation das Recht auf Selbstverteidigung“, fügte Maas hinzu.

Hunderte Raketen auf Israel abgefeuert

Militante Palästinenser haben innerhalb eines Tages rund 480 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Davon wurden rund 200 abgefangen und 150 schlugen beim Start fehl, wie das israelische Militär am Dienstagabend mitteilte. Die Armee geht aufgrund der Intensivierung der Raketenangriffe durch die im Gazastreifen herrschende, islamistische Hamas sowie die militante Gruppe Islamischer Dschihad von einer Zuspitzung des Gaza-Konflikts aus. Nach Angaben des Militärsprechers Jonathan Conricus würden die Raketen inzwischen auch auf weiter entfernte Orte im Norden des Küstengebiets abgefeuert.

Abwehrraketen werden vom Iron Dome abgefeuert: Das israelische Luftabwehrsystem schützt Israel vor allem vor Kurzstreckenraketen aus dem Gazastreifen. (Quelle: dpa)

Netanjahu kündigt härtere Angriffe im Gazastreifen an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Verschärfung der Angriffe im Gazastreifen angekündigt. Die militante Palästinenserorganisation Hamas, die den Küstenstreifen am Mittelmeer beherrscht, werde „Schläge bekommen, die sie bislang nicht erwartet“, sagte Netanjahu am Dienstag nach Angaben seines Büros nach einer Lagebesprechung mit Militärs. „Wir sind mitten im Kampf.“

Israel habe seit Montag Hunderte von Zielen der Hamas und des Islamischen Dschihads im Gazastreifen angegriffen und dabei auch Kommandeure getötet, sagte Netanjahu weiter. Die Aktion bekam inzwischen auch einen eigenen Namen: „Wächter der Mauern“. Zuvor hatten militante Palästinenser ihre Angriffe ausgeweitet und hunderte Raketen abgefeuert. Auf beiden Seiten gab es Tote.


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