In Kalifornien wüten derzeit verheerende Waldbrände. Warum haben viele andere Länder weniger mit Feuern zu kämpfen? Der US-Präsident liefert eine absurde Erklärung, die für viel Spott sorgt.

Im Netz sorgt ein Videoausschnitt des US-Präsidenten für Wirbel: Darin spricht Donald Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News über die Waldbrände, die derzeit im Westen der USA wüten. Als Grund für die Ausmaße der Brände in Kalifornien sieht Trump nicht den Klimawandel, sondern das aus seiner Sicht schlechte Forstmanagement des Staates. Offenbar um seinen Punkt zu unterstreichen, will der Präsident dann eine Parallele zu Europa ziehen. Dort gäbe es ganze „Wald-Städte“ – und dennoch würden die Feuer nicht wie in Kalifornien außer Kontrolle geraten. 

Als besonderes Vorbild bei der Waldbrand-Bekämpfung nennt Trump anschließend Österreich, denn „die leben dort im Wald“. Dort gäbe es zudem „explosivere Bäume“ als in Kalifornien. Der Grund, warum es dort nicht zu Feuerkatastrophen käme, sei weil die Brandgefahr besser im Zaum gehalten würde. Wie das die Österreicher hinbekommen?

„Sie verdünnen den Brennstoff“, erklärt Trump. Damit meine er Laub und umgefallene Bäume am Boden. Wenn Bäume umkippen, würden sie sehr trocken, „wie ein Streichholz“. Sie „können explodieren“, erklärt Trump weiter. „Es ist wirklich Treibstoff für ein Feuer. Also müssen sie etwas dagegen unternehmen.“ Kalifornien müsse mehr Feuerbarrieren in den Wäldern schaffen, auch müsse man mehr Bäume fällen. Europäische Länder wie Österreich würden das seiner Ansicht nach besser machen.

Ein Spaß für Twitter-Nutzer aus Österreich

Auf Twitter sorgten die Äußerungen des US-Präsidenten über Österreich für viel Spott. Einige Nutzer posteten Fotomontagen, Bilder und Videos, um seine Idee von „Wald-Städten“ auf die Schippe zu nehmen. Andere wiederum belustigten sich darüber, dass die Bäume im Land angeblich explosiver seien. 

Trump versucht, die Klimakrise herunterzuspielen

Die Waldbrände im Westen der USA haben in den vergangenen Wochen riesige Flächen Land zerstört – und die Zahlen steigen weiter an. Allein in zehn Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Oregon und Washington, verwüsteten 87 große Feuer mehr als 18.600 Quadratkilometer Land, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center am Montag mitteilte. In Kalifornien kämpften fast 16.500 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Das ganze Ausmaß des Feuerinfernos ist noch nicht abzusehen.

Die Brände historischen Ausmaßes schüren die Ängste vor den Auswirkungen der Klimakrise. Der US-Präsident spielte das Thema bei einem Besuch in dem kritischen Gebiet in Kalifornien jedoch herunter. „Es wird anfangen, kühler zu werden, schauen Sie einfach zu“, sagte Trump bei seinem Besuch zu einem kalifornischen Minister. „Ich wünschte, die Wissenschaft würde ihnen zustimmen“, antwortete dieser. Und Trump: „Ich glaub nicht, dass das die Wissenschaft weiß.“



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